Xbox Game Pass und Co: Shawn Layden zweifelt an der Nachhaltigkeit von Abo-Diensten

Kommentare (88)

In einem Interview sprach der ehemalige PlayStation-CEO Shawn Layden unter anderem über Angebote wie den Xbox Game Pass. Wie er zu verstehen gab, zweifelt er aufgrund der steigenden Entwicklungskosten an der Nachhaltigkeit von Abo-Diensten.

Xbox Game Pass und Co: Shawn Layden zweifelt an der Nachhaltigkeit von Abo-Diensten
Shawn Layden bekleidete bei Sony diverse führende Positionen.

In einem aktuellen Interview ließ sich Shawn Layden, der ehemalige CEO der PlayStation-Sparte, über verschiedene Themen aus.

Dabei ging er beispielsweise auf die aktuellen Übernahmen von Microsoft beziehungsweise Sony Interactive Entertainment ein und bezeichnete diese als eine negative Entwicklung für die Industrie, unter der auf kurz oder lang die Abwechslung leiden könnte. Ähnlich skeptisch steht Layden laut eigenen Angaben Abo-Diensten wie dem Xbox Game Pass gegenüber. Hier zweifelt Layden vor allem aufgrund der steigenden Entwicklungskosten an der Nachhaltigkeit entsprechender Dienste, die seiner Meinung nach fast schon aberwitzige Nutzerzahlen erreichen müssten, um auf lange Sicht rentabel zu sein.

Anbieter müssen zunächst Verluste in Kauf nehmen

„Es ist sehr schwierig, ein 120-Millionen-Dollar-Spiel über einen Abonnementdienst zu starten, der 9,99 US-Dollar pro Monat kostet. Sie müssen 500 Millionen Abonnenten haben, bevor Sie beginnen, Ihre Investition amortisieren. Deshalb müssen Sie jetzt eine verlustführende Position einnehmen, um zu versuchen, diese Basis zu vergrößern. Aber dennoch, wenn Sie nur 250 Millionen Konsolen haben, werden Sie keine halbe Milliarde Abonnenten erreichen. Wie umgeht man dieses Problem? Das hat noch keiner herausgefunden“, wird Layden zitiert.

In wie weit die von Layden in den Raum geworfenen Zahlen realistisch anmuten, sei an dieser Stelle allerdings dahingestellt, da Microsofts First-Party-Produktionen nicht nur über den Xbox Game Pass bezogen, sondern stattdessen auch weiterhin ganz klassisch über den PC und die Xbox-Plattformen erworben werden können. Hinzukommt der Verkauf separater DLCs, da über den Abo-Dienst in der Regel lediglich das jeweilige Hauptspiel bereit gestellt wird.

Zum Thema: Shawn Layden: Studioübernahmen laut Ex-SIE-Boss schlecht für die Branche

Ein weiterer Faktor ist die Tatsache, dass der Xbox Game Pass nicht nur auf den Konsolen erhältlich ist. Auch der PC und die Mobile-Plattformen werden mittlerweile mit dem Abo-Dienst versorgt, von dem sich Microsoft in den kommenden Jahren ein großes Wachstum verspricht. Genauere Details zu den finanziellen Begebenheiten wie den Gebühren, die Microsoft an Dritthersteller entrichtet, die ihre Spiele über den Xbox Game Pass anbieten, nannte das Redmonder Unternehmen bisher nicht.

Daher kann auch nur spekuliert werden, wie viele Abonnenten im Endeffekt nötig sind, um mit dem Service ein profitables Geschäft aufzubauen. Als sicher gilt allerdings, dass andere Branchengrößen wie Sony Interactive Entertainment die Entwicklung des Xbox Game Pass ganz genau verfolgen, um im Zweifelsfall entsprechend reagieren zu können.

