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Mitsunari

Die Film-Kneipe

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vor 38 Minuten schrieb vangus:

Der Score sagt eher aus, dass es ein Film ist, den fast jeder gut findet, ein Film frei von jeglichen Kontroversen, er ist nicht speziell oder unangenehm, wagt keine Experimente. Es ist einfach eine gute konventionelle Story, die wunderbar erzählt wird, es ist witzig und spannend und es gibt Twists, dabei handwerklich top. Der Score ist nicht so hoch, weil der Film so überragend gut ist, sondern eher weil er so wenig negative Wertungen erhalten hat. ^^

Ich hab den auch mit 9/10 bewertet.

 

Sopranos ist inhaltlich vielleicht auf Augenhöhe, aber nicht filmisch. Sopranos war die erste Serie, die überhaupt vom Niveau her mit Filmen mithalten konnte und ging deshalb in die Geschichte ein. Ist aber weit entfernt von der Meisterklasse eines Der Pate.

Jede Szene in Der Pate ist ein absoluter Hochgenuss, irgendwelche Szenen wie das Fest auf dem Hof, wo alle Tanzen, das ist überwältigend in seiner Ästhetik. All diese Dinge vom Staging bis hin zum Framing, das ist Regie, wie es sie in Serien bis heute nicht gibt, bei Serien wird sowieso mehr Wert aufs Writing gelegt. Die Cinematography bei jeden einzelnen Shot in Der Pate ist zum niederknien.

Serien sind ein ganz anderes Format als Filme, ich habe keine Zeit für sowas und sie waren noch nie auf höchstem filmischen Niveau, eher auf Niveau irgendwelcher mittelmäßigen Hollywood-Produktionen, dazu zählt auch Breaking Bad. Mit Niveau meine ich natürlich nicht das Writing, das ist oft klasse in Serien und durch die intensive Auseinandersetzung mit den Charakteren kann eine hohe Dramatik erzeugt werden und es gibt viele Möglichkeiten, die Storystränge genial miteinander zu verweben, das macht gute Serien aus. Writing steht da über Regie, bei Filmen ist es andersherum.

Grundsätzlich stimme ich dir da zu.

Was aber natürlich nicht klärt, was nun das 'bessere' Format ist. Es ist halt einfach anders.

Folgendes stammt nicht von mir, sondern von einem Kolumnist der NY Times:

"Ein Film ist wie eine Novelle. Eine Serie hingegen ist das äquivalent eines Romans".

Ich finde das trifft es gut und es gibt kaum ein besseres Beispiel für diesen Vergleich als Godfather/Sopranos 

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Selbst wenn einem Pate 1 nicht gefallen hat sollte man den 2. Trotzdem sehen.

 

Mir gefällt der erste pate auch jetzt nicht ganz so gut. Ich ich finde der zieht an manchen stellen schon ein wenig.

Dafür war ich noch mehr begeistert vom 2. Michael corleone ist einer der besten charactere in der filmgeschichte. Das was pacino hier macht vom wortkargen jüngling der corleone im ersten zu einem der skrupelosesten menschen im 2 sucht seines gleichen. Pacino wischt mit seiner darbietung hier mit jedem anderen schauspieler den boden.  Ich mag aber alle schauspieler. Und die filme ausser 3.

Pate 1 hab ich 2 mal gesehen, pate 2 6 mal. 3 nur einmal

 

Pate 2 ist auch leichter verdaubar als der 1. Man hat die klassische hauptfigur und ne klassische handlung mit aufstieg und fall.  Ehr was für den normalen filmegucker

Der erste ist etwas unkonventioneller mit mehreren figuren

Edited by Trinity_Orca

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vor 1 Minute schrieb Trinity_Orca:

Selbst wenn einem Pate 1 nicht gefallen hat sollte man den 2. Trotzdem sehen.

 

Mir gefällt der erste pate auch jetzt nicht ganz so gut. Ich ich finde der zieht an manchen stellen schon ein wenig.

