Take-Two: Zu viele Abo-Angebote sind kontraproduktiv, meint der Publisher

Kommentare (11)

In einem aktuellen Interview ließ sich Strauß Zelnick, seines Zeichens CEO von Take-Two Interactive, über verschiedene Themen aus. Unter anderem warnte er vor zu vielen Abo-Angeboten, da eine solche Entwicklung eigentlich nur für Verlierer sorgen kann.

Take-Two: Zu viele Abo-Angebote sind kontraproduktiv, meint der Publisher

In der näheren Vergangenheit wurden bereits verschiedene Abo-Angebote wie der Xbox Game Pass, EA Access oder PlayStation Now etabliert.

Darüber hinaus gab Ubisoft auf der diesjährigen E3 bekannt, dass das Unternehmen ebenfalls an einem eigenen Abo-Service arbeitet, der unter dem Namen „Uplay+“ ins Rennen geschickt wird und auf kurz oder lang auch für die Konsolen erscheinen könnte. Eine Entwicklung, die der Publisher Take-Two Interactive offenbar ganz genau beobachtet. So ließ sich CEO Strauß Zelnick in einem aktuellen Interview über dieses Thema aus und warnte die Industrie davor, zu viele Abo-Angebote auf den Markt zu bringen.

US-Kunden setzen im Durchschnitt auf maximal drei Angebote

Sollte der Markt aufgrund zu vieler Angebote dieser Art irgendwann übersättigt sein, wird es laut Zelnick nämlich nur Verlierer, aber keine Gewinner geben. Zumal sich zuletzt abzeichnete, dass der durchschnittliche US-Haushalt lediglich zwei bis drei Abo-Angebote gleichzeitig nutzt. Zelnick weiter:

Zum Thema: Take-Two: Abstände zwischen großen Veröffentlichungen sollen kleiner werden – Öfter GTA und Red Dead?

„Ich denke, der durchschnittliche amerikanische Haushalt möchte zwei bis drei Unterhaltungsangebote gleichzeitig abonnieren. Es wird kein ‚The winner takes it all‘-Szenario geben. Lediglich einen Haufen von Verlierern. Sowohl in der linearen als auch in der interaktiven Programmierung. Interaktives Programmieren ist für ein Abonnement nicht besonders geeignet, da sie in der Regel nur einige Titel gleichzeitig und über einen längeren Zeitraum spielen.“

„Ich bin mir nicht sicher, was Abonnements bringen. Aber wir werden es sehen. Schließlich werden einige Leute sie starten. Und der Xbox Game Pass ist bereits verfügbar.“

Quelle: Venturebeat

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Kommentare

  1. Silenqua sagt:

    Netflix + GamePass/PSNow abwechselnd. Reicht mir völlig.

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  2. flikflak sagt:

    Kein Abo... reicht mir völlig. 😉

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  3. SEEWOLF sagt:

    Ich werde mir mit Sicherheit keine Kuh kaufen, nur weil ich mal ein Glas Milch trinken will. Letztendlich verzichte ich wahrscheinlich gänzlich auf die Milch, wenn andere Optionen fehlen. 😉

    Ob sich so ein Geschäftsmodell langfristig für alle Beteiligten lohnen wird, wage ich zu bezweifeln. Da wird so manches Studio eher schließen.

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  4. StevenB82 sagt:

    Isso, die Spieler werden nie mehr Geld ausgeben als sie bereit sind auszugeben und schon garnicht wenn die Qualität immer weiter bergab geht.
    Aber da sieht man wieder wie helle die Chefetagen sind. Erst Qualität liefern und dann gierig werden. Anders herum hat das noch nie funktioniert.

