Blizzard Entertainment: Nach schweren Vorwürfen – J. Allen Brack tritt als Präsident zurück

Kommentare (21)

In den vergangenen Wochen sah sich das US-Studio Blizzard Entertainment mit schweren Vorwürfen von Sexismus oder Belästigung konfrontiert, die in einer Klage gipfelten. In diesen bewegten Tagen entschloss sich J. Allen Brack dazu, seinen Posten als Präsident von Blizzard Entertainment zu räumen und das Studio zu verlassen.

Blizzard Entertainment: Nach schweren Vorwürfen – J. Allen Brack tritt als Präsident zurück
Blizzard Entertainment wurde in den vergangenen Wochen von diversen Skandalen erschüttert.

Wie Activision Blizzard und Blizzard Entertainment bekannt gaben, entschloss sich J. Allen Brack dazu, seinen Posten als Präsident von Blizzard Entertainment zu räumen und das Unternehmen zu verlassen. Zukünftig wird das Studio hinter Hits wie „StarCraft“, „Overwatch“ oder „World of Warcraft“ von Jen Oneal und Mike Ybarra geleitet.

„Jen und Mike werden die Verantwortung für die Entwicklung und operative Verantwortung des Unternehmens teilen“, kommentierte Activision Blizzards COO Daniel Allegre diesen Schritt. „Mit ihrer langjährigen Branchenerfahrung und ihrem tiefen Engagement für Integrität und Inklusivität bin ich sicher, dass Jen und Mike Blizzard mit Sorgfalt, Mitgefühl und Hingabe an Exzellenz führen werden.“

Missbrauch- und Sexismus-Vorwürfe erschüttern Activision Blizzard

J. Allen Brack gehörte zu den wenigen führenden Angestellten, die im Rahmen einer Klage, die aktuell gegen Activision Blizzard und Blizzard Entertainment in Kalifornien läuft, namentlich genannt werden. In der Klage wird den beiden Unternehmen vorgeworfen, trotz vorliegender Beweise nicht für den Schutz der Angestellten eingetreten zu sein und so Sexismus, Missbrauch und Belästigung Tür und Tor geöffnet zu haben. In einem besonders beklemmenden Fall soll das unerlaubte Verschicken von Nacktbildern sogar zum Suizid einer Mitarbeiterin geführt haben.

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„Zahlreiche Beschwerden über rechtswidrige Belästigung, Diskriminierung und Vergeltungsmaßnahmen wurden an Personal und Führungskräfte der Beklagten gerichtet, darunter auch an den Präsidenten von Blizzard Entertainment, J. Allen Brack. Die Beklagten haben es jedoch versäumt, als Reaktion auf diese Beschwerden wirksame Abhilfemaßnahmen zu ergreifen“, heißt es in der Klage weiter.

Brack soll nicht gegen sexuelle Belästigung vorgegangen sein

Darüber hinaus wird Brack in der Klage vorgeworfen, dass er über die Missstände seines Unternehmens zwar im Bilde war, diese allerdings allenfalls halbherzig verfolgte. Als Beispiel wird der Fall des 2020 entlassenen Alex Afrasiabi genannt, der als Senior-Creative-Director an „World of Warcraft“ arbeitete und sich seit 2013 gleich mehrfach der sexuellen Belästigung schuldig machte.

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„J. Allen Brack, Präsident von Blizzard Entertainment, hatte angeblich mehrere Gespräche mit Afrasiabi über seinen Alkoholkonsum und dass er bei Firmenveranstaltungen ‚zu freundlich‘ gegenüber weiblichen Angestellten gewesen sei. Aber als Reaktion auf sein Verhalten gab es lediglich einen Klaps auf das Handgelenk. Anschließend machte Afrasiabi weiterhin ungewollte Annäherungsversuche gegenüber weiblichen Angestellten, indem er unter anderem die Hand einer weiblichen Angestellten packte und sie in sein Hotelzimmer einlud oder eine andere Frau begrapschte“, wird in der Klage ausgeführt.

Zumindest im Fall von Afrasiabi machte Blizzard Entertainment bereits Nägel mit Köpfen und entfernte sämtliche Verweise auf den ehemaligen Senior-Creative-Director aus „World of Warcraft“.

Quelle: Videogames Chronicle

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Kommentare

  1. Barlow sagt:

    Good for Qwik, Jen sagt mir jedoch nicht wirklich was.
    Kotifk next? (Hahaha)

  2. James T. Kirk sagt:

    Ob das nun gut oder schlecht ist bleibt abzuwarten.

  3. clunkymcgee sagt:

    Jetzt kann sich jeder seinen Teil denken.

  4. Knoblauch1985 sagt:

    Einfach mal vorstellen wie eure Mutter/Schwester von der Arbeit kommt und euch erzählt wie sie sexuell belästigt oder sexis­tisch behandelt worden ist.

