ANGESPIELT: FIFA 11

Der Fußball-Zweikampf geht in die nächste Runde: Nachdem wir vor wenigen Wochen „Pro Evolution Soccer 2011“ ausführlich anspielen durften, steht nun „FIFA 11“ auf dem Prüfstand. Die Ansprüche sind groß. Schließlich gilt der Vorgänger „FIFA 10“ bei vielen Spielern als das derzeit beste Fußballspiel auf dem Markt. Wie sich „FIFA 11“ tatsächlich anfühlt, konnten wir nun beim Preview-Event in München herausfinden.

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Ein bisschen Klein-Klein
Es ist schon kurios: Eigentlich wollen sich „Pro Evolution Soccer 2011“ und „FIFA 11“ voneinander unterscheiden. Und doch wählen Konami und Electronic Arts immer wieder ähnliche Features, um ihre aktuellen Programm aufzuwerten. So gibt „FIFA 11“ das Passsystem ebenfalls frei. Ihr steuert mit Hilfe des linken Analog-Sticks die Passrichtung, während ihr mit der X-Taste die Stärke festlegt.

Im Gegensatz zu „Pro Evolution Soccer 2011“ scheint das Pro-Passing-System die Vorgaben allerdings nicht ganz so gnadenlos umzusetzen. Zumindest während unserer Session hatten wir das Gefühl, dass das Programm noch ein wenig mithilft, damit nicht ständig Anspiele im Aus landen. Trotzdem macht sich die Freiheit im Spielaufbau bemerkbar: Kurze Pässe gehen weiterhin flott von den Fingern. Tiefe Pässe in den Raum sind nun aber deutlich riskanter.

Zudem halten sich die Spieler strenger an eure taktischen Vorgaben. Bei „FIFA 10“ spurteten Außenverteidiger und Mittelfeldspieler ständig auf den Flügel und boten sich dort an. Das tun sie nun natürlich immer noch, achten aber besser auf die eigene Defensive. Ein Beispiel: Die deutsche Nationalmannschaft ist in Ballbesitz. Schweinsteiger und Ballack schieben sich im Zentrum den Ball zu. Philipp Lahm spurtet los und bietet sich winkend an.

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Als er allerdings merkt, dass Ballack & Co. ihn nicht anspielen, bleibt er stehen und dreht wieder ab. Bei „FIFA 11“ ist daher mehr Übersicht gefordert. Während unserer Sessions gingen häufig Pässe in Leere, weil wir einfach zu spät abspielten. Auf der anderen Seite aber hat sich das Kurzpassspiel deutlich verbessert. Doppelpässe sind nun leichter, da die KI-Mitspieler schneller schalten und automatisch in Gassen laufen.

Zähe Angelegenheit
Neben dem Passsystem haben sich besonders die Zweikämpfe verändert. Waren diese schon bei „FIFA 10“ deutlich dynamisch als bei „Pro Evolution Soccer 2010“, wirken sie in der 2011er-Edition sehr realistisch. Da wird geschoben, gedrängelt und am Trikot gehalten. Stürmer lehnen sich förmlich bei ihren Gegenspielern an und versuchen, sich so Richtung Kasten vorzuarbeiten. Im Luftkampf wird ebenso mit allen Mitteln gearbeitet. Das Geschehen wirkt realer, allerdings kommt es auch zu mehr Foulspielen.

In einer hart umkämpften Partie mit Deutschland gegen England wurde bei uns im 10-Sekunden-Takt abgepfiffen. Das ist zwar realistisch, unterbricht aber auch den Spielfluss. Gerade in Einzelspielerpartien gegen eine KI-Mannschaft macht sich das neue Zweikampfverhalten bemerkbar. Die Spieler stehen enger beim Mann, lassen ihrem Gegner weniger Freiräume. Die Anzahl der Tempo-Gegenstöße und Alleingänge haben sich merklich verringert.

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Die Stürmer auf der anderen Seite behelfen sich mit ihren individuellen Fähigkeiten. Ein Messi etwa dreht sich gekonnt über den Ball, um sich Raum zu verschaffen. Rooney setzt zu kurzen Sprints an. Die persönlichen Fähigkeiten der einzelnen Stars sollen in „FIFA 11“ mehr zum Tragen kommen.

In unserer Preview-Session fiel auf, dass die KI nun häufiger zu Dribblings und Tricks greift, um uns ein wenig zu narren. Zudem gelang es dem Computer sehr gut, auch über längere Zeit den Ball zu halten und uns dauerhaft unter Druck zu setzen. Das war bei „FIFA 10“ noch eine Seltenheit. Insgesamt scheint es, als wäre „FIFA 11“ zudem einen Tick langsamer als sein Vorgänger. Der Spielaufbau ist dadurch kontrollierter und weniger auf den einen schnellen Pass in die Spitze fokussiert. Vielmehr kommt es hier tatsächlich darauf an, durch überraschende Aktionen Lücken in die gegnerische Abwehr zu reißen und dann gezielt in diese vorzustoßen.

System: PlayStation 3
Vertrieb: Electronic Arts
Entwickler: Electronic Arts
USK: ohne Altersbeschränkung
Offizielle Homepage: http://fifa.easports.com/deDE/home.action

Einschätzung: sehr gut

Das wird ein enges Rennen: „FIFA 11“ verbessert sich erneut und geht immer weiter Richtung komplexe Fußballsimulation. Spielerisch wirkt es nach unseren Hands-On-Sessions ein wenig runder als „Pro Evolution Soccer 2011“. Konami und Electronic Arts liefern sich erneut einen spannenden Zweikampf und Sieger werden wieder wir Spieler sein. Denn auch „FIFA 11“ dürfte seinen grandiosen Vorgänger noch übertreffen.

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