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  5. Maiki183 sagt:

    klar. was gibts schöneres als 5, 6, 7 abos zu haben und trotzdem nicht alles sehen, bzw spielen zu können.
    dieser abo scheiß ist nicht zeitgemäß und erinnert mich eher an die alte jamba zeit, die ich auch umgangen habe.

    es gibt immer welche die zuviel geld haben und sich alles holen und somit auch die statistik fälschen.
    und wenn ich höre das es ja ein super angebot oder guter service ist, kann ich nur lachen. die publisher machen das nicht aus nächsten liebe.
    wenn man mal ehrlich zu sich selbst ist, dann weiß man auch warum man nur ausgewählte spiele zockt.
    es gibt halt einfach genug müll bzw. spiele die einem einfach nicht gefallen und die macht ein abo modell auch nicht besser.

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  6. Smuggl sagt:

    Also der MS GamesPass is schon interressant. Wenn man bedenkt das selbst Gears5 und Cyberpunk rein kommen. Und zur Zeit sind schon ein paar Hochkaräter drin. Für mich wär's ne Alternative. Hab schon zu oft in die Tonne gegriffen. So kann man Titel anzocken bei denen man sich nicht sicher ist. Wenn der Preis stimmt, fährt man glaub ich langfristig günstiger.

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  7. Leitwolf01 sagt:

    Solche Angebote können für Videospiele dauerhaft nicht gut sein und die Qualität muss zwangsweise darunter leiden.

    Am Anfang kämpfen alle Publisher noch um den großen Kuchen, wollen sich einen Kundenstamm sichern und dafür erstmal niedrige Preise fordern und hohe Qualität liefern, aber wenn die ersten Gewinner und Verlierer solcher Angebote erstmal feststehen, dann werden die wirtschaftlichen Interessen im Vordergrund stehen müssen.

    Ein Triple A Spiel kostet zum Beispiel ca 70 Euro, mit Limited Edition usw auch mal etwas mehr und mit Sale Angeboten später auch deutlich weniger und bei guter Qualität werden 10 Millionen Einheiten verkauft, da wären schon ca 7 Millionen Abonnenten bei 60 Euro Jahres Abo Preis nötig, nur um den gleichen wirtschaftlichen Erfolg für das eine Spiel abzudecken.

    Wie soll man da für zum Beispiel 60 Euro im Jahr dauerhaft mehrere qualitativ hochwertige Spiele erwarten können?

    Anfangs als Lockangebote für das jeweilige Abo sicherlich, aber dauerhaft muss diese Blase irgendwann platzen.

    Netflix hat sich zum Beispiel jahrelang einen großen Kundenstamm aufgebaut und mittlerweile ist das Unternehmen trotzdem hoch verschuldet und kann mit den Einnahmen die Ausgaben nicht mehr abdecken, wo es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis Netflix zur Vergangenheit gehört.

    Auf der anderen Seite könnte Disney dafür bald auf dem Streaming Markt profitieren, kündigt alle Partnerschaften mit den anderen Streaming Plattformen und kann die eigene Streaming Plattform gesund aufbauen mit Star Wars, Marvel & Co, wo erstmal im Kino die Neuproduktionrn platziert werden, dann im Einzelhandel und später auf der eigenen Streaming Plattform und gleichzeitig gibt es regelmäßige Einnahmen über die TV Partner.

    Für Videospiele gibt es diese vielseitigen Optionen nicht und Videospiele erreichen zwar viele Spieler, aber um Welten nicht die Zuschauerzahlen von Film Produktionen.

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  8. CBandicoot sagt:

    Schön gesagt Leitwolf

    zum Abo, brauch ich auch nicht, zumal man ja für neue Titel auch Löhnen muss.
    Und die alten Titel welche man Spielen kann, seien wir mal ehrlich, wer macht das schon und wie oft?
    1 Gen Abwärtskompatibel reicht vollkommen, und dafür gibts Disks.
    Und wer sagt, do konnte ich ein bestimmtes Spiel welches man verpasst hat "Kostenlos Spielen" lügt sich selbst an. Man zahlt ja monatlich und naja, nach einer gewissen Zeit Kosten titel meist 10€ da Kauf ichs mir lieber so 🙂

    Aber abwarten wies so wird.

