Sniper Ghost Warrior Contracts 2 angespielt: Scharf geschossen, Baby!

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Planen, taktieren, ausschalten: „Sniper Ghost Warrior Contracts 2“ macht euch zum Super-Scharfschützen, der Ziele aus über 1.000 Meter Entfernung umlegt. Ob das Spaß macht, konnte die Redaktion bereits im Preview-Hands-On austesten!

Sniper Ghost Warrior Contracts 2 angespielt: Scharf geschossen, Baby!

Mit „Sniper Ghost Warrior Contracts“ feierte Entwickler Ci Games vor rund zwei Jahren einen Achtungserfolg und etablierte das Scharfschützenspiel als taktische Alternative neben „Call of Duty“, „Battlefield“ und anderen Shootern. Für den zweiten Teil baut man natürlich auf den bewährten Stärken des Vorgängers auf: Bulletcam und Sandbox-Levels mit vielen Freiheiten sind also wieder mit am Start.

Allerdings schraubt Ci Games für den Nachfolger vor allem am Wiederspielwert und an der Größe seiner Areale. Und so wundert es nicht, dass sich „Sniper Ghost Warrior Contracts 2“ in der Anspielrunde fast wie ein „Hitman“ mit Scharfschützengewehr anfühlt.

Willkommen im Nahen Osten!

Im Mittelpunkt der Kampagne steht der Spezialist Raven. Im Auftrag der Regierung wird er in den Nahen Osten geschickt, um dort ein Gangster-Kartell entlang der Libanesisch-Syrischen Grenze Stück für Stück auseinanderzunehmen. Die Geschichte präsentiert „ Sniper Ghost Warrior Contracts 2“ in Briefings, Funksprüchen und natürlich jeder Menge Ingame-Action.

Für Shooter-Feinschmecker!

Das Spiel kommt mit insgesamt fünf gewaltigen Sandbox-Karten und 21 Aufträgen daher. Wer sich beeilt, sieht laut den Entwickler den Abspann nach etwa acht bis zehn Stunden. Für eine derart kurze Spielzeit müsste man aber bewusst von einem Ziel zum nächsten spurten.

Ein Blick ins Arsenal

Aber natürlich benötigt ihr für eure Aufgaben auch das richtige Werkzeug. Entwickler Ci Games verbindet daher Progression mit dem Equipment eures Spezialisten. In der Rubrik „Entwicklung“ kauft ihr daher mit der Zeit zusätzliche Fähigkeiten für Bereiche wie „Support und Stealth“ oder „Equipment und Gadgets“. Einige der kleinen Tech-Trees gabeln sich sogar, sodass ihr euch entscheiden müsst, welche Extras ihr dazu kaufen möchtet.

Vor jedem Einsatz und an Save-Punkten legt ihr zudem euer Loadout fest. Zu Beginn des Spiels reicht es hier nur für ein Scharfschützengewehr, sowie eine Sekundär- und eine Nebenwaffe sowie wenige Hilfsmittel wie Splittergranaten oder ein Medi-Kit. Bereits im Tutorial lockt „Sniper Ghost Warrior Contracts 2“ allerdings mit erweiterten Fähigkeiten wie etwa einer Aufklärungsdrohne oder einem Geschützturm.

Mit der Drohne klärt ihr lautlos Gebiete auf, markiert Ziele und könnt sie später sogar mit Offensivfunktionen zum Betäuben von Soldaten aufmotzen. Der Scharfschützenturm ersetzt dagegen einen zweiten Spieler oder Computer-Soldaten an eurer Seite. Mit ihm visiert ihr ebenfalls Ziele an und fertig sie auf Tastendruck ab. Das Gerät dient somit als Waffe, kann aber richtig platziert auch der Ablenkung dienen.

Ebenfalls ganz wichtig: Die Munition. Im Feld wechselt ihr nämlich die Kugeln für eure Flinte. Mit EMP-Kugeln beispielsweise legt ihr Schaltkästen lahm, Sprengkugeln entzünden etwa Kanister problemlos. Für erledigte Aufträge oder reichlich vorhandene Sonderziele heimst ihr Credits oder Upgrade-Sterne ein. Je mehr ihr spielt, desto mehr Möglichkeiten schenkt euch das „Sniper“ also.

Der Schütze schießt scharf

Die Karten in „Sniper Ghost Warrior Contracts 2“ sind gewaltige Sandboxes. Die großen Bereiche verbindet das Spiel mit versteckten Wegen und durch gegnerische Camps gesäumte Pfade. Und so erinnert der Scharfschützen-Simulator auch in seiner Gameplay-Mechanik stark an „Hitman“. Sobald ihr einen neuen, großen Bereich betretet, sondiert ihr zunächst das Terrain mit dem Fernglas oder der Drohne. So markiert ihr Gegner und seid vor unliebsamen Überraschungen hoffentlich geschützt. Außerdem verschafft ihr euch so einen Überblick über Optionen für Fallen oder für Ablenkungsmanöver. Eure Feinde kontern die Drohne mit entsprechenden Störsendern, die ihr deaktivieren müsst.

