PS5: Jim Ryan spricht über Scalper und die Konkurrenz

Kommentare (112)

Sonys Jim Ryan widmete sich in einem Interview den PS5-Scalpern und betonte auch, dass die Konkurrenz von PlayStation nicht mehr nur allein im klassischen Gaming-Sektor zu suchen ist.

PS5: Jim Ryan spricht über Scalper und die Konkurrenz
Die PS5 ist weiterhin Mangelware.

Eines der größten Probleme der neuen Generation ist die Verfügbarkeit der Konsolen. Sowohl die PS5 als auch die Xbox Series X verweilen nur selten im Handel, wobei der Kauf der zuerst genannten Konsole einem Glücksspiel gleichkommt.

Zahlreiche Kunden konkurrieren um die wenigen Bestände. Allerdings haben nicht alle Interessenten den Wunsch, die Konsole in den heimischen vier Wänden zu platzieren. Vielmehr dient ihre Jagd auf die PS5 dem Interesse, die Hardware gewinnbringend weiterzuverkaufen. Dabei handelt es sich um sogenannte Scalper, die auch bei Sony für Frustration sorgen.

Jim Ryan ist verärgert

Laut PlayStation-Chef Jim Ryan hat man bei Sony Beschwerden von vielen Leuten gehört, die eine PS5 kaufen möchten, aber keine im Handel entdecken können. Der Manager betonte darauf aufbauend, dass er besonders über Wiederverkäufer und Scalper verärgert ist, die versuchen, einen Vorteil aus denjenigen zu ziehen, die verzweifelt auf der Suche nach der Konsole sind.

„Das frustriert mich wirklich und regt mich auf, vor allem, wenn Wiederverkäufer und Bots es schaffen, an Lagerbestände heranzukommen“, so Ryan in einem Interview mit Axios.

Das PlayStation-Oberhaupt betonte ergänzend, dass das Unternehmen darauf achtet, PS5-Konsolen in Zukunft in „die richtigen Hände“ zu bekommen. Dabei möchte Sony mit verschiedenen Einzelhandelsketten zusammenarbeiten, um einen Weg zu finden, über den die Konsolen ohne weitere Umwege direkt zu den Endkunden gelangen.

Eine solche Möglichkeit bietet neben dem regulären Handel PlayStation Direct, das kürzlich auf dem europäischen Markt gestartet wurde. Über diesen Service möchte Sony die PS5-Konsolen direkt an Verbraucher verkaufen. Allerdings hat das Unternehmen auch im internen Shop mit Lieferproblemen zu kämpfen. Erwartet wird, dass die angespannte Lage bis in das kommende Jahr hineinreichen wird.

Konkurrenz weit über das Gaming hinaus

Im selben Interview widmete sich Jim Ryan einem ganz anderem Thema. Dabei ging es um die Freizeit der Kunden, die durchaus begrenzt ist. In diesem Sinne gebe es nicht nur innerhalb der Gaming-Industrie Konkurrenz. Vielmehr sei der Wettbewerb etwas, das über die Grenzen dessen hinausgeht, was als klassisches Gaming definiert wird.

„Wir sind ein Unterhaltungsunternehmen mit einer Community von mehr als 100 Millionen Spielern mit einem wirklich außergewöhnlichen Maß an Engagement und Einsatz“, so Ryan gegenüber Axios auf die Frage, wie er PlayStation und dessen Konkurrenz definiert. „Ich würde eindeutig sagen, dass wir um Freizeitstunden konkurrieren, und dass jede Definition von Wettbewerb weit über die Grenzen dessen hinausgehen muss, was traditionell als Gaming definiert wurde.“

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Das sei einer der Gründe, warum Sony bestrebt ist, wichtige PlayStation-Marken auf andere Medien und Plattformen auszuweiten, darunter der Mobile-Sektor und Filme.

„Der Gedanke dabei ist, dass unser IP-Portfolio im Moment so stark ist, dass es widersinnig erscheint, den Genuss auf unsere bestehende PlayStation-Community zu beschränken“, so Ryan. Und speziell auf Mobile angesprochen: „Wir arbeiten an einer Reihe von Modellen, um Mobile zu erschließen. Man wird die ersten Früchte davon früher sehen, als man vielleicht denkt.“

Das komplette Interview könnt ihr euch hier anschauen.

