Nintendo Switch: Joy-Con-Reparaturzentrum war ständig überfordert

Die Joy Cons der Nintendo Switch sind für ihren "Drift" berüchtigt. In den USA war das Reparaturzentrum ständig überfordert, behauptet jetzt ein ehemaliger Vorgesetzter.

Nintendo Switch: Joy-Con-Reparaturzentrum war ständig überfordert

Die Nintendo Switch ist ein immenser Erfolg für das japanische Unternehmen. Dieser wurde jedoch besonders in der ersten Zeit nach dem Release der Konsole getrübt. „Joy-Con-Drift“ dürften wohl viele Gamer schon einmal gehört und einige Switch-Besitzer wohl auch am eigenen Leib erfahren haben.

Wie ein ehemaliger Vorgesetzer des US-Reparaturzentrums nun berichtet, soll seine Abteilung ständig überfordert gewesen sein. „Hunderte“ fehlerhafter Controller sollen zu der Hochzeit des Problems jeden Tag eingetroffen sein.

Vorgeschriebenes Reparaturtempo konnte kaum eingehalten werden

Der sogenannte „Joy-Con-Drift“ ist bereits seit der Markteinführung der Nintendo Switch im Jahr 2017 bekannt. Dabei fangen die Controller nach einiger Verwendung an, Bewegungen zu registrieren, selbst wenn sich die Thumbsticks in einer neutralen Position befinden. Zwischen 2017 und 2018 wollte Nintendo dieses Problem lösen, indem alle fehlerhaften Joy Cons einfach austauscht wurden. Nach dem ersten Jahr wurde das Vorgehen jedoch geändert, so dass die Mitarbeiter des Reparaturzentums jeden einzelnen Controller reparieren mussten.

Laut einem ehemaligen Vorgesetzten des US-Reparaturzentrums sei die Arbeit zum Höhepunkt der Joy-Con-Probleme so stressig geworden, dass es zu einer hohen Fluktuation der Mitarbeiter führte. Das Reparaturzentrum von Nintendo soll jede Woche „Tausende“ fehlerhafter Einheiten erhalten haben, weshalb ein neuer Arbeitsplatz speziell für Controller-Reparaturen eingerichtet werden musste. Das vorgeschriebene Reparaturtempo konnte zu dieser Zeit kaum eingehalten werden. Das Zentrum wurde angehalten, 90 Prozent der eingehenden Joy-Cons innerhalb von vier Tagen zu reparieren, unabhängig von der Anzahl der verfügbaren Mitarbeiter.

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Verschlimmert wurde die Situation angeblich auch durch einen Mangel an Fachkräften. Oft wurden Zeitarbeitskräfte eingesetzt, die nach drei Monaten als Vollzeitbeschäftigte eingestellt werden konnten. Die Notwendigkeit, ständig neue Mitarbeiter zu schulen, soll die Fähigkeit des Teams, Reparaturen zu überwachen, erheblich belastet haben. Wegen der mangelnden Expertise soll es häufig zu Fehlern bei den Reparaturen gekommen sein.

Der Drift bei den Controllern der Nintendo Switch war besonders zum Start der Hybridkonsole ein großes Problem. Es führte unter anderem zu Klagen gegen Nintendo und zu Nachforschungen der EU. Der Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa hat sich im Jahr 2020 sogar formell für die Drift-Problematik entschuldigt.

Quelle: Kotaku, Eurogamer

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