Xbox Series X: Phil Spencer zu möglicherweise steigenden Preisen der First-Party-Titel

Kommentare (29)

Könnten auf der Xbox Series X auch die Preise für First-Party-Titel steigen? In einem aktuellen Statement bezog Microsofts Phil Spencer Stellung zu diesem Thema und wies darauf hin, dass im Endeffekt die Kunden entscheiden werden, ob sich eine Preiserhöhung durchsetzen wird.

Xbox Series X: Phil Spencer zu möglicherweise steigenden Preisen der First-Party-Titel
Die Xbox Series X erscheint im Weihnachtsgeschäft 2020.

In den vergangenen Wochen zeichnete sich bereits ab, dass sich verschiedene führende Publisher dazu entschließen könnten, die Preise ihrer Spiele auf den beiden Next-Generation-Konsolen zu erhöhen.

So wies 2K Games beispielsweise darauf hin, dass „NBA 2K21“ auf den aktuellen Konsolen zum Preis von knapp 70 US-Dollar beziehungsweise Euro angeboten wird. Auf der PS5 beziehungsweise der Xbox Series X hingegen wird der Preis laut 2K Games bei knapp 75 US-Dollar oder Euro liegen. Könnte sich auch Microsoft der aktuellen Entwicklung anschließen und den Preis der hauseigenen First-Party-Titel in der nächsten Konsolen-Generation erhöhen?

Microsoft verweigert eine klare Antwort

In einem aktuellen Statement bezog mit Phil Spencer niemand geringeres als das Oberhaupt von Microsofts Gaming-Sparte Stellung zu diesem Thema. Auch wenn sich Spencer zu keiner eindeutigen Antwort hinreißen ließ, wies er darauf hin, dass es im Endeffekt an den Kunden liegt, ob sich Preiserhöhungen der Next-Gen-Spiele durchsetzen werden. Zudem könnte er zwischen den Zeilen angedeutet haben, dass Microsoft bei den Preiserhöhungen möglicherweise nicht mitziehen könnte.

„Als Industrie sind wir in der Lage, den Preis für die Dinge so festzulegen, wie wir das möchten. Allerdings wird der Kunde entscheiden, was der richtige Preis für ihn ist“, wird Spencer zitiert. „Ich bin nicht gegen die Leute, die einen neuen Preis für Spiele festlegen.“

Zum Thema: PS5 & Xbox Series X: Preiserhöhung bei Spielen sinnvoller als Mikrotranskationen, so Cory Barlog

Spencer weiter: „Denn ich weiß, dass jeder seine eigenen Entscheidungen auf der Grundlage seiner eigenen Geschäftsbedürfnisse treffen wird. Heutzutage haben die Spieler jedoch mehr Auswahl als jemals zuvor. Letztendlich weiß ich, dass der Kunde die Kontrolle über den Preis hat, den er bezahlt. Und das ist ein System, dem ich vertraue.“

Die Xbox Series X wird genau wie die PS5 im diesjährigen Weihnachtsgeschäft den Weg in den Handel finden.

Quelle: Videogames Chronicle

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Kommentare

  1. DangerZone sagt:

    Phil.....Eure 1st Partytitel erfahren ihre Nachfrage doch nur durch die handvoll Xblobs ohne Anspruch.

    Die würden für das xte Forza auch 100 Eur zahlen, die Gamer mit Anspruch nichtmal geschenkt.

    Ganz klar.

  2. Yago sagt:

    @DangerZone

    Ob du ein gamer mit Anspruch wärst, wenn ja dann würdest du nicht mit so dämlichen Kommentar reagieren.

  3. big ed@w sagt:

    Phils Aussage ist in diesem Bezug nicht unvoreingenommen.

    Microsoft geht die Netflix Route und will Abos verkaufen,daher kann ein hoher Preis helfen zum Abo zu greifen ,weil mit teureren Spielen das Preis/Leistungsverhältnis
    des Abos in einem besseren Licht erscheint.

