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TEST: Fuse – Nicht exklusiv und auch nicht gut?

News vom 28. Mai 2013 - 18:01 Uhr von OB
Kommentare: (24) | 5,408 Leser

„Ratchet & Clank“- und die „Resistance“-Serie. Mit diesen Spielen machten sich Insomniac Games einen großen Namen. Mit Exklusivtiteln für die Playstation 2 und die Playstation 3. „Fuse“ – ehemals als „Overstrike“ angekündigt – ist nicht exklusiv. Es erscheint zeitgleich für Playstation 3 und Xbox 360.

Wir Playstation-Jünger fragen uns: Ist das wirklich ein gutes Zeichen? Oder verlieren sich Insomniac Games nach einigen Release-Verschiebungen und beim Versuch „Fuse“ für zwei vollkommen unterschiedliche Konsolen anzupassen?

Was wir cool finden

Vier Knarren für ein Halleluja
„Fuse“ erzählt eine ganz klassische Action-Geschichte in Anlehnung an Kultfilme der 80er und 90er. Böse Buben experimentieren mit fremder Materie. Basteln sich Massenvernichtungswaffen. Und irgendwie taumelt unser Söldnertrupp mitten in eine riesigen Intrige hinein und steckt plötzlich bis zum Hals in Blut, Blei und Bomben. So ist „Fuse“ nicht sonderlich originell oder gar so kreativ abgedreht wie es „Far Cry 3: Blood Dragon“ Anfang des Monats war.

Trotzdem klappt das Zusammenspiel unter den vier Protagonisten Dalton, Izzy, Naya und Jacob ordentlich. In kurzen Dialogen frotzeln sich die Kollegen immer wieder gegenseitig an und machen sich beispielsweise über Daltons Angst vor Katzen oder seiner Beziehung zu seiner Ex lustig. Die Dialoge sind in der deutschen Version gut angepasst, das englische Original wirkt aber etwas knackiger. Der Humor von „Fuse“ ist zwar offensichtlich, erreichte mich aber nicht so leicht wie es „Blood Dragon“ oder Gunslinger“ zuletzt gelang. Aber für den einen oder anderen Schmunzler ist „Fuse“ allemal gut.

Letztlich geht es aber in erster Linie um die Zusammenarbeit der vier Protagonisten und ihren „Fuse“-Waffen. Izzy beispielsweise friert mit der Splitterkanone ihre Gegner in Kristallen ein. Dalton baut ein Schild auf und schützt damit seine Kameraden. Jacob ist mit seinem Bogen der Scharfschütze der Truppe und Naya bringt mit ihrem Ultra-Sturmgewehr Köpfe zum Schmelzen. So erhaltet ihr für Abschüsse Erfahrungspunkte, bekommt aber einen Extrabonus, wenn ihr die Attacken miteinander kombiniert. Das ist eigentlich der Hauptanreiz, um „Fuse“ überhaupt weiterzuspielen: Der Spaß an der Zerstörung und an dem fachmännischen Zerlegen der anrückenden Armeen. Dass das Leveldesign von „Fuse“ dabei über eine Ansammlung von Schläuchen und Arenen nicht hinaus kommt, ist der Motivation gerade im Singleplayer aber alles andere als zuträglich.

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Starker Mehrspieler-Modus
Während der Spielspaß mit drei KI-Robotern an der Seite also schnell ins Bodenlose sinkt, bleibt er im Multiplayer auf angenehm hohen Niveau. Denn mit vier Freunden ist „Fuse“ ein kurzweiliger, wenn auch anspruchsloser Ballerspaß. Man pflügt sich durch die feindlichen Reihen, sieht kräftig Pixel-Blut über den Bildschirm spritzen, überall rappelt und knallt es kräftig.

Die Interaktionsmöglichkeiten sind leider stark eingeschränkt. So helft ihr Kameraden wieder auf die Beine, sobald sie niedergeschossen wurden. Gelegentlich platziert ihr gemeinsam Minen oder öffnet Türen. Das ist alles irgendwie Standard und hebt sich nicht gerade von der Konkurrenz ab. Auch das Charaktersystem wirkt in sich nett, hat aber vergleichsweise wenig Einfluss auf das Spielgeschehen. Mal gibt es mehr Health dazu. Mal rüstet ihr eure Sekundärfähigkeiten auf. Izzy beispielsweise wirft Medidrohnen in den Raum und heilt damit ihre Kameraden.

Der Multiplayer profitiert letztlich von der ganz typischen Dynamik eines Koop-Actionspiels. Es wird geflucht. Es wird geschimpft. Es wird um Hilfe geschrien. Daher macht auf „Fuse“ für einen geselligen Abend durchaus Freude … trotz offensichtlicher Schwächen.

