Call of Duty: Die Leute wissen nicht zu schätzen, wie viel Arbeit in den Spielen steckt

Kommentare (29)

Glen Schofield, der ehemalige General Manager von Sledgehammer Games, widmete sich in einem Interview den Anstrengungen, die bei der Entwicklung eines "Call of Duty"-Spiels notwendig sind.

Call of Duty: Die Leute wissen nicht zu schätzen, wie viel Arbeit in den Spielen steckt

Activision bringt jedes Jahr ein neues „Call of Duty“ auf den Markt. Nicht selten kommt nach dem Launch eines der Spiele der Vorwurf auf, dass die Entwickler wiederholt auf dasselbe Schema setzen und die Produktion damit beschleunigen.

Einen etwas anderen Blickwinkel hat Glen Schofield, der ehemalige General Manager von Sledgehammer Games. Laut seiner Aussage wissen viele Konsumenten nicht zu schätzen, wie viel Arbeit in die Produktion eines neuen „Call of Duty“-Spiels investiert wird.

„Die Leute denken heutzutage, dass ein Call of Duty einfach nur durch den Fleischwolf gedreht wird und schon kommt das nächste raus“, so seine Worte in einem Gespräch mit den Redakteuren der Edge. „Sie wissen nicht, wie viel Arbeit in der Entwicklung eines Call of Duty-Spiels steckt. Es ist einfach eine Unmenge an Forschung.“

Man muss ein Experte werden

Schofield selbst habe drei Jahre lang den Zweiten Weltkrieg studiert und mit Historikern gearbeitet. Mehr als eine Woche lang war er in einem Van in Europa unterwegs und besuchte Orte, die im Spiel vorkommen. Er habe mit verschiedenen alten Waffen geschossen und „all diese Dinge“ getan, die man bei der Entwicklung eines neuen „Call of Duty“-Spiels tun muss.

„Um ein Experte zu werden“, so Schofield weiter. „Wir haben mit Navy SEALS und Delta Force-Leuten zusammengearbeitet, um Taktiken und Techniken zu lernen und sie ins Spiel zu bringen, richtig? Man musste über die Special Forces aus verschiedenen Ländern wie England und Frankreich und Spanien und Italien all das lernen, weil sie alle im Spiel waren. Also eine Menge lernen, ständig lesen, ständig Videos anschauen und ständig mit Experten arbeiten.“

Auch der Wettbewerb unter den beteiligten Studios, den es „ohne Zweifel“ gab, wurde thematisiert. Es sei seltsam gewesen, da man einerseits mit den Studios verbunden war, aber auch dem Bestreben nachging, eine immer höhere Punktzahl zu erreichen. „Man wollte mehr Verkäufe erzielen, wenn man konnte. Also ja, wir haben uns gegenseitig gepusht, das haben wir wirklich“, so die rückblickenden Worte. Aber auch die Hilfe untereinander kam laut Schofield nicht zu kurz.

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Im Feature der Edge wird Schofields 30-jährige Karriere in der Branche thematisiert – angefangen beim Game Boy-Plattformer „Barbie: Game Girl“ bis hin zu „Dead Space“ und „The Callisto Protocol“ – dem Debüt-Titel von Striking Distance.

Der diesjährige Activision-Shooter heißt Gerüchten zufolge „Call of Duty: Vanguard“ und soll im November für Current- und Last-Gen-Konsolen sowie für den PC erscheinen. Die offizielle Ankündigung steht noch aus.

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Kommentare

  1. PS5 Gamer sagt:

    Sind wir mal ehrlich, wie viel verdienen Sie denn auch damit? Wissen die das eigentlich zu schätzen?

    Man darf sich hier und da schon sehr gerne veräppelt fühlen. Sie bringen beispielsweise bei warzone eine neue Waffe raus, welche sowohl Feuerrate als auch Reichweite als auch Power hat und lassen diese erst einmal mehrere Wochen im Spiel, bis auch der letzte diese Waffe möchte, gekauft hat oder durch den season- Pass erworben hat. Wer nicht warten möchte, der kauft sich einfach ein paar Level und überspringt diese.

