Marvel vs. Capcom Infinite: Hatte scheinbar nur das halbe Budget der „Street Fighter 5“-DLCs

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Hatte Capcom das Budget des Beat 'em Ups "Marvel vs. Capcom: Infinite" sehr knapp gehalten? Ein aktueller Bericht betont zumindest, dass die Entwickler einige Kosten sparen mussten.

Der japanische Publisher Capcom hatte im letzten Monat das Beat ‚em Up „Marvel vs. Capcom: Infinite“ für die PlayStation 4, Xbox One und den PC veröffentlicht. Auch wenn das Gameplay zu überzeugen wusste, so hatten mehrere Kritiker die Qualität der Präsentation kritisiert und teilweise gar als „billig“ betitelt.

In der Zwischenzeit ist ein neuer Bericht des YouTubers Liam Robertson aufgetaucht, der über einige Probleme und ein sehr knappes Budget spricht. Robertson bezieht sich in seinem Bericht auf Informationen, die er von Capcom-Entwicklern erhalten habe, die an der Entwicklung von „Marvel vs. Capcom: Infinite“ beteiligt gewesen waren und in der Vergangenheit Informationen zum DLC-Fahrplan geliefert hatten, die sich im Nachhinein als korrekt herausgestellt haben.

Asset-Recycling und herausgeschnittene Inhalte

So berichtet Robertson davon, dass das Budget von „Marvel vs. Capcom: Infinite“ nur in etwa halb so groß wie das Budget für die „Street Fighter 5“-DLCs ausfiel. Da die Entwicklung eines vollwertigen Titels normalerweise kostspieliger als die Entwicklung von Zusatzinhalten ist, kann man sich trotz fehlender Zahlen eine Vorstellung davon machen, wie knapp das Budget tatsächlich gewesen sein muss.

Die Entwickler sollen zudem bereits existierende Assets aus „Marvel vs. Capcom 3“ verwendet haben, um Geld zu sparen. An diesen Assets hat man kaum oder meist keinerlei Änderungen vorgenommen. Stattdessen wurden die Charakterdesigner dazu angehalten lediglich den Shader zu überarbeiten, damit dieser zum neuen Artstyle passt. Deshalb sollen einige Charaktere etwas seltsam und deplatziert wirken. Im Falle von Chun-Li hatten sich die Fans so lautstark beschwert, dass die Entwickler das Gesicht der „Street Fighter“-Ikone noch einmal überarbeitet hatten.

Der Bericht behauptet zudem, dass Capcom Inhalte aus dem Spiel herausgeschnitten hat, um sie nachträglich als DLC zu veröffentlichen. So heißt es, dass vor allem Black Panther und Monster Hunter mehrere Monate vor der Veröffentlichung von „Marvel vs. Capcom: Infinite“ fertiggestellt gewesen waren. In der Story fällt dies ebenfalls auf, da die Wakanda-Stage mit Black Panther assoziiert wird.

Im Laufe des gestrigen Tages hatte Capcom bekanntgegeben, dass man bereits am 17. Oktober 2017 drei DLC-Charaktere veröffentlichen wird. Demnach sollen an dem Tag Black Panther, Monster Hunter und Sigma in das Spiel gebracht werden. Bedenkt man, dass Capcom für die Entwicklung eines „Street Fighter 5“-Charakters meist zwei bis drei Monate benötigt, ist es sehr unwahrscheinlich, dass man innerhalb eines Monats drei Charaktere für „Marvel vs. Capcom: Infinite“ entwickelt hat.

Capcom hat bisher keine Stellung zu dem Bericht bezogen, weshalb man all diese Informationen mit Vorsicht genießen sollte. Das folgende Video zeigt noch einmal Liam Robertsons kompletten Bericht:

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