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Ein bisschen was von allem …
„Fuse“ bringt nur wenige eigene Ideen ein. Stattdessen spielt es sich wie so ziemlich jeder andere Third-Person-Shooter auch. Das Deckungssystem funktioniert hier ordentlich. Auf Tastendruck springt ihr von einem Mäuerchen zum nächsten oder spurtet vor. Tatsächlich ist „Fuse“ in späteren Kapiteln durchaus taktisch angehaucht, da ihr Geschütze, schwere Roboter und Schildsoldaten nur durch Flankieren erledigt. Das ist nicht neu, gibt den furiosen Gefechten aber einen netten Touch.

Für ein klein wenig Auflockerung sorgen die eingestreuten Bosskämpfe. Mal stehen euch dicke Mechs gegenüber, dann taucht wieder ein Helikopter auf. „Fuse“ artet zuweilen in knackige Materialschlachten aus. Nicht zu leicht, aber auch nicht zu schwer. Dazu gibt es noch einige Kletter- und Seilbahneinlagen. Sie bilden die kurzen Verschnaufpausen in den ansonsten bleihaltigen Kapiteln. Denn Rätsel oder dergleichen gibt es in „Fuse“ nicht.

Was wir weniger cool finden

… aber einiges davon nicht richtig
Obwohl sich „Fuse“ freigiebig bei der Shooter-Konkurrenz bedient, kommt immer wieder Sand in das Gameplay-Getriebe. Die Stealth-Mechanik, wenn man sie denn so nennen darf, ist ein schlechter Scherz. An vorgegebener Stelle heißt es: „Wir müssen sie leise ausschalten.“

Doch statt zu schleichen sind einfach die Wachen nur auf taub geschaltet und reagieren verspätet auf eure Attacken. Wirkliche Schleichelemente gibt es in „Fuse“ nämlich nicht und so wirken die Takedowns – egal, ob von hinten oder im Nahkampf – wie aufgezwängt. Gleiches gilt für die Charakterentwicklung, die zwar zu dem arg linearen Leveldesign passt, aber einem kein wirkliches Gefühl für den Spielfortschritt verleiht.

Technisch ist „Fuse“ ebenfalls nur solides Mittelmaß. Einige Abschnitte – allen voran die hübschen Landschaftsaufnahmen aus dem Dschungel oder den Bergen – sind wirklich ansehnlich. Aber leider rennt ihr über weite Strecken durch karge Labore oder Militäreinrichtungen, in denen Grautöne dominieren.

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Retorten-Shooter ohne Reiz
„Fuse“ offenbart seine Schwächen besonders im Einzelspieler-Modus: Schlauchige Levels. Immer wieder öde Arenakämpfe. Und die Kameraden-KI spielt auch nur in der 2. Liga. Wie oft bin ich draufgegangen, weil die Kollegen nicht in der Lage waren, schnell genug an Feinden vorbei zu sprinten und mich wiederzubeleben. „Fuse“ nutzt sich im Singleplayer rasch ab.

Denn es besitzt nur wenige eigene Ideen und aufgrund der fehlenden Abwechslung fühlt sich jeder Abschnitt nahezu gleich an. Ganz egal, ob Level, Gegner oder auch Waffen – „Fuse“ ist monoton und wiederholt sich zu schnell. Bereits nach kurzer Zeit bekommt man den Eindruck wirklich schon alles gesehen zu haben. Wenn nicht in diesem Spiel, dann doch zumindest in einem anderen Action-Game.

Wirkliche Aha-Momente gibt es nicht und trotz einer Prise Humor bleibt die Charakterdarstellung ausgesprochen oberflächlich und die Geschichte insgesamt zu episodenhaft und berechenbar.

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Ich brauche Waffen!
Wenn ich Insomniac Games höre, dann denke ich erst an „Ratchet & Clank“ und dann an besonders kreative Waffensysteme. Und genau das fehlt in „Fuse“. Stattdessen bekomme ich vier Spezialknarren und jede Menge 08/15-Gerätschaften serviert. Warum darf ich meine Kanone nicht aufrüsten oder individualisieren? Warum gibt es nicht noch mehr Knarren – speziell für die jeweiligen Charaktere? Insomniac Games versuchen geradezu zwanghaft, eigene Charakterklassen zu erstellen und schränken sich damit selber ein.

