Belgien: Lootboxen in Overwatch, FIFA 18 und CS:GO sind Glücksspiel und damit illegal

Kommentare (21)

Auch in Belgien haben die Behörden die Lootboxen diverser Spiele untersucht und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass mehrere als Glücksspiel betrachtet werden müssen, womit die Hersteller bis dahin illegales Glücksspiel betrieben haben. Es wird die Entfernung der betreffenden Spielmechaniken gefordert.

Belgien: Lootboxen in Overwatch, FIFA 18 und CS:GO sind Glücksspiel und damit illegal

Nachdem in den Niederlanden kürzlich bestimmte Formen von Lootboxen bereits als Glücksspiel eingestuft wurden und weitere Schritte eingeleitet wurden, haben nun auch die Behörden aus Belgien bekannt gegeben, dass bestimmte Lootboxen als Glücksspiel klassifiziert werden, womit sie aktuell faktisch illegal sind.

Die  belgische Glücksspielkommision hat sich die Videospiele „Overwatch“, „FIFA 18“, „Counter-Strike: Global Offensive“ und „Star Wars Battlefront II“ genauer angesehen und festgestellt, dass lediglich der zuletzt genannte Titel nicht als Glücksspiel angesehen werden kann, da die entsprechenden Spielmechaniken im Untersuchungszeitraum nicht im Spiel aktiv waren.

Zum Thema: Lootboxen: In den Niederlanden wurden weitere Schritte eingeleitet, bestimmte Formen als Glücksspiel eingestuft

Der belgische Justizminister Koen Geens fordert die Entfernung der Lootboxen aus den betreffenden Spielen. Geens forderte bereits als Folge der Kontroverse um „Star Wars Battlefront 2“, dass man sich die Spielmechaniken genauer ansieht, da insbesondere Minderjährige empfänglich für die verwendeten Glücksspielmechaniken sind, womit sie Schaden durch die Spiele nehmen könnten. Peter Naessens von der Belgischen Glücksspielkommision bestätigte zu dem Thema: „Das Bezahlen von Lootboxen ist kein unschuldiger Teil von Videospielen, die als Geschicklichkeitsspiel auftreten. Die Spieler werden in Versuchung und in die Irre geführt, und keine Schutzmaßnahmen bezüglich Glücksspiels werden zum Einsatz gebracht.“

Geens möchte nun zunächst mit den Vertretern der Spieleindustrie ins Gespräch kommen, um entsprechende Lösungen zu finden. Werden die geforderten Anpassungen nicht vorgenommen, drohen den Verantwortlichen der Spielemacher Geldstrafen von bis zu 800.000 Euro oder Gefängnisstrafen von bis zu fünf Jahren. Wenn nachweislich Minderjährige zu Schaden kommen können, besteht die Möglichkeit die Strafe zu verdoppeln.

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Kommentare

  1. PachterSucks sagt:

    darf man überhaupt noch dort spielen

  2. StevenB82 sagt:

    JAWOLL!!!
    Einbuchten müssten sie die alle 😀

  3. samonuske sagt:

    Theoretisch müsste es auch in Deutschland Illegal sein. Aber unsere Herren/Frauen Politiker, haben hier leider nur ihre Diäten im Hinterstübchen.

    Aber das sie Gefährlich sind glaube ich auch nicht, aber fakt ist Theoretisch müsste es auch bei uns so gehandhabt werden.

  4. grayfox sagt:

    star wars fans sind wandelnde geldbörsen. mit dem originalen lootbox-system von battlefront 2 hätte sich EA dumm und dämlich verdient. ich finde es gut, dass die politik langsam einschreitet, wobei online glücksspiel generell verboten gehört - auch sportwetten.

  5. Sturmreiter sagt:

    Absolut richtig.!
    In Fifa ist es ganz schlimm.... Habs selber lang genug mitgemacht xD

  6. bogus sagt:

    Schön das sich auf dem Sektor mal was bewegt. Hoffe, das der Stein ordentlich ins Rollen kommt.

  7. Ifosil sagt:

    Naja, gleich verbieten? Wäre ehr eine Kennzeichnung und Altersfreigabe ab 18 sinnvoller?....
    Schließlich sind besonders die Spieler dieser Spiele die Hauptschuldigen, wenn sie reden Rotz kaufen.

  8. Warhammer sagt:

    Dann können sie gleich noch das Überraschungsei und einige Kartenspiele verbieten! Oder die Verleger schließen Belgien einfach aus wie es manchmal in Deutschland gemacht wurde.

  9. proevoirer sagt:

    Schokolade ist immer drin im ü ei.
    Ich halte aber auch nichts von Bevormundungen, da möchte ich schon alles wie möglich selber Entscheiden was ich möchte und was nicht.

  10. Sebacrush sagt:

    Endlich mal gute Nachrichten. Und da sich ein EU-Land gegen Lootboxen ausspricht kann sich das auf die PEGI Version auswirken. Sollte es so komme wird die USK bzw die deutschen Behörden nachziehen.

    Wäre wünschenswert... erst der scheiß mit dem Onlinepass von EA der von Sony verboten wurde. Heute hat Sony nicht mehr die Eier dazu. Und jetzt kommt hoffentlich das aus für Lootboxen.

    Wer weiß was als nächstes kommt.
    Wahrscheinlich wie bei Fortnite, der direkte Verkauf von Skins. Die wenigstens legitim ist.

