Take-Two Interactive: Übernahmen großer Publisher machen wenig Sinn, so Strauß Zelnick

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In einem Interview mit MCV sprach Strauß Zelnick, der Präsident von Take-Two Interactive, über die aktuelle Entwicklung der Videospiel-Industrie. Wie er unter anderem ausführt, laufen die großen Publisher keineswegs Gefahr, von einem direkten Konkurrenten übernommen zu werden. Ein solcher Schritt würde laut Zelnick nur wenig Sinn machen.

Vor wenigen Tagen erreichte uns die Meldung, dass sich die Verantwortlichen von THQ Nordic dazu entschlossen, den Multimedia-Konzern Koch Media und somit auch das Publishing-Label Deep Silver zu übernehmen.

Unter dem Strich ließ sich THQ Nordic die Übernahme von Koch Media rund 121 Millionen Euro kosten. In einem aktuellen Interview, das von den englischsprachigen Kollegen von MCV geführt wurde, sprach auch Strauß Zelnick, der Präsident von Take-Two Interactive über dieses Thema. Wie er ausführt, werden verhältnismäßig kleine Übernahmen auch zukünftig vorkommen. Bei großen Unternehmen wie Electronic Arts, Activision oder Ubisoft würde eine Übernahme eines direkten Konkurrenten jedoch nur wenig Sinn machen, da schlichtweg der Grunde für eine Übernahme fehlt.

Take-Two Interactive: Präsident Strauß Zelnick geht nicht von Übernahmen großer Publisher aus

Zelnick dazu: „Sie kennen die größten Konzerne dieser Branche. Wir, EA oder Activision sind alle deutlich größer als die Mindestgröße, die sie benötigen, um eine kritische Masse zu haben. Dies bedeutet, dass man in der Lage ist, in sehr teure Entwicklung zu investieren, in weltweite Marketing-Teams zu investieren sowie in das Marketing und die Werbung an sich zu investieren.“

Zum Thema: THQ Nordic: Publisher übernimmt die Koch Media GmbH

Und weiter: „Wir alle haben starke Bilanzen. Ich glaube nicht, dass es in dieser Branche irgendwelche Zeichen gibt, die nach einer Konsolidierung verlangen, von der das Geschäft profitiert. Dies ist ein Wachstumsgeschäft, das wahrscheinlich für die nächsten 25 Jahre ein Wachstumsgeschäft bleiben wird. Es ist der am schnellsten wachsende Teil des audiovisuellen Unterhaltungsgeschäfts.“

Denkbar sei allerdings, dass große Unternehmen von außerhalb der Spielebranche führende Videospiel-Publisher ins Visier nehmen und Übernahmen anstreben könnten.

Quelle: MCV

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Kommentare

  1. Analyst Pachter sagt:

    Wieso?
    Take Two sollte EA, Ubisoft und Activision übernehmen und sie dicht machen.
    Macht für mich durchaus Sinn.

  2. xy-maps sagt:

    Tja der Moment wenn das Marketing Budget großer ist als die Entwicklungskosten des Spiels^^

  3. Duffy1984 sagt:

    Wenn die Übernahme vom relativ "kleinen" Koch Media 121 Millionen verschlingt, was kostet dann eine Übernahme von EA oder Activision.

    2 bis 3 stellige Milliardenbeträge?