Switch: Gibt es Next-Gen-Pläne? Nintendo äußert sich zum Lebenszyklus

Kommentare (58)

Nintendo wurde auf einer Aktionärsversammlung mit der Frage konfrontiert, wie es um eine Next-Gen-Konsole steht. Die Japaner scheinen jedoch bestrebt zu sein, der Switch ein langes Leben zu bescheren.

Switch: Gibt es Next-Gen-Pläne? Nintendo äußert sich zum Lebenszyklus
Die Nintendo Switch verweilt seit März 2017 auf dem Markt.

Ende des Jahres bringen Sony und Microsoft neue Konsolen auf den Markt. Und ein Großteil der Branche dürfte im Anschluss gespannt darauf schauen, wie sich die beiden vergleichbaren Ansätze voneinander abheben können.

Allerdings gibt es einen dritten großen Konsolenhersteller, der in der Regel ein ganz eigenes Süppchen kocht. Es handelt sich mit Nintendo um ein Unternehmen, das mit der Switch seit einigen Jahren große Erfolge feiern kann. Hat der Entertainmentriese die Absicht, in absehbarer Zeit ebenfalls mit einer neuen Hardware in die neue Generation zu starten? Offenbar nicht.

Fokus auf unterhaltsame Software

Shuntaro Furukawa, Nintendos Representative Director und President, erklärte im Rahmen der jüngsten Aktionärsversammlung: „Unsere aktuelle Konsole, die Nintendo Switch, existiert nun schon im vierten Jahr. Doch die Popularität nimmt immer noch zu. Wir glauben, dass zwei Faktoren dafür verantwortlich sind. Da ist zum einen die Tatsache, dass wir zwei Hardwares mit unterschiedlichen Eigenschaften haben, die Nintendo Switch und die Nintendo Switch Lite.“

Der zweite Grund sei, dass sich Nintendo momentan nur auf die Switch konzentrieren müsse, sodass alle Entwicklungsressourcen des Unternehmens darauf ausgerichtet werden können, Software für diese Plattform zu entwickeln. „Wir möchten das Beste aus diesen Faktoren herausholen und den Lebenszyklus der Nintendo Switch so weit wie möglich verlängern“, so Furukawa.


Mit der Switch Lite wurde bereits ein modifiziertes Modell auf den Markt gebracht.

Ähnliche Worte ließ Ko Shiota, einer von Nintendos Senior Executive Officers, folgen: „Unsere Konsolen basieren auf der Art und Weise, wie wir für unsere Kunden spaßige Software machen, und nicht auf hohen Spezifikationen. Die Nintendo Switch kann sowohl auf dem Fernseher als auch auf dem Bildschirm der Konsole selbst gespielt werden, sodass die Kunden im Vergleich zu anderen Konsolen mehr Gelegenheiten zum Spielen haben.“

Ansätze für die nächste Konsole

Auch ein paar Worte zu einer möglichen neuen Hardware verlor Shiota. Letztendlich scheint das gemeinschaftliche Spielen nach wie vor im Fokus zu stehen: „Wir sehen das ständig in sozialen Medien, wo Kunden Videos ihrer Familien und Kinder hochladen, die alle zusammen spielen. Das hat uns einmal mehr den Wert unserer Spielkonsolen vor Augen geführt. Wir werden all dies im Hinterkopf behalten, während wir darüber nachdenken, wie wir unsere Konsolen in Zukunft weiterentwickeln können“.

Zum Thema

Die neusten Aussagen von Nintendo bedeuten natürlich nicht, dass eine mögliche Switch Pro ausgeschlossen ist. Immerhin wäre es dieselbe Plattform und würde nicht im Widerspruch zu den neusten Statements stehen. In einem Statement Anfang des Jahres betonte der Analyst Dr. Serkan Toto, dass er keinen Zweifel daran habe, dass in diesem Jahr eine Switch Pro auf den Markt kommen wird. Das war allerdings, bevor die COVID-19-Pandemie einiges durcheinanderwirbelte.