System: PlayStation 3
Vertrieb: Electronic Arts
Entwickler: Insomniac Games
Releasedatum: 31. Mai 2013
USK: ab 18 Jahren
Offizielle Homepage: http://www.insomniacgames.com/games/fuse/

Ergebnis: 6.5 von 10
Verdammt, wo sind die Ideen eines „Ratchet & Clank“? Wo bleibt die Ruchlosigkeit eines „Resistance“? „Fuse“ ist ein Durchschnittsspiel. Besonders im Singleplayer ödeten mich die ständigen Arenakämpfe mit gesichtslosen Soldaten und Kampfrobotern nach zwei Stunden an. Denn spätestens dann hab ich mich an die „Fuse“-Waffen gewöhnt und jedes schwarze Loch und jede Splitterkombo wird zum Standard. Hier wären zusätzliche Waffensysteme oder eine Werkbank zum Aufrüsten der eigenen Knarren Gold wert gewesen. Das Charaktersystem ist nämlich so aufregend wie eine Kaffeefahrt mit Omi. So plätschert „Fuse“ über die gesamte Spielzeit irgendwie dahin: Geballer hier, Kampfroboter da und ein wenig klettern dort. So wirklich Spaß kommt hier wirklich nur im Vier-Spieler-Koop-Modus auf. Denn „Fuse“ ist angenehm schwer, sodass Teamplay und die Koordination der Figuren untereinander von größter Wichtigkeit sind und für zusätzlichen Spielspaß sorgen. Auf diese Weise entsteht eine schöne Dynamik, die über die Längen im Spiel hinweg tröstet. Allerdings erreicht „Fuse“ dennoch nie die Klasse und Tiefe eines „Left 4 Dead 2“ oder gar eines „Borderlands 2“. Schade Insomniac, nächstes Mal bitte wieder mit Esprit!
  1. Freut mich richtig. Erst ihre Aussage dass sie die Wii U nicht besonders finden, und dann bringen sie so einen Mist, schön dass die auf die Schnauze fallen, vielleicht sollten sie dass nochmal überdenken. Ich wäre an deren Stelle bei Sony geblieben, aber wenn man sich nicht mit dem was man hat zufrieden gibt…

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  2. Hätten sie lieber Resistance 4 gemacht…

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  3. hab nichts anderes erwartet……

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  4. Das war wiso von den sony studios das schlechsteste..bis auf rachet.xbox schrott technik alles das spiel

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  5. Insomniac ist eigentlich ein richtig geiles Studio, schließlich ist von denen die Spyro-, die Ratchet & Clank-, und die Resistance-Reihe. Vielleicht kehren Sie zu Ihren Wurzeln zurück, und entwickeln wieder Sony-Exklusiv ;)

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  6. oder einfach mal ein neues Ratchet and Clank!?

    mit noch fetteren Waffen und größeren Gegnern?

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  7. Eine Schrott-Seite testet nur Schrott-Spiele.

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  8. @Deltaway:

    Und warum bist du noch hier?

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  9. @Deltaway
    Dann such dir ne andere Seite, wo du den Leuten und Redakteuren auf den Sack gehen kannst. Noch dämlicher, als hier solche Kommentare zu schreiben ist nur der Umstand, dass du dich beschwerst, aber doch hier bist.

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  10. Hmm.. Hätte Fuse ne 7,5/10 gegeben.

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  11. Koop Mist sind keine guten Spiele. Das ist meist langweiliger 0815 Käse denn keiner braucht. Die Granatenexplosionen grausam PS1 Niveau.

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  12. LDK-Boy : xbox schrott technik alles das spiel ??????????? Häh ?

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  13. Ihr mögt die WiiU nicht und kehrt Sony den Rücken? Brennt in der Hölle!!

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  14. Die Arschbewegungen der Rothaarigen ist das einzigste geile an dem Spiel. Immerhin ein + Punkt zwischen den ganzen Minus Punkten!!! ;)

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  15. Koelschbloot
    Damit mein ich die haben die technik des spiels die der xbox angepasst
    Wwnn man das mit rachet&clank -crack in time vergleicht sieht man wie gragik umd technik nachgelassen hat.das kommt raus wenn man zu multi wird

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  16. Also, dann können sie bald Dicht machen wenn sich dieser Mist nicht verkauft.
    Aber dafür konnten sie Multiplattform Entwickeln.

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  17. Ein neuer Resistance Teil wäre mir viel lieber gewesen!

    Ich wollte mir das Spiel erst holen.

    Aber nach der Wertung, die meine Eindrücke von der Demo bestätigen lass ich es lieber!

    Ich hatte immer sehr viel Spaß mit Resistance und Ratchet & Clank.