  5. ResidentDiebels sagt:

    @ Knoblauch

    Einfach mal vorstellen, wie einfach man mit solchen Vorwürfen jemandem das Leben zerstören kann, obwohl nichts passiert ist und nicht immer gleich auf alles anspringen nur weils dramatisch klingt.

    se.xismus wird genau wie ra.ssismus von den Medien vermarktet wie eine Trendmarke. Jeder springt auf diesen mist an, da reichen Vorwürfe ohne beweise.

    Kann diesen Quatsch weder hören noch ernst nehmen.

  6. Blaakuss sagt:

    Resident Diebels hat da nicht ganz Unrecht. Ähnliches Thema auch mit marilyn Manson. Auch wenn drei Schippen härter.

  7. Krawallier sagt:

    @ Nicht Bärlauch und Resi
    Im Grund ist beides Korrekt. Die meisten Frauen zeigen Sexuelle Belästigungen und Übergriffe nicht an, für viele Frauen ist das schon Teil ihrer Normalität. Selbst bei Vergewaltigung ist die Dunkelziffer riesig. Aber wie man beim Fall Kachelmann sehen kann ist alleine der Vorwurf mit Aussage gegen Aussage deutlich Zulasten des Mannes. Wenn von 10 Anschuldigungen 9 korrekt und eine Falsch ist, hat man am Ende eben auch 10 Opfer, denn jede Falschaussage ist ein Schlag ins Gesicht für alle Opfer, da die eigene Glaubwürdigkeit wegen einer andere Person untergraben wird.

  8. Squarestation sagt:

    Willkommen bei "Männer relativieren" der Show mit und für Incels. Apropos Incels, wir geben nun ab zu unseren Experten in den Kommentaren.

  9. branch sagt:

    @residentdiebels jetzt bist du nicht nur ein Nazi sondern verteidigst Sexismus. Asozial

  10. vanamstaff sagt:

    Die wichtigste Frage lautet:
    Wann kommt Diablo?

  11. triererassi sagt:

    Wenn's nur n doofer Spruch ist kann ich mit leben, sobald man aber körperlich angegangen wird ist es was anderes.
    Ja ich weiß man muss die armen Frauen schützen, Männer leben heute aber auch nicht ungefährlich.

  12. Knoblauch1985 sagt:

    @ResidentDiebels

    Wenn man es nicht erlebt hat oder nicht jemanden kennt, ist es leicht, es zu relativieren!

    @triererassi

    Doofe Sprüche andauernd zu hören beeinflußt deine Seele und vergiftet das Arbeitsverhältnis!

  13. naughtydog sagt:

    Das war längst überfällig. Ein Vollldiot.

  14. big ed@w sagt:

    @naughtydog

    du würdest den Typen nicht mal erkennen wenn er dir ins Gesicht tritt

    @
    squarestation
    du bist bestimmt der erste Vorsitzende des Me Too movements u hast auch sonst keine event made in USA verpasst,dass du sogar so tief sinkst um das Wort incel zu verwenden.

    Zum Thema relativieren:
    Man stelle sich mal vor Johnny Depp hätte in Amber Heards Bett geschi... u ihr mit einer Flasche fast den Finger abgetrennt
    und dass alles nachdem sich seine Anschuldigungen alle als Lügen herausgestellt hätten.
    Dann wäre was los,seine Karriere wäre vorbei u du würdest ganz vorne die Proteste gg ihn anführen.
    Aber im umgekehrten Fall ist nichts passiert u Madame bekommt immer noch Rollen.

  15. TheEagle sagt:

    @ResidentDiebels Was für einer du bist habe ich mir schon längst gedacht und lag völlig richtig.

  16. Argonar sagt:

    Bin ja normalerweise auch immer eher skeptisch, wenns auf reinem Hörensagen beruht, speziell wenns über Socia Media kommt. Aber hier ist der Fall eigentlich komplett klar. Behördern wurden eingeschaltet und die Fiirma hat trotzdem nix gemacht.

    Neben der reinen Belästigung sind ja auch einige andere starke Dinge passiert, wie z.B Typ wird befördert, seine Assistentinen machen nun seine ganze Arbeit während er den ganzen Tag CoD suchtet.

    Mitarbeiterin wird Beförderung verweigert mit der Begründung, dass sie vielleicht bald Mami wird und ihr das zu sehr gefallen könnte. uvm.

    Weg mit den Verantwortlichen, aber ASAP.

  17. NathanDrake1005 sagt:

    Ich sehe dumme Menschen... 😛

  18. xjohndoex86 sagt:

    So langsam sollte es doch auch der Letzte kapiert haben, dass er/sie mit sowas nicht mehr durchkommt. Und wer ganz oben ist, fällt umso tiefer.

  19. Squarestation sagt:

    bigED Incels sind nun mal ein gewaltiges Problem unserer Gesellschaft, Männer die keine abkriegen, Männer die im Leben gescheitert sind und nur zuhause rumhocken. Vor allem Videospiele sind verseucht vor solchen Versagern.

  20. WingChun sagt:

    Danke Residentdiebels,wenigstens ein normaler hier.

  21. naughtydog sagt:

    big ed@w
    Ich halte den schon seit langem für einen Deppen.