Guardians of the Galaxy in der Vorschau: Endlich gute Superhelden-Action von Square Enix?

Cooler 80er-Jahre Mucke, schräge Helden und jede Menge Entscheidungsfreiheiten: Eidos Montreal stellt mit „Guardians of the Galaxy“ nach „Marvel's Avengers“ das zweite Superhelden-Abenteuer vor. Jedoch scheint man aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben!

Guardians of the Galaxy in der Vorschau: Endlich gute Superhelden-Action von Square Enix?

Eidos Montreal, die Macher von „Marvel’s Avengers“, stellen ein neues Superheldenspiel vor. Viele kratzen sich jetzt vermutlich am Kopf, lachen oder laufen gar schreiend weg. Denn „Marvel’s Avengers war, bemessen an Größe und Bekanntheit der Marke, ein Fiasko. Die gesamte Konzeption des Spiels als Multiplayer-Spiel mit Live-Service-Charakter passte überhaupt nicht zur Vorlage.

Jetzt aber zur guten Nachricht: „Guardians of the Galaxy“, das aktuelle Projekt von Eidos Montreal, wird ein reines Singleplayer-Spiel und alle Inhalte dafür sind von Tag 1 an verfügbar. Das ist eine Ansage, mit der wir auch arbeiten können und auf deren Basis ihr „Guardians of the Galaxy“ eine faire Chance geben solltet.

Im Vorfeld der Electronic Entertainment Expo 2021 warfen wir einen Blick auf das Superheldenspiel und verraten, wie „Guardians of the Galaxy“ vielleicht das Spiel werden könnte, das wir uns alle von „Marvel’s Avengers“ erhofft hatten.

Die Geschichte dahinter

„Guardians of the Galaxy“ ist keine Nacherzählung der Filme oder einzelner Abenteuer der Comics. Das Spiel basiert zwar auf auf den bebilderten Heftchen, öffnet aber ein eigenes Kapitel. Worum es dabei genau geht und welche Gefahren die „Guardians of the Galaxy“ bewältigen müssen, das lässt das Team dahinter noch größtenteils offen.

Laut Executive Narrative Director Mary DeMarle spielt die Story mehrere Jahre nach einem großen galaktischen Krieg, der die Galaxie nachhaltig erschütterte. Peter Quill alias Star-Lord hat eine Gruppe merkwürdiger Gestalten um sich geschart, nicht weil er sich mit diesen so gut versteht, sondern weil es gemeinsam leichter ist Geld zu verdienen.

Es wären aber nicht die „Guardians“ würden sie sich nicht selbst in Schwierigkeiten bringen und damit eine ganze Verkettung an Problemen auslösen. Gegen welchen Schurken es tatsächlich geht, ist noch unklar. Allerdings habe man sich einige geeignete Kandidaten aus den Comics herausgesucht.

Euer Spielcharakter ist Star-Lord, jedoch sind auch die übrigen „Guardians“ stets präsent und kommentieren etwa in den Kämpfen die Aktionen oder diskutieren an Bord des Raumschiffs über das weitere Vorgehen. Eidos Montreal ist sehr darauf bedacht, dass das Actionspiel nicht die Star-Lord-Show, sondern ein „Guardians of the Galaxy“ wird.

„Wirf das Karnickel!“

Eidos Montreal orientiert sich in Sachen Charakterdesign stärker an den Comics als an den Filmen. Das sieht man beispielsweise an Drax, der deutlich schlanker ist als in den Blockbustern und andere Zeichen auf dem Körper trägt. Rocket auf der anderen Seite sieht seinem Hollywood-Vorbild recht ähnlich, hat aber jetzt einen Ziegenbart und auch Groot könnte glatt aus dem MCU stammen. Gamora wiederum trägt eine sehr prägnante Kriegsbemalung, die etwas größer und dunkler ausfällt als in den Comics.

Eine besondere Rolle nimmt natürlich Peter Quill als Mensch ein. Der im Film von Chris Pratt verkörperte Superheld sieht deutlich anders aus, was bei uns für kleinere Probleme sorgte. Trägt er hingegen seine Maske ist der Wiedererkennungswert deutlich stärker. Einen derartigen Kulturschock wie bei „Marvel’s Avengers“ hatten wir jedenfalls bei der Online-Präsentation nicht.

