Dying Light 2: HUD lässt sich individuell anpassen – oder komplett ausschalten

Viele Fans der "Dying Light"-Reihe haben sich gefragt, ob sich die Lebensanzeigen und andere HUD-Elemente im neuen Ableger deaktivieren lassen. Darüber sprach die zuständige UX-Designerin jetzt ausführlich im neuesten Entwicklervideo.

Dying Light 2: HUD lässt sich individuell anpassen – oder komplett ausschalten

Wenn ihr möchtet, könnt ihr auf ein HUD verzichten.

Auf dem Youtube-Kanal von „Dying Light“ wurde ein neues Entwicklervideo hochgeladen. Darin spricht Techlands UX-Designerin namens Agata Sykuła über das Head-Up-Display von „Dying Light 2: Stay Human“. Die Fans haben das Entwicklerstudio mit unzähligen Fragen zur Lebensanzeige überflutet, weshalb man den HUD-Elementen nun ein eigenes Video gewidmet hat.

Die richtige Balance sei entscheidend

Zuerst erklärt die UX-Designerin, worum es bei der Benutzererfahrung (User Experience) eigentlich geht. Hierbei soll die richtige Balance zwischen maximalem Spielspaß und einem möglichst immersiven Erlebnis geschaffen werden. Gerade bei der First-Person-Perspektive sei das ein entscheidender Faktor. Zudem soll die Spielerfahrung so verständlich wie möglich gestaltet werden, weshalb die Entwickler Tausende von Stunden an Videomaterial für einen ausführlichen Test aufgezeichnet haben.

In der Praxis sei das eine große Herausforderung. Sobald alle Daten ausgewertet wurden, erstellte das Entwicklerteam mehrere Benutzerprofile und ordnete die verschiedenen Spielertypen ein. Die erfahreneren Spieler seien diejenigen, die maximale Immersion bevorzugen und deshalb das HUD ausblenden möchten. Demgegenüber stehen Spieler, die Informationen benötigen und sich über jede Zusatzoption freuen. Für Techland war es wichtig, alle Spielertypen zu berücksichtigen.

Ja, die Lebensanzeige lässt sich ausschalten

Aus diesem Grund bietet „Dying Light 2: Stay Human“ allen Spielern die Möglichkeit, das HUD den eigenen Vorstellungen anzupassen. Gerade die Lebensanzeigen wurden vielerseits kritisiert, weshalb ihr unter anderem dieses Element gänzlich deaktivieren könnt. Sykuła teilt an dieser Stelle mit, dass sie so gut wie alle Kommentare unter ihren Videos lesen. „Jeder Kommentar zählt„, macht sie später im Gespräch klar.

Als Nächstes wird das dynamische Quest-Log angesprochen. Laut Sykuła wird dieses HUD-Element nur eingeblendet, wenn ihr euch in einem Quest-Gebiet aufhaltet oder einer damit verbundenen Tätigkeit nachgeht. Wer weitere Informationen benötigt, muss einfach den vorgesehenen Button gedrückt halten.

Im Anschluss wird Sykuła dazu aufgefordert, drei Elemente für die Erstellung der perfekten Benutzererfahrung aufzuzählen:

  1. Die bereits erwähnten Anpassungsmöglichkeiten.
  2. Vertrautheit vor Innovation. Der Spieler muss sofort erkennen, was wichtig ist.
  3. Niemals davon ausgehen, dass sich Spieler so gut mit dem Produkt auskennen, wie die Entwickler.

Die Optimierung der User Experience hört mit der Veröffentlichung nicht auf. Schließlich erhalten sie den Großteil des Feedbacks erst nach der Markteinführung. Dabei müssen natürlich Kompromisse eingegangen werden, weil es zu sehr unterschiedlichen Meinungen kommen wird. Die Vision des Spiels soll dabei nicht vergessen werden.

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Zu guter Letzt wird die Barrierefreiheit angesprochen. Mehrere Optionen wurden eingefügt, um solch ein komplexes Open World-RPG auch Menschen mit einer Behinderung zugänglich zu machen. Zum Beispiel kann die Schriftgröße oder die Farbe der Charakternamen eingestellt werden. Wer in seiner Bewegung eingeschränkt ist, kann wiederum bestimmte Buttons gedrückt halten und muss diese nicht dauernd erneut betätigen. Auch farbenblinde Menschen werden nicht außer Acht gelassen.

Das Gespräch mit UX-Designerin Agata Sykuła:

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Konrad Zuse

Konrad Zuse

21. Dezember 2021 um 17:41 Uhr