    Davon ab sind teurere Spiele (zumind. die ohne Mikrotransaktionen)bestimmt nicht verkehrt,
    wenn man im Vergleich dazu den Anstieg der Preise von Kinokarten
    oder Eiskugeln aus den letzten Dekaden heranzieht,
    oder Konzertkarten,die vor 4 Jahrzehnten nur den Bruchteil eines Games gekostet haben,
    heute aber wesentlich teurer sind-
    u
    dass sogar bei Bands die schon vor 50 Jahren auf dem absteigen Ast waren
    (vermutlich weil man nur die Hälfte der Zuschauer reinlassen kann,weil man den restlichen Platz für Rollatoren braucht)

  4. The_Hoff sagt:

    @DangerZone
    Wäre damit dein zwanghafter Drang, Beiträge über MS zu trollen für heute befriedigt? Hauptsache irgendwas gegen MS labern... Man du hast echt einen Nagel im Hirn!

  5. signature88 sagt:

    Der Phil....ein Meister seiner Klasse 😀 😀 😀

  6. DangerZone sagt:

    Am besten alle Ips, die noch einen Funken Relevanz haben, also Halo, F2P machen.

    Aber dann bitte nur für den PC, null Bock auf den ausgelutschten Schrott auf PS5 bzw Switch.

  7. DangerZone sagt:

    Am besten alle Ips, die noch einen Funken Relevanz haben, also Halo, F2P machen.

    Aber dann bitte nur für den PC, null Bock auf den ausgelutschten Schrott auf PS5 bzw Switch

  8. BluEsnAk3 sagt:

    Blauäugig wer denkt, mit steigenden Preisen würde sich irgendetwas ändern an der Qualität oder dem Vorhandensein von microtransactions. Heißt es nicht, für die next gen zu entwickeln sei einfacher denn je? Warum müssen Spiele dann teurer werden?

  9. DangerZone sagt:

    "Microsoft verweigert eine klare Antwort"

    Nix anderes ist man von Boresoft gewohnt.

    Die Meldung zur Einstellung der One x und all digital kam auch erst nach Anfrage.

    Xbots gefällt das.

  10. Ifosil sagt:

    Wenn Spiele in der Entwicklung mehr kosten, ist ein Aufschlag gerechtfertigt. Aber bitte ohne diese asozialen Mikrotransaktionen.

  11. yberion45 sagt:

    @DangerZone wie alt bist du eigentlich? Hat dir dein Papa schon erlaubt die Schrottstation zu kaufen? Oder musst du dafür noch betteln?

  12. Electrotaufe sagt:

    Ich denke auch das sich MS hinterrücks die Hände reibt. Wenn die Preise steigen und das werden sie, dann werden noch viel mehr auf den GP zurückgreifen. Nicht nur wegen der First Party Titel sondern auch um thirds günstig aus zu probieren.
    Ich zahle schon lange kein Vollpreis mehr für ein Game, welches ich nicht zumindest mal angespielt habe.

  13. Rikibu sagt:

    Logisch, dass man Preise justieren muss, wenn man den Gamepass und dessen aggressive Vermarktung zum Dumpingpreis refinanzieren muss.
    Problem nur, gibt man das Abo und alle 1st Party Titel quasi unter wert raus, wie will man ein Gefühl vermitteln, dass Qualität Geld kostet, während der gamepass dem Vorhaben konträr dagegen steht?

    Weniger Käufer ohne Abo dürfen diese Defizite nun Puffern...

    Irgendwie wissen sie nicht, wie sie sich nun vermarkten wollen.
    Einerseits Abo als door opener unter Wert und dann soll die gleiche Gruppe zur Bereitschaft, mehr Geld auszugeben, gebracht werden?
    Wie soll das gehen

  14. KoA sagt:

    @ BluEsnAk3:

    „Heißt es nicht, für die next gen zu entwickeln sei einfacher denn je? Warum müssen Spiele dann teurer werden?„

    Weil die paar Erleichterungen der neuen Entwicklertools bei der Entwicklung zukünftiger Spiele-Titel nicht automatisch auch den stark gestiegenen zeitlichen, finanziellen und technischen und eventuell personellen Aufwand kompensieren. 🙂

  15. Eloy29 sagt:

    @Rikubu

    Genau so ist es MS konnte ja nur mit dem Gamepass ,dem öffnen aller Spiele hin zum PC sowie das erstere zum Ramschpreis anzubieten das Überleben ihrer Xbox Sparte sichern.