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Kommentare

  1. Lando_ sagt:

    @ big ron

    Das ist ja auch völlig okay. Jeder hat ein anderes Empfinden was Grafik angeht. Ich persönlich merke nur, dass es mir Probleme bereitet, am Ball zu bleiben, wenn ein Spiel schlechter aussieht und läuft als sogar noch auf PS3 und Xbox 360. Zuletzt geschehen bei Xenoblade Chronicles Definitive Edition. Nach fünf Stunden habe ich das Game beiseite gelegt, weil es mir grafisch an vielen Ecken zu verwaschen war - texturenmäßig. Hingegen habe ich Mario Odyssey und Luigis Mansion 3 mit Freude durchgespielt, weil sie schon mehr einen Hauch "Next Gen" verspürt haben. Keine Ahnung, woran das liegt. Vielleicht bin ich einfach nur zu verwöhnt von meiner 4K-Glotze und Spielen, die die grafische Messlatte extrem angehoben haben (Uncharted 4, Gears 5, Horizon Zero Dawn, usw.). Ich bin sogar etwas neidisch auf diejenigen, die sich mit der Technik der Switch (vor allem was Drittanbieter-Games angeht) zufrieden geben. Einen weiteren großen Vorteil hätte es nämlich, sich mit Nintendos Konsole und einem kleineren Full-HD-TV zufrieden zu geben: Stromkosten. Die Switch verbraucht praktisch nix. Da ist sie wirklich konkurrenzlos momentan.

  2. VincentV sagt:

    @Lando

    Xenoblade sieht besser aus als auf der Wii (was dessen Hauptplattform war). Auf der PS3 gab es das nicht und gab es auch sicher keine Openworld RPGs die hübscher waren.

  3. Lando_ sagt:

    @ VincentV

    Auf der PS3 bin ich mir nicht sicher, ob es besser aussehende Open World-Titel gibt, aber auf der 360 finde ich beispielsweise Fable 3 oder Witcher 2 immer noch ansehnlicher als das aktuelle Xenoblade auf der Switch. Trotzdem hatte ich damals keine Probleme, das Original auf der Wii durchzuspielen, neben PS3 und Xbox 360. Gehört in Sachen Story und Atmosphäre immer noch zu den besten JRPG ever made, wie ich finde. Nur heute tue ich mich mit der Grafik echt schwer. Wie gesagt: Vielleicht ist es dieses Zu-verwöhnt-Sein durch Games auf stärkeren Konsolen oder einfach nur die schiere Menge an neuen Spielen, die veröffentlicht werden. Dann wird es auch eine Frage der Priorität. Mal sehen, vielleicht gebe ich dem Game eine zweite Chance, sobald ein Teil des "Pile of Shame" geschrumpft ist.

  4. Argonar sagt:

    @ResidentDiebels
    Es ist deswegen nur eventuell ein negativ Punkt, weil, wie ich geschrieben habe, ein großer Teil der Leute mit der Switch im Couch Coop zockt und es für diese Leute daher unerheblich ist.

    Somit war ich mit eventuell ein Negativpunkt noch relativ kulant. Eigenlich hätte das heißen sollen, interessiert niemanden. Weil es aber sicher eine Minderheit gibd, die das stört, ist es eventuell ein negativ Punkt. Diese Minderheit ist aber nicht sonderlich laut.

    Die Switch hat in nur 3 Jahren die Xbox überholt, also hat sie wohl verdammt viel richtig gemacht. Zu sagen sie sei nicht zeitgemäß zeigt einfach nur wie ignorant du bist. Grafik ist bei weitem nicht alles, auch wenn du dir das vielleich nicht vorstellen kannst.

    Schön dass du dir für deinen Rant den einzigen Punk rausgesucht hast, bei dem ich sowieso zum Teil zugestimmt habe, was ist mit den anderen 5 und dem Preis Vergleich?

