Wo Long Fallen Dynasty in der Vorschau: Hier sterbt ihr noch schneller

Schon wieder ein Soulslike von Team Ninja? "Wo Long: Fallen Dynasty" spielt in einer Fantasy-Welt der späten Han-Dynastie der Drei Königreiche und erinnert in vielen Aspekten an Vorgänger “Nioh”, gepaart mit frischen Elementen und einer ordentlichen Portion Action. Wir haben es für euch angespielt.

Wo Long Fallen Dynasty in der Vorschau: Hier sterbt ihr noch schneller

Ihr schafft den Gebietsboss zum dritten Mal nicht und wollt den Controller gegen die Wand werfen? Beim fünften Fehlversuch legt ihr das Spiel direkt komplett weg und seid frustriert? Dann seid ihr vermutlich keine Soulslike-Spieler. Schreckt euch ein beinharter Kampf hingegen nicht ab, könnte schon bald eine neue Herausforderung auf euch warten. Wir haben “Wo Long: Fallen Dynasty” angeschaut und sind für euch tausend Tode gestorben.

“Wo Long” erzählt die Geschichte eines Soldaten, der in der späten Han-Dynastie der Drei Königreiche ums Überleben kämpft. Bisher wissen wir über die Story ehrlich gesagt nicht viel. Der Protagonist wird zu Beginn von einem blinden Kämpfer gerettet und startet mit ihm in ein Abenteuer voller Intrigen im chinesischen Reich. Zumindest sagen das die Entwickler – allzu viel Story gab es für uns bisher nicht.

Ist “Wo Long” sehr schwer? Ja!

Vermutlich wollt ihr wissen, wie oft wir beim Anspielen ins chinesische Gras gebissen haben. Schließlich handelt es sich bei “Wo Long: Fallen Dynasty” um ein Soulslike aus dem Hause Team Ninja, was die Erwartungen daran in die Höhe schießen lässt. Und ja, wir sind gescheitert. Immer und immer wieder. Wie oft haben wir irgendwann nicht mehr gezählt. Während das Kanonenfutter am Anfang durchaus einfach zu besiegen ist, ist schon der erste Boss ein echtes Problem. Doch dazu später mehr.

Einfach ausgedrückt ist “Wo Long: Fallen Dynasty” eine Art neues “Nioh”, denn es schlägt vom Stil in eine ähnliche Kerbe. Beim Spielen merkt man aber auch deutlich, dass andere Einflüsse das Entwicklerteam geprägt haben, sodass es sich keinesfalls wie ein Abklatsch anfühlt. Im Gegenteil: “Wo Long” wirkt frischer und irgendwie neu, was vermutlich vor allem an der hohen Bewegungsgeschwindigkeit liegt. Dadurch kommt eine gehörige Portion Action ins Spiel.

Euer Hauptcharakter kann springen, was für den Großteil der Spiele des Genres ungewöhnlich ist. Dadurch erweitert sich euer Erkundungsradius auch in die Höhe und erlaubt Sprungangriffe vom Dach oder Abkürzungen über Felsbrocken. Auch ungewöhnlich sind die Stealth-Elemente, mit denen ihr die Gegner von hinten meuchelt, anstatt einen Kampf zu beginnen. Das funktioniert natürlich (leider) nur bei den ganz schwachen Einheiten, erspart aber viel Zeit.

Prinzipiell fühlt sich “Wo Long” aber ziemlich vertraut an: Ihr setzt Wimpel an vorgegebene Plätze um zu speichern oder euch zu verbessern, erkundet verborgene Pfade auf der Suche nach Loot und übt Rache an Gegnern, die euch getötet haben. Hier greift die altbekannte Souls-Formel wie immer ziemlich gut: Verliert ihr euer Leben, schnappen sich die Gegner eure Punkte und ihr bekommt sie nur zurück, wenn ihr sie im nächsten Versuch umlegt.

