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Gewalt in Spielen muss die Leute berühren, sagt der Schreiber von Spec Ops: The Line


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Das Zitat sagt im Grunde alles:

Nun, ich sage nicht, dass brutale Spiele die Leute gewalttätig machen, aber man kann nicht gleichzeitig sagen, wir sind Kunst und wir haben keinerlei Auswirkungen. Um als Kunst wahrgenommen zu werden, muss man die Leute berühren.

Dem stimm ich voll und ganz zu, ohne nun Pro-Gewalt zu wirken: In einem Shooter zählt neben den Charakterdarstellungen ne Story die mitreist und eben der Gewaltgrad. Dies ist jedoch eben nun mal meist die Realität, den Krieg ist eben brutal.

Auch finde ich gut, dass der Schreiber es nicht unter den Tisch kehrt, dass die Games keine Auswirkungen auf die Spieler hätten. Denn dies ist bestimmt nicht so. Nur nimmt jeder so ein Game anders wahr und agiert auch dementsprechend.

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Zum einen stimme ich dem Herren schon in einigen Punkten zu. Gewaltdarstellung sollte schon gut überlegt sein und nicht dem Grundsatz folgen "Je mehr, desto schockiger, desto höhere Verkaufszahlen". Wenn es geht, schalte ich übrigens Blut spritzen aus, mag ich überhaupt nicht.

 

Allerdings tue ich mich nach wie vor schwer, Games irgendwie mit Kunst in Verbindung zu bringen. Sicherlich ist da einiges wirklich kunstvoll gemacht. Aber Kunst? Es sind doch Spiele. Es käme doch auch niemand auf die Idee, "Mensch ärgere dich nicht" oder andere Gesellschaftsspiele als Kunst zu bezeichnen...

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Allerdings tue ich mich nach wie vor schwer, Games irgendwie mit Kunst in Verbindung zu bringen. Sicherlich ist da einiges wirklich kunstvoll gemacht. Aber Kunst? Es sind doch Spiele. Es käme doch auch niemand auf die Idee, "Mensch ärgere dich nicht" oder andere Gesellschaftsspiele als Kunst zu bezeichnen...

Du kannst doch Mensch ärgere dich nicht nicht mit Heavy Rain, Bioshock, Day of the Tentacle, Metal Gear Solid oder diversen Indie-Games vergleichen!

 

Spiele bieten neben Optik, Musik, Geschichte und Atmosphäre auch noch Entscheidungen und vom Spieler gesteuerte Aktionen. Das alles (kann) sehr künstlerisch wertvoll sein! Allein die Optik eines Tetris hat doch schon etwas künstlerisches.

 

Edit: Schon mal von Rez gehört? Falls nicht, gucks dir mal an. DAS ist Kunst!

Edited by Mr_Currywurst

Mein Blog über die kleinen Details und die Magie der Videospiele! :ok:

 

http://spielequark.wordpress.com/

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Zum einen stimme ich dem Herren schon in einigen Punkten zu. Gewaltdarstellung sollte schon gut überlegt sein und nicht dem Grundsatz folgen "Je mehr, desto schockiger, desto höhere Verkaufszahlen". Wenn es geht, schalte ich übrigens Blut spritzen aus, mag ich überhaupt nicht.

 

Allerdings tue ich mich nach wie vor schwer, Games irgendwie mit Kunst in Verbindung zu bringen. Sicherlich ist da einiges wirklich kunstvoll gemacht. Aber Kunst? Es sind doch Spiele. Es käme doch auch niemand auf die Idee, "Mensch ärgere dich nicht" oder andere Gesellschaftsspiele als Kunst zu bezeichnen...

 

Interessant...Aber werden Romane oder gar Filme nicht mittlerweile als Film angesehen? Ich könnte jetzt einen Berg von Argumenten dazu schreiben, die deine These das ein Videospiel keine Kunst sein kann zerlegt.

Denn ein Videospiel schafft es doch auch, wie ein Film oder Buch oder Bild ein Gefühl zu vermitteln oder eine Ansicht darzustellen, oder irre ich mich?

Ist es nicht auch so, das die Kunstform bzw ich rede eher von einer Kultur, nicht sogar schon hoch gelobt wird aufgrund der Darstellungsmöglichkeiten?

 

Ist es bei einem Spiel nicht sogar ähnlich, nur das speziell das Videospiel aber verdrängt wird aufgrund schlechter Publicity oder einfach weil es eine stark florierende Kultur ist?

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Zum einen stimme ich dem Herren schon in einigen Punkten zu. Gewaltdarstellung sollte schon gut überlegt sein und nicht dem Grundsatz folgen "Je mehr, desto schockiger, desto höhere Verkaufszahlen". Wenn es geht, schalte ich übrigens Blut spritzen aus, mag ich überhaupt nicht.

