Cloud Gaming: EA ist weiterhin optimistisch – Eine Milliarde neue Spieler und realistischere Explosionen

Kommentare (9)

Trotz des holprigen Starts von Google Stadia ist Electronic Arts weiterhin vom Cloud-Gaming überzeugt. Es könnte eine Milliarde zusätzliche Spieler anlocken und neue technische Möglichkeiten eröffnen.

Cloud Gaming: EA ist weiterhin optimistisch – Eine Milliarde neue Spieler und realistischere Explosionen

Google Stadia ging vor einigen Tagen an den Start. Und bisher macht der Streamingdienst nicht den Eindruck, dass die Branche damit auf den Kopf gestellt wird. Dennoch blickt der Publisher Electronic Arts hoffnungsvoll in die Zukunft. Das Unternehmen glaubt, dass mit Cloud-Diensten eine Milliarde Spieler angesprochen werden können, die sich bislang nicht mit dem Gaming beschäftigt haben.

„Beim Streamen ist es unsere Motivation, dort zu sein, wo die Spieler sind, damit sie unsere Spiele spielen können, wo und wie sie wollen“, meint der EA-CTO Ken Moss. „Unsere Aktivitäten stimmen damit überein. Wie sich das Cloud-Gaming entwickelt, ist derzeit ungewiss, aber es wird eine weitere Milliarde Spieler in die Gaming-Welt bringen. Wir sagen, dass wir derzeit bei etwa 2,6 Milliarden sind. Wir wollen sicherstellen, dass wir ganz vorne dabei sind und erste Erfahrungen beziehen, sodass wir wissen, wir wir unsere Spiele in dieser Welt entwickeln müssen.“

Realistischere Zerstörung in Battlefield

Electronic Arts hofft aber nicht nur auf mehr Kunden. Auch glaubt der Publisher, dass die Cloud-Technologien insgesamt zu mehr Möglichkeiten führen können. Beispielsweise könnte „Battlefield“ ein realistischeres Zerstörungssystem bieten, da die Rechenleistung in der Cloud deutlich größer als im heimischen Wohnzimmer ist.

„DICE ist auf die unglaubliche Zerstörung wirklich stolz. Sie jagen die Dinge besser als alle anderen in die Luft. Aber die Simulationen, die für die Zerstörung durchführt werden, sind sehr begrenzt im Vergleich zu dem, was wir wirklich gerne machen würden. Man benötigt eine bestimmte Menge an GPU-Leistung und eine bestimmte Menge an CPU-Leistung, um so etwas in Echtzeit machen zu können“, so Moss.

Und diese Rechenleistung können die Rechenzentren der Cloud-Anbieter gewährleisten: „Wenn man dort einen Pool von Servern hätte, auf denen unsere Physik-Engine der Frostbite läuft, um eine bessere Zerstörung zu berechnen, könnte sie wie im echten Leben wirken. […] Der Hauptunterschied ist der, dass man jetzt Dutzende oder Hunderte oder Tausende oder Millionen von Computern haben kann, die Dinge tun können, um das Spiel zu betreiben.“

Das Gaming soll verwandelt werden

Moss weiter: „Man kann es nicht nur anwenden, um Dinge in die Luft zu jagen. Das kann man auf wirklich jeden Teil des Spiels anwenden: Die Größe der Welt, das Eintauchen in die Welt, die Qualität der Charaktere. Das ist es, worum es wirklich geht… alles im Gaming zu verwandeln. “

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Die Cloud könnte tatsächlich erhebliche technische Fortschritte bieten. Doch angesichts der steigenden Kosten für die Entwicklung von AAA-Spielen und der Tatsache, dass das Erstellen von Spielen immer länger dauert, kann zumindest vorerst bezweifelt werden, dass die meisten Entwickler so viel Zeit und Geld investieren können, um beispielsweise Explosionen „wie im echten Leben“ aussehen zu lassen.

Die weiteren Aussagen von Moss lest ihr bei Gamesindustry.biz.

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Kommentare

  1. Banane sagt:

    Ich halte gar nichts von streaming.