Hartes Gameplay, noch härtere Bosse

Jeder Gegner verfügt über eine Moralstufe, die ähnlich wie ein Level fungiert. Ist diese Moral deutlich höher als eure eigene, wird der Kampf nur für absolute Profis schaffbar. Die Moralstufe lässt sich durch bestimmte Aktionen erhöhen. Genauso kann sie sinken, wenn das eine oder andere schief geht. Gerade zu Anfang scheint es deshalb wichtig, alle Gegner aus dem Gebiet zu besiegen und die Flaggen an den vorgegebenen Orten zu setzen, um die Moralstufe zu erhöhen. Gutes Timing im Kampf kann auch für eine Erhöhung der Stufe sorgen.

Außerdem habt ihr die Möglichkeit, eure Fähigkeiten zu verbessern. Neben Elementarverbesserungen, die sich auf Angriffskraft, LP und Co auswirken, werdet ihr sogar Zauber erlernen. Hier zeigt sich erstmals der Fantasy-Einfluss in “Wo Long”, der sich mit dem traditionellen China verbindet. Ob Feuerkugel oder Blitzschlag: Mit diesen zauberhaften Fähigkeiten sorgt ihr für Schaden, ohne dem Gegner zu nahe zu kommen.

Der erste Boss in “Wo Long: Fallen Dynasty” hat uns die ersten Versuche einfach umgehauen. Ausgestattet mit einem Schwert und einem Speer sowie drei Tränken haben wir versucht zu springen, auszuweichen und nach einem Block einen Gegentreffer zu landen. Ohne die Bewegungsmuster des Gegners zu kennen, habt ihr da aber keine Chance. Als wir die mächtigen Angriffe und seine Verhaltensmuster verinnerlicht hatten, ging es deutlich besser. Endlich – er ist besiegt!

Was wir allerdings nicht erwartet haben: Bereits der erste Boss im Spiel hat eine zweite Phase. Dagegen waren die ersten Schläge theoretisch ein Kinderspiel, denn ohne Verschnauf- oder Heilphase müsst ihr euch in den Kampf gegen eine mutierte Version stürzen. Irgendwas zwischen XXL-Kämpfer und Dämon wird euch sonst innerhalb von Sekunden auseinandernehmen. Der dämonische Feind ist nicht nur stärker, größer und hat einen riesigen Angriffsradius: Er ist auch noch blitzschnell.Habt ihr im ersten Kampf zu viele Heilressourcen verbraucht, müsst ihr die zweite Phase gar nicht erst versuchen.


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“Wo Long: Fallen Dynasty” verzeiht euch aufgrund des schnellen Kampfsystems keine Unachtsamkeit. Ob Blocken, Ausweichen oder Angreifen: Wenn ihr hier nicht exakt wisst, was ihr tut, war’s das. Aufgeregtes Knöpfchenhämmern funktioniert keinesfalls. Euer Charakter macht das nämlich schlimmstenfalls gar nichts, was ebenfalls euer Todesurteil sein wird. Das Spiel ist wirklich nichts für Genre-Anfänger.

 

Einschätzung: gut

“Wo Long: Fallen Dynasty” ist ein Soulslike für Nerven aus Stahl. Durch die hohe Spielgeschwindigkeit müssen alle Tasten sitzen, bevor ihr euch in den Kampf stürzt.

Euch erwartet ein wirklich knackiges Spiel des Genres, das erfahrungsgemäß keine Gnade zulässt. Durch die Fähigkeitsbäume, unterschiedliche Waffen und Ausrüstungsgegenstände sowie das Willenslevel fühlt sich “Wo Long” frisch im Dschungel der immer mehr aufkommenden Soulsborne-Games an. Wenn ihr die Geduld dafür habt, schaut mal rein!

Optisch hat uns “Wo Long” aber nicht wirklich aus den Socken gerissen, wobei das Jammern auf hohem Niveau ist. Umgebungen, Gegner und Bewegungen sehen durchaus ordentlich aus, aber so manche Pflanze kommt vermutlich aus dem Jahr 2015. Das könnt ihr im Fotomodus immerhin inklusive zahlreicher Sticker und Rahmen festhalten.

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