Quelle: GamesIndustry

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Kommentare

  1. Jordan82 sagt:

    Ich hab um die 65 für 3 Jahre Gold aus Brasilien gezahlt und dann einen Euro drauf gelegt 🙂

  2. Saowart-Chan sagt:

    @_Hellrider_

    Erst mal den Gamepass mal wieder mit PS Plus vergleichen, GG! xD

  3. _Hellrider_ sagt:

    @Saowart-Chan
    Kann gerne auch mit Playstation Now verglichen werden. Kommentar bleibt der gleiche 😉

  4. PZ-1983 sagt:

    Harz4 pass? Nein danke

  5. Jordan82 sagt:

    @_Hellrider_ nur der du Xbox Live Gold mit Playstation Plus vergleichen solltest , das ist das Gegenstück von MS .

  6. Jordan82 sagt:

    Viele der Titel die in den Game Pass kamen waren aber auch vorher schon mal in Now drin (jetzt nichtd ie Dayone oder MS Titel) , oder ein aktuelles Beispiel GP F1 2019 PS Now F1 2020 das war Ende letzten Jahres .
    Hab den Game Pass über die 1 Euro Aktion , Now nutze ich gar nicht da ich die Spiele an der Playstation eh alle kaufen werde hab nicht so das Interesse an Abodiensten .

  7. Frag Sabbath sagt:

    Ich kaufe meine Spiele nur beim Metzger meines Vertrauens. Und nur in Bioqualität!

  8. Frag Sabbath sagt:

    @johndoe
    Im April waren es nach offiziellen Meldungen 23 Millionen Abonnenten, aktuell werden es vermutlich schon mehr sein. Um den Umsatz zu berechnen kommen noch sehr viele Faktoren ins Spiel, wie beispielsweise die stark unterschiedlichen Preise in den Ländern, Angebote oder auch Steuerabgaben. Was genau unterm Strich dabei rum kommt, weiß momentan wohl nur Microsoft.
    Wie es die Unterstufenrechnung von Herrn Layden in die Nachrichten schafft, ist mir ein Rätsel.

  9. consoleplayer sagt:

    Frag Sabbath
    Die 23 Mio im April sind von einem Insider gewesen, obwohl es durchaus realistisch ist. Die letzte offizielle Bekanntgabe der Abonnentenzahl ist vom Jänner mit 18 Mio.

  10. Frag Sabbath sagt:

    Consoleplayer
    Oh, danke für den Hinweis. Microsoft könnte langsam mal wieder was offizielles rausgeben, ist spannend zu beobachten.

  11. consoleplayer sagt:

    Frag Sabbath
    Hat mich auch überrascht, dass sie jetzt beim Quartalsbericht nichts dazu gesagt haben. Vielleicht wollen sie eine runde Zahl (30 Mio) abwarten.

  12. MaSc sagt:

    Ich verstehe seine Rechnung nicht! 500 Mio Abos wären 5000 Millionen $ im Monat! Selbst wenn nur 50% tatsächlich im Monat bezahlen sind das immer noch 2500 Millionen $ damit kann man dann 20 AAA Games mit 120 Mio Budget im Monat veröffentlichen! Also entweder der gute Mann hat da in der Rechnung zwei 0 Zuviel oder ein komisches Verständnis von Geld. Aber selbst mit „nur“ 25 Millionen monatlich kann man locker zwei 120er Games im Jahr entwicklen. Da diese Games um solche Kosten überhaupt erst zu erzeugen im Schnitt 4 Jahre in Entwicklung sind und die Kosten nicht upfront entstehen ist das trotzdem noch tragfähig.

  13. consoleplayer sagt:

    MaSc
    Ich glaube, er hat das selber nicht verstanden, was er gesagt hat. ^^

  14. Nostrum sagt:

    Da mein Unternehmen Plattform Geschäftsmodelle analysiert unter anderem für Azure und AWS arbeitet folgende kleine Denkanstöße, die beim GP Modell gerne vergessen werden.

