Electronic Arts: Wegen Lootboxen – Sammelklage in Kanada eingereicht

Kommentare (21)

Ein weiteres Mal sehen sich die Verantwortlichen von Electronic Arts aufgrund des Verkaufs von Lootboxen mit einer Sammelklage konfrontiert. Dieses Mal in Kanada.

Electronic Arts: Wegen Lootboxen – Sammelklage in Kanada eingereicht
Electronic Arts: Lootboxen sorgen erneut für einen Rechtsstreit.

Auch wenn Mikrotransaktionen und Lootboxen in den vergangenen Quartalen maßgeblich zum Umsatz von Electronic Arts beitrugen, zogen sie in den letzten Monaten immer wieder Klagen nach sich.

Zuletzt berichteten wir im August von einer Sammelklage, die wegen des Verkaufs von Lootboxen gegen den US-Publishing-Gigant eingereicht wurde. Kaum hat sich der Staub hier etwas gelegt, sieht sich Electronic Arts bereits mit der nächsten Sammelklage dieser Art konfrontiert. Dieses Mal in Kanada. Entdeckt wurde die Klage in der Vancouver-Kolumne „Wer wird verklagt“ von „The Patch Notes“.

Im schlimmsten Fall drohen hohe Entschädigungszahlungen

Bei „The Patch Notes“ handelt es sich um einen Rechtsblog, der sich auf die Videospiel-Industrie spezialisiert hat. Eingereicht wurde die Klage demnach von zwei kanadischen Spielern, die sich selbst als Kunden von Electronic Arts bezeichnen und diverse Titel des Publishers ihr Eigen nennen. Einer der beiden Spieler erwarb laut eigenen Angaben Lootboxen in „Madden NFL“, während der zweite Kläger Lootboxen in verschiedenen „NHL“-Spielen gekauft hat.

Zum Thema: Electronic Arts: Publisher erneut wegen Lootboxen angeklagt

Wie es in der Klageschrift weiter heißt, wurde das Ganze bewusst als Sammelklage konzipiert, da Electronic Arts beim Verkauf der Lootboxen von einem eigens entworfenen Zufallsprinzip profitiert. Schließlich werden zufällig ausgewählte Inhalte gegen Echtgeld verkauft, was laut den Klägern den Strafbestand des illegalen Glücksspiels erfüllt.

Daher wurde die Klage als Sammelklage eingereicht, die stellvertretend für alle kanadischen Kunden steht, die seit 2008 Lootboxen in EA-Spielen erworben haben. Sollte die Klage Erfolg haben, drohen Electronic Arts in Kanada hohe Entschädigungszahlungen.

Quelle: The Patch Notes

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Kommentare

  1. Red Hawk sagt:

    Wo bleibt das Store Update?

  2. King Azrael sagt:

    Sollte hier auch geschehen! Ich klage nicht, ich kaufe keine Sportspiele von EA

  3. Samael sagt:

    EA is nich umsonst mehrfach zum ungeilsten Unternehmen der USA gewählt worden. Echt ein geldgieriger Sauladen

  4. Rookee sagt:

    Welches unternehmen ist nicht Geldgeil ? Ganz einfach "zieh das Geld deinen Kunden aus der Tasche und lass es in deine verschwinden".

  5. Rookee sagt:

    Man kann es einfach sein lassen sich Skins oder anderen schiss zu kaufen über lootboxen. Und wenn das jeder macht, dann werden die abgeschafft...

  6. Pro27 sagt:

    Das wird das spielprinzip der Zukunft...
    Halbe Spiele und dann die dlc. Für extra verkaufen.
    Endlos grinden um weiterzukommen...
    Da ein Euro da ein Zehner usw.
    Die paar klagen halten solche Firmen nicht ab

  7. Pro27 sagt:

    Sobald ich was lese von microtransaktionen um weiter zukommen Ala battlefront lass ich sofort meine Finger davon...

  8. Mr Eistee sagt:

    Ich muss auch mal gegen Panini und Co. klagen, in den Packs war auch nie dass drin was ich eigentlich haben wollte. Und den Wundertüten Herstellern gleich mit, dort wurde ich auch übern tisch gezogen, da war auch nie das drin was auf den Bildern war.^^

  9. Nathan Drake sagt:

    Die wussten doch was sie kaufen. Spätestens nach den ersten Kauf. Ich unterstütze diese Mechanik nicht. Aber wir alle können (nicht nur bei Games) mit unserem Geld bestimmen was erfolgreich ist/wird und was nicht.

    Hört auf die scheisse zu kaufen - ist natürlich auch in der Verantwortung von Streamern und Youtubern

  10. Nathan Drake sagt:

    Mr Eistee
    Du hast recht. Aber bei Panini gibt es das Heft meist gratis. Wenn EA all ihre Spiele free to play anbietet, ist das was anderes. Vorallem wenn die Games auf Pay to Win ausgelegt sind.

  11. Brok sagt:

    @Nathan Drake
    Wer Geld im Casino verpulvert weiss auch was er tut, trotzdem ist es Glücksspiel und in den meisten Ländern stark reglementiert.

    Ich denke momentan nutzen die Hersteller nur aus das die Gesetzgebung in punkto Digitalisierung langsam ist, denn natürlich sind Lootboxen Glücksspiel

  12. Neurontin sagt:

    Mr Eistee:
    Bei Panini gibt es keinen spielerischen Vorteil, den diese Karten bringen.
    Zwar gibt es in den Heften auch eine Beschreibung, wie diese Karten in einem Spiel verwendet werden können, jedoch ist dies nicht der Hauptaspekt dieser Karten, auch wenn stellenweise Werte auf Ihnen stehen.

