Diablo 2 Resurrected: Spaßig aber angestaubt – Closed Beta angespielt

Kommentare (18)

Vor wenigen Tagen fand die Closed Beta zu Blizzards Action-RPG "Diablo 2: Resurrected" statt. Wir haben uns auf der PS5 ins Abenteuer gewagt und verraten euch, wie uns die Neuauflage des Klassikers gefiel.

Diablo 2 Resurrected: Spaßig aber angestaubt – Closed Beta angespielt
"Diablo 2: Resurrected" erscheint unter anderem für PS4 und PS5.

Blizzards Action-RPG „Diablo 2“ zählt zweifelsohne zu den bedeutendsten Titeln, die das Unternehmen bisher veröffentlichte und das bis heute zahlreiche andere Vertreter seines Genres inspirierte. Nun wagt sich die Firma an ein Remaster seines einstigen Hits, den wir auf der PlayStation 5 im Rahmen der jüngsten Closed Beta bereits anspielen durften und die uns mit gemischten Gefühlen zurückließ.

Klassische Story trifft moderne Zwischensequenzen

An der Handlung des Titels hat das Team von Vicarious Visions, das zuletzt an der Neuauflage von „Tony Hawk’s Pro Skater 1 + 2“ werkelte, nichts verändert. Die Anspielversion beginnt mit dem bekannten Intro des Klassikers, in dem Marius, der Insasse einer Irrenanstalt, Besuch von einer geheimnisvollen Gestalt erhält, in der er den Erzengel Tyrael zu erkennen scheint. Diesem berichtet er von verstörenden Ereignissen in einem Wirtshaus, die er miterlebte.

Anschließend beginnt das eigentliche Spiel mit seinem 1. Akt, in dem wir in die Rolle eines namenlosen Helden schlüpfen und im Lager der Jägerinnen zu unserem ersten Abenteuer aufbrechen. Im fertigen Spiel werden wir uns dabei letztendlich natürlich Oberbösewicht Diablo entgegenstellen, der das Finale des ersten Teils überleben konnte. Die Eröffnungssequenz wurde mit aktueller Technik von Grund auf neu erschaffen und bietet einen modernen Einstieg in den altehrwürdigen Blizzard-Klassiker, der erstmals im Jahre 2000 auf dem Markt erschien.

In der Closed Beta standen uns fünf der insgesamt sieben Charakterklassen zur Verfügung: Genauer konnten wir uns zwischen der Amazone, dem Barbar, dem Druiden, dem Paladin und der Zauberin entscheiden. Die Assassine und der Totenbeschwörer waren derweil noch nicht anwählbar. Wir entschieden uns für eine Zauberin und zogen mit ihr hinaus in die Welt, um eine in der Nähe gelegene verdorbene Höhle von allerlei Monstern zu säubern.

Zunächst inspizierten wir jedoch das Lager der Jägerinnen, in dem wir starteten. Wir sprachen mit verschiedenen Charakteren und verschafften uns einen kleinen Überblick, was wir wo unternehmen können. Anschließend machten uns wir dann auf, um die zuvor erwähnte Höhle zu untersuchen.

Grafisch schick mit angenehmen Verbesserungen

Nachdem wir uns durch einige Monster und Zombies mittels unseres Stabs und unserer Feuermagie einen Weg gebahnt hatten, erreichten wir schließlich unseren Zielort. Während wir den unheilvollen Ort erkunden, fällt schnell die verbesserte Technik ins Auge. Die Texturen und Charaktermodelle wurden ansprechend überarbeitet, doch vor allem ist es die verbesserte Beleuchtung, die merklich zur düsteren Atmosphäre des Games beiträgt.

Dabei dürfte es insbesondere alteingesessene Fans freuen, dass die grundlegende Stimmung des Originals auch in „Diablo 2: Resurrected“ erhalten bleibt. Die Farben sind zwar etwas kräftiger, doch es entsteht kein Look wie jener, der von vielen langjährigen Fans der Reihe vor einigen Jahren in „Diablo 3“ noch teils harsch kritisiert wurde. Unterstützt wird die Atmosphäre von einem stimmungsvollen Soundtrack mit einigen wirklich tollen Musikstücken.

Darüber hinaus dürften Liebhabern des Originals schnell einige Quality of Life-Verbesserungen auffallen, die dem Spielgefühl zugute kommen und einen etwas angenehmeren Spielfluss ermöglichen. Auf dem Boden liegende Items werden nun beispielsweise automatisch aufgenommen und eine Übersicht zeigt im Menü schön ordentlich an, wie sich bestimmte Skills auf euren Charakter auswirken und wie viel besser/schlechter herumliegende Ausrüstung ist. Diese Möglichkeiten fügen sich schön organisch ein, ohne das Spielgefühl des Originals zu zerstören.

