Atelier Sophie 2: Interview-Special – Ist die Entwicklung wie ein Bosskampf?

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Passend zur Ankündigung von “Atelier Sophie 2” haben wir uns mit dem Producer und Head of Gust, Junzo Hosoi, unterhalten. Er hat einiges über die Entwicklung des Sequels verraten und mit uns darüber nachgedacht, was die “Atelier”-Spiele so zauberhaft macht.

Atelier Sophie 2: Interview-Special – Ist die Entwicklung wie ein Bosskampf?
"Atelier Sophie 2: The Alchemist of the Mysterious Dream" erscheint im kommenden Jahr unter anderem für die PS4.

2016 erschien hierzulande “Atelier Sophie: The Alchemist of the Mysterious Book” und verzauberte Rollenspiel-Fans sofort. Als namensgebende Protagonistin Sophie erlebt ihr hier hautnah, wie sie mit ihren Aufgaben immer weiter wächst, um ihrem großen Ziel näher zu kommen: Sie möchte die größte Alchemistin werden, die es gibt. Hilfe bekommt Sophie von einem magischen Buch, das sich seltsam menschlich verhält und ihr zahlreiche Ratschläge gibt. Im Laufe eurer Abenteuer verwandelt ihr das Buch in eine mächtige Alchemistin mit dem Namen Plachta. Wie praktisch! Sie bleibt an Sophies Seite und wird zu ihrer Mentorin und Freundin.

Im kommenden Ableger geht die Reise der beiden weiter. Auf einer ihrer Erkundungen finden Plachta und Sophie einen riesigen Baum, den Plachta bereits in einem ihrer Träume gesehen hat. Kurz darauf überschlagen sich die Ereignisse und die beiden Alchemisten werden in eine fremde Welt gezogen. Bisher haben sie alle Abenteuer gemeinsam bestanden, doch nun ist Plachta verschwunden und Sophie muss sich allein durchschlagen. Einige Nachforschungen später findet Sophie heraus, dass Plachta in einer nahegelegenen Stadt leben soll. Doch das ist nicht ihre Freundin, sondern eine ganz andere Person! So startet ihr in “Atelier Sophie 2” in eine neue Mysteriöse Geschichte.

Besonders viel wissen wir bisher noch nicht über das Spiel. Der Ankündigungstrailer zeigt zwar einige Gegner, Charaktere und das Alchemie-System, doch welche Neuerungen es wirklich gibt, sind uns noch nicht ganz klar. Abgesehen von der Tatsache, dass die Kämpfe auf der Karte nun nahtlos stattfinden und es Die nun wieder rundenbasierten Kämpfe werden von Junzo Hosoi als “Multi-Link Turn-Based Battles” bezeichnet, was vermutlich auf die Verknüpfung von Attacken der einzelnen Teammitglieder zurückzuführen ist. Im Trailer sieht das schon richtig cool aus, ob sich das Ganze auch so spielt, bleibt wohl abzuwarten.

Warum Sophie?

Das 2er-Gespann aus dem ersten “Atelier Sophie” kam bei den Fans sehr gut an, weshalb man sich erneut für die beiden jungen Frauen als wichtige Charaktere für das Sequel entschieden hat. Wenn ihr zu langjährigen Fans der Spielreihe zählt, kennt ihr vielleicht auch den direkten Nachfolger, “Atelier Firis”, in dem Sophie unglaubliches Wissen erworben hat, sodass sie lehren konnte. “Atelier Sophie 2” schließt die Lücke zwischen diesen beiden Games, wie uns Producer Hosoi erzählt:

“Sophie war Alchemistin-Anfängerin, dann in “Atelier Firis” eine Lehrerin für Alchemie und in “Atelier Lydie & Suelle” eine Alchemistin, die ein außergewöhnliches Niveau erreicht hat. Offensichtlich haben Sophie und Plachta während dieses Wachstums viele Erfahrungen gemacht. Wir dachten also, dass es wirklich Spaß machen würde, eine dieser Erfahrungsperioden als Fortsetzung und einen neuen Titel zu zeigen und haben uns entschieden, Sophie als Protagonistin zu wählen.”

Videospiele zu entwickeln kann wie ein Bosskampf sein

Obwohl es bereits zahlreiche “Atelier”-Spiele gibt, sind sie keine einfachen Kopien voneinander. Jedes einzelne Game stellt die Entwickler vor neue Herausforderung. Schließlich will man das Franchise immer weiterentwickeln. Das stellt auch den Producer oft vor große Aufgaben, die einem Bosskampf in gewisser Art und Weise ähneln. Er erklärte uns dazu:

“Nun, nicht nur für “Atelier Sophie 2”, sondern generell bei der Entwicklung von Spielen habe ich das Gefühl, jeden Tag einem Bossgegner gegenüberzustehen. Und das Erfolgserlebnis beim Besiegen des Feindes ist unglaublich! Aber es gibt zu viele mächtige Feinde! Ich hoffe wirklich, dass es von nun an keine stärkeren Feinde gibt die auf uns warten.”

Der Zauber der “Atelier”-Games

Wir haben es in der Einleitung bereits angesprochen: Das “Atelier”-Franchise ist einfach zauberhaft. Das liegt, zumindest in den Augen der Autorin dieses Artikels, vor allem an dem Gefühl, diesem speziellen Vibe, den jedes einzelne von ihnen ausstrahlt. Für dieses besondere Gefühl sind nicht nur die Charaktere oder die Story allein verantwortlich: Es ist das Zusammenspiel vieler Faktoren, das diesen “Alles ist gut. Die Welt ist ein magischer Platz, an dem alle Probleme gelöst werden können”-Viben auslösen. Und es ist fabelhaft! In den subjektiven Augen der Autorin definitiv der größte Pluspunkt der Serie, was jedes einzelne “Atelier”-Spiel von anderen Rollenspielen abhebt.

Im Gespräch mit Junzo Hosoi kam heraus, dass er es in gewisser Art und Weise ähnlich sieht. Allerdings geht das für ihn ein Stück weiter. Der Grund, weshalb viele JRPG-Fans die “Atelier”-Reihe so mögen, ist für ihn nicht pauschalisierbar. So gibt es sicher Leute, die diesen besonderen “Atelier”-Vibe lieben. Aber auch andere, die einfach die Alchemie toll finden oder die Charaktere in ihr Herz schließen. Schließlich ist jeder Spieler anders.

Wenn ihr jetzt neugierig auf “Atelier Sophie 2” geworden seid, haben wir gute Nachrichten: Das Spiel erscheint schon am 25. Februar 2022 für PS4, Switch und PC. Macht euch keine Sorgen, wenn ihr den Vorgänger (noch) nicht kennt: Laut Hosoi lassen sich die einzelnen Games auch ohne großes Vorwissen spielen. Für das Sequel wird es außerdem eine Zusammenfassung in Videoform geben, damit ihr über den ersten Teil bescheid wisst.

Übrigens: Wenn ihr noch ganz neu in der Welt der Alchemie seid, hat Junzo Hosoi auch einen Tipp, womit ihr am besten anfangt: Sucht euch einen Charakter aus, über dessen Geschichte ihr gern mehr erfahren würdet. Es gibt nicht DAS PERFEKTE Spiel, um mit der Reihe zu beginnen. Er rät dazu, das zu nehmen, was einen direkt fasziniert.

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