Fortnite: Prinz Harry verurteilt süchtig machendes Spieldesign

Kommentare (21)

Der englische Thronfolger Prinz Harry hat sich kritisch zum Gaming-Phänomen "Fortnite" geäußert. Unter anderem kritisiert er das absichtlich süchtig machende Game Design des Shooters. Aber auch über soziale Medien insgesamt spricht er kritisch.

Fortnite: Prinz Harry verurteilt süchtig machendes Spieldesign

„Fortnite“ ist ein weltweites Gaming-Phänomen, das inzwischen mehr als 250 Millionen Spieler angezogen hat. Insbesondere das jüngere Publikum wird stark von dem Shooter angezogen. Die Tatsache, dass der Battle-Royale-Part des Spiels kostenlos verfügbar ist, trägt wohl mit Sicherheit dazu bei.

Prinz Harry aus dem englischen Königshaus hat sich im Austausch mit Experten für psychische Gesundheit kritisch über „Fortnite“ geäußert. Insbesondere kritisiert der Duke of Sussex das „süchtig machende Spieldesign, das nur darauf ausgelegt ist, die Spieler möglichst lange vor den Bildschirm zu bannen“. In dieser Hinsicht sei das Spiel „unverantwortlich“, betont der Prinz, der außerdem fragt, „worin der Vorteil liegt, das Spiel im Haushalt zu haben?“

Besorgte Eltern werden seiner Ansicht nach in die Ecke gedrängt, während sie nur darauf warten, dass der Schaden angerichtet wird. Aber nicht nur „Fortnite“ sieht Prinz Harry kritisch. Auch für die sozialen Medien im Allgemeinen gibt es Kritik, da sie sich zu einer gefährlichen Umgebung entwickelt haben.

„Es ist gefährlicher, weil es normalisiert ist und es keine Einschränkungen gibt. Wir befinden uns in einer Zeit, die den Verstand verändert. Ohne diese menschliche Verbindung können sie, kann man sich an niemanden wenden, wenn man ein Problem hat. Man kann nur online gehen und wird wahrscheinlich gemobbt.“

Weitere Meldungen zu .
(*) Bei Links zu Amazon, Media Markt, Saturn und einigen anderen Händlern handelt es sich in der Regel um Affiliate-Links. Bei einem Einkauf erhalten wir eine kleine Provision, mit der wir die kostenlos nutzbare Seite finanzieren können. Ihr habt dabei keine Nachteile.

Kommentare

  1. Das_Krokodil sagt:

    Da hat er leider in einigen Punkten Recht. Gerade bei vielen Kindern sehe ich die Gefährdung zur Sucht.
    Allerdings darf man dabei nicht ausser Acht lassen, dass zu einer Sucht immer mehrere Faktoren gehören.

  2. BigB_-_BloXBerg sagt:

    Verurteilt der gute Prinz auch Alkohol oder Tabak? Zucker und Glücksspiel an sich?? Lasst mich mehr wissen, interessiert mich brennend was dieser heuchlerische Knabe sonst noch so von sich gibt während er im Blutgeld seiner Omi badet.

  3. Spastika sagt:

    Weit von einem Klatsch Blatt ist Play3 nicht mehr entfernt.

    Als nächstes berichten die die Ganze Wahrheit über Schumacher, also was er zu dem Thema meint.

  4. edel sagt:

    Was diese "elitären Kreise" auch von sich gegeben haben:

    “If I were reincarnated I would wish to be returned to earth as a killer virus to lower human population levels.” - (Prince Philip)

    "Wenn ich reinkarniert würde, wünschte ich als ein Killervirus zur Erde zurückzukehren, um den menschlichen Bevölkerungslevel zu senken.“ - (Prinz Phillip)

  5. Ishyas sagt:

    Scheiss auf den Bonzenprinzen. Arschl...!

  6. Analyst Pachter sagt:

    Sehe ich genauso. Damit hat er vollkommen recht.

  7. jonesey sagt:

    Der verurteilt diese Dinge tatsächlich (beim Zucker bin ich mir da nicht so sicher). Man kann zur Monarchie stehen wie man will, aber ein heuchlerischer Knabe ist Harry ganz und gar nicht!

    Ich hab viele Jahre in London und in Manchester verbracht, Harry setzt sich für sehr viele gute Dinge ein, nicht nur mit Geld sondern auch sehr aktiv.

    Und er hat durchaus Recht was etwa Fortnite betrifft, soll nicht heißen das da alle süchtig sind! Aber die Gefahr bei labilen Menschen (nicht nur Kindern) ist bei diesen Spielmechaniken durchaus gegeben, und auch keine Einzelfälle.

