The Last of Us Part 2: PS4-Blockbuster sollte ein Open World-Spiel werden

Kommentare (22)

Zu Beginn der Entwicklung war es geplant, "The Last of Us Part 2" auf Basis einer offenen Welt mit Hubs zu entwickeln. Diese Idee wurde von Naughty Dog wieder verworfen.

The Last of Us Part 2: PS4-Blockbuster sollte ein Open World-Spiel werden
Vieles hätte anders kommen sollen.

„The Last of Us Part 2“ baut auf keiner komplett offenen Spielwelt auf. Stattdessen setzt der Titel auf eine recht breit angelegte linearen Struktur, die von Spielen wie „Uncharted 4“ bekannt ist.

Als Spieler folgt ihr einem linearen Pfad, erhaltet aber dank der breiteren Level eine recht freie Form der Erkundung. Beispielsweise fühlt sich der Abschnitt Downtown Seattle wie eine ganz eigene, offene Welt an. Und so hätte das komplette Spiel werden können. Naughty Dog verfolgte ursprünglich das Ziel, euch in „The Last of Us Part 2“ in eine komplett offene Spielwelt zu schicken.

Achtung: Jetzt kommen Spoiler!

In einem mit Spoilern gefüllten Interview im jüngsten IGN-Podcast Beyond sprachen der Creative Director Neil Druckmann und Narrative Lead Halley Gross ausführlich über die ersten Ideen für die Geschichte der Fortsetzung.

Offene Welt mit Hubs

Nachdem zunächst erklärt wurde, wie sich die Erzählstruktur im Laufe der Zeit entwickelte, verriet Druckmann, dass „Part 2“ ursprünglich als „offene Welt mit mehreren verschiedenen Hubs“ begann.

Die Spieler hätten zunächst die Rolle von Abby übernommen, die zusammen mit ihren Freunden angegriffen wird. Nach der Rettung durch Joel und Tommy hätte die Gruppe den Weg nach Jackson gefunden, wo viele der Missionen ihren Anfang nehmen sollten.

Erst ab einem kritischen Punkt der Geschichte sollte Abby ihre Identität preisgeben und mit dem weiteren Vorgehen kämpfen. Letztendlich hätte sie Joel getötet, was dazu geführt hätte, dass die Spieler Ellie auf ihrer Reise nach Seattle – dem zweiten Drehkreuz – begleiten würden. Ellies Ziel hätte sich – wie auch im Endprodukt – darauf konzentriert, jedes Mitglied der Gruppe zu verfolgen, was zu einer endgültigen Konfrontation mit Abby geführt hätte.


Ellies Motivation blieb erhalten.

Spieler sollten schneller zum Kern geführt werden

Laut Naughty Dog hätte die angestrebte Geschichte jedoch nicht in die Struktur einer offenen Spielwelt gepasst. „Diese Aspekte fühlten sich zu konflikthaft an“, erklärte Druckmann. Narrative Lead Halley Gross kam rechtzeitig ins Studio und half bei der Festlegung der „hochrangigen“ Ziele.

Es folgte der Entschluss, aus „The Last of Us Part 2“ ein „breitlineares Format“ zu machen. Während sich die Geschichte weiter entwickelte, hielt es Naughty Dog für das Beste, viel schneller zum Hauptthema des Spiels zu kommen.

Zum Thema

Auch andere Ideen wurden früh verworfen. In einem kürzlich geführten Interview mit der Washington Post erklärten Druckmann und Gross, dass die Spieler einst Joels Freundin besuchen konnten. Auch die Tanzsequenz mit Ellie und Dina war einmal spielbar.

Letztendlich wurde aus „The Last of Us Part 2“ ein großer Erfolg. Allein in den ersten Tagen nach dem Launch fanden sich mehr als vier Millionen Käufer. Außerdem dominiert der PS4-Blockbuster in vielen Ländern die Charts.

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Kommentare

  1. Son-Gohan sagt:

    Zum Glück wurde das verworfen. Nicht alles muss immer Open World sein. So wie jetzt ist es perfekt zumal einige Areale ja trotzdem eine gewisse Weitläufigkeit haben.

  2. AlgeraZF sagt:

    Vielleicht hat ja Teil 3 später eine Open World. Mir persönlich würde es besser gefallen. Natürlich nur wenn die Story nicht darunter leidet.

