Far Cry 6: Keine lineare Handlung und kein politisches Statement zu Kuba

Kommentare (11)

Ab Oktober werden sich die Spieler in einem Guerillakrieg begeben, der den Inselstaat Yara in Atem halten wird. Mit "Far Cry 6" möchte man jedoch weder eine lineare Geschichte erzählen noch ein politisches Statement setzen.

Far Cry 6: Keine lineare Handlung und kein politisches Statement zu Kuba

Ubisoft Montreal wird in dem kommenden Open World-Shooter „Far Cry 6“ die Geschichte eines Guerillakrieges erzählen, der im karibischen Inselstaat Yara stattfinden wird. Der Staatschef Antón Costillo entpuppt sich immer mehr als Diktator, den die Spieler in der Rolle des Guerillakämpfers Dani Rojas stürzen möchten.

Ihr habt die Wahl, welchen Weg ihr verfolgt

Der Narrative Director Navid Khavari hat in einigen Interviews über die Handlung gesprochen. Unter anderem verriet er den Kollegen von WCCFtech, ob die Handlung linear ablaufen wird:

„Für uns war es wichtig, die Vorstellung aufrechtzuerhalten, dass man in jede Richtung gehen kann, sobald sich einem Yara öffnet. Wir hatten die Aufgabe zu versuchten, dass die Erzählung tatsächlich funktioniert und sich anpasst, je nachdem in welcher Region oder in welchem Gebiet man beginnt. Falls ihr in die westlichen Regionen von Yara geht und dann in die östlichen oder zentralen Regionen springt oder sogar einen Angriff auf die Hauptstadt wagt, wird die Geschichte funktionieren. Wir haben diese Handlungsbögen, die in die gesamte Metageschichte eingebunden sind.“

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Des Weiteren haben sich die Entwickler gegen die Verwendung des Wortes „Nebeninhalte“ entschieden, um allen Operationen und Geschichten, die man unter der lokalen Bevölkerung erlebt, mehr Bedeutung beizumessen. Es wird alles an Charaktere gebunden sein, die komplexe Ziele und Bedürfnisse haben, wobei man alles thematisch an die Revolution anpassen muss. Auch wenn nicht alle Charaktere zwingend über die Revolution sprechen, so wird ihr Leben von dem politischen Geschehen beeinflusst, was die Entwickler ebenfalls beleuchten möchten.

Kein politisches Statement, sondern eher ein Liebesbrief an die Guerillakultur

Allerdings stellt man sich bei solch einem Setting auch immer die Frage, ob die Entwickler ein politisches Statement abgeben möchten. Schließlich erinnert der Ansatz rund um Yara durchaus an Kuba und das politische Geschehen, das seit Jahrzehnten den Inselstaat bestimmt. Gegenüber TheGamer ging Khavari auf die Inspirationen ein:

„Die ursprüngliche Inspiration war der Guerillakrieg und was diese Guerillafantasie ist, die offensichtlich an die Revolution gebunden ist. Wenn man über Guerillas spricht, denkt man an die Guerillas der 1950er und 1960er und wir sind tatsächlich dorthin geflogen, um mit tatsächlichen Guerillakämpfern zu sprechen, die damals gekämpft hatten und wir haben uns einfach wirklich in ihre Geschichten verliebt. Aber wir verliebten uns auch in die Kultur und die Menschen, die wir trafen.

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Allerdings habe man realisiert, dass Kuba eine komplizierte Insel ist und man hatte nicht das Gefühl, dass man die Geschichte des Landes unbedingt machen musste. Schließlich sollte das „Spiel kein politisches Statement zu dem machen, was speziell in Kuba geschieht.“ Stattdessen habe man sich von den Guerillabewegungen inspirieren lassen, die auf der ganzen Welt und in der gesamten Geschichte aufgetaucht waren. Die Insel von Yara sollte lediglich dabei helfen die Geschichte zu erzählen und sehr offen mit der eigenen Politik und der Inspiration umgehen zu können.

„Far Cry 6“ wird am 7. Oktober 2021 für die PlayStation 5, die PlayStation 4, die Xbox Series X/S. die Xbox One, den PC und Google Stadia erscheinen.