  11. Dante_95 sagt:

    Schön wär's

  12. StevenB82 sagt:

    Als nächstes wird Streaming per Gesetz verboten weil festgelegt wird das der Verbraucher das was er bezahlt in der Hand haben muss. Digitale Inhalte sind nicht garantiert für immer und können nicht als Besitz bezeichnet werden, dürfen somit auch nicht Vollpreis kosten. Digitale Inhalte haben deutlich weniger Wert und dürfen somit auch nur mit einem kleinen Abopreis belegt werden.

  13. JigsawAUT sagt:

    Da würde man ja so gut wie jedes beliebte Spiel auf die Liste setzen können... CoD, GR Wildlands usw usw.... das einzige Spiel was die Lootboxen wirklich fair gestaltet ist Rainbow Six (ausgenommen mit Operation Outbreak) da man die Alphapacks gar nicht mit Echtgeld kaufen kann sondern nur mit der zweiten Währung die man sich erspielen muss!

  14. Nathan_90 sagt:

    Also. Lootboxen sind immer Glücksspiel.

    Micropayments ala kosmetische Dinge oder Währung für Vorteile sind es meiner Meinung nach nicht. Ubisoft macht es genau richtig. Wer Zeit sparen will, kauft es sich. Wer alles selbst machen will, braucht es nicht.

    Aber EA ist der größte Abzockerverein überhaupt.

  15. redquen88 sagt:

    Finde ich pauschal gut, aber der Sinn ergibt sich mir nicht.
    Ob jetzt ein Fifa mit USK 0 oder ein CS:Go mit USK 16 ist ja egal, denn so oder so kann man doch als Minderjähriger überhaupt nicht zahlen für Lootboxen.
    Minderjährige haben doch normal kein PayPal oder Girokonten über die sie frei verfügen können. Klar gibt es so was zum Teil bei Banken, aber die Eltern haben da immer die Vollmacht. Und Guthabenkarten(sollten eh wie bei der PS4 mMn ab 18 sein) müssten auch erst mal gekauft werden und das vom Taschengeld, wo auch wieder die Eltern die Verantwortung haben.
    Also inwiefern schützt dies Minderjährige und bevormundet nicht wieder primär erwachsene Menschen?
    Ist am Ende doch wie immer die allein Schuld der Eltern, wenn sie ihrem Kind a) zu viel Geld in die Hand geben oder b) nicht mitbekommen was ihr Kind macht. Wie diese Fälle wo das Kind mit der KK der Eltern sich Zeug bei z.B. Fifa gekauft hat.

    Für mich ist das nur eine Bevormundung erwachsener Menschen und dient nicht zum Schutz für Minderjährige, da Minderjährige wie oben geschrieben normal nicht die Möglichkeit haben sich diesem "Glücksspiel" exzessiv hinzugeben.

    Sollen einfach diese Art Spiele ab 18 machen und gut ist. Darf mich mit 18+ ja auch tot saufen mit Alkohol, da sollte man meinen das ich auch wie dumm mein Geld in solchen Games verbrennen darf ohne das wer meint mich "schützen" zu müssen o.O

  16. CBandicoot sagt:

    @Nathan_90
    ist ein schwieriges thema. Für kosmetische Dinge geb ich dir recht aber für Vorteile?
    Online auf keinen Fall und offline braucht man es ja rein theroretisch nicht.

    In manchen games hat man schon garkeine Chance mehr hat überhaupt mithalten zu können (ohne echtgeld) da die anderen einfach viel zu stark sind. Vorallem wen man ein paar Monate später anfängt.
    Und das System mit dem Zeitsparen ist so überdimensioniert das man quasi 10€ ausgibt oder 20h lang farmt, das Verhältnis passt hier selten.

    okay Ubisoft direkt ist ok, bei AC:O war es sinnlos geld auszugeben, da es erstens nie schwer ist und man sowieso mehr als genung von allem bekommt, da passte es gut ich hoffe sie bleiben dabei.

  17. S t e v e sagt:

    Sehr gut!

  18. Spastika sagt:

    Das Problem an den Mikrotransaktionen ist dass Games mehr zum Grind werden um diese Abkürzungen besser zu verkaufen.
    Zb ist es viel sinnvoller als tage lang für einen Bunker in GTA online zu arbeiten echter Arbeit nachzugehen und sich von dem Geld nach 1/2stunden das Teil zu kaufen.

    Wenn ich zocke will ich simplen spass und nicht das ewige Versprechen auf spass nach dem nächsten Grind.

  19. CBandicoot sagt:

    @Spastika: Dem ist nichts mehr hinzuzufügen 😀
    Es werden teils sehr gute und gelungen Spielmechaniken durch zu oftes wiederholen und unnötigem grinden (um den Verkauf anzukurbeln wie du schön sagst) das es einfach vieles Kaputt macht und ich schon vorneweg keine Lust auf das Spiel habe und es ab und an garnicht kaufe.

  20. S4e sagt:

    Natürlich hat man als Minderjähriger auch Online Banking und Paypal etc.. Wir haben 2018 das ist komplett normal.

    Generell bin ich auch gegen Verbote und die Bevormundung von erwachsenen Menschen aber in diesem Fall finde ich es gut, da wir Konsumenten auf jeden Fall davon profitieren. Ich sehe für mich, als Spieler, wirklich gar keinen Vorteil in Lootboxen, die mit Echtgeld gekauft werden können und deshalb fände ich es gut, wenn sie verboten werden würden.

  21. shivas77 sagt:

    Na endlich! Drecks Verbrecher!

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