Star Wars Battlefront 2 angespielt: Was taugt der Starfighter-Assault?

Kommentare (1)

Wenn sich X-Wings und Tie Fighter bekriegen: Die Redaktion lieferte sich knackige Dogfights und berichtet direkt von der Front. So viel Spaß macht der Starfighter-Assault von „Star Wars Battlefront 2“.

2017 ist ein besonderes Jahr für alle Star-Wars-Fans. Der PC-Klassiker „Jedi Knight“ feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum und noch viel wichtiger: Am 14. Dezember 2017 kommt „Star Wars: Episode 8 – Die letzten Jedi“ in die Kinos. Pünktlich zu Weihnachten kurbelt Disney das Geschäft mit der Macht noch einmal an.

Wer sich bereits im Vorfeld des vielleicht größten Blockbusters des Jahres ein bisschen Appetit machen möchte, der sollte sich an „Star Wars Battlefront 2“ halten. Nachdem der 2015 erschienene Vorgänger zu wenig Fleisch auf den Rippen hatte, soll sich das nun ändern: Der zweite Teil umfasst Fahrzeuge und Schauplätze aus allen drei Trilogien, eine Kampagne und natürlich reichlich Mehrspieleroptionen.

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Das sieht so gut aus

Die zuletzt vorgestellte Demo-Version stellte aber weder die Bodeneinsätze noch den Story-Modus in den Mittelpunkt. Stattdessen legten wir uns in knackigen Weltraumschlachten mit der Konkurrenz an. Im Spielmodus Zehn-Gegen-Zehn ging es auf der Map „Fendor“ ordentlich zwischen Rebellen und den imperialen Truppen zur Sache.

Die Gefechte drehen sich um die Belagerung eines Sternenzerstörers: Spielen wir auf Seiten des Imperiums müssen wir die Anlage verteidigen und die Schlachtschiffe der Angreifer attackieren. Als Rebellen dagegen erhalten wir taktische Aufgaben und durchlaufen mehrere Phasen, in denen wir verschiedene Ziele bewältigen müssen.

In den ersten Sekunden erschlägt uns „Star Wars Battlefront 2“ beinahe mit seiner wirklich starken Präsentation. Bereits im Vorgänger sah der Starfighter-Assault klasse aus, doch in hochskaliertem 4K erstrahlen die Weltraumschlachten in neuem Glanz. Die Fülle an Details und der hohe Wiedererkennungswert sorgen für erstklassige Atmosphäre. Besonders die Original-Soundeffekte und der Soundtrack aus den Filmen erzeugen bei uns immer wieder Gänsehaut. Echte Star-Wars-Fans werden sich hier sofort wiederfinden.

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Ein Fall für drei

Auf beiden Seiten stehen uns drei Raumschiffe zur Verfügung: Für die Rebellen gibt es X-, A und Y-Wing, für das Imperium warten Tie Bomber, Tie Interceptor und Tie Fighter im Hangar. Sie alle unterscheiden sich leicht von einander. Der X-Wing beispielsweise entpuppt sich als wendiger Jäger, verfügt aber nur über durchschnittliche Schilde. Der Y-Wing dagegen steuert sich wietaus träger, besitzt aber mehr Feuerkraft und verträgt euch bedeutend mehr Schaden.

Genau das Richtige für „Star Wars“-Fans.

Jedes Raumschiff besitzt zwei passive und drei aktive Fertigkeiten, die wir über die Schultertasten aktivieren. Beim X-Wing beispielsweise greifen wir auf Protonentorpedos inkl. Zielerfassung zurück, überladen die Laser oder lassen Schaden durch eine R2-Einheit reparieren. „Star Wars Battlefront 2“ koppelt alle Talente an Abklingzeiten. Dadurch müssen wir beispielsweise immer wieder überlegen, wann wir R2 aktivieren.

Doch trotz dieser Fertigkeiten wird schnell klar: Dieser Spielmodus will keine Simulation sein, sondern eher launiges Popcorn-Gaming. Nach einer oder spätestens zwei Runden haben wir den Bogen raus, erledigen andere Spieler in Dogfights oder zerstören Schildgeneratoren und Geschüttürme im Tiefflug. Das Gameplay erweist sich als nicht sonderlich komplex, vielmehr gewinnt es seine Tiefe durch die eigene Risikobereitschaft.

