Xbox Game Pass: Laut Analyst eine „risikoaverse“ Strategie für „einige Titel“

Kommentare (24)

Der Research Director Piers Harding-Rolls ist der Meinung, dass bestimmte Arten von Spielen sehr wahrscheinlich weiterhin am Launchtag in den Xbox Game Pass wandern werden.

Xbox Game Pass: Laut Analyst eine „risikoaverse“ Strategie für „einige Titel“
Während Microsoft auf den Xbox Game Pass setzt, konzentriert sich Sony weiterhin auf den Verkauf von Spielen.

Seit Tagen mehren sich die Spekulationen, dass Sony an einem Konkurrenzprodukt zum Xbox Game Pass arbeitet. Während nicht bekannt ist, ob es tatsächlich eine Art PlayStation Game Pass wird oder das Unternehmen – wie in einem heutigen Gerücht beschrieben – ein Kombiangebot zusammenschnürt, bleibt abzuwarten.

Vorteile für bestimmte Spiele

Über die langfristige Tragfähigkeit von Aboangeboten dieser Art wurde in den vergangenen Monaten mehrfach gestritten. Doch für die Entwickler bestimmter Spiele kann der Day One-Launch im Game Pass das Risiko minimieren. Laut Piers Harding-Rolls, Research Director bei Ampere Analysis, gilt das vor allem für neue IPs und Projekte, die wahrscheinlich keine hohen Verkaufszahlen erreichen würden.

„Diejenigen Titel, die in Bezug auf das Verkaufsvolumen nicht zu den Top-Titeln gehören oder auf einer neuen IP basieren – also kein etabliertes Publikum haben – könnten solide Kandidaten für eine Veröffentlichung am ersten Tag sein“, so Harding-Rolls.

Sollte sich später herausstellen, dass die Spiele auf ein großes Interesse stoßen, bestehe noch immer die Möglichkeit, sie wieder aus dem Game Pass zu holen. Zusätzlich können die Games im Aboangebot jederzeit mit Zusatzinhalten zu Geld gemacht werden.

„Für einige Titel ist der Launch am ersten Tag im Game Pass eine zunehmend risikoaverse Strategie“, so der Analyst. „Es sichert eine Zahlung im Voraus, bietet ein engagiertes Publikum von über 18 Millionen Abonnenten, die weiterhin durch In-Game-Ausgaben monetarisiert werden können. Und es gibt die Flexibilität, den Titel zu entfernen, um die Premium-Verkäufe zu einem späteren Zeitpunkt zu steigern, falls erforderlich.“

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Laut Harding-Rolls würde es sich aus der Sicht von Microsoft lohnen, große Summen im Voraus zu zahlen, um Game Pass-Veröffentlichungen wichtiger Spiele zu sichern, da sich das Unternehmen auf das langfristige Wachstum des Dienstes und nicht auf kurzfristige Gewinne konzentriert.

„Microsoft denkt nicht an kurzfristige Profitabilität, während das Unternehmen den aggressiven Weg der Inhalts- und Abonnentenakquise fortsetzt. Aus wettbewerblicher Sicht ist die Aussicht dieses Schrittes stark. Und er hält das Game Pass-Momentum am Laufen“, so die abschließenden Worte des Analysten. Offen ist natürlich, wie sich ein Konkurrenzprodukt von Sony auf die Erfolgsaussichten der Redmonder auswirken würden.

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Kommentare

  1. Saowart-Chan sagt:

    "Xbox Game Pass: Laut Analyst eine „risikoaverse“ Strategie für „einige Titel“"

    No shit Sherlock! xD

    P.S An die Fachmänner von Play3!
    Was bedeutet denn risikoaverse? O:

  2. Attack sagt:

    "Sollte sich später herausstellen, dass die Spiele auf ein großes Interesse stoßen, bestehe noch immer die Möglichkeit, sie wieder aus dem Game Pass zu holen."

    Sowas als Analyst in der Gamingbranche zu sagen, zeigt, wie sich der Kollege auskennen muss.
    Wenn ein Game ohne Enddatum in so einen Pass kommt und dann nachträglich mit einer Deadline rausfliegt, weil es erfolgreich ist, triggert das die Plattformcommunity UND Fans des jeweiligen Games. Würde ein Plattformbetreiber nach dieser Logik handeln, hätten sie monatlich einen großen und unnötigen Shitstorm mehr zu managen.

  3. Greifchen sagt:

    Würde gerne mal wissen, wie viel Verlust MS bislang mit dem Game Pass gemacht hat. Das dürfte mehr sein, als Epic mit ihrem Store bislang gemacht hat (450 Millionen Dollar). Das wird noch Jahre dauern, bis so ein Service rentabel wird. Naja, tiefe Taschen hat MS ja 😀

  4. TM78 sagt:

    P.S An die Fachmänner von Play3!
    Was bedeutet denn risikoaverse? O:

    Dazu muss man kein Fachmann sein, es reicht den Text zu lesen und es in den Kontext zu setzen. Sollte jeder hinbekommen.