    Punkt 1: Jeder 3rd Publisher im GP wird nach einem Nutzungsschlüssel vergütet. MS kann die Einnahmeüberschüsse also nicht ausschließlich in eigene Produktionen stecken.

    Punkt 2 : Infrastructure Kosten. Nur weil die Azure Sparte zu MS gehört, werden Technik, Server, Streaming, Stromkosten, IT Personal etc. nicht „intern“ verschenkt. Das nennt sich Oppurnitätskosten, also ein entgangener Gewinn wenn die Ressourcen für andere Unternehmensbereiche eingesetzt werden wo sie vielleicht externe stärkere Umsätze einfahren würden. Es gibt da also einen internen Value der kalkuliert wird und von den Einnahmen finanziert wird. Das wird in nahezu jeder Firma gemacht.

    Punkt 3 : Netflix hat von 2011 bis 2021 knapp 200M User eingesammelt. Für ein Medium dessen Zugang sehr einfach ist und eine sehr breite Masse anspricht, Filme und Serien schauen will halt jeder weltweit. Zocken wollen zwar auch viele aber die Zugangshürden sind etwas schwieriger. Mobil ohne Equipment (Controller) und auf dem TV ist nicht geil. Eine Konsole oder PC kosten in der Anschaffung. Serien schaut man gerne mit dem Partner oder setzt die Kids vors Tablet im Urlaub. Zocken tun wir doch oft meistens allein. 😉 Es wird also schwerer sein, 200M Game-Abos einzusammeln als Game-Streaming Kunden. Unmöglich ist das aber nicht, wird nur ordentlich Marketingkohle verbrennen.

    Punkt 5 : Die Fragmentierung des Marktes in Sony, Nintendo, Retail Käufer, nur Fortnite Zocker, Epic, Steam die auch nicht still zusehen werden. Bedeutet nicht alle potentielle erreichbare Kunden werden sich für das GP Abo automatisch entscheiden. Dazu gibt es Springer, wie bei Netflix also User die wieder kündigen, weil sie gekaufte Games zocken oder gerade wenig zum zocken im GP finden. Macht aber einen überschaubaren Teil aus. Der größte Teil „vergisst“ zu kündigen.

    Es ist also naiv anzunehmen, dass der volle Preis für Spieleproduktion ohne Berücksichtigung von Transaktions-, Infrastruktur- und Acquisitions Costs verwendet werden kann. Dazu müssen Gewinne produziert werden. Diese Gewinne müssen signifikant sein, ansonsten mögen Investoren das nicht. Dividende möchte ja auch jährlich erhöht werden. 😉

    Es ist also ebenso wie bei Netflix an langfristig angelegtes Subventionsgeschäft, welches nur aufgeht mit signifikanten und stets wachsenden Nutzerzahlen. Mehr Nutzerzahlen, bedeuten auch mehr Ressourcen usw. es wird also noch Jahre dauern, bis wir erfahren ob der GP ein profitables Business ist oder war. Ändert ja nichts, dass wir als Kunden von Einstiegsangeboten profitieren und alles so lange Nutzen wie die Musik spielt.

  15. consoleplayer sagt:

    Nostrum
    "Es ist also naiv anzunehmen, dass der volle Preis für Spieleproduktion ohne Berücksichtigung von Transaktions-, Infrastruktur- und Acquisitions Costs verwendet werden kann."

    Vollkommen richtig. Nicht zu vergessen, EA Play muss natürlich auch bezahlt werden.

  16. PS-Gamer sagt:

    @Nostrum
    Danke für die detaillierte Analyse. So ähnlich hatte ich das in einem anderen Thread geschrieben. Die Leute glauben, dass der GP Umsatz netto als Investitionssume vorhanden ist und vergessen einfach die laufenden Kosten. Wer der aber überhaupt nicht auf dem Schirm hat, naja, was soll man mit so einem überhaupt noch diskutieren!?

  17. consoleplayer sagt:

    PS-Gamer
    "Die Leute glauben, dass der GP Umsatz netto als Investitionssume vorhanden ist und vergessen einfach die laufenden Kosten."

