Ken Levine: Der BioShock-Macher spricht zu seinem neuen Projekt

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Auch wenn weiterhin unbekannt bleibt, was genau der frühere „BioShock“-Schöpfer Ken Levine in seinem neuen kleineren Studio mit seinem Team entwickelt, so verdeutlichte er nun die Richtung, in die es gehen soll. In einem aktuellen Artikel äußerte er sich bereits lobend über die flexible und dynamische Geschichte von „Mittelerde: Mordors Schatten“, was seinem Vorhaben offenbar recht ähnlich ist.

„Vor zwei Jahren begann ich darüber nachzudenken, wie man ein System aufbauen kann, damit die Story genauso variabel wie das Gameplay sein kann, dabei aber noch so gut ist, wie eine Story eben sein kann“, sagte Levine. „Gibt es eine Möglichkeit, Charaktere, Konflikte und Dialoge zu haben, die nicht 100 oder 1000 verschiedene Möglichkeiten bieten, sondern X Möglichkeiten für Y Zustände? Auf Wiedersehen linear, Hallo geometrisch!“

„Das Ziel liegt darin, eine flexible Geschichte zu bieten, die umfassend wieder spielbar ist und stark auf die Entscheidungen des Spielers eingeht“, so Levine weiter. „Und das ist die große Sache, an der ich mit meinen Kollegen in unserem noch unbenannten neuen Studio arbeite.“

Während Levine überlegte, ob es Spieler geben würde, die sich für derartige Spiele interessieren, tauchte „Mittelerde: Mordors Schatten“ mit seinem ambitionierten Nemesis System auf, das ein dynamisches Storytelling ermöglicht.

„Shadow of Mordor erzählt eine Geschichte, die in keinem anderen Medium möglich wäre. Wenn das Publikum einen Punkt von ‚Tod eines Handlungsreisenden‘ verändern würde, wäre die Geschichte zerstört. Wenn sie etwas in BioShock Infinite ändern würden, wäre die Geschichte zerstört. Aber die Geschichte in Mordors Schatten kann man ändern – töte einen wichtigen Charakter, scheitere bei einer wichtigen Mission und die Story heilt sich selbst, weil das System die Charaktere im Spielverlauf neu besetzt – ohne Game Over Screen oder einen Neustart der Mission. Die Spieler können ihren eigenen Pfad wählen und zwar nicht aus drei oder vier vorgegeben Möglichkeiten, sondern durch ihre eigenen endlosen Entscheidungsmöglichkeiten, die ihnen das Gameplay-System bietet. Schach trifft auf Hamlet. Okay vielleicht nicht Hamlet, aber es ist ein Anfang.“

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Kommentare

  1. Seven Eleven sagt:

    Das ist ein blöder Vergleich,den Die orks waren alle austauschbar und nicht story relevant

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  2. Yamaterasu sagt:

    Im Fall von Shadow of Mordor waren die Gegner wirklich austauschbar, einen Einfluss auf die relevanten Story-Charaktere konnte ich nicht erkennen.

    Aber wenn Entwickler es schaffen, dieses System noch besser aufzubauen, könnte da bestimmt was tolles draus werden.

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