Microsoft: Unternehmen wollte Nintendo kaufen – und wurde ausgelacht

Kommentare (53)

Die heutige Videospiel-Landschaft könnte ganz anders aussehen, wenn Nintendo damals einer Übernahme durch Microsoft zugestimmt hätte. Allerdings waren diese daran überhaupt nicht interessiert.

Microsoft: Unternehmen wollte Nintendo kaufen – und wurde ausgelacht
Microsoft wollte Nintendo ("The Legend of Zelda"-Reihe) übernehmen - und bekam einen Korb.

Letztes Jahr sorgte die Übernahme von Zenimax Media durch Microsoft für Aufsehen in der Gaming-Branche. Zu Beginn des Jahrtausends hatten es die Xbox-Schöpfer allerdings auf einen noch dickeren Fisch abgesehen: Nintendo. Laut eines Berichts von Bloomberg (via Eurogamer), in dem es um die Erschaffung der ersten Xbos geht, fragte das US-Unternehmen bei den japanischen Kollegen an, ob sie daran interessiert wären, übernommen zu werden, und wurde dafür ausgelacht.

Microsoft: „Die haben sich einfach nur totgelacht“

Wie Kevin Bachus, der damalige Director of Third-Party Relations, ausführt, verlief das Treffen mit Nintendo damals für die US-Amerikaner nicht allzu gut. Sein Kollege Steve Ballmer, Ex-CEO von Microsoft, habe ein Treffen mit Nintendo organisiert, in dem geklärt werden sollte, ob das für „The Legend of Zelda“ und „Super Mario“ verantwortliche Unternehmen womöglich eine Übernahme durch die Xbox-Schöpfer in Betracht ziehen würde. Allerdings verlief diese Zusammenkunft anders, als sie zunächst vermutet hatten: „Die haben sich einfach nur totgelacht. Stellen Sie sich vor, eine Stunde lang lacht Sie jemand einfach aus. So lief das Treffen ab.“

Darüber hinaus sei Microsoft ebenfalls an einem Joint Venture mit Nintendo interessiert gewesen, also einem Zusammenschluss, um gemeinsam Projekte zu realisieren. Im Januar 2000 habe es, wie Bob McBreen, der damalige Leiter der Geschäftsentwicklung, ein Treffen mit Nintendo gegeben. Dabei bot Microsoft dem japanischen Konkurrenten an, künftig Hardware für Nintendo-Spiele zu entwickeln: „Wir hatten Nintendo im Januar 2000 in unserem Gebäude, um die Details eines Joint Ventures zu besprechen, bei dem wir ihnen alle technischen Spezifikationen der Xbox zur Verfügung stellten.“ Am Ende sei auch dieses Angebot ausgeschlagen worden.

Microsoft wollte Nintendo mit dem Argument überzeugen, dass deren Hardware gegenüber der PlayStation 2 schlechter sei und sie die Konkurrenz durch diese Zusammenarbeit ausstechen könnten. „Die Idee war also: ‚Hört mal, ihr seid doch viel besser, wenn es um die Spiele geht, mit ‚Mario‘ und all dem Zeug. Warum überlasst ihr uns nicht die Hardware?‘ Aber es hat nicht geklappt“, wie McBreen weiter ausführt.

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Der Bloomberg-Artikel enthüllt des Weiteren noch mehr durchaus interessante Anekdoten aus den Anfangstagen der Xbox, die zu einer gänzlich anderen Videospielwelt hätten führen können, als wir sie heute kennen. Beispielsweise versuchte Microsoft damals ebenfalls, „Madden“-Entwickler Electronic Arts und „Final Fantasy“-Schöpfer Square Enix zu kaufen, was bekanntlich nicht klappte, da beide ablehnten. Auch eine Übernahme des „Mortal Kombat“-Herstellers Midway ließ sich damals nicht realisieren.

Was ist eure Meinung zur Abfuhr, die sich Microsoft von Nintendo einhandelte?

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Kommentare

  1. Squall Leonhart sagt:

    Der Controller ist doch schon erhältlich.
    Und da ist kein Sonic Motiv drauf.
    Iconic heißt nichts anderes als ikonisch.
    Synonyme für ikonisch sind drastisch, bildhaft und anschaulich. Die Xboxler interpretieren da mal wieder zu viel ihrer Fantasien mit rein. Die Beziehung mit Sony ist mindestens so gut oder gar besser al wie mit Microsoft. Sony hatte auch nie wirklich böses Blut mit Sega.

  2. consoleplayer sagt:

    Das war nur ein Scherz 😉 Ich weiß auch nicht mehr von welcher Seite ich das habe. Es geht dabei jedenfals nicht ums Wort iconic sondern um "s(till ic)onic" also Sonic in Kombination mit dem blauen Controller...

    Muss natürlich absolut nichts bedeuten 😀

  3. Squall Leonhart sagt:

    Ich denke es wird keiner der japanischen Publisher gekauft wenn dann eh nur von Sony. Ich denke die bleiben lieber alle unabhängig.

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