    Mich würde nun sehr interessieren, wer das so geschrieben hat. Wen meinst du? 😉

  18. Waltero_PES sagt:

    Aus meiner Sicht gibt es nur zwei Gründe, weshalb Microsoft die Nutzerzahlen vom Gamepass nicht kommuniziert hat: Sie sollen später kommuniziert werden oder die Entwicklung liegt unterhalb der Erwartungen.

    Nostrum: Klasse Analyse! Hast Du eine Idee, welche Nutzerzahlen im Endeffekt nötig sind, um mit dem Gamepass den Break-Even zu erreichen?

  19. Waltero_PES sagt:

    OK - wer googeln kann, ist klar im Vorteil… Eben bei Go_lem.de gelesen „Microsoft mit Umsatzzuwachs dank Cloud“:

    „… Der Umsatz mit Xbox-Inhalten und -Diensten sank um 4 Prozent,…“, [während fast alle anderen Umsätze im Unternehmen gewachsen sind]

    Insofern dürfte klar sein, warum keine weiteren Zahlen zum Gamepass veröffentlicht wurden. Kurzer Halbsatz - großes Desaster…

  20. naughtydog sagt:

    Dass sowas nicht dauerhaft nachhaltig betrieben werden kann stand nie außer Frage. Immer mehr für immer mehr kann nicht klappen.

  21. consoleplayer sagt:

    Waltero
    Großes Desaster? ^^

    Hier offiziell von der MS-Homepage:
    Gaming revenue increased $357 million or 11% driven by growth in Xbox hardware, offset in part by a decline in Xbox content and services. Xbox hardware revenue increased 172% driven by higher price and volume of consoles sold due to the Xbox Series X|S launches. Xbox content and services revenue decreased $128 million or 4% driven by a decline in third-party titles on a strong prior year comparable that benefitted from stay-at-home scenarios, offset in part by growth in Xbox Game Pass subscriptions and first-party titles.

    Ganz im Gegenteil, ohne das Game Pass Wachstum wäre das Minus bei "Content and Services" größer, welches eben andere Gründe hat. 😉

  22. Waltero_PES sagt:

    consoleplayer:
    Das bedeutet ja nur, dass die Sondersituation der Konsoleneinführung Microsoft momentan den Ar… rettet. Trotz steigender Abonnenten-Zahlen sinken die Content-Umsätze. Das sind DIE Umsätze, mit denen eigentlich Geld verdient wird. Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, wäre das sehr schlecht für Xbox. Aus meiner Sicht bereits jetzt eine absolut desaströse Entwicklung! Daher promoten sie auch ihre Hardware-Verkäufe so aggressiv.

  23. Waltero_PES sagt:

    Und noch etwas: Wenn Microsoft keinen eigenen Content bringt, kann man natürlich auch nichts verkaufen. Das wird sich irgendwann auch auf die Umsätze auswirken. Und wir sprechen hier nur über Umsätze - was für eine Profitabilität dahinter steht, möchte ich gar nicht wissen… Nostrum hat es oben gut erläutert, welche Kostenblöcke hinter einem Service wie dem Gamepass stehen.

  24. consoleplayer sagt:

    Waltero_PES
    Letztes Jahr war das vierte Quartal nun mal wegen Corona auch extrem stark. Deutlich stärker als zuvor und da wurde eben viel gespielt, natürlich großteils Thirds. Ich weiß es jetzt nicht, was letztes Jahr in diesem Quartal an Thirds gekommen ist, aber wenn da dieses Jahr weniger Spiele dabei waren, dann sinkt natürlich auch diese Zahl.

    Zum Vergleich die gesamten Umsatzzahlen (nur Gaming) für Q4 (01.04. - 30.06.):
    2021: Ca. 3,8 Mrd
    2020: Ca. 3,4 Mrd. (Corona, daher so stark)
    2019: Ca. 2,0 Mrd.
    2018: Nicht gefunden
    2017: Ca. 1,6 Mrd.