Besonders besagte Sturzflüge müssen wir gut einschätzen, ansonsten zerschellen wir gnadenlos. Ebenfalls fies: Die schweren Tie Interceptor besitzen eine dickere Panzerung als die leichten Rebellenschiffe. Bei Kollisionen rauschen sie durch ihre Gegner hindurch wie ein Laserschwert durch Butter.

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Einzigartige Momente

So kreiert „Star Wars Battlefront 2“ immer wieder Momenten, an die wir uns selbst Wochen nach dem Anspieltermin noch gerne erinnern. Als X-Wing-Piloten erhalten wir beispielsweise den Auftrag, die Schildgeneratoren der gigantischen, imperialen Kreuzer zu zerstören. Diese befinden sich (natürlich) im Inneren der Maschinen, sodass wir wie Luke Skywalker in den engen Korridor einfliegen und unsere Protononentorpedos abfeuern müssen. Hängt uns dann noch ein Tie Fighter am Heck, ist die Star-Wars-Atmosphäre nahezu perfekt.

Auch die Dogfights selbst besitzen durchaus Wiederspielwert. Einige Male klebten wir unserem Widersacher förmlich am Allerwertesten und dieser probierte alles, um unseren Blaster-Salven zu entkommen. Gerade diese halsbrecherischen Verfolgungsjagden zeigen, wie wichtig die Einsteigerfreundlichkeit für ein „Star Wars Battlefront 2“ ist. Zwar erlernen wir die Feinheiten erst mit der Zeit, doch die grundlegenden Funktionen haben wir sofort drauf. Scheitern unsere ersten Fluchtversuche etwa noch, entkommen wir später, indem wir Drehungen auf kleinstem Raum vollführen und eben besagte Korridore zu unserem Vorteil nutzen.

Für Abschüsse und das Erledigen von Missionszielen erhalten wir im Verlauf „Battle Points“. Mit diesen kaufen wir uns für eine Runde – also bis zum nächsten Bildschirmtod – Premium -Raumschiffe wie den Milenium Falcon, Slave 1 von Boba Fett oder Darth Maul Scimitar hinzu. Diese verfügen grundlegend über stärkere Schilde und richten mehr Schaden, besitzen aber auch Spezialtalente. Der Scimitar etwa verfügt über eine Tarnfunktion und eignet sich daher ideal für hinterhältige Attacken aus dem Nichts heraus.

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Einschätzung: gut

Ja, die Weltraumschlachten sind sicherlich nicht das spielerische Highlight von „Star Wars: Battlefront 2“. Sie sind ein Appetithappen und für einige Stunden sehr launig, aber das eigentliche Fleisch sind natürlich die Bodeneinsätze und die neue Kampagne. Trotzdem geben die Gefechte um den Sternenzerstörer einen guten ersten Vorgeschmack darauf, was uns im fertigen Spiel erwarten könnte. Natürlich wird „Star Wars Battlefront 2“ kein Komplexitätsmonster, dafür aber gute Popcorn-Action mit genialer Atmosphäre.

Als wir in der Hands-On-Session vom X-Wing auf den Milenium Falcon wechselten und Chewie das erste Mal blökte, ging uns das Herz auf. Technisch überzeugt das Spiel bereits jetzt und die Inszenierung sucht dank Original-Soundtrack und Effekten aus den Filmen ihresgleichen. Spielerisch mag „Star Wars Battlefront 2“ zwar eher ein Leichtgewicht sein, doch für Fans der Serie dürfte das keine Rolle spielen. Denn sie ergötzen sich einfach an der genialen Umsetzung.
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Kommentare

  1. Kenth sagt:

    Bin gespannt wie ich mich schlagen werde, nach wochenlangem Dogfight-Training in Elite Dangerous.

    "Die schweren Tie Interceptor besitzen eine dickere Panzerung..."
    Fehler? Denke es sind eher die Tie Bomber gemeint?!

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