Nach Mikrotransaktionen für 13.500 Dollar richtet sich ein Süchtiger in einem offenen Brief an die Publisher

Kommentare (17)

Mit einem offenen Brief möchte ein junger Mann nach seinen eigenen schlechten Erfahrungen auf die Gefahr von Mikrotransaktionen aufmerksam machen. Er fordert zumindest entsprechende Warnhinweise für Spiele mit entsprechenden Spielmechaniken.

Nach Mikrotransaktionen für 13.500 Dollar richtet sich ein Süchtiger in einem offenen Brief an die Publisher

Auch wenn Mikrotransaktionen und Lootboxen keine Neuheiten sind, werden sie aufgrund der aktuellen Entwicklungen heißer diskutiert als je zuvor. So ist das Thema inzwischen sogar schon in der Politik angekommen, wo man sich noch damit beschäftigt, ob es sich um Glücksspiel handelt oder nicht.

Während die Meinung in der Politik bzw. den Behörden dazu gespalten ist, warnen Verbraucherschützer vor derartigen Spielmechaniken. Die Publisher sind sich hingegen keiner Schuld bewusst. Eine neu eingerichtete Organisation zur Selbstregulierung fordert derweil eine Einrichtung von Standards für Mikrotransaktionen.

Dass Mikrotransaktionen sehr wohl einen negativen Einfluss auf einzelne Spieler haben können, zeigt der Reddit-Nutzer Kensgold in einem offenen Brief an Entwickler und Publisher. Er wünscht sich, dass Entwickler und Publisher mehr Rücksicht auf die Geldbeutel der Spieler nehmen.

Der 19-Jährige leidet seit längerer Zeit unter Glücksspielsucht. Dadurch hat er bereits rund 13.500 Dollar an Mikrotransaktionen ausgegeben. Die Redakteure von Kotaku haben seine Aussage mittels den zugeschickten Kontoauszügen bereits verifiziert. Auch wenn sich Kensgold bewusst ist, dass er selbst für seine Entscheidungen verantwortlich ist, wünscht er sich, dass die Publisher und Entwickler irgendeine Warnung bei Spielen mit Mikrotransaktionen liefern. Warnungen fehlen jedoch bei Spielen mit Lootboxen bzw. Mikrotransaktionen.

Mikrotransaktionen sind im Free-to-Play- und Mobile-Sektor bereits seit länger Zeit gang und gäbe, doch inzwischen sind sie auch im AAA-Vollpreis-Sektor verbreitet. Bereits  im Sommer 2015 hatte Kensgold im Mobile-Titel „The Hobbit: Kingdoms of Middle-earth“ rund 800 Dollar an Mikrotransaktionen ausgegeben. Mit solchen Investitionen gehört ein Spieler zu den sogenannten „Whales“, mit ihren hohen Ausgaben die Finanzierung solcher spiele sicherstellen. Auch in „Counter-Strike: Global Offensive“ hat er große Summen ausgegeben. Letztendlich konnte er seine Sucher erst mit der Hilfe eines Therapeuten in den Griff bekommen.

Da er offenbar andere vor einem ähnlichen Schicksal bewahren möchte, macht er mit seinem offenen Brief auf das Thema aufmerksam. Letztendlich sind vor allem junge Leute mit einer Suchtneigung für solche Methoden empfänglich und könnten in den finanziellen Ruin getrieben werden. Auf Reddit findet ihr den kompletten Beitrag. Die Redakteure von Kotaku haben zudem weitere Informationen über den jungen Mann.

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Kommentare

  1. yanyan sagt:

    Was für ein Versager.

  2. Gay Fox sagt:

    @yanyan Sehr schwachköpfig sowas zu schreiben, der Versager bist wohl du, wer sowas dummes schreibt dem ist der Titel würdig.

  3. HolyOsum sagt:

    Lustig. So denke ich über Leute wie dich, die über andere Menschen urteilen denen sie noch nie begegnet sind. Wenn der Typ durch seinen Brief verhindert dass auch nur ein einem einzigen das selbe Schicksal wie ihm erspart wird ist er alles andere als ein Versager..

  4. big ed@w sagt:

    @yanyan
    kann nicht jeder so ein Gewinner sein wie du.

    Da er vermitlich nicht über Nacht Spielsüchtig geworden ist,ist die Wahrscheinkichkeit gross dass er schon als Minderjähriger diese Richtung eingeschlagen u Beträge bezahlt hat.

    Und exakt auf diese Gruppe haben es die Konzerne abgesehen:Und deshalb sind dieHürden auch so gering.

    Gib mir das Kind und ich mache dir den Mann den ich will.

  5. Naked Snake sagt:

    Ein Quatsch, wie das Thema Mikrotransaktionen hochgekocht wird, am Ende wird er die Publisher auf Millionen verklagen, weil es keine Warnhinweise gab^^

    Wenn bspw. plötzlich auf Alkohol ein Warnhinweis angebracht ist, dann werden es sich Alkoholiker sicherlich auch 3mal überlegen, ob sie saufen werden xD

  6. Heartz_Fear sagt:

    Und was soll diese "Warnung" bringen? Die wird weggeklickt wie jede AGB und fröhlich drauf los gelootet.

  7. Khadgar1 sagt:

    Yanyan an Dummheit mal wieder nicht zu übertreffen.

  8. grayfox sagt:

    ein land wie deutschland oder frankreich müsste spiele dieser art einfach auf den index setzen, weitere länder würden folgen und das problem ist gelöst. die spielepublisher werden dieses system freiwillig nicht mehr aufgeben.