  2. StevenB82 sagt:

    Wäre es nicht sinnvoller Streaming mit einer Hardware zu verbinden, hätte man da nicht bessere Ergebnisse? Ich denke da an Flight Simulator wo hochwertige Landschaftsdetails gestreamt werden

  3. xjohndoex86 sagt:

    EA's feuchter Traum... das glaube ich gerne.

  4. edel sagt:

    Cloud-Gaming ist primär für Investoren und Aktionäre erdacht und entwickelt.

    Man könnte alle SP-Spiele-Produkte auch vom Anbieter unabhängig lokal berechnen lassen.

    Nur bei F2P & Online-MP-Spiele-Dienstleistungen werden diese monetarisiert, kontrolliert, überwacht und abhängig vom Anbietern (mit-)berechnet.

    Es geht primär nicht um die Spielerfahrung/Spielerlebnis der/für Gamer selbst, sondern um andere Thematiken, welche mit Kontrolle, Recht, Überwachung, Daten, Zielgruppenerweiterung, Abhängigkeit und Gewinnmaximierung usw. zu tun haben.

  5. Son-Gohan sagt:

    Merke: Es geht nur noch um Profit und Märkte. Früher wurden noch (ehrlich gemeinte!) Ziele ausgegeben wie "wir wollen die beste Spielerfahrung bieten" oder "etwas einzigartiges erschaffen". Ich werde mich so lange gegen diesen Streaming Quatsch wehren wie es nur möglich ist. Sorry, Casuals, aber auf abgespeckte Versionen, die ich weder physisch noch digital wirklich besitze, habe ich keinen Bock. Überhaupt geht mir das mit dem "auf allen Geräten" total auf den Zeiger. Irgendwann kommen keine AAA Spiele mehr in bester Qualität, sondern nur noch mit viel Marketing-Geblubber angekündigte bekannte Spielereihen in abgespeckter Form für Smartphones, weil da ja "Milliarden an Kunden" warten...

  6. ResidentDiebels sagt:

    Natürlich freut es EA. Selbst wenn bald ein Anbieter für Toaster das spielen darauf ermöglich, würde es EA freuen. Bei EA gehts wie immer um Masse. Egal wie schlecht Stadia ist, selbst wenn nur 10 Mio. neue Spieler damit hinzu kommen, wird sich EA von denen ein Stück vom Kuchen abschneiden. Dabei geht es nicht um das bessere Spielerlebnis oder Grafik, Gameplay, Physik etc. Es geht schlicht um eine höhere Anzahl an käufern.

  7. Brok sagt:

    Die Aussage ist irgendwie unlogisch. Wer sind denn Spieler die ansonsten nicht angesprochen werden.

    Da die Mobile Fraktion und kleinere Games damit raus sind, denn ein Handy werden da wohl die meisten haben, geht es also um Menschen die größere Spiele spielen wollen, aber sich keine Konsole kaufen? Und dann kaufen Sie sich lieber eine Streaming Box? Oder die einen PC haben, keine Spiele kaufen, aber Streamen ist dann ok?

    Streaming ist als Feature für Spieler sicherlich eine interessante Sache, aber mit komplett neuer Zielgruppe sehe ich da ehrlich gesagt nicht

  8. edel sagt:

    Naja, die Vorteile für Anbieter, Geldgeber, Investoren, Aktionäre, Groß- und Megakonzerne (Milionäre, Millardäre usw.) sind vorhanden. Jetzt wollen diese natürlich Ihre Zukunfts-Visionen (das Geschäftsmodell) schmackhaft verkaufen und vermieten.

    Dafür benötigen diese vor allem Interesse, Akzeptanz und eine Zielgruppe als Grundbasis, um darauf aufbauen zu können und um damit andere potenzielle Konsumenten mit Nutzerzahlen, Werbung, Angeboten usw. ebenfalls zu überzeugen/beeindrucken und nach "deren" Vorstellungen umzuerziehen (manipulieren beeinflussen) zu können.

    Wenn die Mehrheit an Konsumenten dieses Geschäftsmodell ablehnt, dann wird dieses Geschäftsmodell in der gewünschten Größenordung (ca. 2 Milliarden Nutzer) als Ziel, nicht realisierbar sein.

    Sinngemäß:
    "Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden, Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden."

  9. Accounting sagt:

    Ich brauch keine Stadia Dosis. Ich hab ne Bro Pro.

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