Dafür war ich noch mehr begeistert vom 2. Michael corleone ist einer der besten charactere in der filmgeschichte. Das was pacino hier macht vom wortkargen jüngling der corleone im ersten zu einem der skrupelosesten menschen im 2 sucht seines gleichen. Pacino wischt mit seiner darbietung hier mit jedem anderen schauspieler den boden.  Ich mag aber alle schauspieler. Und die filme ausser 3.

Pate 1 hab ich 2 mal gesehen, pate 2 6 mal. 3 nur einmal

Okay? Also ich liebe auch den zweiten Teil.

(ich habe beide sicher mehr als 5x gesehen, wie oft genau weiss ich nicht)

Aber der erste gefällt mir Handwerklich einfach besser. Der zweite hat halt schon so seine Längen.

Der dritte ist einfach nur murks.

Aber wie gesagt, Sopranos - auch wenn es ein anderes Format ist, es ist immernoch die selbe Thematik- empfinde ich vom 'Seh-Erlebniss' immer noch vor beiden Filmen.

Und wie gesagt, Teil 1 ist mein unumstrittener Lieblingsfilm und Teil 2 folgt nicht weit dahinter. Das will also schon was heissen.

 

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Ich sehe es so, dass Filme die weitaus höhere Kunstform sind, weil Serien kommerzorientiert sind. Serien sind vielleicht mit Blockbustern zu vergleichen, nicht aber mit der Filmkunst an sich. Es gibt keine Meisterwerke der Kunst in Serienform, es gibt keine bedeutenden Werke wie von Bergman, Fellini oder Tarkowski.

Als Kunstform taugen Serien bisher überhaupt nichts, hat halt mehr mit Fernsehen und Quoten zu tun...

Edited by vangus

PSN-ID: vangus1                Twitter: @realvangus                Meine Film-Top100!

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vor 15 Minuten schrieb President Evil:

Okay? Also ich liebe auch den zweiten Teil.

(ich habe beide sicher mehr als 5x gesehen, wie oft genau weiss ich nicht)

Aber der erste gefällt mir Handwerklich einfach besser. Der zweite hat halt schon so seine Längen.

Der dritte ist einfach nur murks.

Aber wie gesagt, Sopranos - auch wenn es ein anderes Format ist, es ist immernoch die selbe Thematik- empfinde ich vom 'Seh-Erlebniss' immer noch vor beiden Filmen.

Und wie gesagt, Teil 1 ist mein unumstrittener Lieblingsfilm und Teil 2 folgt nicht weit dahinter. Das will also schon was heissen.

 

Ok kann sein das er handwerklich wirklich besser gemacht ist.

vielleicht bin ich halt einfach nur ein al pacino fanboy ^^ und deniro und pacino in einem film ist immer gut

Edited by Trinity_Orca
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vor 9 Minuten schrieb vangus:

Ich sehe es so, dass Filme die weitaus höhere Kunstform sind, weil Serien kommerzorientiert sind. Serien sind vielleicht mit Blockbustern zu vergleichen, nicht aber mit der Filmkunst an sich. Es gibt keine Meisterwerke der Kunst in Serienform, es gibt keine bedeutenden Werke wie von Bergman, Fellini oder Tarkowski.

Als Kunstform taugen Serien bisher überhaupt nichts, hat halt mehr mit Fernsehen und Quoten zu tun...

Okay. Hier stimme ich dir nun überhaupt nicht mehr zu.

Liegt wahrscheinlich einfach daran, dass du dich mit Serien nicht so gut auskennst.

 

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vor 1 Stunde schrieb President Evil:

Okay. Hier stimme ich dir nun überhaupt nicht mehr zu.

Liegt wahrscheinlich einfach daran, dass du dich mit Serien nicht so gut auskennst.

 

Nee, es geht darum, was höhere Kunst bedeutet. Es gibt keine bedeutenden Werke in Serienform außer vielleicht paar Dokus. Glaubst du etwa, Breaking Bad ist so wertvoll wie Michelangelos David, Tolstois Krieg und Frieden, Beethovens 9. Sinfonie oder Kubricks 2001 - A Space Odyssey?