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Kommentare

  1. Squall Leonhart sagt:

    @ Waltero_PES
    Dann geht er eben zu einem Multiplattform Entwickler^^
    Er ist ja nicht verheiratet mit Crytek :p

  2. varaos0608 sagt:

    Freu mich schon auf morgen was MS so alles raushaut , mal gucken was dran ist an den Studios übernahmen 🙂

  3. Squall Leonhart sagt:

    @ varaos0608
    Ich würde mir lieber neue Spiele wünschen.
    Studio Übernahmen haben die Redmonder eigentlich genug vollführt. Crytek könnte eine Übernahme gut tun, der momentane Zustand ist einfach katastrophal dort.

  4. Captain N sagt:

    Also morgen bekomnt MS eine letzte Chance, was abzuliefern.
    Sollte nichts kommen, dann heißt es einfach bye bye

  5. Saleen sagt:

    @Squall
    Die hat mir meine Mutti damals geholt. Ich bin erst 30 😀

    Damals war das Gaming Medium noch nicht so gefragt wie heute.
    Damals waren wir noch Nerds heute kann man damit richtig viel Geld verdienen und ist schon beinahe Prominent wenn man Fortnite spielt ^^

    Aber schon stark wie sich die Industrie entwickelt hat. Spiele haben mittlerweile mehr Budget als Ausgabe wie einst die Film Industrie wenn nicht sogar mehr.

    Yo....
    Bin und bleib aber immer noch das Typische Keller Kind.
    Außer ich geh zur Arbeit und ins Gym....

    Glaube...
    Ich bin so ein Wochenend - Keller - Kind bis ins hohe Alter.

    Werd immer noch mit Headset meine Homes betiteln und bis in die Nacht Gamen nur um am Montag morgen viel zu früh auf der Arbeit zu sein weil ich mal die Kiste nicht aus machen konnte.

    So wie jetzt....
    Morgen ist Montag :'D

  6. Squall Leonhart sagt:

    Bin auch erst 27, habse damals mit meinem Vater gekauft^^
    Naja Profizocker ist vermutlich der Traum von vielen, mir wäre das zu stressig xD
    Früher war alles besser, PS Disc rein, keine Patches und einfach los spielen :p

  7. VerrückterZocker sagt:

    @Squall Leonhart
    Bin 37 und habe einige Systeme durch.
    Besser war damals das Erlebnis, weil vieles neu war und Entwickler auch Mal Risiken eingegangen sind. Heute ist alles auf den maximalen Gewinn ausgerichtet und das merkt man bei so gut wie jedem Spiel. Viele Unternehmen arbeiten nur noch nach Schema F, dadurch fühlen sich verschiedene Spiele gleich an.

    Das mit den Patches ist so nen Ding, heute muss scheinbar vieles gepatcht werden.

  8. Saleen sagt:

    Ja man....
    Die Nintendo angeschlossen und falls das Game faxen gemacht hat kurz in die Kassette gepustet und los ging es! 😀

    Damals war halt alles geil weil es neu war...
    Heute gibt es ja mehr vom alten weil es halt schon da ist. Das passt.... Ich hätte nur gerne hin und wieder ernstere Themen in Videospielen.

  9. KoA sagt:

    @ VerrückterZocker:

    „Besser war damals das Erlebnis, weil vieles neu war und Entwickler auch Mal Risiken eingegangen sind. Heute ist alles auf den maximalen Gewinn ausgerichtet und das merkt man bei so gut wie jedem Spiel. Viele Unternehmen arbeiten nur noch nach Schema F, dadurch fühlen sich verschiedene Spiele gleich an.“

    Maximaler Gewinn ist doch aber wohl auch auf Kundenseite schwer angesagt, wenn man das Ganze mal wirklich realistisch betrachtet. Hier wird doch mittlerweile ebenfalls gedrückt und gefeilscht, bis der Arzt kommt! Angebote, wie der GamePass, sind die Folge daraus.

