Final Fantasy XIV: A Realm Reborn – Eine neue Reise #1

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Promo: In den vergangenen Jahren entwickelte sich die Videospiel-Industrie zu einem schnelllebigen Geschäft, das im Prinzip keinerlei Fehler verzeiht. Vor allem im Bereich der Online-Titel reichte meist schon ein technisch oder spielerisch holpriger Launch, um das Schicksal eines ambitionierten Projekts oder im schlimmsten Fall des verantwortlichen Entwicklerstudios zu besiegeln.

Dass der Weg auch in der entgegengesetzten Richtung beschritten werden kann, stellte im August 2013 Square Enix‘ Fantasy-Online-Rollenspiel „Final Fantasy XIV: A Realm Reborn“ unter Beweis. Genre-Fans dürften sich sicherlich noch an die erste Version des Titels erinnern, die im September 2010 veröffentlicht wurde und technisch wie spielerisch enttäuschte. Doch anstatt das Projekt einzustellen oder „Final Fantasy XIV“ in Form eines Free2Play-Titels zu veröffentlichen und dem Ganzen ein Cash-Shop überzubügeln, entschloss sich die Führungsetage des japanischen Publishers dazu, „Final Fantasy XIV“ unter der Leitung von Director und Producer Naoki ‚Yoshi P‘ eine zweite Chance einzuräumen.

Mit dem Namen „A Realm Reborn“ versehen, wurde das Fantasy-MMO im August 2013 in einer rundum überarbeiteten Fassung veröffentlicht, die nicht nur verdeutlicht, dass mit der nötigen Sorgfalt sowie dem passenden Budget selbst gescheiterte Vorhaben zum Guten gewendet werden können, gleichzeitig gelang es Square Enix, Abo-basierte Online-Rollenspiele erfolgreich auf den Konsolen zu etablieren. Ihr habt in der Vergangenheit bereits einen Blick auf „Final Fantasy XIV“ geworfen, konntet euch aus diversen Gründen bisher allerdings nicht dazu durchringen, das Fantasy-Abenteuer zu erwerben?

Oder gehört ihr zu denen, die nach Mittel und Wegen suchen, einen genaueren Blick auf den Titel zu werfen? Dann haben wir da etwas für euch. In Zusammearbeit mit Square Enix werden wir einen neuen Charakter aus der Taufe heben und euch in wöchentlichen Abständen die Möglichkeit bieten, an dessen Abenteuern teilzuhaben. Freut euch also auf spannende Geschichten aus Eorzea, interessante Details zur Handlung und die eine oder andere kuriose Begegnung, die kaum ein Auge trocken lässt.

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„Final Fantasy XIV: A Realm Reborn“ entführt euch in die malerische Welt von Eorzea, die sich nach der sogenannten siebten Katastrophe langsam erholt. Fünf Jahre ist es her. Fünf Jahre sind seit dem schicksalhaften Tag auf der Cartenauer Heide vergangenen. Inmitten der tosenden Schlacht stürzte der auf dem Mond Dalamut eingekerkerte Primae Bahamut hinab und verwandelte Eorzea um ein Haar in ein tosendes Flammenmeer. Glücklicherweise gelang es einer mutigen Heldentruppe, Bahamut zurückzuschlagen und ein neues Zeitalter des Friedens einzuläuten. Während die Bewohner Eorzeas langsam zur Normalität zurückkehren, brodeln unter der Oberfläche bereits die nächsten Konflikte, in denen ihr eine tragende Rolle spielt.

Doch der Reihe nach. Ehe euer Weg nach Eorzea führen kann, steht zunächst die Erstellung eines neuen Helden auf dem Programm. Wie in anderen Online-Rollenspielen habt ihr die Qual der Wahl und müsst zunächst aus einem von fünf verschiedenen Völkern wählen. Wie wäre es beispielsweise mit den Roegadyn? Nein, zu wuchtig. Die kindlichen Lalafell? Nun ja, in Sachen Größe geben diese ja nicht allzu viel her und erinnern auf den ersten Blick viel mehr an einen kleinen Drachen-Snack auf zwei Beinen. Ich verzichte also dankend und stoße auf die katzenartigen Miqo’ten, die es mir vor allem aufgrund ihrer eleganten Erscheinung angetan haben.