    Manchmal frage ich mich, ob das die Spieler eigentlich nicht merken? sitzen die Entwickler wirklich dran, Entwickeln eine neue Waffe, bestimmen die Werte und sagen sich: oh, diese Waffe hat unheimlich viel Schaden also sollte sie auch keinen Rückstoß haben und warte mal, die wahnsinnig schnelle Feuerrate ist doch Hammer, weg mit dem Rückstoß. Ich verstehe es einfach nicht

  2. Lord Bierchen sagt:

    Das verdiente Geld welches die Stereotypen Spieler dafür ausgeben wissen Sie aber sehr genau zu schätzen

  3. Juan sagt:

    Ab Morgen Ostberlin als Zombiemap 😀
    Ich kann es kaum abwarten 🙂

  4. DerBabbler sagt:

    @PS5 Gamer
    "Entwickeln eine neue Waffe, bestimmen die Werte und sagen sich: oh, diese Waffe hat unheimlich viel Schaden also sollte sie auch keinen Rückstoß haben und warte mal, die wahnsinnig schnelle Feuerrate ist doch Hammer, weg mit dem Rückstoß. Ich verstehe es einfach nicht"
    Da fragt man sich warum der Herr Glen Schofield dann irgendwelche Waffen ausprobiert.....

  5. Ita54 sagt:

    Die sollen sich lieber um die 300gb Müll kümmern, vorher werde ich dieses Spiel meiden wie die Pest. 🙂

  6. PS5 Gamer sagt:

    DerBabbler: Ja, aber ist das nicht so, dass die Waffen anfangs immer richtig derbe überpowert sind? Ich meine, welcher Gedanke ist da dahinter?Doch der, die Leute zum Kauf zu animieren um auch diese superstarke Waffe genießen zu können. Zum Teil haben sie Wochen gebraucht um die Balance zwischen den Waffen wiederherzustellen.

  7. Bumboclaat sagt:

    Dann sollte man Herrn Schofield mal einen Blumenstrauß überreichen. Ist ja heutzutage nicht selbstverständlich das man seiner Arbeit nachgeht. (Und dabei auch noch eine Menge verdient)

  8. Highman sagt:

    Activision weiß nicht zu schätzen wie viel geld die Spieler in diese marke investieren.

  9. Shaft sagt:

    in meinem geld steckt genauso viel arbeit. ohne bugs und gejammer!

  10. PirateKing sagt:

    Mir kommen die Tränen ;_;

  11. Der Coon sagt:

    Wtf? XD

  12. Schtarek sagt:

    Wie süß.

    Zielgruppe cod 12 bis 21jahre. Kinder sind nie zufrieden

  13. MaSc sagt:

    Komisch, ich dachte erst, er übertreibt, aber nach dem Lesen der Kommentare hier...
    Er hat völlig Recht!

  14. beenie sagt:

    Das liegt ganz einfach daran, dass man solche Spiele auch mit anderen Spielen vergleicht, die teilweise viele Jahre in Entwicklung sind (z.B. God of War), aber dennoch genau so viel kosten wie das jährliche Call of Duty. Also was soll das Gelaber?

  15. OVERLORD sagt:

    @MaSc
    Genau das habe ich mir auch gedacht.

    50% spielen warscheinlich nicht mal CoD und klammern sich an Klischees.

  16. branch sagt:

    Ich sag nur, Männer die weinen..

  17. OVERLORD sagt:

    @beenie
    Wer CoD mit GoW ernsthaft vergleicht , naja.

    GoW ist super keine Frage und auch das wohl beste Spiel seiner Art, aber es hat einfach nicht wirklich was mit CoD gemeinsam.

    CoD bietet zur Kampagne noch Multiplayer inklusive Warzone und Zombies erfährt dauerhaft kostenlose Updates für MP und Zombies.

    CoD ist eine ganz andere Liga was Produktion und deren Kosten angeht als GoW.

    Es hat viel mehr Umfang und Mannpower (mit mehreren supportenden Studios) dahinter, auch viel größere Testteams auch wenn jeder Teil ca. nur 3 Jahre in Entwicklung ist es dadurch eher beeindruckend was am Ende herauskommt.

    Dabei ist eigentlich fast bugfrei und bei dem Umfang gibt es nunmal mit balencing natürlich immer wieder mal Probleme, vor allem kurz nach Releas.