Typische Serien wie Breaking Bad und Game of Thrones werden in paar Jahrzehten völlig vergessen sein, genauso wie die anderen Serien auch, sie sind einfach bedeutungslos als Kunstwerke, es ist vorübergehende nette, vielleicht auch großartige Unterhaltung, in etwa so wie irgendwelche Filme wie Tribute von Panem, John Wick oder dieser Avengers-Murks, oder wie irgendwelche Unterhaltungsromane von Dan Brown...

Die großen Meisterwerke sind auch nach 100 Jahren noch Meisterwerke und werden ggf. in Schulen und Universitäten behandelt, sie werden erörtert und interpretiert wie Gedichte. Serien sind TV-Kram, sie werden so geschrieben, dass sie möglichst hohe Quoten erlangen, z.B. die Cliffhanger zum Schluss sind nur dafür da. Serien existieren nur wegen den Quoten bei HBO und Co und das merkt man (ich zumindest) beim Gucken sofort. Davon abgesehen fallen mir bei jeder noch so gefeierten Serie sofort sämtliche Schwächen auf, das ist nie auf höherem Niveau, alleine das nervt mich schon oder sie sind in 50Hz gedreht, da könnte ich kotzen bei der daraus resultierenden Hässlichkeit.

Klar sind gute Serien meist total intensiv und emotional nach einigen Folgen bzw. Staffeln, irgendwann sieht man auch über die inszenatorischen und sonstigen Schwächen hinweg, weil man so mit den Charakteren mitfiebert und man wissen will, wie es weitergeht, das klappt selbst bei GZSZ irgendwann. Gute Serien sind oft genial verwoben und bieten intensive Situationen, aber man kann sie nicht zu den hohen Künsten zählen. Sie sind einfach eine gute Form der Unterhaltung, sie werden im Ami-Land nicht umsonst "Shows" genannt, es sind halt TV-Shows...

Nur weil ich kaum Serien gucke, heißt es nicht, dass ich nicht die Stärken von Serien begriffen habe. Ich bin nicht gegen Serien, hin und wieder schaue ich ja welche, aber eher im Comedy-Bereich. Es ist natürlich top Unterhaltung, wenn gut gemacht, aber ich bin da zu anspruchsvoll und kann Drama-Serien nicht genießen und will mich auch nicht davon abhängig machen, ist für mich Zeitverschwendung. Filme geben mir einfach mehr, ich liebe die Filmkunst.

Edited by vangus

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vor 4 Minuten schrieb vangus:

 

Nur weil ich kaum Serien gucke, heißt es nicht, dass ich nicht die Stärken von Serien begriffen habe. Ich bin nicht gegen Serien, hin und wieder schaue ich ja welche, aber eher im Comedy-Bereich. Es ist natürlich top Unterhaltung, wenn gut gemacht, aber ich bin da zu anspruchsvoll und kann Drama-Serien nicht genießen und will ich mich auch nicht davon abhängig machen, ist für mich Zeitverschwendung. Filme geben mir einfach mehr, ich liebe die Filmkunst.

Doch genau das bedeutet es. Du hast die Stärken von Serien nicht begriffen.

Das zeigen schon die Beispiele an Serien die du nennst.

Und wenn ich dir sage, The Sopranos ist die höchste Kunstform der Geschichtenerzählung die in Form von bewegten Bildern je erreicht wurde, dürfte es schwer sein dagegen zu argumentieren, ohne die Serie zu kennen, nicht wahr?

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vor 13 Minuten schrieb vangus:

Nee, es geht darum, was höhere Kunst bedeutet. Es gibt keine bedeutenden Werke in Serienform außer vielleicht paar Dokus. Glaubst du etwa, Breaking Bad ist so wertvoll wie Michelangelos David, Tolstois Krieg und Frieden, Beethovens 9. Sinfonie oder Kubricks 2001 - A Space Odyssey?

.

Auch wenn Married with Children jetzt kein 'Meisterwerk' ist, wenn in 100 Jahren noch über 2001 gesprochen wird, dann auch noch über Al Bundy 😉

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