  8. Das_Krokodil sagt:

    @Jonesey
    Danke. Endlich mal jemand, der hier nicht sofort zum „whataboutism“ greift

  9. Karl30 sagt:

    @jonesey Japp, stimme dir auch zu.

    Bin überrascht, wie viele sich in den vorherigen Kommentaren anscheinend persönlich durch seine Aussage angegriffen fühlen. Für seinen Geburtsstand kann er nichts. Auf Grund dessen aber seine Aussage als unwichtig oder falsch abzuweisen und ihn sogar zu beleidigen ist hart lächerlich.
    Zumal die Aussage, für sich allein genommen, durchaus richtig ist.

  10. Shaft sagt:

    wenn pappa zuhause den router mal richtig konfigurieren würde und das kennwort nicht sein geburtstag wäre, dann gäbe es derartige probleme gar nicht, weil die kiddies die fortniteserver nicht zu sehen bekämen.

  11. Richi+Musha sagt:

    Zocken ist einfach nichts für Kinder. Wer was anderes behauptet, ist hoffentlich unfruchtbar.

  12. Weichmacher sagt:

    Wer Fortnite spielt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.

  13. Starfish_Prime sagt:

    @shaft

    Genau das könnte aber das Problem sein. Wenn man als Eltern solche Sachen unterbindet, hat man vielleicht das Problem, dass sich eventuell andere gar nicht darum scheren und du es gar nicht mitbekommst das dein Kind bei einem Kumpel so einen Mist spielt. Hier hatte doch mal einer geschrieben, dass er gequieke aus dem Zimmer seines Sohnes hörte und dachte er hätte Mädchenbesuch. Wie sich wohl rausstellte waren es alle Kumpels die rumblödelten und Fortnite zockten. So was denkst du nun über den Vater? Ich habe eine Meinung dazu, werde sie aber nicht kundtun. Hast du selber Kinder? Heute ist es wirklich schwierig solche Dinge zu überwachen. Vertrauen ist sehr wichtig, aber wehe du wirst enttäuscht!

  14. Starfish_Prime sagt:

    @Richi+Musha

    Und wenn die Erwachsenen es den Kindern jeden Tag vormachen mit ihrem Smartphone?

  15. BjGt sagt:

    Megan is heiß..!

  16. olli3d sagt:

    Als jemand der selber 2 Kinder hat - es liegt zum Großteil auch an den Eltern... Verantwortung abgeben ist immer einfach.

  17. Saleen sagt:

    @Starfish

    Ich bin derjenige aber zur meiner Verteidigung gestehe ich, dass es nicht mein Sohn ist aber ja, dass ist furchtbar.

    Ich kann es nur jedem empfehlen und darauf aufpassen, dass die Kinder sowas nicht spielen.

    Die verlieren vollkommen den Bezug zur Realität und wollen deine Kreditkarten Nummer sogar haben für ein beschissenen Skin die es Kostenlos gibt 😀

    Ernsthaft...
    Noch vor wenigen Monaten hätte ich gesagt „so ein Quatsch“ aber steckt man da erst drin kommst du aus dem Feiern nicht mehr heraus.

    Stimme Prinz Harry ebenfalls zu. Sollte verboten werden damit die Kinder draußen wieder was erleben und nicht die Eltern damit auf die Nerven gehen und täglich nach Kohle für Fortnite fragen.

    Bei sowas bin ich Gott sei dank eisern.
    Versucht der Knirps das bei mir, fliegt der Router raus

  18. Starfish_Prime sagt:

    @Saleen

    Lag ich doch richtig mit meiner Vermutung. Ich wollte nur nichts behaupten, was dann eventuell nicht stimmt. Es war auch nicht meine Absicht jemanden an den Pranger oder dergleichen zu stellen. Falls du dich diesbezüglich "angegriffen " fühlst, bitte ich aufrichtig um Entschuldigung. Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, wo die Eltern im allgemeinen nicht viel mit den Videospielen anfangen konnten und es auch nie wirklich überwacht haben. Bei uns sieht das heutzutage schon ganz anders aus. Wir wissen um die Gefahren und ich führe genug Diskussionen mit meinen Söhnen. Nur je älter sie werden um so mehr Möglichkeiten bieten sich ihnen aber auch Dinge zu tun, die sie vielleicht zu Hause nicht oder nur eingeschränkt dürften. Zum Beispiel wird das Smartphone meines Erachtens extrem unterschätzt. Gerade in Bezug auf das Internet und das spielen. Er kommt in die zweite Klasse und einige wenige Klassenkameraden besitzen wohl schon ein eigenes Smartphone und er möchte auch ein eigenes haben. Unsere Eltern mussten sich um so etwas nicht scheren. Da hilft nur ein klares NEIN. Es gibt diesbezüglich keine Kompromisslösung. Und da sind wir wieder bei der Vertrauensfrage.