    Ich möchte nicht wissen wie viel die in den Gamepass investieren. Alleine schon alle ihre Exklusiven Titel dort zu vermarkten zeigt wie weit sie unten waren. Das wird jetzt in dem nicht besser das sie mehr Studios haben denn der Gamepass bleibt ja bestehen.

    Die Zukäufe ihrer Studios sind auch so sehr auf Rollenspiele oder RPGs gewichtet das ich mir anfangs verwundert die Augen rieb.

    Nun mal sehen ob das gro der Xbox Spieler diese Richtung mag. Sehe ich mir auf Konsolen den geringen Verkauf von Divinity 2 an habe ich da meine Bedenken.

    Sollen spiele teurer werden, wenn weiter so der Gamer versucht wird ihn zu melken mit Mikrotransaktionen wie in vielen Spielen sicherlich nicht. Damit ich bereit bin mehr zu investieren müssen auch die Games dementsprechend umfangreicher werden.

    War gerne bereit für TLOU2 und GOT je 69,99 Euro auszugeben beides geniale Spiele aber das ist für mich auch das höchste was ich bereit bin dafür zu zahlen.

  16. Rasierer sagt:

    Wer will den die Spiele für den Gratispass entwickeln? Qualität und Exklusive werden dann maximal die Qualität eine Sea of Thieves erfahren.

    Richtige Kracher hat man dann bei Nintendo und Sony. Während man hier lediglich einen neuen Halo oder Forza Skin Pack raushaut.

  17. giu_1992 sagt:

    @Rasierer du scheinst nicht gut informiert zu sein, sieht dir mal die Spielerzahlen eines Sea of Thieves an und dann die Verkäufe von sonstigen First Party Singleplayer-Games. Selbst wenn viele Spieler durch den Gamepass zocken, sind die Zahlen von Sea of Thieves beeindruckend. Das soll jetzt kein Pro und Contra für irgendeinen Hersteller sein, nur zeigen, dass die Leute lieber solche Games spielen und die Produktionen von Singleplayer-Erfahrungen genau deshalb stark zurückgegangen sind. Ich bin zwar kein Fan von SoT, aber habe mal reingespielt und bin mir sicher, dass es mit Freunden eine tolle Erfahrung ist, da muss man einfach mal etwas toleranter gegenüber anderen Genres sein 🙂

  18. MCRN sagt:

    Ich.verstehe den Grund nicht, warum man sich darüber aufregt. Warten, bis der Preis gefallen ist und dann kaufen, gut ist. Und natürlich die Konsole mit Laufwerk kaufen, sonst kann es unter Umständen sehr lange dauern, bis der Preis fällt

    Und bei der bisher gezeigten Software in beiden Lagern bin ich sogar der Meinung, dass ich aktuell überhaupt keinen Bedarf für eine Xbox Series X oder PS5 habe. Horizon 2 würde diesen Bedarf sofort wecken, erscheint ja aber offensichtlich nicht zum Start der NextGen...

  19. BluEsnAk3 sagt:

    @KoA

    "Weil die paar Erleichterungen der neuen Entwicklertools bei der Entwicklung zukünftiger Spiele-Titel nicht automatisch auch den stark gestiegenen zeitlichen, finanziellen und technischen und eventuell personellen Aufwand kompensieren. "

    Genau das verstehe ich aber unter" leichter denn je" Weniger Kosten da weniger Zeit und weniger personellem Aufwand.