    Wer aber übers balencing bei CoD mekert solllte aber auch lieber anderen Shooter nicht anschauen wie z.B. Destiny weil dort sieht's eher noch viel düsterer aus.

    Zumal das balencing definitiv nicht so gravierend kaputt ist, das man mit Waffe XY so viel besser wird.

    Wie es gerne manche darstellen das man sich wirklich neneswerte Vorteile kaufen kann.

    Wer schlecht ist bleibt es auch mit der besten Waffe, in CoD kommt es viel mehr auf einen guten Ping und eigene Reaktion an weil die Time to kill eh extrem niedrig ist.

  18. beenie sagt:

    @OVERLORD: Du hast Mikrotransaktionen vergessen, die God of War nicht hat. Es geht einfach um die Dauer der Entwicklung, ähnlich wie bei Fifa. Da ist doch der Aufwand deutlich geringer als bei einem Spiel, das komplett neu aus dem Boden gestampft wird.

  19. OVERLORD sagt:

    @ Shaft

    Wenn das mal kein gejammer ist. *huste*

    Vorallem in deinem Geld steckt genauso viel Arbeit und ohne Bugs?

    Du meinst du arbeitest auch für dein Geld nehme ich mal an, und bist der Meinung das du fehlerfrei arbeitest.

    Na wenigstens bist von dir überzeugt, schön wäre noch zu wissen es was du denn so simples machst das du deiner Meinung nach fehlerfrei arbeiten kannst.

  20. Scorpionx01 sagt:

    Wenn Andere dafür zahlen und sich mit dem Produkt in Ihrer Freizeit beschäftigen, dann ist das doch schon Anerkennung.

  21. Scorpionx01 sagt:

    @OVERLORD Nicht alles auf die Goldwaage legen. Ich denke du weißt, was er meint.

  22. OVERLORD sagt:

    @beenie

    Das ist totaler Blödsinn mit dem die Entwicklung beginnt nicht von vorne das mag höchsten auf FIFA zutreffen aber nicht auf CoD.

    CoD Teile befinden sich parallel in Entwicklung und können garnicht aufeinander aufbauen.

    Du meinst wahrscheinlich durch die Maps die es in in überarbeiteter Form immer wieder in die Reihe schaffen, aber das ist doch nur ein Bruchteil der Arbeit an einem CoD und diese werden auch immer überarbeitet und neue designd.

    In was für einem Zusammenhang ich MTA'S vergessen habe sollte und in wieweit die mit Arbeitsumfang zu tun haben gegenüber GoW außer das du was negative einwerfen willst, bleibt mir ein Rätsel.

    Aber ja auch in den skins und Effekten und Animationen dieser Waffen Chars Emots Sounds steckt wieder Mehrarbeit als in GoW.

  23. theHitman34 sagt:

    Sieht man ja ganz gut an den Kommentaren hier.

  24. increased sagt:

    Und Sledgehammer Games weiß das feedback der Spieler nicht zu schätzen.

  25. sonderschuhle sagt:

    Die Leute sollten zu schätzen, wie viel Arbeit in den Spielen von Sony steckt. Nicht Studios von COD, AC, Fifa, BF, ...

    Stimmt.

  26. OVERLORD sagt:

    @sonderschuhle

    Name ist wohl Programm?

    Man sollte eigentlich jede Arbeit schätzen.

  27. PS5 Gamer sagt:

    wir alle wissen, das Leben ist hart, Geld verdienen ist schwer und alles was damit zusammenhängt ebenso. Wenn man allerdings solche Dinge äußert, dass andere die eigene Arbeit nicht wertschätzen, sollte man sich einmal die Zahlen anschauen und wie viel die Spieler eigentlich bereits in auszugeben für blöde Kostüme und wie viele das eigentlich mitmachen über 20 € auszugeben für irgend einen Skin, hubba bubba farbige Waffen und irgendwelche blöden Gesten. Man sollte versuchen, egal wie groß man ist, sich immer klein oder besser gesagt normal zu präsentieren. Alles andere wirkt aufs breite Volk einfach nur mehr als widerlich und abstoßend.

  28. PZ-1983 sagt:

    Süss

  29. PZ-1983 sagt:

    Schade das die serie immer noch kein flop ist