  19. edel sagt:

    Die Glücksspiel-Industrie-Lobby-Mechanismen (Lootboxen + Endorphine + Psychologische Beeinflussung) + technische Manipulation und Überwachung in Echtzeit usw. sind Probleme in der Videospiel-Industrie bei entsprechenden Spielen.
    Diese Themen sind schon lange bekannt und in der Öffentlichkeit vorhanden, desweiteren hat der Prinz diese Themen nicht differenziert und explizit (Ursache und Wirkung) beschrieben und definiert.

    "Britische Glücksspielkommission: Etwa eine Million Kinder waren durch Lootboxen dem Glücksspiel ausgesetzt"

    https://www.play3.de/2018/11/22/britische-gluecksspiel-kommission-etwa-eine-million-kinder-waren-durch-lootboxen-dem-gluecksspiel-ausgesetzt/

    "FIFA 18: In Belgien offenbar Ermittlungsverfahren wegen Lootboxen gestartet"

    https://www.play3.de/2018/09/11/fifa-18-in-belgien-offenbar-ermittlungsverfahren-wegen-lootboxen-gestartet/

    "Ubisoft: Wenn Spieler keine Lootboxen kaufen würden, wären sie nicht in Spielen enthalten“

    https://www.play3.de/2018/11/15/ubisoft-wenn-spieler-keine-lootboxen-kaufen-wuerden-waeren-sie-nicht-in-spielen-enthalten/

    (siehe Kommentar-Beiträge zu den Themen der jeweiligen Links ^^)

    Zeitgleich hat der Prinz die Sozialen-Netzwerke kritisiert und in eine negative Schublade mit den Spielen verfrachtet. Das klingt zunächst beides nachvollziehbar, nur die Begründung geht wieder in eine oberflächliche und gefährlich falsche Richtung. Denn es wird hier bei diesem Thema ebenfalls gar nicht auf die Hauptprobleme (Ursache und Wirkung) ausgehend von den Konzernen (Überwachung, Manipulation, Zensur, Propaganda, Datenskandale usw.) eingegangen (welche im direkten Verhältnis schwerwiegender sind). Der Prinz kritisiert den Umgang beim "freien" digitalen Meinungsaustausch, den es in einigen Ländern, wie in der EU quasi nicht mehr uneingeschränkt gibt und bringt diese im Zusammenhang mit Mobbing.

    Mobbing ist wieder ein besonderes Thema für sich und dieses Thema geschieht auf allen Ebenen, nicht nur auf der Ebene der digitalen Sozialen-Netzwerken und es wird hier ebenfalls nicht die Ursachen dafür explizit genannt, sondern es werden wieder nur einmal austauschbare Symptome auf/von einer einseitige Seite aus betrachtet, um Gründe für noch mehr Einschränkungen/Bevormundung/Gesetze/Regelierungen mit zusätzlichen Strafen zu forcieren und zu fordern.

    Wie sinnvoll, konstruktiv und sachlich können diese Aussagen zusammengefasst von jemanden zu diesen verschiedenen Themen sein, wenn dieser jemand es definitiv besser wissen sollte und müsste?

  20. edel sagt:

    Hier noch eine zum Thema sehr aufklärende Nachricht (Informationen) von einem Informatiker, der ziemlich sachlich Teil-Aspekte der Thematik erklärt (Vielen Dank an dem user "greenelve"!):

    "Um mit Games Geld zu machen, brauchen wir Eure Aufmerksamkeit. Seit vielen Jahren haben wir rumgetüftelt, wie wir Euch kriegen – inzwischen haben wir es so ziemlich raus. Wir nennen das „Persuasive Technology“ („Überredende Technologie“, eigentlich eher „manipulierende Technik“).

    (1) Reputation (Status)
    (2) „Ludic Loop“ (die „Spielschleife“)
    (3) Continuity (Immer weiter)
    (4) Peer group pressure (Gruppendruck)"

  21. edel sagt:

    "Ein Computerspiel-Informatiker an einen Fortnite-Spieler: „Unser Spiel heißt Geld machen, und Ihr seid darin nur eine Zahl!"

    https://connectiv.events/ein-computerspiel-informatiker-an-einen-fortnite-spieler-unser-spiel-heisst-geld-machen-und-ihr-seid-darin-nur-eine-zahl/

Kommentieren

Reviews