    Aber ist natürlich subjektiv. Meiner Meinung nach sollten gerade global Player wie ubisoft, ea, Activision - erstmal das Vertrauen zum Spieler wiederherstellen, indem sie ihre Spiele fertig auf den Markt bringen und nicht die Leute 70€ hinlegen lassen um beta tester zu spielen. Zu oft schon hab ich, und sicher viele andere auch, in der Vergangenheit 100% Preis für 60% Spiel gezahlt. Sollen die Studios mal 100% Spiel für 60% Preis bringen, ist der Aufschrei groß. Nein in Zukunft wird man 110% Preis für dieselben 60% Ramschspiel zahlen. Wegen dieser unzufriedenheit bspw ist mir der gamepass ganz lieb. Da hab ich kein Risiko. Für den Preis von 2 vollpreis Titeln im Jahr (bei normalem Kurs) erhalte ich ca 100 Spiele, wobei einige Dinge wechseln - aber darüber brauch ich dir ja nix zu erzählen, darum geht es ja auch nicht. Wenn dann ein 3rd party spiel drin ist, und es zeigt sich dass es nix ist, hast du immer noch 99 andere Titel. Und zur Not spielst du halt die 1st Partys, die sind aus Sicht von einem xb Spieler das was man will, sonst wäre man wohl keiner geworden

  20. big ron sagt:

    Wenn man sich hier einige Kommentare und deren Qualität anschaut, muss man sich echt fragen, ob die Wollny-Kinder wieder frei bekommen haben.

  21. Shaft sagt:

    gibts eben ein spiel weniger pro jahr. mehr geld gebe ich deswegen nicht aus. umsatz generiert man mit marktgerechten preisen, nicht mit überteuerten. beim gewinn sieht es dann schon anders aus, aber sich als konsolendienstleister auf wenige gutbetuchte zu verlassen, kann und wird irgendwann nach hinten losgehen.

  22. Rikibu sagt:

    @ giu_1992
    Und trotzdem ist das eine Milchmädchenrechnung, wenn man bedenkt, mit welchem Marketingdruck microsoft versucht, den Gamepass als DAS Instrument zu vermarkten, welches es nicht ist. Preisfrage....
    wieviele Gamepass Abos und damit wieviele neue Xbox Konsumenten müsste man zukünftig als Vollpreis-zahlende Kunden erreichen, damit das Abomodell ein lukratives Geschäft abseits der digitalen Lizenzen werden kann? Das sind Expotenzialkurven, die nur ein feuchter Traum eines hinter den Ohren grünen BWLers realitätsnah erscheinen können. Die Frage, ob bzw. wie microsoft die teilnehmenden Publisher/Entwickler entlohnt, ob diese Entlohnung fair von stattten geht usw. wissen wir alles nicht. Analog dazu mache ich mal das Spotify Beispiel als Analogie auf... wer glaubt, für nen 10er pro Monat, etwas für Musikkultur zu tun, der irrt sich. Auch Spotify selbst tut nen Dreck für Musikkultur, warum sonst schütten sie für nen 3 Minuten Track genauso viel Gewinn aus wie für einen 20 Minuten Track? Da nehmen sie faktisch gezielt Einfluss auf die Art, wie Musik gemacht und vermarktet wird. Spotify und Microsoft sind nichts weiter als Zuhälter, die ohne Content Dritter einen Dreck wert sind. In Anbetracht der Tatsache, dass man die Jugend mit solchen "nutze alles - zahle fast nix" Strategien faktisch dazu umerzieht, Kultur im weitesten Sinne nicht mehr wertschätzen zu können bzw. zu müssen, begeben sie sich in ein gefährliches Fahrwasser. Wie will man in einem Abopauschalpreis noch gut von schlecht unterscheiden, wenn alles in MIschkalkulation finanziert wird und selbst der minderwertigste Dreck damit als Erfolg gemessen werden kann? Mit einer klaren Kaufaktion habe ich klar eine Wertung, Gewichtung im Markt gesetzt... diese gilt dann für ein ganzes Abo, ein Abo, dessen Inhalt sich jederzeit ändern kann und der Aboanbieter fortan bestimmt, was ich wann, wie lange spielen kann.
    Es mag ja sein, dass Sea of thieves für sich betrachtet ein Erfolg ist. Dieser hängt aber zum einen davon ab, was man erwartet hat, wie lange dieses Spiel brauchte, um überhaupt eine gewisse inhaltliche REife erlangt zu haben und all das noch im Kontext mit anderen Titeln auf der gleichen Plattform. Klar, Microsoft ist vorrangig online compettetive ausgerichtet... mit mehr als Halo, Gears und Forza muss man da auch nix vergleichen - gibt ja auch sonst nüscht...

