PS4-ANGESPIELT: Mirror’s Edge Catalyst

Kommentare (14)

Als Electronic Arts 2008 „Mirror’s Edge“ veröffentlichte, mauserte sich das Actionspiel schnell zum Publikumsliebling. Das innovative Spieldesign und die kunstvoll anmutende Welt kreierten ein Parkour-Abenteuer, wie man es in dieser Form noch nicht gesehen hatte. Doch „Mirror’s Edge“ floppte und konnte sich zum Weihnachtsgeschäft 2008 kaum durchsetzen.

Deshalb dauert es auch fast sechs Jahre, bis die junge Läuferin Faith auf den Bildschirm zurückkehrt. Am 25. Februar 2016 beginnt ihr Kampf gegen ein dominantes Regime und damit auch ihre Reise durch die Stadt aus Glas.

Kampf dem Regime
„Mirror’s Edge Catalyst“ ist eine Origins-Story. Es erzählt also, wie Faith zu der Widerstandskämpferin geworden ist, die viele mit dem ersten „Mirror’s Edge“ verbinden. Die junge Dame lebt in der Stadt aus Glas. Die wunderschöne und futuristisch anmutende Metropole wird durch ein Regime namens „Black November“ und ihrem Anführer Gabriel Kruger regiert. Jeder, der gegen die Obrigkeit aufbegehrt, wird aus dem Weg geschafft. Und genau an diesem Punkt kommt Faith ins Spiel: In der Geschichte wird so vom Otto-Normal-Bürger zur Widerstandskämpferin für Freiheit und Gleichheit.

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Die Rennerei beginnt
Die auf der E3 präsentierte Demo von „Mirror’s Edge Catalyst“ stammt offensichtlich vom Beginn des Spiels. Faith entkommt der Gefangennahme des „Black November“ und folgt einem mysteriösen Typen. Dieser stattet sie mit einem Tracking-Device aus und führt sie „spontan“ in das Handwerk eines Läufers ein.

Faith sprintet automatisch, sobald ihr den linken Analog-Stick nach Vorne drückt. Je schneller sie ist, desto mehr Kraft baut sie auch auf: Sie springt also weiter oder richtet im Kampf mehr Schaden an. Die Spielwelt von „Mirror’s Edge Catalyst“ ist frei begehbar. Im Gegensatz zum ersten Teil gibt es keinerlei Ladezeiten, dafür aber zusätzliche Nebenmissionen.

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Drei Aufgaben, eine Heldin
In der Anspielfassung sind genau drei dieser Sidequests vertreten, die die Grundlagen des Spiels umreißen. Das Wettrennen macht deutlich, wie rasant und flüssig sich „Catalyst“ im Vergleich zum Vorgänger spielt. Mit den linken Schultertasten führt ihr Aktionen nach oben oder nach unten aus. Faith reagiert prompt, korrigiert kleinere Fehler aber auch eigenständig. So schlittert sie gekonnt unter Röhren durch oder hechtet durch offene Schächte. „Mirror’s Edge Catalyst“ ist eine Spur langsamer und dadurch besser kontrollierbar. Eine übersichtliche Karte samt Wegpunktsystem erleichtern die Orientierung in der Stadt. Rote Objekte weisen wie gehabt den Weg zum Zielort.

Die zweite Mission besteht aus einem ersten Kampfeinsatz. Auch hier ist Geschwindigkeit der beste Freund der Läuferin. Mit ausreichend Schwung fertigt sich Wachleute des Regimes bereits mit einem Angriff an. Besonders effektiv sind Attacken aus der Luft oder nach Wall-Runs. Das Kampfsystem kommt ohne Waffen aus und ist gerade auf kurze Distanz nicht viel mehr als Button-Mashing. Damit betont DICE letztlich seinen Fokus auf Tempo. Wer hirnlos auf Feinde eindrischt und nicht die Umgebung nutzt, wird schnell das Zeitliche segnen.

Die dritte Mission betont dagegen die Erkundung der Umgebung. Hier erklimmt Faith eine Reklametafel und muss diese mit einem Hacking-Werkzeug deaktivieren. Diese Art der Kletterrätsel erinnern leicht an „Prince of Persia: Sands of Time“ und spielen wirklich toll mit Faiths Fähigkeiten und der unglaublich schönen Grafik der Stadt aus Glas.

