Fallout 76: Skyline Valley angespielt und so sieht die Zukunft von Fallout aus

Ein erster Blick auf die Erweiterung "Skyline Valley" und viele Infos zu kommenden Updates: Erfahrt, was Bethesda mit "Fallout 76" vor hat!

Fallout 76: Skyline Valley angespielt und so sieht die Zukunft von Fallout aus

Bethesdas Online-Rollenspiel „Fallout 76“ verzeichnete im Zuge des Erfolgs der „Fallout“-Serie Rekordspielerzahlen. Bisweilen tummelten sich weit über eine Million Abenteurer im virtuellen Appalachia. Viele neue Spielerinnen und Spieler wagten erste Schritte in dem bereits vor sechs Jahren gestarteten MMO. Gestandene „Fallout 76“-Veteranen jedoch haderten zuletzt mit dem Gebotenen, mangelte es trotz neuer Seasons an hochstufigen Inhalten, Gegnern und Loot.

Das ändert sich mit der am 12. Juni 2024 erscheinenden und kostenlosen Erweiterung „Skyline Valley“. Erstmals in der Geschichte baut Bethesda nämlich die Karte aus und fügt dieser ein neues Gebiet hinzu. Im Zentrum des Interesses steht dabei der geheimnisvolle und nun offene Vault 63. Unter der Führung von Aufseher Heinz Stolz wurden hier mysteriöse Wetterexperimente durchgeführt, die die einstigen Vault-Bewohner massiv verändert haben. Mit „Skyline Valley“ tritt nämlich auch die Fraktion der „The Lost“ in Erscheinung.

Im Vorfeld der Veröffentlichung lud Bethesda in seine Londoner Büros. Im Rahmen einer ausführlichen Präsentation erklärt Producer Jonathan Rush zunächst den Weg, den „Fallout 76“ in den vergangenen Jahren nahm, ehe er in die Zukunft blickte.

Anschließend hatten wir die Chance, gut zwei Stunden in „Skyline Valley“ hineinzuschnuppern und mit den Entwicklern zu sprechen. Was sich das Team vornimmt und wie die Erweiterung „Fallout 76“ verändert, konnten wir also aus erster Hand erfahren.

Weitere Neuerungen im „Fallout 76“-Kosmos

Bevor wir euch unsere Spieleindrücke von „Skyline Valley“ mitteilen, werfen wir zunächst einen Blick in die Zukunft von „Fallout 76“. Bethesda ließ sich bereits ein wenig in die Karten schauen. Auf die folgenden Inhalte und Erweiterungen dürft ihr euch gefasst machen:

Neue Season mit Marshal Mallow als Maskottchen. Hier könnt ihr zusätzliche Boni einstreichen.

Update: Milepost Zero im Herbst 2024. Eine Aufgabe besteht hier u.a. darin, für die Blueridge Caravan Company Transporte anzuführen und zu bewachen. Die Karawanen bestehen aus Brahmin-Kolossen, die Karren ziehen, während ihr natürlich von allen Seiten angegriffen werdet. Seid ihr erfolgreich, aktiviert das aber euren eigenen Karawanen-Außenposten, den ihr ausbauen und individualisieren könnt. Dadurch schauen immer wieder Verkäufer mit unbekannten Waren vorbei.

Halloween-Event im Milepost-Zero-Update: Mischief Night als Public Event im Herbst feiert dabei seine Rückkehr.

Spielt als Ghul: Erstmals in der „Fallout“-Historie könnt ihr Anfang 2025 als Ghul spielen und so auf dessen einzigartigen Fähigkeiten zurückgreifen. Wie die Transformation vonstattengehen wird, ist bislang noch nicht bekannt. Aber um diesen Pfad einzuschlagen, muss euer Charakter mindestens Stufe 50 sein. Im Anschluss habt ihr Zugriff auf ein ganzes Set neuer, auf den Ghul zugeschnittener Skill-Karten, mit denen ihr euren Build anpassen könnt.

Neben allen Vorteilen bringt der Ghul aber auch einige Nachteile mit sich: So sind bestimmte Fraktionen nicht besonders gut auf diese Mutanten zu sprechen und auch Power-Rüstungen sind nicht optimal nutzbar. Zugleich deutete Producer Jon Rush aber auch an, dass die Verwandlung nicht permanent sein muss und es eine Möglichkeit gäbe, sich wieder in einen normalen Menschen zu verwandeln. Wie das funktioniert und wie man diesen Prozess in die „Fallout“-Geschichte einbettet, ist noch nicht bekannt.

Zu Besuch in der Horror-Villa

Aber kommen wir zunächst zu „Skyline Valley“ und dessen nackten Zahlen: Sobald das Addon online geht, erhaltet ihr im Spiel eine Nachricht darüber, dass es etwas Neues zu erforschen gibt. Danach ist der Shenandoah-Kartenabschnitt im Süden Appalachias fester Teil des „Fallout 76“-Universums.