    Und doch bleibt die Erwartungshaltung hoch, was nächste Woche betrifft. Was werden sie nach 3 Jahren "wir haben verstanden" Plattitüden präsentieren? Ein Halo Service Game? (nur so ein Gefühl).

  23. big ron sagt:

    @Rikibu
    Du musst nicht etwas kaufen, um eine Wertung abzugeben. Das reine Nutzen oder Ignorieren ist eine Wertung. In Abo-Diensten finden Bezahlungen der Anbieter nicht nur einmalig statt, sondern oft nach Anzahl der Nutzungen. Da ist es also scheiß egal, ob ein Spiel oft gekauft oder oft im Abo genutzt wird. Im Endeffekt ist es die gleiche Aussage, wie beliebt oder unbeliebt etwas ist. Und am Ende davon auch abhängig, was beim Content-Creator am Ende hängen bleibt.

  24. big ron sagt:

    @Rikibu
    Außerdem hat es keine Relevanz, wie lang oder umfangreich ein Inhalt ist. Denn allein die Nutzung zählt. Warum soll Spotify einen Künstler extra vergüten, nur weil der statt nem 3 Minuten-Track einen 20-Minuten-Track hochlädt. Die Zeit oder der Umfang allein ist kein Mehrwert.

  25. Rikibu sagt:

    big ron
    Ich weiß ja nicht, was du für Musik konsumierst... aber abseits des Charts Gedudel gibt es Musik, die tatsächlich Inhalte transportiert, die nicht in 3 Minuten a la "was kostet der fisch/hyper hyper/schni schna schnappi" abgearbeitet sind... und solche Künstler sollen benachteiligt werden? und wer definiert überhaupt was sich dann durchsetzt? der Aboanbieter weil er durch seine Regeln aktiv Einfluss auf das nimt, was er verbreiten will, was andere erzeugen sollen?

    Wie soll denn bitte eine faire Abrechnung bei der Nutzung von digitalen Gütern stattfinden? Der Gamepass lädt zum game hopping ein, ohne dasss man sich ernsthaft mit einem Spiel beschäftigt... also analog dazu, man hätte das gleiche Spiel vom eigenen Geld kaufen müssen... da ist irgendwas vernachlässigbares scheiße und schon wird zum nächsten der 100 Spiele gesprungen... wird dann sekundengenau bezahlt? und was hätte das für eine Auswirkung, wie Spiele künftig gemacht werden? das hat nichts mehr mit Kunst sondern einem künstlichen Produkt zu tun

  26. big ron sagt:

    @Rikibu
    Sorry, aber die Absichten eines Künstlers und die Nachfrage danach sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Warum soll ein Künstler mehr vergütet werden, weil er für eine Intention besonders lange braucht und warum soll ein Künstler benachteiligt werden, wenn er eine ähnliche Intention in kürzerer Zeit umsetzt? Wer entscheidet darüber, welche Intention besser umgesetzt und welcher Inhalt jetzt relevanter ist. Wenn du nen 20 Minuten-Track in einem Regal verkaufst, kostet der auch nur 4€, genau wie ein 3 Minuten-Track. Wo ist also die Grundlage deiner Argumentation.

