Electronic Arts: Niederländisches Gericht stuft Lootboxen als Glücksspiel ein

Kommentare (13)

Wegen den sogenannten Lootboxen musste sich Electronic Arts erneut vor Gericht verantworten. Das gefällte Urteil sorgt dafür, dass Lootboxen in den Niederlanden zukünftig als Glücksspiel angesehen werden und dementsprechend verboten sind. EA ist damit jedoch nicht einverstanden und wird gegen dieses Urteil Berufung einlegen.

Electronic Arts: Niederländisches Gericht stuft Lootboxen als Glücksspiel ein
"FIFA" gehört zu den beliebtesten Videospielen überhaupt.

Neben Kanada und den USA musste sich Electronic Arts auch in den Niederlanden vor Gericht verantworten. Wieder mal ging es um die umstrittenen Lootboxen, die ihr im Online-Modus „FIFA Ultimate Team“ erwerben könnt. Das gefallene Urteil des internationalen Strafgerichtshof besagt nun, dass es sich beim Kauf von Lootboxen um Glücksspiel handelt.

Als Begründung wurde genannt, dass die Inhalte der erworbenen Packs nicht beeinflusst werden können. Des Weiteren sei Glücksspiel in den Niederlanden nur dann rechtmäßig erlaubt, wenn eine spezielle Lizenz verliehen wurde. Dies ist bei der „FIFA“-Reihe nicht der Fall.

Deshalb ist EA nun dazu gezwungen, bis zum 5. November Änderungen an dieser Mechanik vorzunehmen. Ansonsten droht dem Spielepublisher eine Geldstrafe. Pro Woche sollen dann 500.000 Euro fällig werden. Das Maximum beträgt hierbei fünf Millionen Euro.

Angesichts der gewaltigen Umsätze, die Electronic Arts jedes Jahr dank den Mikrotransaktionen einnimmt, wäre dies jedoch absolut verschmerzbar. Im vergangenen Geschäftsjahr generierte Electronic Arts einen beachtlichen Umsatz von satten 1,49 Millarden Dollar.

EA setzt sich zur Wehr

EA kann das Urteil des Gerichts allerdings nicht nachvollziehen: Das Unternehmen wird in Kürze gegen das Urteil Einspruch einlegen. In Ihrem Statement teilten sie mit, dass sie von dem Beschluss der zuständigen Richter enttäuscht sind und sie nicht glauben, dass der FUT-Modus die Glücksspielgesetze der Niederlande verletze. EA pocht auf eine zügige Lösung, um die Lootboxen in diesem Land auch weiterhin gänzlich anbieten zu können.

Im Nachbarland Belgien wurden Lootboxen bereits komplett verboten. Zudem wurde in Kanada vor kurzem eine Sammelklage eingereicht, bei deren Erfolg das Unternehmen mit einer hohen Entschädigungszahlung rechnen muss.

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Der Kauf von FUT-Spielerpacks steht bereits seit Jahren in der Kritik. Zum Beispiel wird befürchtet, dass vor allem Minderjährige durch dieses System zum Glücksspiel verleitet werden. Außerdem ist die Chance, einen starken Spieler zu erhalten, relativ gering.

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Kommentare

  1. samonuske sagt:

    Mal sehen wer hier wieder alles gleich besser weiß,als die Gesetztes Vertreter selbst !

  2. Nathan_90 sagt:

    Amen.

  3. Elessar sagt:

    Wird Zeit das ein paar mehr Länder nachziehen. Aber Deutschland ist ja beim Thema Glücksspiel insgesamt viel zu lasch. Sehe da wenig Unterschied zwischen Merkur und EA, alles Verbrecher.

  4. BVBCHRIS sagt:

    Deutschland ist in allem viel zu lasch.

  5. TaysGamingPalace sagt:

    Da dürfte Deutschland gerne mal nachziehen!

  6. Sebacrush sagt:

    @Eleasar

    Was ein BS du laberst... erst seit dem 1.11.2020 ist online Glücksspiel erlaubt. Max. 1000€ pro Monat Einzahlung möglich, nach jeder Stunde 5min Pause, kein Autospin. Vorher war es unreguliert und aufgrund EU Gesetzen eine Grauzone.

    Spilotheken sind noch strenger.

    Also informiere dich doch bitte vorher. Wir haben strenge Gesetze.

    Zur News:
    Ich hoffe, dass mehr Länder nachziehen.

  7. usp0nly sagt:

    Gibt es eigentlich noch Spiele von EA die richtig gut sind? Früher war mal Battlefield und Mass Effect gut aber die neusten Teile waren nicht so dolle...

  8. Royavi sagt:

    usp0nly

    Ja auch EA hat das ein oder andere Spiel, welches nicht nur Mist ist...

    Star Wars Squadrons
    Star Wars: Jedi - Fallen Order
    Unravel Two

  9. Tobse sagt:

    Dieser ganze Lootboxen Markt soll endlich zerschlagen werden, wäre mir ein innerliches Blumenpflücken. Vielleicht legt man dann mal den Fokus auf die wichtigen Aspekte anstatt darauf die Kuh weiter zu melken

  10. GermanysNextTopfModel sagt:

    Ich kenne leider jemanden der spielsüchtig ist und ich finde es schrecklich das man in Deutschland nichts dagegen unternimmt. Die ganzen Spielotheken sind ein Ort wo Süchtige sich Drogen beschaffen, ihr Geld an manipulierten Automaten verlieren und das Geld wird zur Geldwäsche der Clans benutzt.

    Fußballwetten und Fifa mit den Lootboxen genau wie Pokerspiele tragen zu dieser Entwicklung bei.

    Menschen gehen daran zu Grunde. Das darf man nicht vergessen.

  11. Nathan Drake sagt:

    Die müssen 500 Euro pro Woche zahlen, wenn sie nichts ändern? Darüber lachen die.
    Überraschungsboxen (Lotboxen) sollten nur erspielbar sein. Alles was man kaufen muss mit Echtgeld, muss genau ersichtlich sein, was man bekommt

  12. Dominik Kaufmann sagt:

    @Nathan
    Da habe ich wohl eine 0 vergessen 😀 Gemeint sind natürlich 500.000 pro Woche. Habe es korrigiert.

  13. Nathan Drake sagt:

    @Dominik Kaufmann

    Dachte ich mir schon. Aber man weiss ja nie. Gibt genügend fragwürdige Entscheidungen in dieser Welt