Angespielt: WWE '13 - OMG, Attitude und was dann?

Wir haben bereits bei der E3 darüber geschimpft: Zu wenig Ideen. Kein Mut zu Innovationen. Und wie geht man am besten auf Nummer sicher? Indem man ein ehemals beliebtes Konzept aus der Schublade holt und es in ein aktuelles Spiel einbaut: So geschehen bei „WWE ’13“. Denn neben kleineren Neuerungen im Kampfgeschehen dreht sich in der Wrestling-Simulation aus dem Hause Yuke’s alles um die Attitude-Ära.

httpv://www.youtube.com/watch?v=arQMM5iyT_o

Eine gute Attitüde
Die größte Neuerung von „WWE ’13“ stellt der Rückgriff auf die Stars der Attitude-Ära dar. Eine Teil des Rosters besteht aus Wrestlern, die WWE in der Zeit zwischen 1997 und 2001 ihren Stempel aufgedrückt haben. Laut THQ und Yuke’s folgt ihr in dem Attitude-Modus den Geschehnissen in linearer Form und werden die Karrieren von acht Superstars nachverfolgen. Darunter so illustre Männer wie ‚Stone Cold‘ Steve Austin, The Rock, Triple H oder Mick Foley.

Genauere Auskünfte über das Attitude-Roster gibt es von Seiten von THQ bislang noch nicht. Offiziell bestätigt ist allerdings The Undertaker, Mick Foley in seinen drei Charakteren Mankind, Cactus Jack und Dude Love, sowie Mark Henry als Mitglied der Nation of Domination. Als Stargast tritt natürlich auch Mike Tyson auf, der bekanntermaßen bei Wrestlemania 14 als Special Enforcer den Main Event zwischen Steve Austin und Shawn Michaels beendete.

Das kürzlich geleakte Roster, welches u.a. auch Attitude-Kostüme für Edge, Christian, Kane und The Big Show vorsah, wurde von Seiten THQs weder bestätigt noch dementiert. Man darf also gespannt sein, wen Yuke’s alles mit an Bord holt.

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Das Publikum spielt mit
Für die passende akustische Untermalung soll diesmal auch eine frenetische Anhängerschaft auf den Rängen sorgen. Erstmals greifen die Entwickler zu diesem Zweck auf die Tonaufnahmen des WWE-Archivs zurück und bauen so originale Sprechchöre wie etwa das inzwischen klassische „Let’s go Cena … Cena sucks“ in das Spiel ein. Und tatsächlich hört sich „WWE ’13“ deutlich besser an. Die Fans gehen gut mit und laut Yuke’s sollen sich die Zuschauerreaktionen dynamisch verändern, abhängig davon welche Geschehnisse im Story-Modus des WWE Universums auftreten.

Allerdings hat das System bislang noch einige Schwachstellen: Im Kampf zwischen The Miz und Chris Jericho – zwei ausgemachten Bösewichten von WWE – buhten die Fans nach Leibeskräften. So stark, dass es schon fast zu viel des Guten war. Anstatt, dass sich die Zuschauer im Kampfverlauf einen Favoriten aussuchen, hassen sie einfach beide mit aller Vehemenz. Fast schon wie seiner Zeit bei Goldberg gegen Brock Lesnar. Wir hoffen aber, dass Yuke’s an dieser Stelle noch ein wenig Arbeit investiert und auch einen solchen Fall einkalkuliert.

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Was passiert im Ring?
Das eigentliche Kampfgeschehen ähnelt stark dem Gameplay aus „WWE 12“. Die Tastenbelegung ist nahezu identisch. Das Submission-System inklusive Breaking Point Button-Mashing blieb unverändert. Die Gegner-KI bereitete uns nur kurze Zeit Probleme, ehe wir uns wieder an die typischen Aktionsfolgen erinnerten und in das Timing für die Konter hinein gefunden hatten. Auf den ersten Blick wurden hier nur Kleinigkeiten verändert.
Die Predator-Engine aus dem Vorjahr leistet noch immer solide Arbeit, allerdings wirkten gerade die Gesichter – insbesondere die Augen – ein wenig unmenschlich. Trotzdem es auch in diesem Jahr keine neue Grafik-Technik gibt, kann sich das Ergebnis insgesamt aber sehen lassen.

Die große Neuerung im Kampfverlauf sind nun die OMG-Momente. Mit Hilfe eines aufgeladenen Finishers interagiert ihr hier an bestimmten Stellen mit der Umgebung. Steuert ihr etwa die Schwergewichte The Big Show und Mark Henry, bringt ihr den Ring mit einem Superplex zum Kollabieren.

Oder ihr „speart“ euren Gegner direkt durch die Ballustraden. Oder verpasst ihm einen Top-Rope-Elbow durch eines der Kommentatorenpulte. Die OMG-Momente sind sicherlich eine nette Neuerung, allerdings bezweifeln wir den Mehrwert dahinter. Wie schnell sieht man sich an solchen Aktionen satt? Und wie werden sie sich auf den Online-Modus auswirken?

In Puncto Match-Variationen zeigten THQ und Yuke’s nur eine Handvoll Spielarten. Neben dem klassischen Singles Match gab es Optionen wie Extreme Rules und Special Referee. Hier streift ihr selbst das schwarzweiß gestreifte Shirt über und zählt bei selbst Covern durch oder disqualifiziert einen der Teilnehmer.

Im Hell in a Cell powerbombt ihr übrigens euren Widersacher per OMG-Moment seitlich durch eine Käfigwand. Die übrigen Aktionen – wie etwa der Foley-Sturz vom Cage oder der Bump durch das Dach – sind erneut mit von der Partie. Mehr Informationen zu neuen Match-Arten gab es aber leider nicht.

wwe-13

System: Playstation 3
Vertrieb: THQ
Entwickler: Yuke’s
Releasedatum: 30. Oktober 2012
USK: nicht nicht bekannt
Offizielle Homepage: http://wwe.thq.com/

Einschätzung: durchschnittlich

Ach, was ist dieser Blick zurück in die glorreichen Zeiten von WWE schön. Damals als The Rock, 'Stone Cold' Steve Austin und Mick Foley einen noch regelmäßig begeisterten. Der Attitude-Modus klingt gerade für Kenner der Materie nach einer Menge Spaß. Hier schwelgt ihr in Erinnerungen. Und wer das Damals verpasste, der darf sich im aktuellen WWE Universum austoben und dort selbst General Manager spielen. Das klingt alles sehr vernünftig und unterhaltsam. Leider präsentierte sich das eigentliche Spiel als nur marginal verändert. Die Steuerung und das Gameplay selbst sind nahezu identisch. Die OMG-Momente sehen wir eher als unterhaltsame Dreingabe für die Generation „Call of Duty“ an. Für den Kampfverlauf sind diese spektakulären Manöver eher zweitrangig. THQ und Yuke's liefern in diesem Jahr souverän ab, aber die neuen Ideen und Konzepte halten sie unter Verschluss.

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