  9. ren sagt:

    Wäre ja zu schön, aber was bringt der Index, wenn Mama und Papa, Oma und Opa weiterhin für die Kleinen Spiele ab 18 kaufen und schenken. Nicht einmal das funktioniert.
    Jeder kann selber entscheiden ob er/sie extra Kohle in einem Spiel ausgibt. Jetzt mischt sich schon die Politik ein und die haben mal gar keine Ahnung von den Spielen und Mechanismen die dazugehören.

    Und 13.500 Dollar?...da hat man einfach ein ganz anderes großes Problem und scheinbar niemand der sich um einen Kümmert.

  10. ScorpioN sagt:

    Es ist immer wieder faszinierend wie Ihr alle auf solche Trolle wie yanyan anspringt. Der Vogel sitzt Zuhause und lacht euch alle aus weil es immer wieder Leute gibt die auf diese Trolle hereinfallen.
    Lasst diesen kleinen, einsamen Vogel ohne Freunde, Perspektive und Rückgrat doch einfach links liegen...

    @Tobic:
    Finde es gut das sich manche zu ihre Sucht äußern und andere davor Warnen. Es gibt genug minderjährige Spieler die ohne Kontrolle im Netz tun und lassen was sie wollen bis es zu spät ist.

  11. phoenix.leon sagt:

    Warnhinweise BEIM kauf bringen nichts. Der Teufel sind die kleinen Beträge die man (die Jugend von heute schon zweimal nicht) nach 2 Wochen nicht mehr im Kopf hat.
    Ein immer sichtbarer virtueller kontostand, wieviel man bereits bezahlt hat, könnte ein Lösungsansatz sein. Wenn man ständig sieht wieviel man bereits bezahlt hat, hat das auch einen psychologischen Aspekt. Es ist wie bar und ec zahlen. Man hat es irgendwann nicht mehr im Überblick.

  12. Spastika sagt:

    ren

    Von mechanismen die dazu gehören?

    Ja das Problem heisst Spielsucht. Und rate was: du weißt erst dass du anfällig bist wenns zu spät ist . Können wir uns nicht langsam mal alle darauf einigen dass es falsch ist wenn publisher das ausnutzen um sich und vor allem ihre Aktionäre zu bereichern ? Das Geld kommt nicht den Games zu Gute, egal wie sie es rechtfertigen.

  13. Spastika sagt:

    phoenix.leon

    Möglichst laut protestieren um Sympathien zu sammeln und möglichst wenig unternehmen um niemandem Wichtigem ans Bein zu pissen... politik halt

  14. Argonar sagt:

    Warnhinweise bringen genau gar nichts, genausowenig wie Spiele auf den Index zu setzen. Im Idealfall bräuchte man keine Maßnahmen, weil alle Leute mit Geld (bzw. ihrem zur Verfügugn stehendem Budget) umgehen können

    Wir leben halt aber nicht in einer idealen Welt, so richtig los wird man das Problem erst wenn man gesetzlich Einschränkungen durchbringen könnte.

    1) Keine zufälligen Microtransaktionen mehr. Man kann in solchen Spielen schon genug Geld ausgeben wenn man weiß, wofür man zahlt. Da muss der Inhalt nicht auch noch zufällig sein. Vor allem trägt dieser Zufall sicher deutlich zum Suchtfaktor bei. Außerdem finde ich diesen "Zufall" oftmals mehr als nur fragwürdig. Ich glaub auch nicht, dass einem Entwickler schonmal auf die Finger gschaut wurde, wie der Algorithmus tatsächlich funktioniert.

    2) Eine monatliche Limitierung, wieviel man für Microtransactions ausgeben kann, ähnlich wie es später bei den Roaming Gebühren der Fall war, mit den 60€. Im besten Fall nicht ans Spiel, sondern an die Plattform gebunden. (PSN, Steam, etc) Das Aufheben der Grenze düfrfte dann auch nur in weiteren 60er Schritten passieren, und man müsste dabei jedes Mal sehen, wie viel dieses Monat schon ausgegeben wurde.

    Glücksspielsüchtige wird man damit wohl kaum aufhalten können, aber vermutlich Leute, die nicht aufs Geld schauen und ständig Zeugs im Wert von 1-2€ kaufen und sich dann am Ende des Monats wundern.

    3) Zusätzlich erwzungenes Abo, mit dem ein Großteil des Contents zur Verfügung steht, für die Leute, die sich eh alles kaufen wollen. Früher war dieses System bei MMOs mal Gang und Gebe, aber mit Loot Boxes kann man leider so viel mehr Geld verdienen, drum wurde das nach und nach abgestellt und ersetzt.

    Kann mir keiner erzählen, dass Spiele wie Smite und Overwatch mit einem Abo System finanziell nicht erfolgreich wären.

  15. Navalon sagt:

    Dieser beitrag is doch wohl ein witz

    Als nächstes wünscht sich ein call of duty süchtiger infinity ward möchte doch im neuen spiel bugs implementieren damit das spiel nicht gamz so attractiv für spieler wie ihn erscheint

  16. Maiki183 sagt:

    find ich gut so.
    auf so einen scheiß aufmerksam zu machen ist doch in ordnung.
    nur statt warnhinweise, sollte ein genereller verbot angestrebt werden.

  17. Vaiel sagt:

    @Navalon

    Nein Navalon, der Witz bist du, da du ziemlich asozial bist und das wirkliche Problem nicht erkennst und dazu einfach nur genauso dumm wie yanyan bist.

    (Wieso ich so agressiv schreibe? Weil die Play 3 Kommentar Mods genauso dumm sind. Wieso dürfen hier ständig irgendwelchen asozialen Kommentare stehen bleiben? Würdet ihr soviele clicks verlieren, wenn ihr hier mal gründlicher aufräumen würdet? In eurem Forum schaffen es die Mods doch auch, für eine bessere Diskussionskultur zu sorgen!)

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