    Und was den Kauf u.a. von Spielen betrifft, sind die Nutzer - ganz allgemein betrachtet - definitiv ebenso deutlich weiter davon entfernt, diesbezüglich irgendwelche nennenswerten Risiken einzugehen.
    Da werden im Vorfeld Tests gelesen, unzählige Berichte und Trailer angesehen und anschließend trotzdem noch oft genug zusätzlich abgewartet, um damit den Preis der Ware stark nach unten zu drücken. Letztendlich geht hier also tatsächlich die Entwicklerseite noch immer deutlich mehr und höhere Risiken ein, als die Käuferschicht, anstatt umgekehrt.

    „Das mit den Patches ist so nen Ding, heute muss scheinbar vieles gepatcht werden.“

    Ja, weil mittlerweile vieles in der Spieleentwicklung auch deutlich komplexer und umfangreicher geworden ist, als noch vor wenigen Jahren. Dementsprechend ergeben sich selbstverständlich auch sehr viel mehr Möglichkeiten für Fehler, die trotz ausgiebiger Tests im Vorfeld des Verkaufs schlicht unentdeckt bleiben. Im Gegensatz zu früheren Zeiten, kann man aber mittlerweile solche Fehler auch nachträglich bereinigen. Insofern sind sogenannte Patches also durchaus eher als großer Vorteil zu bewerten.

  10. Mr.x1987 sagt:

    Früher ist man auch noch durch Zeitschriften auf kommende Spiele aufmerksam geworden.Heute wird aus jeder Ansage eines "Insiders" gleich die Welt verrückt gemacht.So wirklich ins staunen versetzt, hat mich in den letzten Jahren nur VR.

  11. PS5 Gamer sagt:

    Mit Sportgeräten passiert sowas nie.

  12. VerrückterZocker sagt:

    @KoA
    "Maximaler Gewinn ist doch aber wohl auch auf Kundenseite schwer angesagt, wenn man das Ganze mal wirklich realistisch betrachtet. Hier wird doch mittlerweile ebenfalls gedrückt und gefeilscht, bis der Arzt kommt! Angebote, wie der GamePass, sind die Folge daraus."

    Zu viele Spiele in den letzten Jahren die sich stark ähneln und zum Release Fehlerhaft rauskamen haben dazu beigetragen das Käufer lieber warten. Der Preisfall nach ein paar Wochen veräppelt jeden Day One Käufer.

    "Und was den Kauf u.a. von Spielen betrifft, sind die Nutzer - ganz allgemein betrachtet - definitiv ebenso deutlich weiter davon entfernt, diesbezüglich irgendwelche nennenswerten Risiken einzugehen.
    Da werden im Vorfeld Tests gelesen, unzählige Berichte und Trailer angesehen und anschließend trotzdem noch oft genug zusätzlich abgewartet, um damit den Preis der Ware stark nach unten zu drücken. Letztendlich geht hier also tatsächlich die Entwicklerseite noch immer deutlich mehr und höhere Risiken ein, als die Käuferschicht, anstatt umgekehrt."

    Wo geht man ein Risiko ein wenn der xte Nachfolger kommt? Da ist kaum ein Risiko, neue IPs sind über die Jahre seltener geworden.

    "Ja, weil mittlerweile vieles in der Spieleentwicklung auch deutlich komplexer und umfangreicher geworden ist, als noch vor wenigen Jahren. Dementsprechend ergeben sich selbstverständlich auch sehr viel mehr Möglichkeiten für Fehler, die trotz ausgiebiger Tests im Vorfeld des Verkaufs schlicht unentdeckt bleiben. Im Gegensatz zu früheren Zeiten, kann man aber mittlerweile solche Fehler auch nachträglich bereinigen. Insofern sind sogenannte Patches also durchaus eher als großer Vorteil zu bewerten."

    Ja schon, der Zeitplan für den Release wird immer knapper. Und wenn Spiele erst einmal Wochen/Monate braucht um halbwegs gut und fehlerfrei zu laufen, braucht man sich nicht wundern wenn Spieler mit nen Kauf warten.

    Ach der GP wird die Entwickler schon nicht hungern lassen, wie man da immer drauf kommt ist mir ein Rätsel.

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