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DualSense Edge im Test: Ein toller Controller wird noch besser

Der Release des DualSense Edge, Sonys hauseigenem PlayStation 5-Pro-Controllers, steht vor der Tür. Wir durften das Gerät bereits vorab ausgiebig testen und verraten euch in diesem Artikel, wie sich der Controller geschlagen hat.

play3 Review: DualSense Edge im Test: Ein toller Controller wird noch besser
9.0

Der DualSense Edge-Controller für die PlayStation 5 erscheint am 26. Januar 2023 im deutschen Handel.

Mit seinem DualSense Edge erweitert Sony in wenigen Tagen sein hauseigenes PlayStation 5-Portfolio um einen Pro-Controller. Wir haben für unsere große PLAY3.DE-Review vorab ein Exemplar zur Verfügung gestellt bekommen und durften das neue Gerät somit bereits ausführlich ausprobieren. Wie sich der neue PS5-Controller in unserem Test geschlagen hat und für wen sich ein Kauf lohnen könnte, das verraten wir euch in den nachfolgenden Zeilen.

Was ist alles beim DualSense Edge dabei?

Doch ehe wir auf den neuen PS5-Controller an sich eingehen, vorab ein paar kurze Worte zum Lieferumfang des Geräts. Dieses steckt in einer durchaus schicken, robusten weißen Schutztasche mit dem PlayStation-Logo darauf. Im Inneren findet ihr dann den DualSense Edge mit insgesamt sechs austauschbaren Stick-Kappen (2x Standard, 2x hoch, 2x niedrig), die ihr statt der regulären DualSense-Analogstickaufsätze mit wenigen Handgriffen anbringen könnt.

Darüber hinaus sind noch 2x Hebelrücktasten und 2x halbrunde Rücktasten (Paddels) sowie ein geflochtenes USB-Kabel zum Aufladen des Controllers und ein dazu passendes Steckergehäuse enthalten. Euch erwartet somit ein ziemlich umfangreiches Paket, das andeutet, was ihr allem mit dem neuen Gerät anstellen könnt.

Spannende neue Extras

Doch kommen wir nun endlich zum DualSense Edge selbst, der auf den ersten Blick wie ein etwas edlerer Standard-DualSense aussieht. Zunächst fällt Schwarz als etwas prominentere Farbe auf, etwa beim Touchpad, dem Digipad und den Aktionstasten. Auch die Form und Größe hat sich gegenüber dem normalen PS5-Controller nicht verändert, was angesichts dessen, wie gut das Gerät in der Hand liegt, durchaus nachvollziehbar ist.

Deshalb sollte es nicht verwundern, dass auch der DualSense Edge sehr gut in der Hand liegt beziehungsweise sogar noch einen Tick besser als sein „Vorgänger“. Das ist dem Umstand zu verdanken, dass Sony zusätzliche Texturen ergänzt hat, genauer auf dem Touchpad und an den beiden Triggern (L2 + R2). Bei genauerer Betrachtung fallen dann auch die ersten Extras auf, die der PlayStation-Hersteller seinem Pro-Controller spendiert hat.

Zunächst könnt ihr nun einstellen, wie weit sich die beiden Trigger durchdrücken lassen: Das geht schön unkompliziert mit zwei kleinen Reglern auf der Unterseite des DualSense Edge, die ihr in drei Stufen einstellen könnt. Für schnelle Shooter-Games ist es zum Beispiel von Vorteil, die Trigger nicht komplett durchdrücken zu müssen, um die Waffe abzufeuern, schließlich kann in einem heißumkämpften Match jede Sekunde entscheidend sein. Zudem könnt ihr die Intensität der Trigger einstellen, etwa den Bereich, in dem der Controller auf eure Eingabe reagiert. Auch dies kann in einigen Games wichtig sein.

Die Kehrseite der Medaille hierbei ist natürlich, dass ihr auf das besondere Feeling, das die adaptiven Trigger vermitteln, verzichten müsst. In einem Spiel wie „Horizon Forbidden West“ simuliert der DualSense das Spannen einer Bogensehne, während in Shootern der Waffenabzug imitiert wird. Das macht einige Games noch immersiver und solltet ihr auf dieses Feature wertlegen, müsst ihr abwägen, ob es euch wert ist, dies vorübergehend zu deaktivieren.

Die zuvor erwähnten austauschbaren Sticks lassen sich mit wenigen Handgriffen anbringen: Ihr müsst nur auf den Release-Knopf auf der Unterseite des Controllers drücken, um ein Plastikteil, das leider ein wahrer Fingerabdruckmagnet ist, über den Analogsticks zu lösen. Anschließend müsst ihr nur noch einen kleinen Hebel neben einem der Sticks umlegen und schon könnt ihr diesen herauslösen.