„ Sniper Ghost Warrior Contracts 2“ integriert Abschussstellen von 1.000 Meter Entfernung und mehr. Der Vorteil für euch als Schütze: Die Schüsse hört das Ziel aus einer derartigen Distanz nicht mehr. Allerdings müsst ihr auch die Zeit einkalkulieren, die die Kugel von eurer Position bis zum Einschlag benötigt. Treffer auf sich bewegende Ziele sind daher besonders kniffelig. Auch die Perspektive kann natürlich täuschen.

In unserem ersten Anschlag beispielsweise möchten wir Waffenhändler Antwan Zarza mit einem herab baumelnden Container erledigen. Wir warten also auf einen günstigen Moment, schießen … und beobachten, wie der Container an dem Burschen vorbei saust. In der Konsequenz macht sich Zarza mit einem Jeep aus dem Staub. Auch hier liefert das Spiel aber einen Ausweg: Seid ihr schnell genug, könnt ihr ein Garagentor mit einem gezielten Treffer schließen und erhaltet so eine zweite Chance. Improvisation und gutes Timing sind sehr wichtig in „Sniper Ghost Warrior Contracts 2“.

Das Programm verfügt über insgesamt vier Schwierigkeitsgrade. Im ersten ist eine Zielhilfe integriert, sodass ihr die Flugbahn der Kugel nicht mehr selbst abschätzen müsst, sondern einfach auf einen roten Punkt über eure Ziel feuert. In den höheren Stufen ist diese Funktion entweder optional oder komplett deaktiviert. Dann greift ihr auf „professionelle“ Hilfsmittel zurück und stellt entsprechend euer Zielfernrohr auf die Entfernung ein. Ein herab laufender Strich stellt dann die Flugbahn der Kugel da. Für ein ruhigeres Händchen hält euer Schütze auf Tastendruck die Luft an.

Auch Action im Spiel

Tatsächlich ist „Sniper Ghost Warrior Contracts 2“ ein kleiner Nervenkrieg, schließlich verbindet es Stealth, Scharfschützen- und Shooter-Action miteinander. Im Probe-Durchlauf geraten wir immer wieder in Scharmützel – mal weil unser Schuss andere Wachen aufgeschreckt hat, mal weil wir zu unvorsichtig waren. Scharfschützen-Spots solltet ihr daher immer mit Bewegungsmeldern absichern.

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Raven ist zwar ein begnadeter Schütze, aber kein Actionheld. Nach wenigen Treffern segnet er das Zeitliche. Entsprechend solltet ihr leise vorgehen und direkte Konflikte auf ein Minimum beschränken. Schleicht ihr euch an eure Gegner lautlos an, habt ihr wie im Vorgänger die Wahl, ob ihr sie ausschalten oder verhören möchtet. Letzteres bringt euch beispielsweise Informationen über den Standort von Wachen oder Zielpersonen.

Als weitere Hilfsmittel dienen Sichtmodi wie etwa eine Wärmebildkamera oder der so genannte „Mask-Mode“. Mit ihm seht ihr verwendbare Objekte und manipulierbare Gegenstände. Und natürlich darf auch in „Sniper Ghost Warrior Contracts 2“ die bekannte Bulletcam nicht fehlen, mit deren Hilfe ihr die Flugbahn der Kugeln und den Einschlag im Ziel zelebrieren dürft.

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Einschätzung: gut

„Sniper Ghost Warrior Contracts 2“ ist kein Spiel für Freunde mit nervösem Abzugsfinger. Hier sind Präzision und eine gute Planung gefragt. Bereits in der Preview-Session stellt sich heraus, dass ein Fehler genügt, um die gesamte Mission in Gefahr zu bringen und dass direkte Gewalt die letzte Lösung ist.

Aber genau das mögen wir auch an dem Spiel. Das Ausspähen der Areale, das befriedigende Gefühl eines erfolgreichen Abschusses und das lautlose Verschwinden aus dem Einsatzgebiet – All das macht große Freude und sorgt für Spannung. Das Drumherum, also die vielen freischaltbaren Hilfsmittel sowie die zusätzliche Ziele, sollen für Langzeitmotivation und einen gewissen Wiederspielwert sorgen.

Ob das wie etwa in „Hitman 3“ gelingt, bleibt zu diesem Zeitpunkt noch abzuwarten. Für den Moment jedenfalls könnte uns im mauen Gaming-Juni mit „ Sniper Ghost Warrior Contracts 2“ eine gelungene Shooter-Alternative ins Haus stehen.

Kommentare

  1. DUALSHOCK93 sagt:

    Ich freu mich schon drauf. 🙂

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