  5. Saowart-Chan sagt:

    @TM78

    Danke! ;P

  6. VerrückterZocker sagt:

    Aussprache/Betonung: IPA: [ˈʀiːzikoʔaˌvɛʁs], Komparativ: [ˈʀiːzikoʔaˌvɛʁzɐ], Superlativ: [ˈʀiːzikoʔaˌvɛʁzəstn̩] Wortbedeutung/Definition: 1) fachsprachlich: Risiken vermeidend; sich um die Verringerung von Risiken bemühend. Begriffsursprung: Zusammensetzung aus Risiko und avers.

  7. Artemos88 sagt:

    @saowart-chan das heißt für mich soviel wie das sie sich gern riskanten Strategien zuwenden.

  8. TM78 sagt:

    @saowart-chan das heißt für mich soviel wie das sie sich gern riskanten Strategien zuwenden.

    das heißt es eben nicht.

  9. Saowart-Chan sagt:

    @VerrückterZocker

    So eine Antwort habe ich mir gewünscht! ^^

    Herzlichen Dank (^-^)/

    (TM78 so macht man dass ;P)

  10. VerrückterZocker sagt:

    @Saowart-Chan
    Eigentlich erklärt sich das Wort von selbst.

    Konnte mir das dennoch nicht verkneifen 😀

  11. Juan sagt:

    Hier Superlativ: [ˈʀiːzikoʔaˌvɛʁzəstn̩] habe ich dann den Sinn erst richtig verstanden.

  12. Saowart-Chan sagt:

    @VerrückterZocker

    Also ich höre das Wort zum aller ersten mal! xD

    Naja egal x3

  13. Electrotaufe sagt:

    @Greifchen
    Ich hatte es dir schon mal gesagt und auch Google erklärt es dir gerne nochmal. Der Pass schreibt schon die ganze Zeit schwarze Zahlen. Er macht nicht viel Gewinn, aber er macht es.
    Wie man da auf Verluste kommt ist mir ein Rätsel.

  14. consoleplayer sagt:

    Um auf so ein Aussage zu kommen, muss man nun wirklich kein Analyst sein. Das ist klar.

  15. VerrückterZocker sagt:

    @Saowart-Chan

    Häufig habe ich es auch noch nicht gelesen, erklären tut es sich dennoch von selbst.

  16. Zahnfee sagt:

    Wenn man mal weiter lesen würde als nur die Überschrift, könnte man auch so darauf kommen. 😉

  17. Crysis sagt:

    Für Indie Entwickler ist der GP sicherlich eine sehr gute Möglichkeit bekannt zu werden. Selbst wenn ein Spiel von einem Indie Entwickler nur zwischen 10-15 Euro kostet, muss es sich im Sale immer mit den Big Playern behaupten und da gehen diverse Perlen schnell unter. Hierbei wäre es absolut Sinnvoll, den Userscore direkt mit Einzublenden, um auf versteckte Perlen aufmerksam zu machen.

  18. Greifchen sagt:

    @Electrotaufe

    Zeig mir die Aussagen oder Zahlen von MS das der Game Pass rentabel ist. Die letzte Aussage von Greenberg aus dem Sommer 20 ist, dass es ein sehr langfristiges Unterfangen ist und jetzt noch keine schwarzen Zahlen schreibt.

    https://wccftech.com/microsoft-admits-xbox-game-pass-isnt-really-making-a-lot-of-money-right-now/

  19. Nathan Drake sagt:

    Das braucht Sony nicht. Die machen eine komplett neue IP und etablieren sie auch gleich mit dem ersten Game.

  20. Shezzo sagt:

    Xbox games können doch nur noch Verlust bedeuten. Wenn fast alles in den Pass kommt wofür noch Kohle für games ausgeben ?

  21. ChaosZero sagt:

    @Electrotaufe

    Wie kommst du darauf das der Pass schwarze Zahlen schreibt? Das sind die Aussage vom 07/2020:

    Wie Greenberg einräumte, handelt es sich beim Xbox Game Pass aktuell noch nicht um ein großes Gewinngeschäft. Konkrete Zahlen nannte Greenberg zwar nicht, wies jedoch darauf hin, dass Microsoft positiv gestimmt in die Zukunft blickt und mit dem Abo-Service eine langfristige Strategie verfolgt. Aaron Greenberg zur Frage, ob es sich beim Xbox Game Pass um ein Verlustgeschäft handelt: „Immer wenn wir das hören, müssen wir lachen. Bitte macht euch keine Sorgen um uns. Microsoft wird es gut gehen.“

    Man muß kein Genie sein um zu verstehen, dass man mit 10€ kein 100 Mio. € Spiel finanzieren kann. Selbst 18 Mio. Abos, wobei wahrscheinlich jeder zählt der mal ein Abo hatte, schafft das nicht. Hinzukommen Kosten mit denen man andere Studios und Publisher bezahlt, damit sie ihr Spiel für den Pass veröffentlichen.