Schnell noch die Haarfarbe, die Frisur sowie die Stimme anpassen und schon steht die nächste Entscheidung an: Die Wahl der zugrunde liegenden Klasse. Aufgrund fast schon traumatischer Erfahrungen in einem anderen Online-Rollenspiel, in dem meine Karriere als Tank innerhalb weniger Tage ein jähes Ende fand, da ich aufgrund meiner mitunter tölpelhaften Vorgehensweise mehr verbale Seitenhiebe einstecken musste als die Bosse der Raids an sich, verzichte ich erst einmal auf klassische Tank-Klassen wie den Gladiator oder den Marodeur. Nachdem die Gedanken zunächst um eine virtuelle Karriere als Druide oder Thaumaturg kreisen, fällt meine Wahl schlussendlich auf die Klasse der Waldläufer.

Um euch die Wahl zu erleichtern, sei an dieser Stelle angemerkt, dass ihr in „Final Fantasy XIV: A Realm Reborn“ nicht an eure Klassenwahl gebunden seid. Stattdessen reicht es ab Stufe 10 aus, dem eigenen Charakter eine neue Waffe oder ein neues Werkzeug in die Hand zu drücken. Auf diesem Wege wird aus einem schwertschwingenden Gladiator umgehend ein Druide oder ein Pikenier. Doch zurück zu unserem Miqo’ten-Waldläufer namens Cehtuh, der kurz davor steht, seine ersten Schritte auf einer schicksalhaften Reise zu unternehmen. Diese führt unsere angehende Heldin Cehtuh zunächst in den beschaulichen Stadtstaat Gridania – unter anderem die Heimat der Waldläufer und Druiden. Wurde die Charakter-Erstellung abgeschlossen, führt uns eine erste Zwischensequenz in die Handlung von „Final Fantasy XIV: A Realm Reborn“ ein.

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Musikalisch untermalt vom legendären Kristall-Thema der „Final Fantasy“-Reihe, das übrigens nach wie vor zu meinen absoluten All-Time-Favoriten gehört, macht dieser deutlich, wohin unsere Reise führen wird. Doch was ist das? Statt der klassischen Ausrüstung eines Waldläufers trägt mein Charakter ein beeindruckendes Outfit, das optisch schnell an die Barden der „Final Fantasy“-Reihe erinnert. Und was hat es mit diesem düsteren maskierten Zeitgenossen auf sich, der mich offenbar zu einem Duell herausfordert? Ehe ich mir eine Antwort auf diese Frage zusammenreimen kann, wacht Cehtuh in einer Kutsche, die sie nach Gridania bringt, auf und plötzlich geht es Schlag auf Schlag. Während sich Cehtuh von einem penetranten Mitreisenden Löcher in den Bauch fragen lassen muss, stellt sie sich die Frage, warum gerade sie zu denjenigen Auserwählten gehört, die in der Lage sind, die flauschigen Mogrys zu sehen. Viel Zeit zum Grübeln bleibt allerdings nicht.

Nur wenige Zentimeter neben Bremondt, so der Name unseres neugierigen Mitreisenden, schlägt ein Pfeil ein. Hui, das war knapp. Abgeschossen wurden die Pfeile von einem Trupp gefiederter Kreaturen. Den Ixal, die sich in den letzten Wochen verstärkt aus den Bergen wagten und sich so langsam aber sicher zu einer ernsthaften Gefahr für Gridania zu entwickeln scheinen. Zumindest dieses Mal läuft das Scharmützel mit den Ixal glimpflich ab, da diese in Minutenschnelle von den herbeieilenden Stadtwachen verscheucht werden. Unsere Reise geht weiter und nur kurze Zeit später erreichen wir endlich Gridania und dürfen unsere ersten eigenen Schritte in Eorzea unternehmen.

Nicht nur optisch erinnert Gridania umgehend an das Auenland aus dem „Herr der Ringe“-Universum. Auch die musikalische Untermalung ruft umgehend selige Erinnerung an die Abenteuer von Frodo, Sam und Co hervor. Aber das muss ja nun wirklich nichts Schlechtes sein. Noch fasziniert von der audiovisuellen Aufmachung des idyllischen Stadtstaats machen wir uns daran, die Grundlagen der Steuerung zu erlernen, die uns vom Spiel in allen Einzelheiten vorbildlich nähergebracht wird, und gehen der Frage auf den Grund, warum gerade wir eine wichtige Rolle in der Geschichte Eorzeas spielen sollen.

