Ubisoft CEO Yves Guillemot: Die Verbindung von Politik und Games ist eine Gratwanderung

Kommentare (10)

Die Darstellung von politischen Themen in Videospielen ist laut dem Ubisoft CEO Yves Guillemot eine Gratwanderung, wenn man versuchen möchte, ein Spiel ohne große politische Aussage zu erschaffen, das letztendlich vor allem Spaß machen soll.

Ubisoft CEO Yves Guillemot: Die Verbindung von Politik und Games ist eine Gratwanderung

Auch wenn Ubisoft in Spielen wie „The Division 2“, „Watch Dogs Legion“, „Far Cry 5“ oder „Ghost Recon Wildlands“ durchaus den Anschein erweckt, politische Themen zu behandeln, so sollen die Spiele jedoch möglichst frei von politischen Aussagen sein. In einem aktuellen Interview hat der Ubisoft CEO Yves Guillemot erklärt, warum man versucht, möglichst neutrale Aussagen in den Spielen zu bieten.

Politik und Spiele sind eine schwierige Kombination

„Wir wollen zeigen, dass verschiedene Meinungen existieren und dann muss der Spieler seine eigene Meinung bilden“, betonte Guillemot. „Wir müssen mit Vorsicht vorgehen, um weiterhin Unterhaltung bieten zu können.“ Denn wie er klarstellte, sollen Ubisoft-Spiele zwar glaubwürdig und interessant sein, aber vor allem sollen sie Spaß machen.

„Es ist eine schmale Linie, der wir als Branche folgen müssen. Wie können wir den Menschen das Gefühl geben, dass diese Sache passieren könnte, aber gleichzeitig Spaß und keine zu große Ernsthaftigkeit bieten?“ Sagte der Ubisoft-Chef über den inneren Konflikt bei der Entwicklung.

Zum Thema: Ghost Recon Breakpoint: Märchenhafter Trailer stellt die Gameplay-Features auf etwas andere Weise vor

Während die Spiele zwar im Grunde neutral sind, so sollen sie laut Guillemot die Community durchaus zur Diskussion anregen. Dazu gibt es im Internet passende Plattformen, meint er: „Sie sprechen gern über verschiedenste Themen — Es gibt Reddit, an diesem Ort sprechen die Leute über viele Sachen. Es ist eine lebhafte Community und sie sprechen über alles, deshalb werden alle möglichen Themen diskutiert.“ Weitere Details erfahrt ihr im kompletten Interview.

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Kommentare

  1. Konsolenheini sagt:

    ....ich finde auch spielehersteller sollten Politische Positionen vertreten dürfen..
    Geht doch bei Spielfilmen auch... Ich schaue liber filme mit inhalt, als blos nur dumm unterhalten zu werden. Der Mensch brauch auch Gehrinnahrung..

  2. Drache sagt:

    .....und genau das ist ein Problem von Naughty Dog was insbesondere, seit Neil Druckmann, forciert wird indem er politische und vor allem gesellschaftlich Themen " unterschwellig " in Spiele einfließen lässt.
    Nur ein paar Beispiele:
    - Thema "Gleichgeschlechtlich" in Uncharted Lost Legacy Stichwort Nadine & Chloe
    - Frauen " stark " aussehen lassen in Uncharted Lost Legacy Stichwort Nadine & Chloe und Sam als ein leicht vertrottelten Typen darstellen im Gegensatz zum " Powerduo Nadine & Chloe "
    - Thema " Hautfarbe " es musste natürlich auch ein " farbiger Character " in einer tragenden Rolle vorhanden sein .... Nadine Ross ! Diese wurde aber von Laura Bailey verkörpert und Laura Bailey ist nicht " farbig " Man versuchte " gesellschaftlichen ( fragwürdigen ) Ansichten " Rechnung zu tragen.
    Es gibt noch mehr Beispiele, aber das würde hier den Rahmen sprengen.
    Neil Druckman und ein paar Naughty Dog Mitarbeiter sind auch schon auf Twitter durch sehr fragwürdige Aussagen bezgl. gesellschaftlichen und politischen Thematiken aufgefallen.
    Auf YouTube gibt es auch schon sehr gute Videos bezgl. dieses heiklen Themas.
    Naughty Soll einfach wieder Spiele machen, die frei von gesellschaftlichen & politischen Thematiken sind und einfach spass machen ( z.B Uncharted 1,2,3 etc .... )

  3. Konsolenheini sagt:

    aber beispiel, cod und Battlefield usw.. alles nur Unterhaltung, khne den wirklich nötigen ernst.. das Us-Militär wird zu oft positiv dargestellt und letzlich dadurch krieg verherrlicht... sowas wie Apokalypse Now, Die Verdammten des Krieges usw, sowas bräuchte die spiele welt auch im.schooter bereich.. so das man am.schluss als spieler merkt wie.grausam krieg ist....