System: PlayStation 4
Vertrieb: Electronic Arts
Entwickler: DICE
Releasedatum: 25. Februar 2016
USK: noch nicht bekannt
Offizielle Homepage: http://www.mirrorsedge.com/

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Einschätzung: gut

Ich liebte bereits das erste „Mirror's Edge“ für sein ambitioniertes Spieldesign und den waffenlosen Kampf. Seiner Zeit aber stolperte auch ich über die zu platte Geschichte und die Steuerungsmakel, die den Spielfluss immer wieder zunichte machten. Bereits die wenigen Minuten mit „Mirror's Edge Catalyst“ zeigen aber, wo die Reise für das Spiel hingehen könnte: Die Steuerung fühlt sich direkter an. Der waffenlose Kampf funktioniert reibungsloser und die Wegfindung innerhalb der Stadt aus Glas endet weitaus seltener in der Sackgasse. Darüber hinaus sieht das Actionspiel – ähnlich wie schon der erste Teil – absolut fantastisch aus. Kurzum: „Mirror's Edge Catalyst“ scheint auf genau dem richtigen Wege. Lediglich die offene Spielwelt bereitet mir noch Sorgen und so bin ich skeptisch, ob DICE der Stadt aus Glas wirklich Leben einhauchen kann.

Kommentare

  1. Shaft sagt:

    na dann, danke, daß ihr nicht so einen jump and run witz wie assassins creed daraus gemacht habt. scheint fast so, als könne dice auch noch mal was richtig machen, nachdem sie battlefield4 und den neuen star wars titel in den sand gesetzt haben.

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  2. ADay2Silence sagt:

    Der erste Teil an sich war gutes Spiel hatte aber hat nicht jeden gefallen. Ich habe den ersten Teil gerne gespielt und werde Catalyst im Auge behalten.

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  3. ADay2Silence sagt:

    # hatte aber nicht jeden gefallen.

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  4. polteran sagt:

    Vielleicht sollte man die Einschätzungen mal überdenken. Irgendwie endet das meiste mit Gut. Aber wie gut das gut ist, ist immer so eine Frage. Da hilft auch der Text bedingt.

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  5. ZaphodX sagt:

    Einfach mal ein bisschen Vertrauen haben. 😉
    Ich fand ME einfach toll und denke wenn man am den Grundstrukturen fest hält wird es wieder ein schönes Spiel. 🙂

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  6. Metfan86 sagt:

    Mal 'ne Frage: Wird denn das neue Mirror's Edge konsolenexklusiv sein? Denn bisher habe ich weder etwas von einer geplanten PC-Version gehört, noch kann man diese irgendwo vorbestellen. Als Plattform wird überall lediglich PS4 und XBox angezeigt.

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  7. FufyFufy sagt:

    Wußte ja garnicht das star wars schon draußen ist? Oder hast du ne exklusive demo version bekommen, das du jetzt schon weißt wie schlecht star wars ist

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  8. skywalker1980 sagt:

    Polteran: wie gut dieses gut ist, DABEI HILFT der Text! Ohne Text wäre das gut ein relatives gut, der Text erklärt doch diese Einschätzung. Und es ist nur eine Einschätzung anhand eines relativ kurzen persönlichen Eindrucks. Keine Ahnung was ihr alles erwartet? Eine Wunder-Review die allen gefällt ohne negative Eigenschaften?

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  9. skywalker1980 sagt:

    Shaft:??? >> Bullshit.

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  10. CloudAC sagt:

    Hört sich doch alles gut an

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  11. Cpt. Archer sagt:

    Hauptsache die Time Trails sind wieder fordernd und kein Casual mist.

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  12. xjohndoex86 sagt:

    Keine Ahnung was immer an der Steuerung gemäkelt wird. Ich fand dass ME einer der Titel war, mit der besten Steuerung bzw. dem besten Spielgefühl auf der PS3. Hat alles wunderbar geflutscht, wenn man erst mal den Bogen raus hatte.

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  13. ~Uriel~ sagt:

    die steuerung war ok, ich habs damals im ersten teil trz immer wieder erlebt dass ein sprung nicht sein ziel dort gefunden hatte, obwohl eigentlich nichts großes dabei war... und das kampfsystem war ohnehin der mega-abturner... vor den wachen zu fliehen war adrenalin pur, aber die passagen in denen man kämpfen musste waren zum kotzen, hat für mich den spielspass erheblich gebremst... wenns der reboot besser macht bin ich aber wieder mit leidenschaft dabei 😉

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  14. redman_07 sagt:

    am vorgänger gab es absolut nichts zu bemängeln für mich, es war lediglich zu kurz 😀 weil ich so viel gespielt habe

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