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Wurde auch das umfangreiche Tutorial erfolgreich abgeschlossen, dürften hinsichtlich der grundlegenden Spielmechaniken keine Fragen mehr offen sein. Stürzen wir uns also in das Abenteuer und suchen wie von der Stadtwache empfohlen Mutter Miounne in der Abenteurer-Gilde auf. Bei dieser haben wir es offenbar mit so etwas wie der guten Seele Gridanias zu tun, die uns den Rat ans Herz legt, den Bewohnern der Stadt ein wenig unter die Arme zu greifen und uns auf diesem Wege einen Namen als Abenteurer zu machen. Laut Miounne haben die Bewohner Gridanias nicht nur mit kleinen Alltagsproblemen zu kämpfen, darüber hinaus machen ihnen die gefiederten Ixal, die sich in der näheren Vergangenheit aus bisher unbekannten Gründen von ihrer aggressiven Seite zeigten, das Leben schwer. Und dann wäre da auch noch das Reich Galea, das sich im Norden zu einer ernsthaften Gefahr für Gridania beziehungsweise ganz Eorzea entwickeln soll.

Wie es bei Frauen mitunter üblich ist, neigt leider auch Miounne dazu, bei ihren Gesprächen auszuschweifen und so wird plötzlich sogar ein Bogen zu den Kriegern des Lichts geschlagen. Doch was habe gerade ich damit zu tun? Eine Frage, der ich zunächst nicht nachgehen muss. Getreu dem Motto „Jeder fängt einmal klein an“ sehe ich mich zu Beginn mit kleineren Alltagsaufgaben konfrontiert, die mir wohl keinen großen Ruhm einbringen werden. Aber sei es drum. Da mich Miounnes Aufgaben an verschiedene wichtige Plätze Gridanias verschlagen, bringe ich die Aufgaben hinter mich und lerne auf diesem Wege gleichzeitig die ersten anderen Spieler kennen, die ebenfalls ihrem Tageswerk in der beschaulichen Welt von Eorzea nachgehen.

Ein kleiner Smalltalk hier, ein bisschen Schnacken da und man läuft fast schon Gefahr, sein Ziel aus den Augen zu verlieren. Also schnell die von Miounne geforderten NPCs abklappern, ein weiteres Mal die Abenteurer-Gilde aufsuchen und schon darf ich mich über die ersten kleinen Belohnungen in Form von einer Hand Gil und einem Schwung Erfahrungspunkten freuen. Wirklich aufregend fallen die Vergütungen bisher jedoch nicht aus. In der Hoffnung, dass es endlich zur Sache geht, lasse ich meinen Blick über die Karte von Gridania schweifen und stoße auf die Waldläufer-Gilde. Warten dort endlich die ersten Abenteuer und vielleicht sogar der eine oder andere Kampf auf mich? „Nichts wie hin“, denke ich mir und werde in der Lobby der Waldläufer-Gilde zunächst von Athelyna in ein Gespräch verwickelt. Diese legt mir den Rat ans Herz, die Gildenmeisterin Luciane aufzusuchen, sofern ich es mit meinem Vorhaben, ein erfahrener Waldläufer zu werden, ernst meine.

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War das jetzt eine rhetorische Frage? Naja, sei es drum. Athelyna vermittelt mir schnell, dass sie in mir ein vielversprechendes Talent sieht. Ungerechtfertigte Vorschusslorbeeren? Oder meint sie es vielleicht doch ernst? Um mich auf die Probe zu stellen, bedenkt mich Luciane mit meiner ersten Mission. Baumhörnchen, Marienkäfer und Forst-Fungi wollen gejagt werden. Na wenn das die PETA wüsste. Da gäbe es doch gleich wieder was auf’s Dach. Auf den ersten Blick mag die Jagdmission zwar nicht nach einer besonders aufregenden Aufgabe klingen, auf der anderen Seite ermöglicht sie uns immerhin, zum ersten Mal einen Blick auf die Welt außerhalb von Gridania zu werfen. Also auf in den Nordwald.