    In FUT ist das komplett anders, der Hauptfaktor dieser virtuellen Karten liegt darin sie zu verwenden, mit ihnen Spiele zu bestreiten, und zu schauen dass die eigene Mannschaft immer besser wird.
    Promos dienen dazu, dass immer bessere Karten in den Umlauf gebracht werden und der Spieler* somit dazu verführt wird, immer weiter Münzen, oder gleich direkt Echtgeld, zu investieren.

    Faktoren wie das eigene Können, dass miteinwirkt ob man mit einer schlechten Mannschaft auch gegen Mega-Mannschaften gewinnen kann oder dass man diesen Modus auch ohne Echtgeld meistern kann, sind schon auch gegeben.
    Jedoch ist es in FUT immer so, dass die Mannschaft eine Grundlage bietet, mit dieser Grundlage, dass jeder Spieler eine gute Mannschaft möchte, arbeitet EA.
    Egal ob der Spieler* gut oder schlecht ist, eine gute Mannschaft beeinflusst das Spiel ab Anpfiff immens.

    Man sollte aufhören digitale Spielmodi wie FUT mit Überraschungseiern, Panini, Wundertüten etc. zu vergleichen.
    Denn die letzteren Dinge sind nicht davon geprägt, dass diese Sachen einen (mit)entscheidenden Vorteil in einem (sehr beliebten) Spiel bieten.

    Ja, es gibt mittlerweile auch Überraschungseier für ~10€. Jedoch gibt es in ihnen eine geringe, seitens des Herstellers, Auswahl an Überraschungsobjekten, ganz im Gegensatz zu FUT, mit mehreren 1.000 Spielern**.

    Zusatz:

    Spieler* = Mensch der am Konsolen-Eingabegerät (Controller) ist und dieses aktiv bedient.

    Spielern** = Die Fussballspieler-Karten im Spiel, die in den Packs erhältlich sind.

  13. Smoove Move sagt:

    @Brok: Jein, EA und auch andere Hersteller mussten die Sachen anpassen, z.B. wie die Chancen bei Fifa Ultima Points einen "Walkout" zu bekommen, liegt bei ca. 5 %. Das Problem ist, dass mit der Sache argumentiert wird, dass es KEIN Glückspiel ist, weil man etwas bekommt, was bei einer Runde Roulette nicht der Fall ist (wenn man verliert).

    Hauptproblem sind aber die tollen Influencer auf Twitch und YouTube. Da werden zum Teil 10.000 € investiert für ein Team, was natürlich auch ständig erweitert werden muss/kann (die können sich das ja leisten) - es kommen neue Karten jede Woche, dann Team of the Year Karten, die dann nochmal besser sind etc, es ist einfach geistesgestört.

    Die Sammelklage wird keinen Erfolg haben und es ist keine Besserung in Sicht.

  14. MetroStar1974 sagt:

    Genau richtig! Ich hoffe, daß Gericht wird hier der Sammelklage Recht geben. Daß der Ultimate Modus, egal in welchem Spiel, kein Ü18 wegen Glücksspiel ist und auch die üblichen Hinweise zur Suchtprävention fehlen, ist schon mehr als eine Frechheit! Wenn ich sehe, was tatsächlich Menschen dafür Massen an Geld ausgeben, ist schon sehr beunruhigend und zeigt, daß die Suchtgefahr extrem hoch ist. Ist nur eine Frage der Zeit, bis das die Spiele auch hier entsprechend indiziert werden.

  15. Smoove Move sagt:

    @Metrostar: Leider nein, EA hat sich hervorragend dafür aufgestellt und man kann nichts machen, außer es zu meiden.

  16. branch sagt:

    Ziemlich schwieriges Thema und scheinbar für einige hier zu kompliziert, wenn man deren Kommentare liest. Ich halt mich da raus.

  17. Neurontin sagt:

    Smoove Move:
    Eine Sammelklage mag eventuell als sinnlos erscheinen.
    Jedoch kann man beim Bundestag seine Petition einreichen, umso mehr Fürsprecher diese unterschrieben haben umso besser sind die Chancen, dass diese Petition auch vom Bundestag bearbeitet wird.
    Wenn keiner etwas dagegen macht, dann kann sich in Sachen Lootboxen hierzulande auch nichts tun.

  18. DerDax sagt:

    Jo so siehts aus.
    Man muss auch was tun wenn sich was ändern soll, schaut mal bei ( Change.org ) rein, dort könnt ihr vielen Menschen bei den verschiedensten themen helfen um wirklich etwas zu ändern, Petition unterschreiben mit nur ein paar klicks könnt ihr helfen die Welt besser zu machen

  19. Shinobee sagt:

    Die lernen es nie...
    Eine never ending Story

  20. Smoove Move sagt:

    @Naurotin: Ich bin da bei Dir, das Problem ist - die Leute lieben es, wenn Leute Packs aufmachen, das eigentliche Gameplay ist denen eigentlich egal.... Das klingt traurig, ist traurig und leider die Wahrheit...

  21. Rookee sagt:

    Es wird doch jedes Jahr ein neues Fifa nur für die Ultimate idioten rausgebracht. Die, die das Kaufen wissen doch ganz genau was sie kaufen... wenn die so blöd sind und ihr Geld für ingame Kartenpacks ausgeben und nächstes Jahr wieder bei Null anfangen und ihr Geld rauswerfen, dann soll man die lassen... irgendwann kommt die Einsicht.
    Klar könnte EA sagen, passt auf Leute. Nächstes jahr kommt nur ein Fifa dlc mit den aktuellen Kadern aber euer Ultimate geht weiter. Nur werden die das nicht machen würde ich auch nicht. Solange es Junkies gibt mit zu viel Taschengeld.