SPECIAL: Wilhelm aus Borderlands: The Pre-Sequel auf den Zahn gefühlt

Kommentare (4)

Helden-Check, Runde zwei. Nachdem wir euch als erstes deutsches Magazin Heldin Athena aus „Borderlands The Pre-Sequel“ ausführlich vorgestellt haben, nehmen wir diese Woche ihren Waffenbruder Wilhelm The Enforcer genau unter die Lupe. Gleichsam Athena kämpft auch Wilhelm auf Seiten des Bösewichts, genauer gesagt im Spezialeinsatzteam von Handsome Jack, dessen Aufstieg zum Superschurken ihr in „The Pre-Sequel“ maßgeblich vorantreibt.

Borderlands The Pre-Sequel - Artwork Wilhelm 01

So viel vorweg: Wilhelms Loyalität zu Jack kommt nicht von ungefähr. Nach einer schweren Verletzung implantierte man ihm ein mechanisches Auge. Seither ist er besessen davon, seinen Körper – „Deus Ex: Human Revolution“ lässt grüßen – zu augmentieren, sprich kybernetisch zu verbessern. Und genau damit ködert ihn Handsome Jack. Er verspricht ihm das komplette Upgrade-Programm von Waffenhersteller Hyperion. Frei Haus versteht sich! Dass Wilhelm dadurch nach und nach seine Menschlichkeit einbüßt, scheint ihm kaum bewusst. Und wer „Borderlands 2“ bereits länger gespielt hat, weiß, wo das alles hinführt: Wilhelm mutiert zu einer abscheulichen Mixtur aus Mensch und Maschine, die sich Spielern von Teil zwei später im Bossgegner-Format entgegenstellt.

Mondspaziergang mit dem Möchtegern-Terminator
In „Borderlands The Pre-Sequel“ wird dieses schleichende Transformation zum Cyborg-Krieger gekonnt thematisiert. Mit Storyelementen und in Zwischensequenzen, aber vor allem auch über neue Skills im Fähigkeitenbaum. Durch das Aufleveln von Wilhelm erlebt ihr also hautnah mit, wie sich der breitschultrige Hüne mit dem kantig rasierten Bart nach und nach verändert. Beginnend bei den Gliedmaßen hin zu einer auf der Schulter montierten Laserkanone ist alles möglich!

Borderlands The Pre-Sequel - Wilhelm 02

Vorausgesetzt ihr investiert eure Skill-Points in den mittleren Bereich des Fähigkeitenbaums, „Cyber Commando“ genannt. „Power Fist“ etwa tauscht Wilhelms linken Arm gegen eine wesentlich leistungsstärkere Cyborg-Prothese. Dann einfach nur noch den rechten Stick reindrücken und dem Feind saust eine mechanische Faust mit Schmackes voll ins Gesicht. Der neckische Kommentar von Wilhelm beim ersten Einsatz dieser Fähigkeit: „Ich bin jetzt autorisiert, physische Kraft einzusetzen“. Sprach’s und zermatschte die Scavenger-Visage!

„Shock Absorbers“ dagegen bewirkt das Augmentieren der Beine. Mit verblüffendem Resultat: Nicht nur kann Wilhelm während eines Sprints jetzt schießen, sondern wird dafür auch noch mit 20 Prozent zusätzlichem Waffenschaden und unveränderter Zielgenauigkeit belohnt. Vor allem in Kombination mit „Vengeance Cannon“ ein echter Abräumer: Das Laserstrahlen abfeuernde Geschütz ploppt auf seiner Schulter auf und heizt intergalaktischem Abschaum mit zusätzlichem Feuerschaden ein – zusätzlich zur aktuellen Primär versteht sich.  Allerdings hält dieser Skill in seiner Grundform nur zwölf Sekunden an und setzt für den nächsten Gebrauch voraus, dass Wilhelm Schild zwischenzeitlich voll aufgeladen wurde.

Borderlands The Pre-Sequel - Wilhelm 03

Lupus und der Heilige
Ihr steht auf Drohnen und alles, was die fliegenden Hightech-Gehilfen so anstellen können? Dann möchten wir euch an dieser Stelle zunächst Wolf und Saint vorstellen. Wolf repräsentiert die offensive Einheit des Drohnen-Duos, während Saint vor allem defensiv agiert. Verbessern lassen sich ihre Fähigkeiten über linken Block des Skilltrees, treffend „Hunter Killer“ getauft. „Escalation“ zum Beispiel erhöht nicht nur die Schaden kritischer Treffer, sondern reduziert gleichzeitig die Cooldown-Zeit beider Drohnen, sollte dem Spieler ein kritischer Treffer gelingen. Sie sind also häufiger einsatzbereit.

Wer’s frostiger mag, investiert fleißig in die Fähigkeit „Cold War“ und erhöht so die Chancen, dass ein Feind komplett einfriert, wenn Elementareffekte wirken oder man Cryo-Waffen einsetzt – neben Lasern der zweite neue Waffentyp im Spiel. Auch praktisch: „Kill Switch“: Ruft ihr Wolf zurück, ist die Drohne kurz davor abzustürzen oder nur noch kurze Zeit einsetzbar, wird sie wie ein Kamikaze-Flieger Kurs auf umliegende Feinde nehmen und bei Kontakt explodieren.