  22. BluEsnAk3 sagt:

    Nehmen wir die aktuellen 18.000.000 Abonnenten. Die sich aufteilen in GP, GP-PC und GPU. Den 1€ Deal, kannst du nur machen, wenn du vorher nicht schonmal GPU hattest, evtl gibt es zurück Gewinnungsaktionen, aber die berücksichtige ich nicht da mir keine bekannt sind. Ich zb hatte GPU schon lange vor dem 1€ Deal, weil es per se günstiger war als Gold und GP zusammen. Heißt ich habe schon Monate lang den vollen Preis gezahlt, und da war ich sicher nicht allein. Gehen wir nur von 4 Monaten aus, und dass es 10% der User betrifft, sind das schon 25.000.000 jeden Monat.

    Dann haben wir den Teil, der Gold oder gp schon hatte, und für 1€ upgrade vollzogen hat. Wie lange war die Restlaufzeit noch? 1jahr? 1monat? 3 Jahre? Weiß man nicht, wird aber alles dabei sein. Die jenigen, nutzen den gpu vllt weiter, und zahlen mtl den vollen Preis. Wenn wir auch hier wieder von 10% ausgehen, sind das aber als 25.000.000 mtl.

    Wenn wir jetzt sagen, daß 30% der 18.000.000 kein ultimate haben, sondern nur gp oder gp für PC sind es 50.000.000 mtl

    Das würde bedeuten, dass 50%, also 9.000.000 Kunden extreme core gamer sind, die den Deal für 3 Jahre gold mit 1€ umwandeln überhaupt kennen, allerdings hätte ein solcher core Gamer den gpu ab Tag 1, und der Deal wäre erstmal futsch. Aber, seis drum, wir gehen einfach davon aus. In einem relativ günstigen Fall, kaufst du 3x 1 Jahr gold zu je 25€ in Brasilien, wandelt anschließend für 1€ oder alternativ 1x zum regulären Preis um. Sind kanpp 100€ * 9.000.000 User sind 900.000.000 für die nächsten 3 Jahre. Oder anders ausgedrückt, wieder 25.000.000 mtl

    Und die Zahlen spiegeln jetzt einen extrem schlechtes Szenario wieder.

    Außerdem ist nixht berücksichtigt, daß Leute evtl nicht verlängern, neue dazu kommen, oder was die Leute tun, bei denen es mittlerweile ausläuft.
    Auch kennt man die Ausgaben bzw kosten des pass nicht. Aber grundsätzlich, selbst mit den schlechten Zahlen, die wir hier als bsp nehmen, fährt ms 25.000.000 mtl ein.

    Wenn wir jetzt noch sagen, die 25.000.000mtl werden auf 400 Spiele im Pass verteilt, wären es 62.000 pro Spiel und pro Monat. Dass das mit Sicherheit nicht der Fall sein wird, geht ms auch mit Gewinn aus der Sache.

    (alles grob, und Irrtümer vorbehalten.)

  23. Pitbull Monster sagt:

    Also MÜSSEN die Spiel Microtransactions anbieten, damit sie in GamePass Geld verdienen können. Ja das nenne ich mal eine schöne Zukunft für Spiele. Bald wird es auf den Stationären Plattformen so eine MT Hölle geben, wie bei den Smartphones.

  24. Nightscream2000 sagt:

    @chaoszero

    Nein, dafür muss man kein Genie sein.

    Aber mal angenommen 18 Mio, sind eine bestehende Abozahl, dann wären wir jährlich, bei 2.1 Milliarden Umsatz.

    Nehmen wir ein 100 Mio Spiel, sagen wir mal 120 Mio und brauchen 6 Jahre Entwicklungszeit (Horizon Zero Dawn), dann bin ich bei 1.7 Mio (aufgerundet) im Monat und 20 Mio im Jahr an Entwicklungskosten.

    Lass dieses Jahr 5 Stück, dieses Kaliber (unwahrscheinlich) raushauen, dann hab ich jährlich 100 Mio für 5 AAA Spiele bezahlt, hab dann noch 2 Milliarden die ich auf andere Projekte verteilen kann.

    Wenn in diesem Intervall jährlich, bei gleicher Entwicklungszeit und Kosten, jedes Jahr 5 AAA rauskommen (auch unwahrscheinlich), wären das jedes Jahr 600 Mio Entwicklungskosten, sind immer noch 1.5 Milliarden für andere Projekte ( Lizenzen und andere Kosten).

    Wenn das so wäre, wäre mit Sicherheit auch noch mit einem Abozuwachs zu rechnen, was den Umsatz weiter steigern würde.

    Ist natürlich auch nur eine Milchmädchenrechnung, aber die dürfte sicherlich ausreichen, um deine Behauptung zu relativieren.