Wie sich Cehtuh bei ihrer ersten Jagd schlägt und warum sie schnell zur Kenntnis nehmen muss, dass man schneller in den drohenden Untergang Eorzeas verwickelt werden kann, als man zunächst annimmt, erfahrt ihr in der nächsten Ausgabe unseres „Final Fantasy XIV: A Realm Reborn“-Tagebuchs.

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Kommentare

  1. Immernoch_Pole sagt:

    Hab es seit einem halben Jahr mal wieder angefangen und nach ca. 1std hat mich das Spiel wieder komplett in seinen Bann gezogen. Es ist wirklich ein großartiges MMO in dem wirklich alles stimmig ist.

    Falls jemand interesse hat, dem empfehle ich den Server: Lich
    Auf diesem befinden sich viele deutsche spieler.

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  2. Tarorist sagt:

    Schöner Beitrag.
    Konnte mich irgendwie noch nicht dazu durchbringen es zu spielen.
    Abo kosten schrecken mich halt irgendwie ab.

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  3. Immernoch_Pole sagt:

    Es gibt glaub mittlerweile auch eine kostenlose Probezeit von 1 Monat. Kann es dir auf jedenfall empfehlen.

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  4. akio81 sagt:

    Die am besten besuchten deutschen Server sind Shiva und Odin.
    Die Abo kosten sind gar nicht so hoch, wenn man bedenkt, dass man ein nahezu fehlerfreies und immer aktuelles Spiel vor sich hat. Spiele seit mehr als einem Jahr FF XIV und spare sogar, weil ich sonst keine andere spiele mehr kaufe:p

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  5. Braintek sagt:

    Also in welcher Welt sieht Gridania aus wie das Auenland? Musikalisch stimme ich gerne zu, aber optisch ist es meilenweit davon entfernt.

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  6. schlammpudding sagt:

    habe die ps3 und ps4 beta gezockt und es hat mich dabei genau so wenig unterhalten, wie jedes andere mmorpg zuvor.

    generische, immer gleiche quests, sich ständig wiederholende kämpfe gegen die gleichen gegner und eine story, wie von einem hintern auf klopapier geschrieben.

    zudem finde ich es einfach schrecklich, ein held in einer von helden übervölkerten welt zu sein. so muss sich superman auf krypton fühlen, nachdem er jahrelang auf der erde bewundert wurde. :'D

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  7. Epiphany99 sagt:

    Sehr schöner Beitrag, da musste ich wieder an meinen Start vor ca. 280 Tagen denken.

    Ich konnte mir eig nie vorstellen pro Monat für ein Spiel zu bezahlen und hab mich immer gewundert, warum das so viele Leute machen. Bis ich die PS4-Beta angezockt habe, war vom ersten Augenblick begeistert (und überfordert) ^^

    Nachdem ich auch noch die zweite Beta-Phase gespielt habe, stand für mich fest, dass ich mir es holen werde und hab es bis dato in keinsterweise bereut.

    Klar muss man monatlich zahlen, aber man bekommt soviel geboten für sein Geld, dass ist in keinster Weise mit einem Offline Spiel zu vergleichen. Alle drei Monate kommen große Patches mit vielen neuen Inhalten, Waffen, Klamotten, Frisuren, Mounts und sogar bald - und zwar morgen - ein "Casino", mit Kartenspielen, Chocoborennen und vielem mehr. Zwischendrin werden immer wieder kleinere Patches veröffentlicht.

    Also scheut euch nicht zu vor den monatlichen Kosten, zockt mal die 14-tägige Testversion an und entscheidet euch dann. Es wird einem nämlich nie langweilig, da man immer zig Sachen machen kann.

    Das Einzige was manchmal nervt ist, wenn man wochenlang mit seiner Raidgruppe, an einem Gegner stirbt ^^ aber das macht gerade den Reiz aus, da man sich (fast immer) von Woche zu Woche steigert. Es fehlen eh nur mehr 38% 😛

    In diesem Sinne, schönen Start in die Woche.

    Lg Epi

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  8. Maria sagt:

    Feines Tagebuch. Jeder der dieses epische Spielerlebnis noch nicht erfahren durfte sollte mal reinschauen.
    Bevor man sein Geld in einen 70€ Grafikblender mit Balken und 6 Stunden Spielzeit steckt, ist das Geld hier besser investiert was Kosten / Spielspaß betrifft 😉

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