The Last of Us: Macher verrät, warum der Kinofilm scheiterte

Kommentare (9)

2014 kündigte Sony offiziell einen Kinofilm basierend auf dem PlayStation 3-Hit "The Last of Us" an. Bekanntlich wurde das Projekt letztendlich eingestellt und Neil Druckmann ging kürzlich auf die Gründe für das Scheitern des Films ein.

The Last of Us: Macher verrät, warum der Kinofilm scheiterte
Bald beginnen die Dreharbeiten für die "The Last of Us"-TV-Serie.

In der letzten Ausgabe des Script Apart-Podcast (via IGN) sprach Naughty Dogs Co-President Neil Druckmann jüngst über einen Story-Entwurf für ein potentielles „The Last of Us Part 3“. Darüber hinaus äußerte er sich ebenfalls über die gescheiterte Kinofilm-Adaption des Franchise und was die kommende HBO-Serie besser machen soll.

The Last of Us: Kinofilm sollte größer als das Videospiel werden

Bereits im Jahr 2014 bestätigte Sony eine Leinwand-Umsetzung des Abenteuers von Joel und Ellie, an der auch Neil Druckmann als Drehbuchautor und Sam Raimi („Spider-Man“) als Produzent mitwirkte. Ein Jahr später hatte er eine zweite Drehbuch-Version für die Videospiel-Verfilmung eingereicht, doch die Arbeiten am Projekt schritten nie wirklich voran.

Letztendlich wurde es sehr still um die geplante „The Last of Us“-Adaption, bis Sony die Produktion vergangenes Jahr komplett eingestellt hatte. Druckmann verriet nun, warum der Film scheiterte. Seinen Ausführungen zufolge sei es in vielen Anmerkungen darum gegangen, einzelne Facetten der Vorlage für die Leinwand in einem größeren Maßstab darzustellen: „Wie können wir es größer machen? Wie können wir die Schauplätze größer machen?“

Er nennt hierzu zwar keine Namen, gibt jedoch an, dieser Ansatz habe den „The Last of Us“-Kinofilm am Ende zum scheitern verurteilt. Es habe laut Druckmann „bei ‚The Last of Us‘ nicht funktioniert und ich denke, das ist letztendlich der Grund, warum der Film nicht gemacht wurde.“ Die Verantwortlichen hätten jedoch ihre Lehren aus dem Projekt gezogen, weshalb sich die kommende TV-Serie näher am Spiel orientieren soll.

An die „The Last of Us“-Serie seien die Macher deshalb wie an einen Indie-Film herangegangen und nicht wie an einen Action-Blockbuster. Diese Herangehensweise sowie die Art, wie die Serie gedreht werden wird, solle sich „klein und intim“ anfühlen. „Und mit der Serie können wir uns noch mehr darauf stützen, weil wir nicht so viele Actionsequenzen haben müssen wie im Spiel“, führt Druckmann abschließend aus.

Zum Thema: The Last of Us: Weiterer Schauspieler für HBO-Serie bestätigt

Für das Spiel habe das Team von Naughty Dog „bestimmte Mechaniken für das Pacing“ genutzt. Wichtig hierfür seien unter anderem genug Kämpfe gewesen. Für die TV-Serie könnten all diese Mechaniken, die für die Vorlage noch so elementar waren, jedoch über Bord geworfen werden, „weil wir uns jetzt in einem anderen Medium befinden.“ Es würde nun darum gehen, die Stärken dieses Mediums richtig einzusetzen.

Die Dreharbeiten der „The Last of Us“-Serie werden voraussichtlich am 5. Juli 2021 im kanadischen Calgary starten und wohl am 8. Juni 2022 abgeschlossen sein. Für das Drehbuch ist Craig Mazin („Chernobyl“) verantwortlich, der gemeinsam mit Neil Druckmann die Serie auch als Executive Producer beaufsichtigt. In den Hauptrollen sind Pedro Pascal (Joel) und Bella Ramsey (Ellie) zu sehen. Ein Starttermin für die HBO-Serie steht gegenwärtig noch aus.

Freut ihr euch bereits auf die „The Last of Us“-TV-Serie?

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Kommentare

  1. ras sagt:

    Fasst doch einfach zusammen was der Typ im IGN Podcast gesagt hat.

    Gibts jetzt für jede Frage/Antwort einen neuen Beitrag?

  2. Saowart-Chan sagt:

    Ich wusste nicht mal dass zu The last of us ein Kinofilm geplant war! O.O

  3. Zentrakonn sagt:

    Serie ist eh besser diese geile sorry brauch mehr Sendezeit als ein Kinofilm

  4. AlgeraZF sagt:

    Mir sind Serien auch bei weitem lieber. Finde ich klasse, dass das mit dem Film nicht geklappt hat. Jetzt muss bei der Serie nur noch alles gut gehen.

  5. bertman83 sagt:

    Wenn alleine die Cut-Scenen aus Teil 2 bereits 10h umfassen, dann kann das ja auch nie in einem Film passen. Eine 8 bis 10-teilige Serie hätte viel mehr Strahlkraft. Die 2 Spiele profitieren vom charakterlichen Tiefgang der Protagonisten, was soll da in 2h groß erzählt werden? Noch ein Zombie/Virus/Infizierten-Film braucht es da wirklich nicht.
    Bin auf die Serie gespannt. Ansonsten müssen die Cutszenen von Teil 1 und 2 reichen.

  6. vangus sagt:

    So macht man es richtig. Filme oder Serien nicht wie das Spiel machen, sondern die Handlung ans jeweilige Medium und dessen Sprache anpassen!

  7. ZaYn_BolT sagt:

    Meiner Meinung nach ist das der richtige Weg.. Statt auf reinen Spektakel zu setzen. Der Ansatz wie bei einem independent Film vorzugehen und das Budget richtig einsetzen um der Vorlage gerecht zu werden ist mir und vielen anderen mit Sicherheit wichtiger. Meist sind es genau die Projekte die zwar nicht immer den Massenmarkt ansprechen aber oft eine athmosphärische und erzählerische Dichte haben. Die Big Budget Filme gönn ich mir auch mal, aber mir fällt keines ein was mich nachhaltig beeindruckt hat außer Blade Runner 2049 und Mad Max Road Fury.

  8. Hideo Kojima sagt:

    Last einfsch Spieleverfilmungem oder Serien.
    Egal was man macht, es kann nie so gut werden, dass es nur ansatzweise an die Spiele ran kommt.
    Und ausserdem wird es Abweichungen geben in der Story, dass wird niemanden gefallen.

    Silent Hill war nah dran, aber ehrlich gesagt auch keine Granate.

    Ob MGS oder TLOU oder was auch immer.

    Lasst die Spiele, Spiele sein.

  9. vangus sagt:

    @Hideo Kojima

    Demnach dürften Romane oder Comics auch nicht verfilmt werden....