Riders Republic in der Vorschau: Wie gut wird der Steep-Nachfolger?

Snowboard, Downhill biken und mit dem Wingsuit durch Canyons düsen: Ubisoft bringt das Funsport-Spiel „Riders Republic“ zurück auf Kurs. In der Preview verraten wir, ob hier das bessere „Steep“ heranwächst.

Riders Republic in der Vorschau: Wie gut wird der Steep-Nachfolger?

Lange genug warten wir schon auf einen Nachfolger zu Ubisofts Extremsport-Game „Steep“. „Riders Republic“ wurde bereits 2020 auf dem damaligen Ubisoft Forward Digital Events angekündigt, aber mit dem angepeilten Release Anfang des kommenden Jahres wurde es nichts. Stattdessen gehörte „Riders Republic“ zu den vielen Spielen, die im Zuge der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Homeoffice-Umstellung bis auf unbestimmte Zeit verschoben wurden.

Gute Nachrichten: „Riders Republic“ lebt und wurde auf der diesjährigen Electronic Entertainment Expo mit frischem Gameplay-Material auf der Ubisoft Forward präsentiert. Das Spiel erscheint bereits am 02. September 2021 für PlayStation 4/5, die Xbox-Geräte-Familie sowie PC und Google Stadia. Wer vorher an den Start gehen möchte, kann sich online für die Beta registrieren.

Wir konnten vor der Ubisoft Forward einen längeren Blick auf „Riders Republic“ werden. Und nach dem ambitionierten, aber mäßig spaßigen „Steep“ scheint Ubisoft diesmal den Funsport deutlich größer zu schreiben.

Die ganze Welt des Extremsports

Das Team hinter „Riders Republic“ bezeichnet das Spiel als „Massive Multiplayer Playground“. Die Mehrspielerkomponente übernimmt hier also wie etwa in „Steep“ oder „The Crew 2“ eine tragende Rolle. Die Geschichte hinter dem Sport-Spektakel liest sich simpel: Ihr übernehmt einen jungen Extremsportler, der der Beste in der Republic, so der Name des fiktiven Groß-Events, sein möchte.

Die offene Spielwelt selbst ist kein realer Bundesstaat, sondern setzt sich aus einer Vielzahl unterschiedlicher Szenarien bzw. Nationalparks zusammen. Ubisoft baute Orte wie Bryce Canyon, Yosemite Valley, Canyonlands oder Mammoth Mountain in Anlehnung an die reale Topographie nach und verschmolz sie zu einem gewaltigen Park.

In vielen der Original-Schauplätze finden bereits Funsport-Events statt, entsprechend bietet die Fusion dieser Locations eine gewaltige Vielfalt unterschiedlicher Landschaften. Das Angebot reicht von Schnee bedeckten Bergen, über tiefe Canyons bis hin zu saftig grünen Wiesen und Wäldern.

Open-World Marke Ubisoft?

Auf der während der Präsentation eingeblendeten Karte tummelten sich wenig überraschend auch wieder tonnenweise Symbole mit unterschiedlichen Aufgaben. Dabei kann es sich um Veranstaltungen, aber auch Wahrzeichen, versteckte Objekte oder andere Aufgaben handeln. Kurzum: Auch in „Riders Republic“ gibt es immer irgendwas zu tun.

Als massives Mehrspieler-Game bezieht es seine Langzeitmotivation aus umfangreiche Individualisierungsoptionen. Im Verlauf der Zeit bekommt ihr neue Outfits, Kostüme und sogar skurrile fahrbare Untersätze dazu. Zumindest sehen wir in der Präsentation, wie ein Pilot mit einem vollgepackten Klapper-Fahrrad über einen Berg gurkt.

Ansonsten aber bietet „Riders Republic“ eine wahre Fülle unterschiedlicher Sportarten wie beispielsweise Downhill-Biking, Snowboard, Ski, Wingsuit, Gleitschirm oder Jetpack. Zusätzlich könnt ihr auch zu Fuß gehen oder mit dem Schneemobil durch die Gegend fahren. Für jede dieser Sportarten gibt es in „Riders Republic“ eigene Veranstaltung und Karrierewege.

Für mehr Authentizität kooperiert Ubisoft mit diversen Veranstaltern und bindet diese als Groß-Events in das Spiel ein. Beispielsweise brettert ihr im Red Bull Rampage im Downhill über schmale und gleichermaßen steile Bergpfade. Diese Events und andere „Boss“-Veranstaltungen werden wohl die Höhepunkte in „Riders Republic“ sein.

Multiplayer-Fokus und Wechsel zwischen den Sportarten

In Puncto Spielmodi fährt Ubisoft in der frühen Preview-Runde schwere Multiplayer-Geschütze auf und betont die Community-Funktionen. Im Tricks-Battle etwa messen sich zwei Sechser-Teams und legen gemeinsam die besten Moves und Kombos auf die Kurse. Im Free-For-All greift ihr gar auf ganze Playlists zurück und im Versus treten einfach alle gegeneinander an.

Für die beeindruckendsten Bilder sorgte allerdings das Massenstartrennen mit bis zu 50 Teilnehmern. Wenn diese Masse an Sport-Fans an den Start geht, entbrennt das wilde Chaos um Platzierungen. Diese Jagd um die besten Plätze wirkt extrem spaßig und zeigt obendrein, zu was „Riders Republic“ auch technisch zu leisten im Stande ist.

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Beim Erkunden könnt ihr jederzeit die Sportart per Tastendruck wechseln, in Rennen allerdings erfolgen diese an Schlüsselpunkten – ähnlich wie bei „The Crew 2“. Da startet ihr beispielsweise mit dem Raketenrucksack und wechselt blitzschnell zum Downhill-Bike. Ebenfalls sehr schön: Es gibt eine optionalen First-Person-Perspektive. Und die hat es aufgrund des Tempos und der Effektdichte durchaus in sich. Führt ihr etwa mit dem Bike Tricks in der Luft aus, wechselt das Spiel scheinbar automatisch in die Verfolger-Ansicht und springt erst wieder in die Ego-Ansicht, wenn ihr Boden unter den Rädern habt.

Wie dominant die Mehrspielerkomponente sein wird und ob „Riders Republic“ auch für Solisten Sinn macht, muss sich zeigen. Für den Augenblick jedenfalls strotzt „Riders Republic“ vor Funsport und könnte somit das Spiel werden, das sich vielleicht einige von „Steep“ erhofft hatten.

Einschätzung: gut

„Steep“ besaß seiner Zeit viele tolle Ansätze, scheiterte aber an den eigenen Ansprüchen und dem insgesamt zu unausgegorenen Gesamtkonzept. Mit „Riders Republic“ geht Ubisoft Annecy anscheinend den ganzen Weg und verknüpft „Steep“ mit „The Crew 2“ und einer Fülle an Fun- und Extremsportarten. Die verschiedenen Karrieren und eine Menge an Aufgaben und Sammelobjekten dürften auf jeden Fall ausreichend Content bieten. Die ständige Multiplayer-Einbindung sorgt gerade in den Massenstartrennen für beeindruckende Bilder und viel Spontanität.

Technisch wirkt das Spiel in den bislang vorgestellten Gameplay-Szenen sehr stimmig und gut umgesetzt. Hoffen wir, dass inmitten all der Icons und Events nicht der Spielspaß verloren geht, sondern „Riders Republic“ dem Funsport auch wirklich alle Ehre macht.

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