Microsoft: Klage von Spielern soll Activision Blizzard-Übernahme verhindern

Microsoft muss sich mit einer weiteren Klage aufeinandersetzen, die sich gegen die Übernahme von Activision Blizzard richtet. Denn für die Spieler werden signifikante Nachteile befürchtet. In einer Stellungnahme behauptet das Xbox-Unternehmen hingegen, dass der Deal "mehr Spiele für mehr Menschen" zur Folge haben wird.

Microsoft: Klage von Spielern soll Activision Blizzard-Übernahme verhindern

Die geplante Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft hat eine weitere Klage ausgelöst. Nachdem die Federal Trade Comission (kurz: FTC) und weitere Akteure rechtliche Schritte gegen den Deal ankündigten, zog eine Gruppe von Spielern nach.

Die gegen Microsoft gerichtete Kartellklage wurde in San Francisco von insgesamt zehn Klägern eingereicht. Sie sind der Ansicht, dass die 69 Milliarden Dollar schwere Übernahme dem Xbox-Anbieter eine „unangefochtene Position“ in der Spieleindustrie verschaffen würde.

„Microsoft kontrolliert bereits eines der beliebtesten und größten Videospiel-Ökosysteme der Branche“, heißt es in der Klageschrift. „Die angestrebte Übernahme würde Microsoft eine konkurrenzlose Position in der Spieleindustrie verschaffen, da das Unternehmen dann über die größte Anzahl von Must-Have-Spielen und ikonischen Franchises verfügt.“

In der Klage werden alle Übernahmen und Fusionen von Microsoft seit 2014 aufgelistet und die Verfasser behaupten, dass die angestrebte Übernahme von Activision Blizzard „eine erhebliche Bedrohung für die Kläger und die breite Öffentlichkeit darstellt“, da sie den „Wettbewerb in jedem der relevanten Produktmärkte erheblich einschränken“ würde, was zu „höheren Preisen, weniger Innovation, weniger Kreativität und weniger Auswahl für die Verbraucher“ führen könnte. Außerdem befürchten die Initiatoren „potentiell wettbewerbswidrige Auswirkungen“.

In einem weiteren Teil widmet sich die Klageschrift dem reduzierten Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt, da die Angestellten weniger Auswahl unter den Arbeitgebern hätten, sobald der Deal abgeschlossen ist.

Mehr Spiele für mehr Menschen?

Microsoft äußerte sich gegenüber Bloomberg Law zur erneuten Klage und behauptete, dass Spieler von der Übernahme profitieren werden: „Dieser Deal wird den Wettbewerb erweitern und mehr Möglichkeiten für Spieler und Spieleentwickler schaffen, da wir mehr Spiele für mehr Menschen anbieten wollen“, heißt es in der Erklärung des Unternehmens.

Diese Aussage dürfte vielen Spielern sauer aufstoßen, da vorangegangene Übernahmen deutlich machten, dass Microsoft vorrangig auf exklusive Veröffentlichungen abzielt. Kommende Bethesda-Spiele wie „Starfied“ und „The Elder Scrolls 6“ werden nur noch einem Teil der Spieler zur Verfügung gestellt, da sie nicht für PlayStation-Konsolen erscheinen.

Allein 2021 gingen mit der Übernahme von Bethesda mehrere Studios wie id Software, MachineGames, Tango Gameworks und Arkane in den Besitz der Redmonder über. In den Jahren zuvor wurden Unternehmen wie Double Fine Productions, Obsidian Entertainment, inXile Entertainment und Ninja Theory übernommen, die weitgehend nur noch exklusiv produzieren.

Offensichtliches Ziel von Microsoft ist es, mit den neuen Studios und den Exklusivveröffentlichungen den Xbox Game Pass zu stärken und samt PC und Cloud Milliarden Spieler anzusprechen.

So erklärte der Xbox-Chef Phil Spencer im vergangenen Juni: „Wir bauen eine Plattform auf, die Milliarden von Spielern erreichen kann – ob auf Konsole, PC oder über Xbox Cloud Streaming – und auf der Spieler auf jedem Gerät, auf dem sie spielen wollen, die Inhalte finden können, die sie spielen wollen.“

Xbox Game Pass hinter Erwartungen und Netflix-Gerüchte

Zumindest mit dem Xbox Game Pass liegt Microsoft hinter den Plänen zurück. Einem im Oktober veröffentlichten Bericht zufolge prophezeite das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2022, das am 30. Juni endete, eine Wachstumsrate von 73 Prozent, konnte mit dem Abonnement aber nur einen Anstieg von 28 Prozent verzeichnen.

Im Jahr 2021 strebte das Unternehmen für den Xbox Game Pass ein Wachstum von 48 Prozent an und blieb mit 37 Prozent ebenfalls hinter diesem Wert zurück.

Doch bleibt es dabei? Die milliardenschwere Übernahme von Activision Blizzard könnte Abodiensten zum Durchbruch verhelfen und das bisherige Premiummodell untergraben. Bei der Finanzierung der Spiele würde Indizien zufolge Werbung zum Einsatz kommen. Entsprechende Vorbereitungen wurden von Microsoft längst getroffen, während sich eine Umfrage der Akzeptanz der Spieler annahm.

Und auch nach Activision Blizzard ist nicht Schluss: Jüngsten Gerüchten zufolge hat Microsoft ein Interesse daran, den Streaming-Giganten Netflix zu übernehmen. 190 Milliarden Dollar könnten den Besitzer wechseln. Es wäre eine weitere Investition in Microsofts Werbe-, Abo- und Metaverse-Pläne.

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