Und das ist enorm wichtig, schließlich stehen bei „Guardians of the Galaxy“ die Charaktere stark im Vordergrund. Eure Entscheidungen beeinflussen die Moral und können sogar Einfluss auf das Spiel selbst nehmen. In den Diskussionen der „Guardians“ greift ihr somit als Star-Lord immer wieder ein und bezieht Stellung.

In einer Szene etwa steht die Truppe vor einer deaktivierten Energiebrücke. Drax packt Rocket am Kragen und will ihn auf die andere Seite werfen, da sich dort der Schalter zum Einschalten des Übergangs befindet. Wie entscheidet ihr euch? In der Demo stimmt Quill Drax zu und dieser schleudert den „Waschbären“ rüber. Dieser tobt vor Wut und ist wütend auf das gesamte Team. Wie sich diese Entscheidungen schlussendlich auf die Geschichte auswirken, ist noch unklar.

Musik, Witz und Kämpfe

In seinem Kern ist „Guardians of the Galaxy“ allerdings ein Third-Person-Actionspiel. Als Star-Lord greift ihr zu dessen charakteristischen Blastern oder zu Nahkampfattacken. Für mehr Bewegungsfreiheit sorgen seine Jet-Booster, mit denen ihr über Abgründe schwebt oder länger in der Luft bleibt. Als Teamchef kommandiert ihr natürlich auch eure Kollegen und könnt an Abklingphasen gekoppelte Spezial-Aktionen auslösen.

Drax stürmt dann etwa mit seinen Dolchen auf das Ziel zu und rennt es über den Haufen. Die Figuren verfügen darüber hinaus offenbar über noch größere Spezialangriffe. Zumindest beobachten wir in einer Szene wie Rocket ein ganzes Arsenal an Waffen aufbaut und abfeuert.

Zudem lädt sich mit der Zeit ein Team-Boost auf. Ein Mal aktiviert startet eine wilde Action-Sequenz, untermalt von Songs aus den 80ern. In der Demo schaltet Star-Lord seinen Walkman ein und schon dröhnt Joan Jetts „Bad Reputation“ aus den Boxen. Alle „Guardians“ erhalten dann einen Boost und greifen mit mehr Kraft und Tempo an. Entsprechend chaotisch geht es auf dem Schlachtfeld zu.

Die kurzen Gameplay-Eindrücke jedenfalls machten durchaus Spaß, auch wenn das Geschehen arg wild wirkte und den Angriffen etwas die Wucht mangelte. Wir sind aber neugierig darauf, wie sich „Guardians of the Galaxy“ wirklich spielt. In Sachen Atmosphäre fängt Eidos Montreal jedenfalls die Stimmung der Vorlage ausgezeichnet ein. Der Witz, der diese merkwürdige Truppe auszeichnet, kommt ebenso gut rüber wie die unterschiedlichen Charaktere selbst.

Es sieht auch alles danach aus, als würdet ihr eure „Guardians“ mit der Zeit verbessern dürfen. Zum Ende einer Gameplay-Sequenz lief nämlich eine Art XP-Balken nach geschlagener Schlacht hoch. Vielleicht stecken also neben den Entscheidungen noch andere Rollenspielelemente in dem Actionspiel.

Einschätzung: gut

Also nachdem Bonnie Tylers „I need a hero“ im Zusammenschnitt einiger Action-Szenen ertönte, hatte uns „Guardians of the Galaxy“ bereits am Wickel. Atmosphärisch bringt das Abenteuer sehr vieles von dem mit, was Fans aus den Filmen oder den Comics kennen: Witz, starke 80er-Mucke und eine schrecklich nette Familie in Form der „Guardians“.Square Enix bzw. Eidos Montreal hat offensichtlich aus den Fehlern mit „Marvel's Avengers“ gelernt und setzt diesmal auf eine klassische Solo-Erfahrung ohne Live-Service-Gedöns.

Im Gegenzug erwartet euch hier wohl ein vergleichsweise geradliniges Spielerlebnis, in der Entscheidungen, Kämpfe und Charaktere eindeutig im Mittelpunkt stehen. Dass das Team und ihre Eigenschaften auch in die Kämpfe mit einfließen, war abzusehen, macht aber insgesamt einen soliden Eindruck. Die Frage ist, ob es auch in Puncto Leveldesign ausreichend Tiefe anbietet, um langfristig zu motivieren. Für den Moment aber sind wir positiv überrascht und kramen bei Spotify schon mal die „Guardians of the Galaxy“-Playlist raus.

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