Rime: Laut Tequila Softwork hatte man mit Greybox mehr kreative Freiheit als mit Sony als Publisher

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Auch wenn Sony als Publisher für Indie-Titel von vielen Indie-Teams gelobt wird, so ist das Unternehmen offenbar nicht für alle Teams die richtige Wahl. Dazu gehörte offenbar auch Tequila Softworks, die mit ihrem Titel "Rime" bei Sony nicht ganz glücklich waren, sodass sie zu Greybox gewechseln sind.

Sony wurde in der Vergangenheit schon des öfteren von Entwicklern gelobt, da das Unternehmen als Publisher auch Indie-Studios unterstütze und ihnen dabei auch noch große kreative Freiräume einräume. Doch dabei sind sich offenbar nicht alle Indie-Entwickler einig. So hat Rubio, CEO und Creative Director bei Tequila Softworks, deutlich gemacht, dass man bei Sony weniger kreative Freiheit genossen hat als letztendlich bei Greybox.

Über die Suche nach dem richtigen Publisher sagte der Entwickler, dass man beim Publisher Greybox recht schnell sicher war, dass man das Studio unter Vertrag nehmen wolle. Nach nur 30 Minuten Spielzeit war die Sache für die Verantwortlichen des Publishers klar. Weiterhin wurde bestätigt, dass sich der Publisher in keiner Weise in die kreativen Entscheidungen eingemischt hatte.

„Jeder Publisher ist anders“, fasste Rubio zusammen. „In Sachen Freiheit kann ich euch das Beispiel geben, dass sich Greybox in keine kreative Entscheidung zu Rime eingemischt hat. Zum Beispiel ist die Geschichte von Rime sehr tief. Sie hat viele Ebenen. Aber sie waren sehr unterstützend. Im Allgemeinen waren sie sehr unterstützend bei Allem und ich kann nur betonen, dass sie uns dabei geholfen haben, dass wir unsere Zuversicht zurückerlangen.“

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Bei Sony war die kreative Freiheit hingegen stärker eingeschränkt. Zudem gab es Druck, dass man einen Releasezeitraum einhalten musste. Der Entwickler betonte, dass man als Indie-Studio den Publisher finden muss, der am besten zu einem passt, der mit einem kompatibel ist und der einem Sicherheit und Zuversicht gibt. Einen der stärksten Partner zu haben, ist seiner Ansicht nach, nicht immer die beste Lösung.

Kommentare

  1. Leitwolf01 sagt:

    Das Problem war auch, dass Sony sich den Entwicklungsstand nach einiger Zeit immer ansehen wollte und Tequila Softwork in all der Zeit kein Update zeigen konnte, wo dann der Verdacht aufkam, dass monatelang nicht mehr an dem Spiel gearbeitet und Geld veruntreut wurde.

    Wenn normalerweise die Studios jeweils ein Update der Entwicklung vorweisen konnten und bis zum Release mehr Zeit nötig ist, dann wurde diese Zeit auch immer gewährt, wenn man aber mehr Zeit benötigt, da man monatelang die Arbeit ausgesetzt hat, dann war Sony der falsche Partner.

    Zudem stimmt es, dass Sony Tipps und Vorschläge bei der Entwicklung einbringt, dabei wird aber nicht die kreative Freiheit beschränkt, sondern Sony gibt ein Feedback mit Lob und Kritik zum jeweiligen aktualisierten und vorgezeigten Build, was aber nicht befolgt werden muss oder sonstwie vertraglich vorgeschrieben ist.

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  2. HolyOsum sagt:

    Und du arbeitest also bei Sony Leitwolf?

    Wie man sieht ist bei Rime ja ein meiner Meinung nach richtig gutes Ergebnis zustande gekommen. Da kann man wohl kaum davon ausgehen das die Tequila Jungs keine Arbeit geleistet haben...

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  3. xjohndoex86 sagt:

    Bei Everybody's Gone... war es gut, das The Chinese Room bspw. unter der Knute von Sony stand, auch wenn das den Herrschaften nicht geschmeckt hat. Sonst wäre wahrscheinlich etwas ähnlich dröges wie Dear Esther rausgekommen. Und Rime wie auch Edith Finch haben nun auch nicht den Top Hit gestellt, bei aller kreativen Freiheit. Und überhaupt, wer wirklich unabhängig sein will, nimmt keinen Publisher. Dann muss man es halt aus eigener Tasche bezahlen.

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