Für Shooter empfiehlt es sich beispielsweise, den rechten Stick ein Stück zu erhöhen, um das Zielen zu erleichtern. Da aktuelle Stick-Modelle häufig Anfällig für Drifts oder ähnliche Fehler sind, wären hier weitere Alternativen sinnvoll, etwa Genre-spezifische Sticks (Shooter-, Fighting-Games) oder alternative Modelle wie Hall-Effekt-Joysticks, die eine höhere Lebenserwartung als die verbauten Teile haben.

Ein echter Game-Changer, im wahrsten Sinne des Wortes, sind jedoch die neuen Funktionstasten, die ihr unterhalb der beiden Analogsticks findet. Diese gewähren euch Zugriff auf eure Steuerungsprofile, von denen ihr zwischen vieren ganz bequem und unkompliziert per Tastendruck in Windeseile wechseln könnt.

Deutlich besseres Spielgefühl

Über das Einstellungsmenü des DualSense Edge-Controllers könnt ihr eure Steuerungsprofile einstellen. Feinjustierungen lassen sich in einem Spiel sogar angenehm fix vornehmen, etwa zwischen zwei Runden oder zwei Missionen. Neben der zuvor bereits erwähnten Trigger-Empfindlichkeit lässt sich ebenfalls die der beiden Analogsticks anpassen, für jeden individuell, falls ihr möchtet. Da unterschiedliche Genres nach verschiedenen Optimierungen verlangen, haben wir die Einstellungsmöglichkeiten des kommenden Pro-Controllers mit diesen Games ausprobiert und abhängig vom Genre ein anderes Steuerungsprofil erstellt:

  • Bright Memory: Infinite (Ego-Shooter)
  • The Last of Us Part I (Survival-Horror-Adventure)
  • Tom Clancy’s Ghost Recon: Wildlands (Taktik-Shooter)
  • Gran Turismo 7 (Racing-Simulation)
  • Need for Speed Unbound (Arcade-Racing)
  • Devil May Cry 5: Special Edition (Action/Hack’n’Slay)

Des Weiteren haben wir den DualSense Edge mit Spielen aus so vielen unterschiedlichen Genres getestet, da so die Vielfältigkeit des Geräts wunderbar gezeigt werden kann, denn bei jedem Titel hatten wir den Eindruck, nach unseren Modifikationen ein deutlich besseres Spielgefühl erreicht zu haben. „The Last of Us Part I“ und „Ghost Recon: Wildlands“ sind beispielsweise eher langsame Shooter, nach unseren Anpassungen jedoch merklich flotter und präziser.

Bei „Gran Turismo 7“ und „Need for Speed Unbound“ war das ohnehin bereits in beiden Games sehr gute Fahrgefühl noch besser an, dank der noch direkteren Umsetzung unserer Kommandos. Selbiges gilt für „Devil May Cry 5: Special Edition“, in dem Dante, Nero & Co. geradezu über den Boden gleiten, während wir die Gegner dank der sich etwas geschmeidiger bewegenden Kamera jederzeit gut im Blick behalten und bearbeiten konnten.

Wir hatten das Gefühl, das vor allem action- und temporeiche Spiele, in erster Linie Shooter, vom DualSense Edge profitieren und insbesondere in schnellen Online-Multiplayer-Gefechten dürften die vielfältigen Optionen des neuen Pro-Controllers euch die womöglich überlebenswichtigen Sekunden geben, um einen Kampf zu euren Gunsten zu entscheiden. Bei anderen Genres war war zwar ein Unterschied spürbar, allerdings dürfte dieser in Singleplayer-Erfahrungen oft weniger entscheidend sein.

Bis hierhin habt ihr es außerdem sicherlich bereits gemerkt: Sony bietet mit dem Controller viele Möglichkeiten, das Gerät an eure persönlichen Vorlieben anzupassen. Ihr könnt nämlich, falls ihr möchtet, noch sehr viel mehr tun. Nahezu jede Taste des Edge lässt sich individuell belegen. Ausnahmen sind lediglich die Systemtasten und das Touchpad, wobei diese deaktiviert werden können, solltet ihr das wollen. Doppelbelegungen einer Taste sind leider nicht möglich.

