Resident Evil ReVerse angespielt: Endlich ein guter Multiplayer-Ableger?

Innerhalb der letzten sieben Tage konnten sich interessierte Spieler in die Open Beta des kommenden Multiplayer-Shooters "Resident Evil: Re:Verse" stürzen. Wir waren ebenfalls mittendrin im Getümmel und verraten euch unsere Eindrücke zum Game.

Resident Evil ReVerse angespielt: Endlich ein guter Multiplayer-Ableger?

"Resident Evil: Re:Verse" erscheint am 7. Mai 2021 unter anderem für PS4 und PS5.

Bisher versuchte Capcom schon mehrfach, seine erfolgreiche „Resident Evil“-Marke auch im Multiplayer-Bereich zu etablieren. Letztendlich waren jedoch all diese Titel, egal ob etwa ein „Resident Evil: Operation Raccoon City“ oder auch ein „Resident Evil: Umbrella Corps“, in den Augen vieler Fans Fehlschläge. Mit „Resident Evil: Re:Verse“ wagt das Unternehmen nun einen erneuten Anlauf. Wir haben uns die Open Beta des Spiels genauer angesehen und verraten euch, ob wir uns diesmal womöglich auf einen guten Mehrspieler-Ableger des Franchise freuen dürfen.

Resident Evil: Helden und Biowaffen im Überlebenskampf

Nachdem die erste Open Beta-Phase des Spiels, die am vergangenen Wochenende lief, zwischenzeitlich wegen technischer Probleme unterbrochen werden musste, startete diesen Mittwoch eine zweite Open Beta. Zumindest auf den Konsolen für all jene Spieler, die bereits an der vorherigen Runde teilgenommen hatten. Das Spielprinzip ist dabei recht schnell erklärt, denn es stand lediglich ein klassischer Deathmatch-Modus zur Auswahl, in dem wir uns mit bis zu fünf Mitspielern aus den virtuellen Latschen ballern mussten.

Als Charaktere standen dabei insgesamt sechs bekannte „Resident Evil“-Veteranen zur Verfügung: Claire Redfield, Jill Valentine, Ada Wong, Hunk, Leon S. Kennedy sowie Chris Redfield. Jede der Figuren besitzt eine Waffe mit unendlicher Munition sowie einen weiteren Argumentationsverstärker mit nur wenigen Schuss. Im Falle von Jill hatten wir beispielsweise eine Pistole sowie ein Sturmgewehr dabei. Darüber hinaus verfügt jeder Überlebende, so die Bezeichnung der Helden, noch über zwei Fähigkeiten. Jill kann beispielsweise Minen auslegen und im Nahkampf mit ihrem Hot Dogger zustechen.

So ausgerüstet ballerten wir uns also in den nur fünf Minuten dauernden Gefechten munter durch die Hallen des aus „Resident Evil 2“ bekannten Raccoon City-Polizeireviers. Der Einstieg ins Spiel funktioniert somit denkbar einfach und dürfte niemanden, der zuvor schon einmal einen Third-Person-Shooter gespielt hat, überfordern. Interessant wird es dabei vor allem dann, wenn neben den Helden auch Biowaffen im Überlebenskampf mitmischen.

Richtig gelesen: Wir dürfen nicht nur in die virtuelle Haut liebgewonnener Hauptfiguren schlüpfen, sondern darüber hinaus ebenfalls als mächtige Monstrositäten in den Kampf ziehen. Nachdem unsere menschliche Figur das Zeitliche gesegnet hat, verwandeln wir uns in eine von fünf Biowaffen. Wie gefährlich und durchschlagskräftig unser „anderes Ich“ ausfällt, hängt von der Menge der Viruscontainer ab, die wir zuvor eingesammelt haben: Dicker Molded (0 Container), Hunter γ oder Jack Baker (1 Container) sowie Super Tyrant oder Nemesis (2 Container). In welche der stärkeren Biowaffen wir uns verwandeln, entscheidet sich zufällig.

Killstreaks sind auf der Punktejagd in Re:Verse Gold wert

All dies liest sich auf den ersten Blick sicherlich wenig originell und tatsächlich geht Capcom mit seinem Deathmatch-Modus keine wirklichen Experimente ein. Wie bei diesem Spielmodus üblich, gewinnt letztendlich der Spieler, der die meisten Gegner erledigt hat – zumindest meistens. Eine besondere Bedeutung spielen in „Resident Evil Re:Verse“ nämlich Killstreaks, also Tötungsserien, für das erfolgreiche Ausschalten mehrerer Feinde nacheinander. Jeder Kill bringt dabei natürlich Punkte, allerdings solltet ihr darauf achten, wen ihr tötet.

