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Daensch

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Posts posted by Daensch

  1. Finde solche Aussagen, wie das die Mannschaft von Barca sich prinzipiell selbst trainieren könnte und dort jeder als Trainer Erfolg haben könnte, auch immer ziemlichen Schwachsinn. In den zwei Jahren bevor Guardiola die Mannschaft übernommen hat, haben die keinen Titel geholt und sind in der Liga 07/08 nur Dritter geworden. In der ersten Saison unter Guardiola hat man sofort das Triple geholt.

  2. Die Oscars sollte man generell auch nicht als Veranstaltung sehen, die jetzt objektiv die besten Filme der Welt nominiert und auszeichnet. Ich weiß nicht, ob die Show selbst den Anspruch dazu hat, allerdings sollte jedem vorher klar sein, dass es sich bei den nominierten Filmen lediglich um die Meinung der Academy, sprich Schauspieler, Regisseure, Kameramänner etc. handelt.

    Daher kann man auch mit gutem Gewissen Spaß an den Oscars haben, wenn man eben berücksichtigt, dass viele Filme unter den Tisch fallen, man dafür aber einige andere gute Filme empfohlen kriegt.

     

    perfekt auf den punkt gebracht

  3. @Buzz

     

    "einen an Filmen interessierten Menschen, der sich, im Gegensatz zu anderen Filmkonsumenten, Kinogängern und Video-Liebhabern, auch für den Filmdiskurs (z. B. Filmkultur, der Filmgestaltung, Geschichte des Films etc.) und die Filmtheorie interessiert, also nicht nur pure Unterhaltung sucht."

     

    Das ist eher der interessante Abschnitt.

     

    Die Filme, die du so in der Regel guckst und gesehen hast, soweit ich mitbekommen habe, sind Mainstreamfilme, welche die Haupt-Aufgabe haben, einen zu unterhalten. Du hast halt Lust, darüber zu diskutieren, wie jeder andere auch. Tauschst aus, was dir gefallen hat und was nicht. Aber schaust du überhaupt mal irgendwelche Independent-Filme? Schaust du dir kleine europäische Filme an aus Spanien oder Frankreich? (Arte ist einer der besten Sender im Free-TV), Schaust du dir gern Klassiker an wie Das Appartment, Taxidriver, Die Brücke am Kwai oder Wie ein wilder Stier, hast du überhaupt jemals von einen dieser genannten Filme gehört?

    Das wichtigste ist aber, würdest du all solche Filme auch genießen können? Du würdest dich wahrscheinlich langweilen, weil du auf die Machart des Films gar nicht eingehen würdest, Kleinigkeiten wie bestimmte Kamaraeinstellungen, Schauspieler-Leistungen, usw. Für mich ist es ein Hochgenuss, all solche Dinge genaustens zu beobachten und zu deuten, in allen erdenklichen Filmen. Manchmal geht es auch gar nicht um Unterhaltung, manchmal ist ein Film nur ein realistischer Auschnitt aus dem alltäglichen Leben zweier Personen, was natürlich für einen normalen Filmefan total langweilig ist, während ich da auf Darsteller achte, und wie realistisch sie die Rolle spielen, wie sie interagieren, wie genau der Regiesseur dort auf Feinheiten achtet, und ich erfreue mich an so einen Kram (WENN alles gut umgesetzt wurde ^^)

    Ding ist halt, ohne dieses Interesse und meinen Hang dazu, mich dafür zu begeistern, wären all solche Filme in der Tat tot langweilig. Sie sind nicht unbedingt unterhaltsam, aber mit dem Interesse am Filmdiskurs und der Filmtheorie, mit all dem erlernten Wissen, kommt die Begeisterung dazu. Eventuell muss man auch einen gewissen Sinn für Kunst mit sich bringen..

     

    Außerdem ist Niemand besser als der andere, nur weil er ein Cineast ist. Man könnte Cineasten eigentlich auch als Freaks einstufen. :-)

    Klar kommt mein Shit hier arrogant rüber, dabei ist eigentlich doch nichts dabei. Mag sein, dass ich einige falsch eingeschätzt habe, so genau kenne ich hier natürlich auch nicht jeden, aber bisher hat mir hier noch Niemand außer Canavos überrascht, mit so einem gewissen "langweiligen" Film, mit einem der Independant-Filme der Filmfestspiele, oder mit einem interessanten, vielleicht auch etwas unbekannteren Klassiker, der es aber in sich hat!

    Wenn ich in diesem Thema 'Midnight in Paris' suche, (^^ habe eben gerade durchsucht und das Ergebnis kommt mir gerade recht) muss ich feststellen, dass man nur eine Reszension von Canavos und mir finde. Canavos gab 10/10, ich 9/10. Wenn hier alle Cineasten wären, könntet ihr euch doch nicht diesen wohlmöglich besten Film des Jahres 2011 nicht entgehen lassen..

     

    Und Buzz, mir ist auch gerade wieder eingefallen, dass dir Penelope Cruz zwar vom Namen her etwas sagt, aber das dir ein Film mit ihr nicht einfällt..

    Das sind alles solche Sachen, die mich eindeutig dazu verleiten, dich nicht als Cineast anzusehen. Mein bester Kumpel ist ziemlich intelligent, und versteht einige Stories oftmals besser als ich, er kann sich auch super damit auseinander setzen. Dennoch empfindet er nicht genauso wie ich, wenn es um bestimmte Szenen geht. Es gibt da halt einen Unterschied, und ich versuche nun schon mit mehreren Beiträgen, das zu erklären. Aber es fällt mir schwer, weil es nicht gut rüberkommt und weil ich nicht immer die passenden Worte finde.

     

     

    Also ich finde die Diskussion ja höchst amüsant.

     

    Du hast ja jetzt eine sehr genaue Definition vorgebracht was für dich einen "Cineasten" (dämliches nichtssagendes Wort) ausmacht. Aber einen Punkt vermisse dabei, der Independent Produktionen eben von "Mainstream Filmen" unterscheidet. Ich möchte das du jetzt ganz scharf nachdenkst. Dann kommst du bestimmt darauf und kannst dies dann an deinem Beispiel Midnight in Paris ausführen. Denn dieser Film besticht ja nicht durch Schauspielerische Glanzleistungen oder tolle Kameraeinstellungen, sondern durch was anderes. Sollte für dich als Cineast ja kein Problem sein diese Aufgabe zu lösen.

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