FIFA 20: Marco van Basten fliegt nach Nazi-Gruß aus dem Spiel

Kommentare (3)

Eine offenbar unüberlegte Äußerung mit Konsequenzen: EA Sports entschloss sich dazu, Marco van Basten nach dessen Nazi-Gruß aus "FIFA 20" zu entfernen.

FIFA 20: Marco van Basten fliegt nach Nazi-Gruß aus dem Spiel

Hollands Fußball-Ikone Marco van Basten sorgte kürzlich für einen TV-Eklat. Nach einem Interview mit dem deutschen Heracles-Almelo-Trainer Frank Wormuth verabschiedete sich van Basten mit einem Nazi-Gruß, der mittlerweile Auswirkungen auf die Fußballsimulation „FIFA 20“ hat. EA Sports entschloss sich dazu, den einstigen Stürmer-Star aus dem Spiel zu entfernen.

Marco van Basten war bisher als Ikonen-Karte in den FIFA Ultimate Team Packs vertreten, was sich mit einem der kommenden Updates ändern wird. Offen ist noch die Frage, was mit den Karten passieren wird, die sich bereits im Besitz der Spieler befinden.

EA Sports verweist auf Engagement für Gleichstellung und Vielfalt

In einem Statement von EA Sports heißt es: „Uns sind die jüngsten Kommentare von Marco van Basten bekannt. Wir haben die Erwartung, dass unser Engagement für Gleichstellung und Vielfalt in unserem gesamten Spiel aufrechterhalten wird. Aus diesem Grund werden wir Marco van Basten ausschließen.“

Wirklich ernst gemeint war die Bemerkung von van Basten offenbar nicht. Und bei Frank Wormuth sorgte der ehemalige Ajax- und AC-Milan-Star noch am selben Tag telefonisch für eine Entschuldigung.

Welche Beweggründe es für den Aussetzer gab, ist nicht bekannt. Allerdings hat der geäußerte Nazi-Gruß nicht nur in „FIFA 20“ Konsequenzen. Der für die Übertragung des Fußballspiels verantwortliche Sender Fox Sports bezeichnete die Bemerkung als unangemessen.

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Es habe sich um einen „falschen Scherz zum falschen Augenblick“ gehandelt, heißt es in einem Statement. Der 55-jährige van Basten saß beim Erstliga-Spiel zwischen Ajax Amsterdam und Heracles Almelo als TV-Experte im Studio des Senders. Er wurde suspendiert und seine Experten-Gage kommt einem niederländischen Institut (NIOD) zugute, das an den Zweiten Weltkrieg erinnert.

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Kommentare

  1. Moonwalker1980 sagt:

    Naja, ich bin auch ein Gegner vom meisten Na.zi Schmarren, der irgendwo in der Öffentlichkeit gesagt wird, aber beim Video musste ich schon schmunzeln, da das eindeutig als Verarschung des deutschen Trainers erkennbar war. 😀
    Ja, auch nicht ganz in Ordnung, aber trotzdem irgendwie lustig.

  2. LDK-Boy sagt:

    Der hat sich aber verändert gar nicht erkannt. Dusselig sowas zu sagen.

  3. MetroStar1974 sagt:

    Also ich hätte ihn einfach kommentarlos aufgefordert, das Studio zu verlassen. So etwas geht überhaupt nicht, besonders nicht in einem Land, daß unter dem Nazi-Regime besonders krass gelitten hat. Daß dann im Nachhinein auch noch als „deplazierten“ Witz zu bezeichnen und als Entschuldigung zu rechtfertigen, ist dann noch die absolute Krönung der ganzen Geschichte.

    Wenn ich mir die Kommentare über mir durchlese, dann scheint wohl viel Zeit an der Konsole verloren gegangen zu sein, anstatt sich mal mit der deutschen Geschichten zu befassen. Auch das ist schon sehr krass...

    EA hat mal wieder alles falsch gemacht, was man in so einem Fall falsch machen kann. Zum einen explodieren gerade die Preise zu diesem Spieler im Ultimate Modus in die völlig falsche Richtung und zum Anderen profitieren von diesem ganzen Vorfall nun alle Besitzer dieser Spielkarte in Ultimate aufgrund der gestiegenen Preise auf dem Transfermarkt.

    Um niemanden zu benachteiligen, hätte EA entweder gar nichts machen sollen oder man hätte dann auch mit einer veränderten Preisrange zumindest die Chance hätte nehmen können, sich auch noch am Ende zu bereichern.

    Aber typisch EA und FIFA 20...

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