Wenn ihr einen der aktuellen Top 3-Spieler der Runde ausschalten könnt, gibt es mehr Punkte als für den Kill eines anderen „gewöhnlichen“ Mitspielers. Viele Punkte winken ebenfalls dann, wenn ihr euch an dem Gegner rächen könnt, der euch zuvor über den virtuellen Jordan befördert hat. Dies ist jedoch nicht nur für euren persönlichen Highscore wichtig, sondern auch für eure Killstreaks, denn wenn ihr euch in der Biowaffen-Form an dem Gegner rächen können, der euch vorher getötet hat, erhaltet ihr eure Tötungsserie zurück. Dies bringt eine schöne taktische Note in die Gefechte und sorgt für etwas zusätzliche Spannung.

Aufgrund des einfachen Einstiegs, der verschiedenen Spezialfähigkeiten der Charaktere – Helden wie Biowaffen – und der Killstreak-Mechanik machten uns die bisherigen Runden mit „Re:Verse“ bereits Spaß. Mit nur fünf Minuten haben die Runden eine sehr angenehme Länge und es stellt sich schnell ein „Ein Match geht noch“-Gefühl ein. Allerdings gibt es noch immer einige offene Fragen, die die Entwickler in den verbleibenden drei Wochen bis zum offiziellen Release des Multiplayer-Shooters klären müssen.

Langzeitmotivation? Maps? Spielmodi?

Obwohl der Veröffentlichungstermin von „Resident Evil: Re:Verse“ allmählich in greifbare Nähe rückt, gibt es noch erschreckend wenig Informationen zum Umfang des Spiels. Bestätigt ist aktuell nur der Deathmatch-Modus, den wir im Rahmen der Open Beta anspielen durften. Selbiges gilt für die eingangs erwähnten Spielfiguren sowie die Map des Titels. Doch was das Game darüber hinaus noch bieten wird, ist unklar. Welche Modi erwarten uns noch? Welche Helden und Monster dürfen wir spielen? In welchen Schauplätzen dürfen wir uns austoben? Auf all diese Fragen sind uns die Entwickler von Capcom gegenwärtig noch Antworten schuldig.

Ebenfalls noch unsicher ist, wie die Verantwortlichen die Spieler für einen längeren Zeitraum an den Multiplayer-Shooter fesseln wollen. Zumindest in der Open Beta gab sich der Titel überaus klassisch, denn von Elementen anderer Genre-Vertreter, etwa XP für erfolgreiche Runden, Anpassungsmöglichkeiten der Helden oder Loot fehlte (noch?) jede Spur. Sicherlich, für einige Matches ist der Titel durchaus spaßig, doch das dürfte kaum genug sein, um Spieler langfristig an „Re:Verse“ zu binden und zum regelmäßigen Zurückkehren zu animieren.

Davon abgesehen hinterließ der Titel auch technisch noch keinen allzu besonderen Eindruck. Das Spiel sieht okay aus und der (deaktivierbare) Cel Shading-Look, obwohl zunächst gewöhnungsbedürftig, passt recht gut zu den verrückten Matches. Allerdings gibt es, abgesehen von den schicken Charaktermodellen, wenige optische Highlights zu bestaunen. Darüber hinaus liefen auch die Server, sowohl während der ersten als auch der zweiten Open Beta, nicht rund und zuverlässig. Es dauerte immer ziemlich lange, bis wir Mitspieler gefunden haben, wenn es nicht zu Verbindungsabbrüchen kam. Hier liegt noch einiges an Arbeit vor den Entwicklern, bis das Spiel am 7. Mai 2021 erscheint.

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Wenn „Resident Evil: Re:Verse“ vor allem eines beweist, dann, dass Capcom auch nach 25 Jahren noch gewillt ist, kreative Risiken einzugehen und die Reihe in ungewöhnliche Richtungen zu lenken. Dabei macht auch der neueste Ausflug der Survival-Horrorserie in Multiplayer-Gefilde auf jeden Fall kurzweiligen Spaß: Die Fähigkeiten heben die spielbaren Charaktere angenehm voneinander ab und die Killstreak-Mechanik verleiht den Deathmatch-Gefechten eine schön taktische Note.

Allerdings stehen diesen Vorzügen derzeit noch viele Fragezeichen gegenüber, insbesondere hinsichtlich Umfang und Langzeitmotivation. Aktuell erscheint es deshalb noch eher unwahrscheinlich, dass sich dieser Mehrspieler-Shooter lange gegen die Konkurrenz wird behaupten können.

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xjohndoex86

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TemerischerWolf

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Gurkengamer

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Gurkengamer

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