    @Lando
    Also Dragonquest XI z.B sieht imo. richtig gut aus und der Sound ist deultich besser als auf der PS4. Bei Spielen wie Trials of Mana oder auch Fairytail sehe ich den Unterschied einfach nicht wirklich und da gewinnt dann bei mir eben das Handheld Argument.

    Sowas wie Witcher würde ich aber nicht auf der Switch spielen, genauso wenig, wie ich mir Cyberpunk auf der PS4 holen würde.

  5. Lando_ sagt:

    @ Argonar

    Kann ich auch verstehen. Ich entscheide ähnlich, wenn es zwischen PS4- und Switch-Verslion kaum Unterschiede gibt. Auch, wenn mir schon nach kurzer Spieldauer die Hände bei der Switch schmerzen, entscheide ich mich bei Indies wie Chasm, Timespinner und Co. vorwiegend für sie Switch-Variante.

    Sind die Unterschiede aber gravierender Natur wie im verbockten Port von Bloodstained oder so deutlich wie beim Witcher 3, z. B., wird's eine der stärkeren Konsolen (habe hier ja auch eine One X herumstehen). Ansonsten ist's von Spiel zu Spiel unterschiedlich. Während wir beispielsweise bei einem Atelier Ryza oder Alien Isolation Switch-Ports haben, die ihren Originalen in nichts nachstehen, nerven auf der Switch Neptunia RPG, Nights of Azure 2, Gal*Gun und Neptunia VII mit Bildraten unter 30 FPS. Da ist es nie verkehrt, sich auf YouTube vor dem Kauf ein paar Vergleichsvideos anzusehen.

    Bei Fairy Tail bin ich mir, jegliche Fanboy-Närrerei mal weggelassen, noch nicht sicher. Die Screens im eShop sehen arg pixelig aus. Entweder ist das ein Fehler oder es wird hoffentlich noch dran gearbeitet. Und ja, die arrangierte Dragon Quest XI-Musik der Switch-Version gefällt mir auch besser als das Midi-Gedudel des Originals. Würde ich mir als Download für die PS4-Variante wünschen.

  6. VincentV sagt:

    Witcher 2 und Fable 3 (was aufjedenfall schlechter aussieht als Xenoblade) sind aber nicht weitläufig wie ein Xenoblade. Sind aber auch sehr unterschiedliche Artstyles.

  7. Argonar sagt:

    Ja Bloodstained ist bitter. Ich hab die Switch Version (per Kickstarter) und man merkt es leider deutlich.

    Andererseits läuft bei mir bei sämtlichen Metroidvanias immer nebenbei irgendwas im TV oder es wird gestreamed. Das brauch ich einfach als Hintergrund, ich spiel die auch eher zum Abschalten als zum Eintauchen.

  8. Lando_ sagt:

    @ VincentV

    Bei den Artstyles gebe ich dir Recht. Zumindest sieht kein Anime-Spiel auf PS3 und 360 so gut aus, wie XC auf Switch. Wobei... Eternal Sonata hat auch einen sehr schönen Stil, ist aber natürlich kein Open World. Ist wohl auch alles wieder Geschmacksache.

    @ Argonar

    Die Switch-Version von Bloodstained hatte ich per Kickstarter auch unterstützt, weil ich mir dachte, dass bei dem eher simplen Grafikstil eigentlich nichts schiefgehen könnte. Leider. Aber selbst auf meiner One X ruckelt es hier und da mal (Bildrate fällt vor allem im Turm der Zwillingsdrachen öfters von 60 auf unter 30 FPS; und bei einem der letzten Bosse - will hier nichts spoilern -, der gerne mit Spielgeld um sich wirft, sind auch mal nur ruckelige 10 FPS drin). Scheint generell unsauber programmiert zu sein, das Spiel. Trotzdem, hatte viel Spaß damit und gehört neben Shantae und Timespinner zu meinen aktuellen Favoriten im Genre der Metroidvanias.

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