    Und aus deiner Sicht soll das eine absolut desaströse Entwicklung sein? Nur weil ein Teil (Content and Services) des gesamten Gamingumsatzes ein Minus ausweist? Wie du siehst ist der Gesamtumsatz aber um 0,4 Mrd. Euro gestiegen.

  25. PS-Gamer sagt:

    @Consolplayer
    ich glaube wir beide haben in einem anderen Thread diese Diskussion gehabt 😀
    Sei es drum. Diese 500 mio Abonnenten sind nicht einfach eine Zahl die Layden da in den Raum geworfen hat. Ich denke noch zu seinen Zeiten hatte man intern sich auch die Frage gestellt ob ein Abo-Service realisierbar sei. Und vielleicht ist die Zahl 500 mio Abonennten ein Break Even Point in dieser Analyse gewesen. Das wissen wir ja nicht. Was wir aber wissen ist, dass die Spielentwicklung sehr teuer ist und viel Zeit benötigt. Vor allem der Faktor Zeit ist maßgebend. Will man z.b. alle 3 oder 4 Monate ein AAA Titel in den Game Pass holen, so muss man parallel mehrere Spieleentwicklungen durchführen. Und das kostet richtig Geld. Vielleicht sind die 500 mio zu hoch gegriffen, aber schon die Hälfte (250 mio) Abonnenten stellt eine riesige Abozahl dar. Und ich denke dafür ist der Markt nicht groß genug und wird es in absehbarer Zeit auch nicht sein.

  26. PS-Gamer sagt:

    @Waltero_PES
    Du hast absolut recht was du da schreibst. Habe mir die Berichte auch angeschaut. Sieht gar nicht gut aus für Microsoft bzw. den Game Pass. Sie müssen jetzt echt Games liefern oder aber die Community zieht sich zurück. So wie es aber aussieht, kommt vor Mitte 2022 nichts was neue Leute zum Game Pass bringen soll.

  27. PS-Gamer sagt:

    @consoleplayer
    "Und aus deiner Sicht soll das eine absolut desaströse Entwicklung sein? Nur weil ein Teil (Content and Services) des gesamten Gamingumsatzes ein Minus ausweist? Wie du siehst ist der Gesamtumsatz aber um 0,4 Mrd. Euro gestiegen."

    Ja ist es. Der Fokus für den Game Pass ist das Wachstum. Die Abozahlen müssen massiv wachsen. Von Quartal zu Quartal. Jede Stagnierung wirft Microsoft zurück und ein Rückgang ist eine absolute Katastrophe. Das kann man leider nicht schönreden. Der Rückgang lässt aber genau das vermuten, was viele gesagt haben. Sobald die Rabatt und Sonderaktionen vorbei sind und Microsoft den vollen Monatspreis für den Game Pass verlangt stagnieren die Abozahlen. Ein Trend, der nur durch neue Inhalte in Form von neuen Spielen im Game Pass gegenzusteuern ist. Und das kostet wiederum Geld. Das führt zu höheren Kosten. Und das wiederum zur sinkender Profitabilität bzw. Stand jetzt zu einem höheren Verlust für Microsoft.

  28. consoleplayer sagt:

    PS-Gamer
    "aber schon die Hälfte (250 mio) Abonnenten stellt eine riesige Abozahl dar. Und ich denke dafür ist der Markt nicht groß genug und wird es in absehbarer Zeit auch nicht sein."
    250 Mio kann ich mir auch bei weitem nicht vorstellen. 100 Mio wäre ja schon ein enormer Erfolg...

    "Sieht gar nicht gut aus für Microsoft bzw. den Game Pass."
    Darf ich fragen, welche Zahlen genau du meinst? Was genau sieht nicht gut aus? Der Gesamtumsatz kann es ja offensichtlich nicht sein.