 

Allerdings tue ich mich nach wie vor schwer, Games irgendwie mit Kunst in Verbindung zu bringen. Sicherlich ist da einiges wirklich kunstvoll gemacht. Aber Kunst? Es sind doch Spiele. Es käme doch auch niemand auf die Idee, "Mensch ärgere dich nicht" oder andere Gesellschaftsspiele als Kunst zu bezeichnen...

 

Kunst ist jedoch ein relativer Begriff, ich bezeichne ein paar Farbklekse auf ner weißen Leinwand auch nicht als Kunst, und die Figuren, die Picasso malte sind auch ein Witz, ein Foto von Andy Warhol, das ein Supermarktregal zeigt, ist auch eins der wertvollsten "Kunst"-fotos überhaupt.

Da ist ein Bild von Kinkade zum Beispiel für mich wahre Kunst,etwas was die Natur in ihrer Schönheit zum Beispiel wiedergibt. Etwas physikalisch wiederzugeben, wie es wirklich ist,das Fahrgefühl eines Autos, Bäume die sich korrekt zum Wind/Strum bewegen. Ein Haus, wie es physikalisch korrekt einstürzt usw ! Kunst ist für mich aber auch die Realität wiederzugeben, schonungslos wie sie ist. Und das ist der Krieg nun einmal! Demnach auch ein guter Shooter

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Kunst ist jedoch ein relativer Begriff, ich bezeichne ein paar Farbklekse auf ner weißen Leinwand auch nicht als Kunst, und die Figuren, die Picasso malte sind auch ein Witz, ein Foto von Andy Warhol, das ein Supermarktregal zeigt, ist auch eins der wertvollsten "Kunst"-fotos überhaupt.

Da ist ein Bild von Kinkade zum Beispiel für mich wahre Kunst,etwas was die Natur in ihrer Schönheit zum Beispiel wiedergibt. Etwas physikalisch wiederzugeben, wie es wirklich ist,das Fahrgefühl eines Autos, Bäume die sich korrekt zum Wind/Strum bewegen. Ein Haus, wie es physikalisch korrekt einstürzt usw ! Kunst ist für mich aber auch die Realität wiederzugeben, schonungslos wie sie ist. Und das ist der Krieg nun einmal! Demnach auch ein guter Shooter

Richtig interessant wirds aber, wenn es jemand schafft die Realität aus einer mir fremden Sicht abzubilden. Zum Beispiel einen Gangster wie in GTA mehr oder weniger glaubhaft darzustellen ist Kunst! Im Spiel fühle ich meist kein Mtleid bei seinen Verbrechen, weil ich eine ganz andere Sicht auf die Geschehnisse habe. Würde ich aber im echten Leben sehn, wie jemand auf der Straße Unschuldige verprügelt oder erschießt, wäre ich schockiert.

Mein Blog über die kleinen Details und die Magie der Videospiele! :ok:

 

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Du kannst doch Mensch ärgere dich nicht nicht mit Heavy Rain, Bioshock, Day of the Tentacle, Metal Gear Solid oder diversen Indie-Games vergleichen!

 

Doch, kann ich, es sind beides Spiele.

Für mich damit ein anderes Paar Schuhe sind als eben Kunst. Das bedeutet für mich übrigens keine Geringschätzung der Gattung Videospiele. Für mich sind Deine Beispiele, von denen ich nur die ersten beiden gespielt habe, keine Kunst.

 

Was Kunst ist, hängt im Wesentlichen vom Auge des Betrachters ab. Allerdings finde ich, dass da im Bereich Videospiele oft etwas leichtfertig mit diesem Begriff umgegangen wird.

 

 

Spiele bieten neben Optik, Musik, Geschichte und Atmosphäre auch noch Entscheidungen und vom Spieler gesteuerte Aktionen. Das alles (kann) sehr künstlerisch wertvoll sein! Allein die Optik eines Tetris hat doch schon etwas künstlerisches.

 

Ich habe ja auch geschrieben, dass Spiele durchaus kunstvolle Elemente enthalten können. Das ist aber noch etwas anderes als das Gesamtprodukt als Kunst zu bezeichnen. Es kam hier eben auch einmal das Beispiel Shooter. Da bin ich der Meinung, dass es bei Shootern um drei Dinge geht: ballern, ballern, ballern. Gute gemachte Cutscenes und sonstige grafische/akkustische Darstellungen sind gut für die Atmosphäre und können das Adrenalin etwas hochpumpen, ich habe allerdings bislang keinen Shooter gespielt, der Krieg auch nur ansatzweise widerspiegelt. Dazu würde wesentlich mehr gehören als Kills machen.

Auch hier bitte keine Missverständnisse, ich spiele auch schon mal gerne nen Shooter :)

 

Edit: Schon mal von Rez gehört? Falls nicht, gucks dir mal an. DAS ist Kunst!

 

Um ehrlich zu sein, ich glaube nicht, dass das meine Einstellung ändern würde. Wenns für Dich Kunst ist - tue Dir keinen Zwang an. :)

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