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  9. Noir64Bit sagt:

    @Leitwolf das Netflix hoch verschuldet ist stimmt zwar, aber im Gegensatz zu anderen Unternehmen macht denen das nicht sonderlich viel aus!
    Selbst wenn Disney mit dem Start seiner eigenen Plattform Serien und Filme da raus zieht, Netflix steht gar nicht so schlecht da.
    Einige Eigenproduktionen sind zwar eher Müll, aber nur aus unserer Sicht. Netflix agiert nunmal Weltweit, und da kann man es nicht allen recht machen!

    Wie dem auch sei. Der Punkt ist einfach Abo angebote einzelner Publisher machen 0 Sinn!
    Überleben, bzw. rechnen werden sich bei Spielen nur die der Plattformen! Und das sind nur Steam, PS Now und der GamePass.
    Das Modell von EA ist da vielleicht noch eine Ausnahme, denn so sehr ich EA auch hasse, aber sie vereinen doch schon extrem viele Titel die nicht mal alle zu 100% aus dem Hause EA selbst kommen.

    Ich meine früher kannte man Abos eher von MMORPGs, wo sie meiner ansicht nach besser aufgehoben waren, bis die F2P Modelle im Grunde alles ruiniert haben und erstmals der Begriff Pay2Win aufkam.

    Aber jedes Abo Modell ist letztlich Endlich. Auch frühere größen wie Premiere mussten das lernen!
    Es ist letztlich immer die Frage wie viele Kunden man locken kann, und wird die Kritische Masse erreicht? Ansonsten ist das System über kurz oder lang zum scheitern verurteilt!

    Die einzige Ausnahme von dieser Regel wird Amazon sein mit seinem Prime Dienst den fast alle Kunden nutzen!
    Das heisst aber auch das gelegentlich die Preise steigen. Bei Amazon um etwa 20€ pro Jahr in den letzten 10 Jahren.
    Bei PS+ auch knapp 20€ in ebenfallls 10 Jahren.
    Und so sehr das auch nervt, es ist nötig um Profitabel zu bleiben. Sah man zuletzt auch bei Netflix!

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  10. xy-maps sagt:

    Und als nächstes wird GTA Online Abopflichtig ^^

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  11. Cat_McAllister sagt:

    Ich finde den ganzen Aboquark auch einfach nur noch unnötig. Es ist schon schlimm genug, dass Netflix vom Thron gestürzt wird weil jetzt Alle was eigenes machen wollen Exklusiv.

    Da darf man künftig schon 500€ im Monat bezahlen pi mal Daumen geschätzt, wenn Alle damit anfangen. Dann nochmal die ganzen Gaming-Abosysteme die aufkommen nun.. Das wird einfach nur unbezalbar.

    Lieber alles an einem Ort und dafür ein etwas höherer Preis im Monat, damit es komfortabel bleibt anstatt die guten Dienste kaputt zu machen durch diese verfluchte Habgier weil jeder auf den Geschmack kommt und ein eigenes Süppchen brauen will.

    Sollen doch Alle zusammen sitzen und gemeinsame Sache machen mit einem grossen Dienst an dem sich Alle beteiligen zu fairen Anteilen im Film- und Seriengeschäft, wie auch im Gaminggeschäft. Damit verfliegt dann zwar die Exklusivität, wenn Alles von jedem Gerät aus an einem Ort erreichbar ist ohne Plattform-Begrenzung. Aber dafür bleibt es für Alle erschwinglich und preiswert.

    Ähnlich wie mit der Oasis-Plattform in Ready Player One. Alles an einem Ort in einem einzigen riesigen Ökosystem, wo Alle an einem Strang ziehen gemeinsam. Alles was benötigt wird ist dann ein Gerät mit Zugang und Internetanbindung, schon kann man sich einklinken von überall her.

    Einfach, komfortabel und für Jeden zugänglich der es nutzen will und seinen Beitrag leistet.

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