  4. edel sagt:

    Wenn ein Großkonzern ein bestimmtes (!) Zeichen (Zahlen) in seinem Logo eingebaut hat oder Franchise-Titel mit eben "solchen Logen" als Namen tragen, aber dann diese "Sandman" Aussagen kommen ... mmmhhhh ... wie glaubwürdig ist das? Das kann sich jeder selbst beantworten.

  5. Das_Krokodil sagt:

    @Drache:
    Da Du ja das Wort „farbig“ so gerne verwendest: Welche Hautfarbe hast Du denn? Transparent?
    Und was hast Du gegen gleichgeschlechtliche Beziehungen?
    Und warum dürfen Männer „starke Duos“ darstellen und bei Frauen ist es dann in Deiner Denkweise plötzlich ein Problem?
    Und warum findest Du es „gesellschaftlich fragwürdig“, wenn alle Menschen und Geschlechter gleich behandelt werden sollen?

    @Konsolenheini:
    Da stimme ich Dir zu. Natürlich soll es auch seichtere Spiele zur schlichten Unterhaltung geben, doch ebenso sollten sie wie Filme politische Themen aufgreifen dürfen und dürfen je nach Genre auch kritsich sein

  6. Konsolenheini sagt:

    @Das_Krokodil

    Toll gesagt, Made my das ! Danke !

  7. Duffy1984 sagt:

    In der USA ist es das normalste auf der Welt, dass dort "farbige" herum rennen. Warum sollen Sie es in Spielen nicht genau so darstellen dürfen?

    Was glaubst du, was sich ein Game Director anhören muss wenn er sagt:
    Wir müssen diesen Charakter im Spiel abändern/entfernen, weil es farbig ist oder dieser weibliche Charakter zuwenig Sexappeal hat.

    Wie absurd wäre das bitte?

  8. Spastika sagt:

    Das_Krokodil
    Ich denke "das Problem" ist dass es immer der Selbe Starke Frau in einer traditionellen Männerrolle ist und oft mehr Marketingstrategie ist als Sinnvoll fürs storytelling.
    Nicht dass es die nicht giebt nur ist ein grosser Teil der Frauen ist anders als dargestellt und die Industrie macht sich keine Mühe was feminineres als der supermodel-Tomboy zu behandeln. Man will ja weiterhin grösstenteils Männer ansprechen und sich gleichzeitig auf die Schulter klopfen.
    r@ssismus, x€nophobie, h0m0phobie-vorwürfe werden die letzten Jahre häufig für Aufmerksamkeit missbraucht. Und Aufmerksamkeit kann zu Geld werden.
    Auch ist in den letzten Jahren ein gefährliches Klima der Intoleranzen entstanden wenn es um politische Meinungen geht und es spielt den Rechten die Leute direkt in die Hände. Viele Leute haben die Nase voll jedes mal wie das Letzte behandelt zu werden wenn sie was leicht unsensibles rauslassen. Und für die kann dieser nihilistische, ultra umsensible foren-neof@schismus recht erfrischend rüber kommen.

  9. xjohndoex86 sagt:

    @Das Krokodil
    Das Problem ist, das Naughty Dog den Spieß einfach herum dreht. Toughe Amazonen, trottelige Kerle. Wo ist da die Gleichberechtigung? Das auf Augenhöhe sein? Was bei Ubisoft oft zu gesichtslos und blass ist, folgt bei ND einer einseitigen- aber derzeit angesagten Agenda. Schön wär's wenn man mal wieder die Balance dazwischen finden würde.

  10. DoktoreX sagt:

    @Xjohndoex86 ist ja nicht so das jeder Kerl in uncharted trottelig dargestellt wird. Was soll das Gejammer, Charaktere sind verschieden.
    Finde der Begriff Chaot wäre passender für Sam als Trottel. Dürfen solche Charaktere nicht in Videospielen dargestellt werden? Wo ist da die Gleichberechtigung?

    Unfair finde ich das keine Jammerlappen in Spielen gibt, auch ein Xjohndoex86 hat ein Recht darauf

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