    Hoffentlich finden sie zu alter stärke zurück und bringen ein neuen Ratchet & Clank Teile für die PS4! ;)

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  18. “Damit mein ich die haben die technik des spiels die der xbox angepasst
    Wwnn man das mit rachet&clank -crack in time vergleicht sieht man wie gragik umd technik nachgelassen hat.das kommt raus wenn man zu multi wird ”
    Nein das kommt nicht dabei raus wenn man zu Multi wird und an andere Technik anpasst, das kommt dabei raus, wenn man das versucht und auch noch die doppelte Arbeit auf die gleiche Menge Leute verteilen muss. Hätten sie ihre Ressourcen entsprechend verteilt wäre die Xbox wie auch die PS3 Version besser geworden und zwar beide. Haben sie aber nicht, dumm. Kommt davon wenn man meint Multi sein zu können, aber keine Ahnung davon hat. Die Xbox Technik hat damit gar nichts zu tun, es gibt auch Exklusivtitel für die PS3 (auch von Insomniac) die ziemlich scheisse aussehen.
    Insomniac im Allgemeinen ist kein wirklich gutes Studio. Ratchet und Clank ist die einzige Reihe die wirklich Qualität bewies und mehr Spieler überzeugte als abstiess.
    Resistance spaltete schon immer die Community, die einen fandens grottig, die anderen mega. Ich fand es immer nur solala, die Technik hinkte schon immer bei Insomniac-spielen, seien wir ehrlich, grafisch können die kaum was Gutes leisten. Insomniac ist ein simples Mittelklassestudio, kein Schlechtes, aber auch kein Gutes. Wirklich mehr von diesem Spiel zu erwarten war sowieso falsche Hoffnung und wenn ich ehrlich bin, der Titel hat mich schon zu Anfang null interessiert.
    Es hört sich schon sofort nach einem dieser typischen Shooter an die versuchen mal was neues mit dem allgemein aufgewärmten kram zu bringen.
    Ein Beispiel wäre da Fracture gewesen oder versch. Spiele die versucht haben ein bisschen was mit Zeitmanipulation in Shooter zu bringen (Zeit zurückdrehen oder einfrieren Kram). Es gibt noch etliche mehr Beispiele, Shooter die versuchen etwas in den Mittelpunkt zu bringen, aber an allem anderen scheitern. Nicht schade darum, pleite gehen werden sie davon aber lange nicht. Ihre restlichen Spiele sind erfolgreich genug, auch Fuse wird Absatz finden und ihnen locker ein nächstes Projekt finanzieren (welches wahrscheinlich sowieso schon in der Mache ist).
    Das Spiel war seit Beginn keine große Sache, das hat allerdings nur mit Insomniac zu tun, mit nichts anderem. Spart euch das Geld, für die 50€ könnt ihr euch auch im PSN/XBL/Steam ein paar geile Games holen die mehr fun machen. Ich kann Monaco empfehlen, wirklich lustig im MP.

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  19. Freut mich sogar, hätten sie lieber n Resistance für PS4 rausgebracht :)

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  20. Mich freut es auch.

    Zwar haben sie recht mit der Wii U, die wirklich nichts taugt, doch war der Weg zum Multiplattformtitel mit EA ein mega Fehler.

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  21. @Deltaway:

    Du bist ja heut recht stinking geworden! Hat dir jemand ins Müsli gepisst? :)

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  22. Was ist bloß aus Insomniac Games geworden? Nach 3 Spyro, bis A Crack in Time richtigen guten Ratchet & Clank Spielen und einer sich kontinuierlich verbessernden Resistance-Reihe bringen die ein halbherziges Multiplattformspiel heraus. So etwas zu versuchen ist ja okay und das Spiel hat ja auch schöne Aspekte, es ist schließlich ein grundsolider Shooter. Kann mir aber bitte mal jemand erklären wieso Insomniac auf der E3 ein Exklusivtitel für die Xbox One aber keinen für die PS4 ankündigt. Das nenne ich einfach mal undankbar, immerhin ist das Studio durch Sony bekannt geworden. Umso mehr freue ich mich, dass Sunset Overdrive, das neue Spiel, sein einziges Exklusivfeature durch die überarbeitete Onlinepolitik seitens Microsoft verliert, da sie stark damit geworben haben, die Welt jeden Tag ein Stück zu verändern, was natürlich ohne Onlinefunktionen restlos wegfällt. Insomniac Games sollte mal ernsthaft überlegen, wieder exklusiv für Sony zu entwickeln und sie nicht so zu hintergehen. Schande über dich, Insomniac Games ;-)

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