    "So wie es aber aussieht, kommt vor Mitte 2022 nichts was neue Leute zum Game Pass bringen soll."
    Diese Woche ist das Must-Play Flight Sim rausgekommen, nächsten Monat Psychonauts 2, im November das fotorealistische FH5 und danach noch Halo Infinite. Das waren die MS-Marken. Es kommen dann noch 2021: The Ascent, Scorn, Shredders, The Gunk, Crossfire X,... Wenn die Abozahlen bisher schon mit ca. 1 Mio pro Monat gestiegen sind, dann dürfte diese Entwicklung eher beschleunigt werden mit den ganzen Games im zweiten Halbjahr 2021. 😉

  29. PS-Gamer sagt:

    @Consoleplayer
    Ich hoffe das wird Grund genug sein, um Leute dazu zu bewegen den Game pass zu abonnieren. Bin aber außer bei FH5 und Halo eher skeptisch. Und Flight Simulator ist ja mal null überhaupt kein Grund 😀 Das ist ein sehr spezieller Titel für eine Nische von Spielern.

  30. consoleplayer sagt:

    PS-Gamer
    "Die Abozahlen müssen massiv wachsen. Von Quartal zu Quartal. Jede Stagnierung wirft Microsoft zurück und ein Rückgang ist eine absolute Katastrophe. Das kann man leider nicht schönreden. Der Rückgang lässt aber genau das vermuten, was viele gesagt haben. "

    Hä? Von welchem Rückgang sprichst du bitte? MS hat doch genau das Gegenteil bekannt gegeben (Wachstum beim GP):
    "offset in part by growth in Xbox Game Pass subscriptions"

  31. consoleplayer sagt:

    PS-Gamer
    "Sobald die Rabatt und Sonderaktionen vorbei sind und Microsoft den vollen Monatspreis für den Game Pass verlangt stagnieren die Abozahlen."

    Hier stimme ich dir aber vollkommen zu. 2022/2023 könnte/wird es zu einer Stagnation kommen, sobald einige Umwandlungsaktionen ausgelaufen sind.

  32. consoleplayer sagt:

    Nadella: "Der Xbox Game Pass wächst rapide und transformiert, wie Menschen Spiele entdecken, sich mit ihnen verbinden und wie sie gespielt werden. Abonnent*innen spielen annähernd 40 % mehr Spiele und geben 50 % mehr aus als Nicht-Mitglieder."

  33. PS-Gamer sagt:

    @consoleplayer
    Er kann viel reden. Wir wollen Zahlen sehen. 40% mehr Spielen sagt gar nichts über die Qualität des Spielens aus. Wie viele von diesen 40% haben Spiele tatsächlich beendet? Wenn ich 100 spiele 10 Minuten zocke, habe ich doch gar nichts draus gewonnen aber hey ich habe 1000 Minuten Spiele gespielt. 50 % Mehrausgaben. In form von was? DLC? Mikrotransaktionen? Was genau?

    Das stört mich an Microsoft so sehr. Die Kommunikation. Ich habe Microsoft Aktien und jedesmal graut es mir, wenn ich solche Berichte sehe. Die anderen Sparten sind detailliert aufgezeigt aber im Bereich Gaming ist die Kommunikation eine Katastrophe. Ich als Aktionär habe keine Ahnung wie die Xbox Sparte performt und daher bin ich ziemlich sauer, wenn Microsoft Gewinne in diese Sparte steckt anstatt diesen Gewinn mittels Dividende an uns Aktionäre auszuschütten. In naher Zukunft sehen das andere Aktionäre hoffentlich genauso. Investitionen ja, aber nicht in ein Fass ohne Boden.