Damit einher gehen über 30 Points of Interest (also Sehenswürdigkeiten) sowie der Public Event „Dangerous Pastimes“. In diesem spielen die bereits angedeuteten Wetterversuche eine entscheidende Rolle, sodass ihr hier eine hübsche, aber nicht weniger gefährliche Blitz-Show veranstalten werdet.

Eins sei an dieser Stelle gesagt: „Skyline Valley“ bringt keine gravierenden technischen Veränderungen mit sich. „Fallout 76“ erhält als kein Grafik-Makeover und auch Funktionen wie Cross-Save stehen weiterhin nur auf der Wunschliste der Community. In erster Linie geht es hier um die Erweiterung des Spielgebiets und ihrer Geschichten und Geheimnisse.



Tatsächlich folgen wir zunächst den Spuren der Wetteranomalien. In Shenandoah angekommen, ist der Himmel rot erleuchtet und Blitze zucken am Horizont. Im Startareal unserer Session wurde der Boden durch Eruptionen aufgerissen und Ghuls schleichen seelenlos umher. Unsere erste Anlaufstelle ist das Dark Hallow Manor, ein altes Herrenhaus, in dem offenbar schreckliche Kämpfe stattgefunden haben. Im Keller entdecken wir einen durch einen Hand-Scanner gesicherten Raum. Unsere Aufgabe: Findet die dazu passende Hand.

Tatsächlich versprüht „Fallout 76“ in diesem Bereich sogar ein wenig morbide Grusel-Atmosphäre und wirkt überraschend bedrohlich. Erst als wir uns weiter ins Innere von „Skyline Valley“ bewegen, klart der Himmel auf.

Kampf den Giganten

Während unserer Handson erlebten wir zwei große Höhepunkte. Zunächst arbeiteten wir uns durch einen Nationalpark. Nachdem wir uns den Weg hin zum Grindstone Arch durchschlugen, sahen wir ein großes Tor. Kaum durchschritten wir es, bäumte sich vor uns ein „Glowing Behemoth“ auf.

Zum Glück hatten wir unsere treue Railgun zur Hand und konnte so Schlimmeres verhindern. Wie sich nämlich herausstellte, haben sich in diesem Gebiet Supermutanten breit gemacht. Aus verteilten Tagebucheinträgen und Briefen erfahren wir, dass die dort zunächst wohnenden Menschen das Kraftwerk beim Staudamm wieder zum Laufen bringen wollten, jedoch dann von den grünen Unholden überrannt wurden.



Unsere zweite große Konfrontation erleben wir im Observatorium. Kurz nachdem einer unserer Mitspieler eine Atombombe zündete, kämpften wir uns zu diesem Aussichtspunkt durch. Über weitere Aufzüge gelangten wir auf die Testplattform für Roboter. Und tatsächlich nahmen wir es hier mit drei Stahlriesen auf, die die neuen Endgame-Bosse von „Fallout 76“ darstellen und auch Veteranen an ihre Grenzen bringen.

Selbst mit den uns zur Verfügung gestellten, hochstufigen Builds dauerte der Kampf fast eine halbe Stunde. Wir beharkten die Kolosse mit fünf bis sieben Event-Teilnehmern gleichzeitig, aber deren Energiebalken schmolz nur sehr langsam in sich zusammen. Zugleich teilten sie auf kurze Distanz heftige Hiebe aus, setzten den Boden unter Strom und riefen immer wieder Verstärkungstruppen herbei. Dazu  begrenzten rote Lasertore immer wieder die Kampfarena. Dadurch konnten wir uns nicht einfach zurückziehen und die trägen Roboter aus der Distanz dingfest machen.

Einschätzung: gut

Eins steht nach unserem Besuch bei Bethesda fest: Man hat noch eine Menge mit „Fallout 76“ vor und „Skyline Valley“ fühlt sich (beinahe) wie ein kleiner Neustart an. Während durch die Amazon-Video-Serie hereingespülte Frischlinge die Erweiterung wohl erst später auschecken werden, sind es gerade die Langzeitspieler, die man mit dem neuen Gebiet ins Boot holt.

Da scheint es nur passend, dass man mit den Sturmriesen wirklich fulminante Gegner einführt und zugleich mit den frischen Schauplätzen und den Hintergründen von Vault 63 reichlich Story-Content im Marschgepäck hat.

In Sachen Gameplay und Technik bleibt an dieser Stelle natürlich alles beim Alten. Nichtsdestotrotz ist der Ausblick auf die Zukunft von „Fallout 76“ verheißungsvoll. So ruppig der Start vor sechs Jahren war, so ambitioniert sind doch Bethesdas Pläne für das Online-Game.

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