Allerdings hätten die Entwickler hier durchaus etwas mutiger sein können, um die Spielbarkeit des Titels mit „Diablo 2: Resurrected“ noch weiter zu verbessern und so näher an zeitgenössische Action-RPGs anzugleichen. Das Inventar muss etwa noch immer manuell optimiert werden, um keinen Platz zu verschwenden. Damit sind wir nun auch an einem Punkt angekommen, an dem sich die Geister letztendlich scheiden könnten, denn die Entwickler müssen auf einem schmalen Grat zwischen Originaltreue und Moderne wandeln.

Zum Thema: Diablo 2 Resurrected: Der Controller-Steuerung kam besondere Aufmerksamkeit zu

Spaßige allerdings ziemlich angestaubte Action

So gut Vicarious Visions den Blizzard-Klassiker auch in einzelnen Aspekten verbessern und in die Gegenwart holen konnten, so altbacken fühlt sich das Spiel dennoch in vielen Momenten an. Dies liegt natürlich ein Stück weit in der Natur der Sache, schließlich haben wir es hier mit einem Remaster und keinem Remake zu tun, doch an der einen oder anderen Schraube hätten die Macher wohl noch guten Gewissens schrauben können, ohne Fans zu verprellen.

Die Kämpfe und die Action machen heute beispielsweise noch ähnlich viel Spaß wie vor 21 Jahren und generell haben die Verantwortlichen das grundlegende Feeling, sowohl spielerisch als auch atmosphärisch, wunderbar eingefangen. Darüber hinaus ist es nach wie vor wirklich toll, mit den verschiedenen Fähigkeiten des eigenen Charakters zu experimentieren. Dennoch fühlen sich die zahlreichen Scharmützel gegen allerlei monströse Gestalten nicht unbedingt rund an. Die Animationen sind, wie im Original, ziemlich statisch.

Doch das muss selbstverständlich nichts zwangsweise negativ oder gar ein K.O.-Kriterium für die Neuauflage sein. Viele alteingesessene „Diablo 2“-Fans begrüßen es vielleicht sogar, dass Blizzard so behutsam mit dem Klassiker umgeht und in erster Linie auf eine technische Modernisierung mit kleinen Gameplay-Verbesserungen setzt. Es dürfte jedoch andererseits fraglich sein, ob „Diablo 2: Resurrected“ mit seinen teils angestaubten Facetten am 23. September 2021 auch neue Spieler überzeugen können wird, die keinerlei Bindung zu Original besitzen.

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Kommentare

  1. Juan sagt:

    20 Jahre ist es her das ich d2 gezockt habe, irgendwie fühle ich so etwas wie Nostalgie.
    Ich denke ich bin noch einmal dabei.

  2. Brok sagt:

    Für mich viel zu angestaubt, auch wenn ich es damals Ewigkeiten gespielt habe. Aber die Spielewelt dreht sich nun mal weiter und gegenüber modernen Titeln ist das einfach altbacken und eher spielerisch nervtötend

  3. Misko2002 sagt:

    Morgen wird die Beta angespielt. Mal schauen.

  4. Bumboclaat sagt:

    Das is so mies, hab mich schon richtig darauf gefreut bis ich erfahren habe, dass es kein Couch Coop gibt … und sogar bei diablo 4 wird komplett drauf verzichtet.. hat sich somit für mich erledigt. Wir haben diablo 3 gerne und lange im Coop gezockt

  5. King Azrael sagt:

    Kein Couch Coop...so ein schrott!!!! Was ist mit den Entwicklern los...

  6. Chad_Muska sagt:

    Im Vergleich zum THPS-Remaster vom selben Entwickler finde ich Diablo 2 technisch und grafisch unterirdisch. Hab das Original im Gegensatz zu den alten Tons Hawk-Teilen nie gespielt, aber grafisch dürfte sich da nicht viel tun, da THPS 1 noch älter ist als Diablo 2. Demnach verstehe ich nicht wirklich, warum da nicht Biodiesel mehr draus gemacht wurde. THPS 1+2 wurde auch ordentlich verändert bzw. weiterentwickelt und hat nur Bestnoten eingefahren! Macht für mich keinen Sinn, warum das bei Diablo nicht auch so sensationell umgesetzt wurde... Da ich aber eben das Original gar nicht kenne und somit auch keine Nostalgie empfinde, lasse ich mich trotzdem mal drauf ein. Schlecht ist es ja dadurch nicht, nur eben DEUTLICH unter dem Erreichbaren! Siehe erneut bei THPS 1+2, wie es besser gehen kann.