    Und ja, Abos, Youtube und was weiß ich verleiten zum schnellen Konsumieren oder auch dazu, sich nicht mit Sachen richtig zu beschäftigen. Andererseits ermöglichen sie, dass auch solche gesehen werden, die einem einem geschäft nicht mit dem Arsch angeguckt werden würden. Es hat alles seine Vor- und Nachteile. Was ich nicht erwarte ist, dass dadurch zwangsläufig Qualität leiden muss. Im Gegenteil: hat das Privatfernsehn und Kino über die letzten Jahre eher abgebaut, haben Abodienste wie Netflix und Amazon ganz neue Perspektiven aufgemacht und die Bibliothek ist auch nicht voll mit kurzen Clips, sondern teils mit Eigenproduktionen in Kino- mindestens in guter Spielfilmqualität. Ob man die Inhalte jetzt gut findet ist eine andere Sache. Die Entscheidung darüber, was davon gut oder schlecht ist ist die selbe, die man vor dem Regal bei Media Markt trifft.

  27. Rikibu sagt:

    @big ron
    Die Grundlage der ARgumentation ist, dass Spotify Musik aus dem Kontext eines Gesamtwerkes reißt. Gugg dir zb. mal die Aufzeichnungen von Kabarettveranstaltungen, Hörspielen, Hörbüchern an. Hier - genauso wie bei Musikalben - gibt es einen roten Faden, der sich durchs ganze Ding spannt. Spotify zb. macht quasi einzelne Buchkapitel zugänglich... du kannst auch nicht in den Buchladen gehen und sagen "gib mir Kapitel 3 der Erich Honnecker Biographie" (willkürliches Beispiel). Ich finde diese Art der Vermarktung bedenklich, weil am Ende der Künstler der Verlierer ist. Spotify ist zb. immer noch nicht in der Gewinnzone - woran das wohl liegt... womöglich sind die 10 euro doch zu billig um die vielen plays fair zu vergüten... Da bin ich doch mal arg gespannt, wann die erste Streamingbude dicht macht, die viele für unverzichtbar halten.

    Netflix jetzt als Quality Booster ins Spiel zu bringen... hust hust...
    Ja, sie tun wenigstens was für ihr eigenes Angebot und gehen Risiken ein, um selbst was zu produzieren... ist zumindest besser als Spotify, die nur von dem leben, was andere produzieren und es obendrein noch absolut mies entlohnen... die haben ja nicht mal ein Künstlerförderungsprogramm... folglich ist diese Vermarktung eher ein Problem als Chance, zumindest im Musikbereich. Im Spielebereich sehe ich das ähnlich, weil der Kunde überhaupt keine Steuerfunktion hat, wem er sein Geld geben will, es bekommen alle was vom Abopreis.

    Die Qualitätsfrage beim Streamingangebot oder Mediamarkt ist eben nicht das gleiche, weil ich im Abo nicht beeinflussen kann, was überhaupt angeboten wird... das ist imer nur "hier, wir bieten dir was an, entweder gefällts dir oder nicht... egal, denn du musst grundsätzlich erstmal zahlen". Beim Mediamarkt hab ich wenigstens noch die Chance das zu finden was ich gezielt will, selbst wenn ich es da bestellen muss, weil die selbst ihrer Verantwortung als Fachhändler für Medien für meine Begriffe nur sehr unzureichend nachkommen... und da wären wir auch schon wieder bei den Spielen.

    Wie werden wohl die Kampfpreise im Abo refinanziert? Durch eine exorbitante DLC und Serviceabo Politik?

    Ein ganz anderes Modell wäre zb. eine Pauschale, bei der ich mir selbst aus dem gesamten Vollpreisangebot ein Spiel aussuchen könnte, was mich auch tatsächlich interessiert. oder gar eine digitale videothek, bei der ich ein Spiel für 7 Tage leihen kann...

  28. m2e sagt:

    @Rikibu ich glaube du kochst das zu heiß. Die Publisher überlegen sich doch genau ob es sich für sie lohnt. Ähnlich bei Spotify. Der Markt wird damit nicht verschoben oder gestört. Ich glaube dass damit eher die Preise für Exklusivtitel sinken werden.

    @Atlantico: Off-Topic

  29. Magatama sagt:

    Genau so hat *würg* Bobby Kotzick vor ein paar Jahren die Preiserhöhung bei EA eingeleitet, der dann alle anderen gefolgt sind ...

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