  34. consoleplayer sagt:

    PS-Gamer
    Es stimmt aber was Nadella sagt, zumindest zum Teil bei mir. Ich habe jetzt in ziemlich genau einem Jahr mit Game Pass mehr Spiele gespielt als all den restlichen Xbox-One Jahren ZUSAMMEN (davon ca. 90% einmal oder mehrmals beendet). Nur entgegen seiner Aussage, habe ich viiiiiel weniger Geld dafür ausgegeben. Dass der GP sogar weiteren Umsatz ankurbelt, wird MS natürlich freuen und bekräftigen. Ich denke, dass da alles zusammen gemeint ist. Ausgaben für DLC, MT, die günstigeren Preise der GP-Spiele für Abonnenten nutzen und die Spiele trotz GP digital kaufen,... Manche schreiben ja, dass sie den GP "nur" als Demo-Plattform nutzen, um herauszufinden welche Spiele sie sich dann kaufen. Das kann ich aber nicht nachvollziehen. ^^

    Als Aktionär kannst du dich wohl nicht wirklich beschweren? Der Kurs ist in drei Jahren von 90 auf 240 gestiegen.

  35. PS-Gamer sagt:

    @consoleplayer
    Nein, niemals würde ich mich als Microsoft Aktionär beschweren 😀 aber dennoch will kein Aktionär sehen, wie das Unternehmen die Dividende sinnlos verpulvert bzw. wenn schon investiert dann in Objekte mit einer rosigen Zukunft. In da ist bei Xbox ein riesiges Fragezeichen.

    Ja, na klar müssen sie Mehreinnahmen vorweisen. Das ist auch die einzige Möglichkeit derzeit die Verluste des GP wenigstens ein wenig zu kompensieren. Auf massiv steigende Abozahlen kann Microsoft in den nächsten Jahren nicht bauen. Auch wenn in den nächsten Jahren pro Jahr 10 mio Abonennten dazukommen (was für sich alleine gigantisch wäre und mMn vöölig utopisch) dann sind sie am Ende der Generation bei sagen wir mal 80 oder 90 mio Abonnenten. Selbst diese hohe Zahl an Abonnenten würde laut Berechnung nicht reichen um den GP an sich rentabel zu machen. Aus diesem Grund brauchen sie andere Einnahmequellen. Und ich sehe die Mikrotransaktionen als großen Part dazu an. Deswegen auch die ganzen Koop Spiele die auf der E3 vorgestellt wurden.

  36. consoleplayer sagt:

    PS-Gamer
    "In da ist bei Xbox ein riesiges Fragezeichen."
    Naja, das ist eben für dich ein Fragezeichen. MS ist voll davon überzeugt, dass ihr Plan aufgehen wird und investiert deswegen auch aggressiv. Nadella: "We're all in on games." Wie das ganze endet, weiß natürlich niemand, aber MS ist eben überzeugt von der Strategie.

    " Selbst diese hohe Zahl an Abonnenten würde laut Berechnung nicht reichen um den GP an sich rentabel zu machen."
    Welche Berechnung? Die würde ich gerne sehen. Kannst du etwas hier posten oder auch gerne mir per PN schicken?

    Miktrotransaktionen, GAAS usw. gab es schon lange vor dem GP und würde es auch geben, wenn es ihn nicht geben würde. Auch bei Sony gibt es das. Persönlich habe ich mit MT auch kein Problem, solange es einem nicht aufgezwungen wird. Valhalla hat mir viel Spaß gemacht, da hatte ich gar nicht gemerkt, dass es MT gibt. Stört mich in dieser Form überhaupt nicht.

  37. consoleplayer sagt:

    Gerade auf Twitter gesehen, dass Seagate die ersten Varianten für die SSD-Erweiterung fertig hat.

  38. consoleplayer sagt:

    Microsoft's Gaming division (Xbox) reported revenue of $15.37 billion in FY 21 (July 1, 2020 - June 30, 2021).

    - Best year ever for Xbox
    - Revenue up 32.8% YoY
    - Primarily driven by $2.3bn increase in software / subscription revenue.
    - Series X|S boosted hardware rev 92% YoY

    Macht euch keine Sorgen über die Entwicklung. Es war ein Rekordjahr der MS Gamingsparte. ^^

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