  7. Chad_Muska sagt:

    Scheiß Autokorrektur! Statt Biodiesel sollte da "viiieeel" stehen... 🙂

  8. EssBeeO sagt:

    Viele Spiele müssen m.E. gar nicht auf den aktuellen (Grafik)Standard gehoben werden, da das Spielprinzip an sich damals ein Meilenstein war. Siehe Demons Souls. Klar es gefällt und die höheren Frames sind ein Segen. Aber im Grunde ist es das Spiel von damals und das ist gut so. Nostalgie halt

  9. Wassillis sagt:

    Fand die Beta schlecht. Hitbox eine Katastrophe und mehrere Abstürze. Hoffe das wird besser.

  10. jorgus666 sagt:

    Fan des Originals, und muss sagen genau darauf hab ich gewartet, die Grafik ist sowas von stimmig, genau so düster hätt ich mir D3 gewünscht, freu mich mega auf den Release und es ist einfach wahnsinn, was aus der alten Engine rausgeholt wurde, auf dem PC kann man ja umschalten zwischen alter und neuer Grafik und wenn man das im direkten vergleich sieht ist es einfach mega gut! Ich glaube einige gehen hier mit der falschen erwartung ran, für fans ist es einfach genau das was sie sich gewünscht haben! das einzige was ich mir gewünschte hätte was modernisiert hätte werden sollen ist das Tränke und das Zauber system, da so das inventar einfach viel zu klein ist, und am PC leider kein UWQHD support was heutzutage standard sein sollte

  11. jorgus666 sagt:

    AH ja wollt noch sagen auf PS5 und PC ist es einfach super, PS4 version soll ja nicht so toll laufen; und ich bin sooooooooo froh dass es Cross-Save hat!

  12. Lichkoenig sagt:

    Mir gefällts so wie es ist. Ich hätte Auch nicht gewollt das großartig viel geändert wird. Und viel mehr raus holen können sie da vermutlich nicht, da das alte game im Hintergrund ja immer noch mit läuft. Für richtige Fans geht es doch wohl auch gar nicht um korrekte Hitboxen oder ultra krasse Grafik sondern um das Gameplay und die Atmosphäre - und damit punktet Diablo 2 nunmal deutlich. Und Couch Coop brauch ich da auch nicht. Kann verstehen wer sowas mag oder brauch aber ich hab es vor 15 Jahren nicht gebraucjt und brauche es heute auch nicht. Schön Abends wenn die Kleine im Bett ist paar Runden durch Sankutario drehen reicht mir vollkommen.

  13. SteveSunderland86 sagt:

    Ich finde es auch super, beta hat Spaß gemacht. Das größte Problem für mich war die Steuerung im Menü. Vielleicht kann man das auf Konsole noch etwas optimieren, ansonsten schöne moderne Nostalgie!

  14. Doniaeh sagt:

    Ich finds insgesamt auch gut so wie es ist. An der Controllersteuerung sollte noch etwas geschraubt werden, so ne kleine Ziel-Unterstützung beim draufhauen würde das Spielgefühl meines Erachtens verbessern.

    Auch wenn ich damit vermutlich ziemlich allein dastehe, ich finde auch gut, dass man z.B. am gemeinsamen Loot nix ändert, das ist halt Diablo 2. Hart aber herzlich 😉

  15. Gurgol sagt:

    Chad Muska.
    Grafisch ist das ein riesensprung. Das siehst du genau wenn du zur original Grafik wechselst.

    Das Spiel ist so viel besser als D3.

  16. Sam1510 sagt:

    Die neue Optik ist doch vollkommen Ok und passt sich gut ins Spiel ein. Einige finden die Optik sogar ZUGUT weil so ein bissel das düstere/Dreckiger Look aus dem Original etwas flöten geht.

    Ansonsten: D2 ist vorbestellt auf PC und freue mich wieder wie in alten Zeiten auf viele Runs 😀

  17. Gurgol sagt:

    Bei mir auch auf dem PC.
    Ich freue mich richtig auf meinen Winddruiden.

  18. BoC-Dread-King sagt:

    Ich hab jetzt auch mal ein wenig in die PS5 Beta reingeschaut. Genial ist einfach die Sounduntermalung, Geräusche kommen auch mega über die Sorround Anlage rüber, vor alles was für ein genialer Soundtrack.

    Bei DII kommt einfach direkt dieses düstere Feeling auf, was man schon von DI so geliebt hat und bei DIII komplett nicht mehr vorhanden ist. Ich hoffe DIV knüpft genau daran an und man vergisst das kunterbunte DIII mit dazu auch nicht mehr so düsteren Soundtracks.

    Aus heutiger Sicht nervt allerdings die Gerränkebar, ich hoffe die bekommt noch etwas Feinschliff und somit noch weitere übergelagerte Tränke.