Vorschau: Space Marine

Dicke Panzerung, fettes Maschinengewehr und ein Kettensägeschwert. Die Space Marines aus dem „Warhammer 40k“-Universum sind wahre Kampfmaschinen. Während sich Relic Entertainment ansonsten mit Strategiespielen herumschlägt, versucht man sich in „Space Marine“ an einem Action-Game. Wir waren bei der Weltpremiere dabei!

Bruchlandung!
Im ewigen Konflikt zwischen Orks und Menschen übernehmt ihr Captain Titus. Gemeinsam mit seinen Kumpanen wird er auf einen so genannten Forge-Planeten geschickt. Auf diesem bauten die Menschen bis dato fröhlich Rohstoffe ab. Als plötzlich eine Ork-Invasion über den Stern herein brach, war es mit den lustigen Minenarbeiten aber vorbei.

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Also schickt man Captain Titus und seine Mannen als Rettungskommando. Doch bereits im Anflug auf den Forge-Planeten werden sie von Raketenorks angegriffen. Die fiesen Grünhäuter schnallen sich kurzerhand Düsentriebwerke auf den Rücken und nehmen dann euer Landungsschiff unter Beschuss. In einer Rail-Sequenz ballert ihr mit einem Geschütz auf die Schurken und beobachtet wie andere Kreuzer abschmieren. Ein eher traditioneller Einstieg in ein Action-Spiel.

Zu guter Letzt kollabiert auch noch euer Stand-MG und Captain Titus greift zu seiner eigenen Knarre. Aus der Ladeluke feuert ihr auf Eindringlinge und immer größere Schiffe. Es kommt wie es kommen muss: Unser Kreuzer wird ebenfalls erwischt und Titus wählt den sicheren Absprung aus luftiger Höhe.

Laufender Panzer
„Space Marine“ ist ein Third-Person-Action-Game vom Schlage eines „Gears of War“. Denn hier geht es besonders um eins: Die Ork-Invasoren möglichst kunstvoll und gnadenlos in handliche Einzelteile zu verarbeiten. „Space Marines sind wahre Supermenschen. Über zwei Meter groß. Schwer gepanzert. Und mit übernatürlicher Stärke ausgestattet,“ meint Producer Raphael van Lierop, der durch die Weltpremiere führte.

Daher verzichtet Relic Entertainment auf ein Deckungssystem wie etwa in „Uncharted 2“ oder „Ghost Recon“. „Das passt einfach nicht zu den Space Marines. Diese Burschen gehen nicht in Deckung. Sie werfen sich in die Schlacht und machen alles kalt, was in ihrer Nähe steht.“

So fräst sich auch Captain Titus förmlich durch die gegnerischen Reihen. Auf Entfernung greift er mit dem Maschinengewehr an. Auf kurze Distanz schwingt er sein Kettensägenschwert (englisch Chainsword). Wer das Universum von „Warhammer 40k“ kennt, der weiß, dass die Schlachten stets blutig und brutal ausfallen.

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„Space Marine“ ist da keine Ausnahme: Wir sehen, wie Titus einen Ork zunächst auf den Boden schleudert und ihn dann mit einem gewaltigen Kick zermatscht. Vom Ork bleiben dann wahlweise der Oberkörper oder die Beine übrig. Der Rest spritzt munter durch die Gegend. In einer anderen Szene spießt der Marine seinen Gegner auf dem Schwert auf und teilt ihn anschließend wie ein halbes Hähnchen. Wir sind gespannt, ob „Space Marine“ ungekürzt in Deutschland erscheint.

Schwächen im Ansatz
Allerdings macht sich die Bewaffnung von Captain Titus auch im Spielablauf bemerkbar. Der Bursche stapft schweren Schrittes durch unterirdische Katakomben. So wirklich dynamisch wirkt „Space Marine“ nicht. Nur bei der „Bull-Rush“-Attacke – einer Art Football-Tackle – legt Titus einen Zahn zu. Wir fragen uns: Wie sollen wir die coolen Nahkampfaktionen ausführen, wenn Titus dermaßen langsam ist. Immerhin sind wir nicht immer allein unterwegs. Gelegentlich begleiten uns KI-Marines und geben Feuerschutz. Diese Burschen könnt ihr allerdings nicht selbst steuern oder kommandieren.

Auch das Spielprinzip selbst scheint noch nicht perfekt: In der Präsentation wehrte Principal Designer Quinn Duffy lediglich eine Angriffswelle nach der nächsten ab. Die Optik der „Warhammer 40k“-Lizenz wurde dabei klasse eingefangen. Die Orks sind mit liebevollen Details verziert, aber in Sachen Bildschärfe ist noch Nachholbedarf.

System: Playstation 3
Vertrieb: THQ
Entwickler: Relic Entertainment
USK: noch nicht bekannt
Release: 2011
Offizielle Homepage: honorguard.spacemarine.com

Einschätzung: gut

„Space Marine“ wird sicher kein schlechtes Spiel. Allerdings bleibt abzuwarten, ob zwischen all dem Geballer, den Kettensägen und Blutfontänen auch irgendwo Anspruch versteckt ist. Nach unserer Präsentation lautete das Resumée allerdings: Nett, aber der Konkurrenz wahrscheinlich nicht gewachsen. Denn knallharte Actionspiele gibt es in den kommenden Monaten wie Sand am Meer.

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