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Kommentare

  1. Dunderklumpen sagt:

    Eine Verbindung zum heutigen Kuba wäre auch etwas komisch zu vermitteln, wo doch Castro selbst mit seiner Guarilla-Armee gegen Batista gekämpft und den Begriff mit geprägt hat 😉

  2. MartinDrake sagt:

    Eine Nichtlineare Story könnte was tolles sein, aber Ubisoft traue Ich das nicht zu, die erzählen ja linear seit langem keine guten Storys mehr.
    Auch das Ausbleiben eines politischen Statements ist ein Statement, trotzdem schwach von Ubisoft.
    Dazu die grösste Map der Seriengeschichte?
    Racketenwerferrucksäcke?
    Oh Gott, es scheint auch mit Far Cry für mich bergab zu gehen…

  3. xjohndoex86 sagt:

    Glaube kaum, dass diese einzelnen Geschichten wirklich Tiefe schaffen. Aber wer weiß, vllt hat sich Ubi ja mal wirklich die besseren Beispiele zur Inspiration genommen.

  4. Konsolenheini sagt:

    Also ich finde ehrlich gesagt mal ein Spiel interessant, dass einen die wirkliche kubanische, bzw sowjetische Sicht zeigt.

    Bis jetzt war man fast allen Spielen nur der gute Amerikaner 😉

    Zu gar cry Reihe Selbst: habe ab den ersten Teil nicht mehr diese Reihe gespielt..

  5. Angelotaqu sagt:

    Die Trailer haben ja schon angedeutet, dass es wieder ein Typisches Ubisoft-Spiel wird. Nichts besonderes. Dennoch hab ich irgendwie bock. Ist wie ein Burger von McDonald's. man weiß es ist nicht gut, aber manchmal hat man eben Heißhunger auf so ein Scheiß.

  6. samonuske sagt:

    Dito und nun Panzer,was will man mehr 🙂

  7. Obito sagt:

    Ubisoft ist leider ne seelenlose firma geworden. Das spiel wird 0 tiefe besitzen. Revolutionen haben sie in watch dogs und ac komplett verkackt. Wird hier nicht anders sein. Schade

  8. Obito sagt:

    Ubisoft ist leider ne seelenlose firma. Von der thematik revolution haben die keine ahnung,
    Wie man bei ac und watch dogs gesehen hat. Nicht kaufen

  9. Natchios sagt:

    @Angelotaqu
    ^^ glaub besser hätte man es nicht vergleichen können.

    hab seit far cry 3 kein far cry gespielt.

    auf teil 6 hab ich irgendwie lust. es erinnert mich ein wenig an ac wo man ja auch sehr viel nach eigenem ermessen angehen kann.

    vielleicht kann mich das ganze länger fesseln, bzw. ist das ganze so gut und spaßig das ich es auch zu ende spielen würde.

    aber erstmal nen brauchbaren sale abwarten.
    keine lust nen halbes spiel (wg. microtransaktionen, dlc, bugs, etc.) zum vollpreis zu kaufen.

  10. devilish_p sagt:

    Naja...."in jede Richtung gehen"....aber es gibt ein gemeinsames Endziel, also vielleicht nicht hart linear, aber schon mit einer klaren Richtung.
    Von daher ist es doch ähnlich angelegt, wie bei FarCry 5....was ich aber schon ganz gut fand.
    Die Waffen sind zwar ein wenig abgedreht, aber auf den Raketenrucksack freue ich mich schon 😀

  11. GeaR sagt:

    Ubisoft gebe ich jedes Mal im sale die Chance. Die Letzte Chance habe ich bei watch dogs gegeben und die haben mal wieder verkackst.
    Daher abwarten was diesmal kommt. Ich kann es mir aber schon denken. Eine Mega große Map mit 4 Bossen, die je auf 4 Map Teile verteilt sind. Dann ist wieder das Ziel die dummen nebenaktivitäten zu machen, um in der Story voran zu kommen.
    Achja, der Anfang ist wahrscheinlich super und nach dem Anfang fällt das Interesse wie fast im jedem ubisoft Spiel rapide runter.