Die Paddles hatten wir zudem weiter oben bereits erwähnt, für die es insgesamt zwei Plätze auf der Unterseite des DualSense Edge gibt, wobei die Anbringung schön unkompliziert funktioniert. Außerdem lassen sich diese angenehm drücken und können vor allem in hektischen Shooter-Gefechten ein Lebensretter sein, etwa indem auf die Paddles Aktionen wie Slides, Sprünge oder Nachladen gelegt werden. Andere Pro-Controllern, die in einer ähnlichen Preisklasse spielen, bieten jedoch oft mehr Paddle-Steckplätze, was noch mehr Freiraum für Individualisierungen bietet.

Ein würdiger Pro-Controller

Die Kehrseite der vielen neuen Features des DualSense Edge ist allerdings ein Punkt, der bereits für allerlei Diskussionen gesorgt hat: Die Akkulaufzeit. Diese fällt im direkten Vergleich etwas kürzer aus als beim normalen DualSense. Wir konnten, bei allen Einstellungen auf Maximum ungefähr drei Stunden mit dem Gerät spielen. Wenn ihr alles runterdreht, dürften wohl um die neun Stunden realistisch sein. Sofern ihr auf einige Features verzichten möchtet.

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Doch auch, wenn wir die etwas kürzere Akkulaufzeit außen vor lassen, habt ihr sicherlich bemerkt, dass ihr mit dem DualSense Edge einen mehr als nur würdigen Pro-Controller erhaltet, den ihr dank der zahlreichen Individualisierungsoptionen ganz an eure persönlichen Bedürfnisse und Vorlieben bei euren Lieblingsspielen anpassen könnt. Allerdings richtet sich ein solches Gerät natürlich nicht an jeden Gamer beziehungsweise jede Gamerin, sondern eher einen kleineren Kreis, der sehr viel Zeit in diese Leidenschaft investiert.

Apropos Investition: Ein Punkt, der im Vorfeld für allerlei Gesprächsstoff sorgte, ist der Preis von Sonys neuem Pro-Controller. Mit 240€ ist das Gerät sicherlich nicht unbedingt ein Schnäppchen, allerdings richtet sich der DualSense Edge hiermit nicht primär an Casual-Gamer. Wir können euch natürlich nicht sagen, dass ihr dieses Geld unbedingt ausgeben sollt, doch was wir euch sagen können, ist, dass ihr einen sehr ansprechenden Gegenwert erhaltet, der das Spielgefühl in euren Lieblingsspielen noch zusätzlich aufwerten kann. In dieser Preisklasse bietet das Gerät zudem mehr Optionen als das eine oder andere Konkurrenzgerät.

9.0

Wertung und Fazit

PRO
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Liegt sehr gut in der Hand
  • Unkomplizierter Handhabung/Menüführung
  • Vielfältige Individualisierungsoptionen
  • Ideal für schnelle (Online-)Shooter
CONTRA
  • Die neuen Features verkürzen die Akkulaufzeit des Edge
  • Gameplay-Verbesserungen in Genres abseits von Shootern nicht ähnlich maßgeblich

DualSense Edge im Test: Ein toller Controller wird noch besser

Es lässt sich nur schwer beschreiben, wie deutlich sich das Spielgefühl in den von uns getesteten Games dank des DualSense Edge verbessert hat. Unsere Worte können nur einen kleinen Eindruck dessen vermitteln, wie viel besser es sich, gerade bei den von uns mit dem Pro-Controllern gespielten Shootern, anfühlt. Wenn ihr häufig und viel sehr schnelle Online-Shooter spielt, gibt euch dieses Gerät genug Optionen an die Hand, um noch mehr aus euren Skills herauszuholen.

Das liegt insbesondere an den vielen schnell und unkompliziert zu erledigenden Individualisierungsoptionen, von den einstellbaren Triggern über die austauschbaren Sticks bis hin zu fix gemachten Feinjustierungen. Sony gibt den Spielern hier allerlei Möglichkeiten, diesen Controller zu ihrem Controller zu machen. Dank gegenüber dem Standard-Modell neu hinzugefügter Texturen liegt das Gerät zudem auch noch etwas besser in der Hand.

Die etwas kürzere Akkulaufzeit und "nur" gute Sprünge in der Spielbarkeit in Genres abseits von Shootern sind zwar schade, doch nichts, was diesen Pro-Controller großartig Punkte kosten würde. Sonys DualSense Edge ist somit ein insgesamt sehr gut gelungener Pro-Controller, der das Angebot an PlayStation 5-Peripherie sinnvoll erweitert, und einen ohnehin bereits tollen Controller noch ein Stück besser macht.

Hotlist

Kommentare

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