Borderlands The Pre-Sequel - Screenshot - Wilhelm 04

Noch effektiver lässt sich Weltraum-Gesocks mit „Laser Guided“ ausradieren. Die Fähigkeit freigeschaltet, markiert Saint das Ziel im Fadenkreuz, während Wolf bereits losprescht, um es unter Feuer zu nehmen. Und besser noch: Fegt’s den Widersacher von der Landkarte, erhöht sich die zeitliche Verfügbarkeit beider Drohnen. Darüber hinaus lohnt das Freischalten von „Scramble“. Beißt Wolf ins Gras, wird er frei Haus einfach durch ein neues Modell ersetzt – einmal zumindest. „Omega Strike“ richtet sich derweil an Waffennarren und entsendet in periodischen Abständen Raketen in Richtung Frontline und wirkt fast so effektiv wie „Venom Bolts“ – eine Fähigkeit, welche Wolfs Projektilen die Chance verleiht, sich in ätzende Bolzen zu verwandeln. Diese verursachen anschließend Säureschaden und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass feindliche Gewehre und Granaten zu rosten beginnen.

Achtung, Vollstrecker im Anmarsch!
Ebenfalls nicht von schlechten Eltern ist „Dreadnought“, Wilhelms ganz rechter und letzter Block seines Fähigkeitenbaums. Hier versammeln sich zahlreiche Talente, die ihn in seiner Rolle als „Vollstrecker“ der Gruppe in vielerlei Hinsicht widerstandsfähiger machen – und in machen Fällen zudem seine Teamkollegen. „Hard to Kill“ zum Beispiel reduziert den Schaden von gegnerischen Angriffen je öfter man euch aufs Korn nimmt. Allerdings nur so lange ihr maximal 100 Mal hintereinander getroffen beziehungsweise für einige Sekunden gar nicht getroffen wurdet. Optimal also, um einfach mal mitten ins Getümmel zu stürmen und Aggro auf sich zu ziehen, während die Kollegen aus der Distanz Verderben säen.

Borderlands The Pre-Sequel - Wilhelm 05

Brillant formuliert und ebenfalls ein echtes Highlight ist „Hazmat Containment System“. Denn seid ihr oder andere Personen im Team von Feuer-, Schock oder Säure-Effekten betroffen, erhöht sich die Resistenz diesen Gefahren gegenüber beträchtlich – in der Maximalausbaustufe um bis zu 50 Prozent! Fies: Feinde in der Umgebung laufen Gefahr, dass sich die gerade wirkende Effekte auf sie übertragen.

Wer sich fragt, warum die Drohne Saint bei allen genannten Fähigkeiten so stiefmütterlich behandelt wurde, darf beruhigt sein. Vor allem einige „Dreadnaught“-Skill sind speziell auf Wilhelms Verteidigungseinheit maßgeschneidert. „Energize“ zum Beispiel verwandelt sie in einen mobilen Schild-Booster. Sie düst also wie wild umher und versucht die Schilde von allen in der Gruppe zu regenerieren. Das geschieht nicht ständig, aber doch oft genug, um sich mit einem breiten Grinsen dafür zu bedanken. Nicht zuletzt weil die Schild-Boosts bis zu 40 Prozent der Schildkapazität betragen können.

„Overcharge“ funktioniert ähnlich, mit dem Unterschied, dass Saint direkt nach dem Herbeirufen eine Energiewelle abfeuert, die jeden davon erfassten Spieler für kurze Zeit bufft, also verbessert. Der selbst Effekt rockt gewaltig, denn plötzlich läuft jeder Mitspieler zehn Sekunden lang 15 Prozent flinker als zuvor, lädt 75 Prozent schneller nach, verfügt über eine um 75 Prozent höhere Feuerrate und erhält +10 Munitions-Regeneration.

Borderlands The Pre-Sequel - Screenshot - Wilhelm 06

Ausblick
Als Ganzes betrachtet gilt also auch bei Wilhelm das, was wir schon Athena attestieren können. Seine Fähigkeiten wirken breit gefächert, gut durchdacht und optisch schön umgesetzt. Zudem konnten wir viele davon in Aktion ausprobieren, denn 2K war so frei, uns direkt zu Beginn des Demolevels 24 noch einsetzbare Skillpoints aufzutischen. So war es ein Leichtes, praktisch jeden Skilltree-Block in kurzer Zeit freizuschalten. Im finalen Spiel geht das selbstverständlich nicht so flott.

In dem für alle Heldenklassen gleichen Demolevel konnte Wilhelm anschließend so richtig den Schweinehund rauslassen. Mal mussten wir in luftiger Höhe ein Ventil umlegen, während Gleiter von allen Seiten heranstürmten; mal durften wir – umzingelt von einer Horden berittener Scavanger – mit dem XXL-Raketenwerfer durchputzen und mal hetzten uns Handsome Jacks Gegenspieler schwer gepanzerte Jetpack-Infanterie entgegen. Anders formuliert: Wir wollten den Controller eigentlich gar nicht mehr aus der Hand geben!

Wie uns Space-Cowgirl Nisha um den Finger gewickelt hat, erfahrt ihr übrigens nächste Woche – im dritten Teil unseres exklusiven Helden-Checks. Bis dahin freuen wir uns auf eure Kommentare und verweisen noch mal auf dieses bleihaltige Gameplay-Video!

Infokasten:
System: PlayStation 3
Vertrieb: 2K Games
Entwickler: 2K Australia / Gearbox Software
Releasedatum: 17. Oktober 2014
USK: Einstufung ausstehend
Offizielle Homepage: http://borderlandsthegame.com

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Kommentare

  1. Mosaurus sagt:

    HALT DIE FRESSE,
    RANDY!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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  2. blubblub sagt:

    wie mir dieser randy pitchford nach aliens colonial marines aufn sack geht

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  3. Laurence Barnes sagt:

    Werde wahrscheinlich ihn spielen.

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  4. AlgeraZF sagt:

    Ich werde Claptrap nehmen is doch logisch. Auf die Sprüche freu ich mich schon 😀

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