  3. Dennis_ sagt:

    Also ich fand den kleinen Open World abschnitt super. 🙂

  4. Boyka sagt:

    So wies ist ist es perfekt.
    Open World wäre auch bei ND denkbar und qualitativ hochwertig.

  5. Steven sagt:

    Schade eigentlich. Man hätte auch noch nach der Story ein Open World draus machen können, denn so ist der wiederspielwert gleich null.

  6. _Hellrider_ sagt:

    Sie haben es genau richtig gemacht. Perfekten Mittelweg gefunden

  7. klüngelkönig sagt:

    Also ich denke in Teil 3 könnte sich ein Open World Ansatz gut integrieren lassen. Allerdings wäre mir ein mix aus beidem lieber. Kann mir gut vorstellen für den Anfang des nächsten Spiels, einfach mit Ellie auf Reisen zu gehen um Jackson hinter sich zu lassen. Es wäre auf jeden Fall der richtige Schritt, falls die FFs doch wieder auf der Suche nach ihr sind..

  8. bausi sagt:

    Sehe ich auch so wie es ist, ist es perfekt.

  9. xjohndoex86 sagt:

    So hatte ich mir Part 2 eigentlich vorgestellt. Die WLF nistet sich erst mal in Jackson wie ein trojanisches Pferd ein und nimmt dann alles auseinander. Joel wird gekidnappt und Abby's persönlicher Sklave. Ellie macht sich auf Joel zu retten und muss feststellen, dass er am Stockholm Syndom leidet. Aus Frust darüber bringt Ellie erst Dina um, schneidet Jesse den Schw*nz ab und macht Tommy zu ihrem Personal Trainer. 4 Jahre später hat Ellie auf verblüffend natürliche Weise Oberarme wie Abby und ist bereit für den Kampf der Titan*innen. Tommy's Birne wird zwischen den Eisenfäusten zu Brei gehauen und Joel rettet Abby im letzten Moment aus Ellie's gnadenloser Beinpresse. Beide sehen ein wie bescheuert sie sind und zerren Joel auf einen Golfplatz, wo er den Balljungen geben darf und Abby Ellie ihr liebstes Hobby beibringt. Alles in 4K und ausladenden Welten. Ein Vorzeigewerk mit nie dagwesener Symbolik für Emanzipation und Diversität. Ende.

  10. Maiki183 sagt:

    so wie es in tlou2 gemacht wurde ist es absolut top.
    linear, aber mit gewissen freiheiten.

    eine open world wäre nur müll.
    das tempo und der aufbau der story würde nicht das niveau erreichen.
    grafik, inzenierung usw. würde darunter leiden.

  11. Bulllit sagt:

    @xjohndoex86

    Beinpresse...Game changer!

  12. Yago sagt:

    @xjohndoex86

    ND hat sich von einer Bodybuilderin Unterstützung geholt und denke das es in 4 Jahre möglich ist, auch ohne Tabletten und sowas, so auszusehen, auch als Frau.

  13. Yago sagt:

    *Also als Unterstützung für den Körperbau von Abby*

  14. Phil Heath sagt:

    Finde ich so wie es ist perfekt. Da braucht es kein Open world für mich

  15. MosesGcult sagt:

    Meisterwerk

  16. Moonwalker1980 sagt:

    Finde auch, dass es so wie sie das gelöst haben der beste Kompromiss ist.

    Yago: natürlich ist das in 4 Jahren möglich. Sogar in einem, wenn man 6 Mal die Woche für 3 Stunden am Tag trainiert.

  17. Banane sagt:

    Ich wette wenn Part II Open World gewesen wäre und jetzt in dieser News das finale Part II als vorherige Version gelten würde, hätten die meisten die Open World als genau das Richtige hingestellt.^^

    Für manche hier ist immer alles Naughty Dog macht genau richtig und alles was verworfen wurde war auch besser so. LOL

  18. VincentV sagt:

    Noch offener müsste es nicht sein. Wir haben genug Openworld Games in der heutigen Zeit.

  19. Yago sagt:

    @VincentV

    Stimmt und das nächste steht mit Ghost of Tsushima an.

  20. Spritzenkarli sagt:

    Zum Glück kein open World Unding geworden !!

  21. redeye4 sagt:

    Wenn Openworld nicht sinnvoll gefüllt wird und gerade bei so einem Spiel dem Storytelling und Pacing schadet, hat es keinen Sinn.

  22. Shezzo sagt:

    Im dritten Teil zockt man dann durchgehen den Bösen und schlachtet am ende Ellie ab 😀