Capcom: Digital-Absatz bereits bei 80 Prozent – Tendenz steigend

Kommentare (11)

80 Prozent der Spiele-Verkäufe von Capcom sind mittlerweile digital. Und der Publisher erwartet noch mehr: In Zukunft sollen es 90 Prozent werden. Das Unternehmen ist sich zugleich im Klaren darüber, dass nicht alle Spieler auf Disks verzichten möchten.

Capcom: Digital-Absatz bereits bei 80 Prozent – Tendenz steigend
"Monster Hunter World: Iceborne" war beim Umstieg auf den Digital-Absatz behilflich.

Der Wandel hin zu einem rein digitalen Vertrieb läuft seit Jahren und wurde von der COVID-19-Pandemie nochmals beschleunigt. Im Fall von Capcom werden schon jetzt vier von fünf Spielen digital verkauft. Und der Publisher glaubt, dass der Anteil noch weiter steigen wird.

Im Zuge der jüngsten Jahreshauptversammlung wurde das Unternehmen mit einer entsprechenden Frage konfrontiert und betonte, dass die Quote der digitalen Verkäufe von Spielen derzeit bei etwa 80 Prozent liegt, Tendenz steigend.

Vorteile des digitalen Verkaufs werden maximiert

„Während es letztlich davon abhängt, wie sich unsere Kunden in Zukunft verhalten, fördern wir derzeit unsere digitale Strategie mit einem Ziel von 90 Prozent, da es einige Kunden gibt, die es vorziehen, Discs zu besitzen“, so Capcom. „Wir wollen die Performance unseres Geschäftes weiter ausbauen, indem wir die Vorteile des digitalen Verkaufs maximieren, was die Möglichkeit mit einschließt, unsere Inhalte sowohl für längere Zeiträume als auch weltweit anzubieten“.

Laut Capcom erfolgt der Umstieg auf den digitalen Vertrieb schneller als das Unternehmen erwartet hatte. Im vergangenen Jahr betonte der Publisher und Entwickler, dass der digitale Vertrieb 53,3 Prozent des Umsatzes ausmachte. Und während das Unternehmen für 2020 einen Sprung erwartet hatte, rechnete Capcom „nur“ mit einem Wachstum auf 75,4 Prozent.

Dass es am Ende schneller ging, wird unter anderem „Monster Hunter World: Iceborne“ zugeschrieben. Die Erweiterung wurde im vergangenen Jahr als der Hauptfaktor genannt, der zu diesem Sprung führen könnte.

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Auch andere Publisher sind bestrebt, den Umstieg auf den digitalen Vertreib voranzutreiben. Die Gewinnspannen sind in der Regel größer. Mit der Digital Edition der PS5 bringt Sony gar eine Konsole auf den Markt, die komplett auf Disks verzichtet.

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Kommentare

  1. President Evil sagt:

    Ich 'Team digital only' *Hugh

  2. Ifosil sagt:

    Digitale Absätze sind was feines, jedoch haben sie auch ihre Schattenseiten. Gerade auf den Konsolen versteckt sich da eine Gefahr. Wenn Sony das alleinige Monopol auf die Verkäufe hat (Keine Konkurrenz mehr aus Einzelhandel und Vertriebswegen für physikalische Datenträger), werden sie die Preise so gestalten, dass Entwickler und Spieler darunter leiden werden.

    Auf dem PC gibt es ein Gegengewicht zu Steam und das ist EPIC, somit gibt es ein gewisses Gleichgewicht. Bei den Konsolen jedoch ist das niemals der Fall. Dann brauchen die Konsoleros nicht rumheulen, wenn Fifa 26 dann 90 € kostet.

  3. President Evil sagt:

    Was du sagst hat zwar was, ist aber so nicht ganz richtig.
    Das PSN hat einen Konkurrenten und zwar der XBox store.
    Was denkst du, was langfristig passieren würde, wenn GTA6 im PSN 90.- kosten würde und bei MS 30.-

    So kurzfristig denken die nicht.

  4. Neurontin sagt:

    Ich glaube er bezog es eher auf den Konkurrenzkampf innerhalb des PS-Segmentes.
    Dass man sich jederzeit eine andere Konsole kaufen könnte, oder sogar zum PC wechseln könnte, ist logisch.
    Jedoch wäre es für uns Spieler eine negative Sache, wenn nur noch Sony, via deren eigenen PS-Store, die Preise auf der PS gestalten könnte/wird.

  5. President Evil sagt:

    @Neurontin

    Das ist mir schon klar. Und die Aussage war ja, dass man damit Preisdiktatur betreiben könnte.
    Meine Aussage war, dass das eben (langfristig) nicht geht, weil es eben Konkurrenz ausserhalb des Systems gibt.

  6. Spritzenkarli sagt:

    selbst schuld wenn man geld für etwas ausgibt das man nicht weiterverkaufen kann ...

  7. big ed@w sagt:

    Nintendo hat diese Art von Abzocke in den 80ern u 90ern betrieben,
    so dass Dritthersteller gezwungen waren ihre Module 20% teurer zu verkaufen als Nintendo selber(und das waren noch die netteren Praktiken),

    also ist dieses Szenario nicht nur aufs Digitale beschränkt und schon längst geschehen.
    Wenn diese Gefahr aber tatsächlich bestehen würde,wäre Capcom nicht so darauf scharf den Anteil auf 90% zu steigern.
    Ist nur so ,dass man die Gewinne die an den Einzelhandel gehen und die Produktions u Vertriebskosten einspart und das Geld unter Capcom & Sony/MS/Nintendo aufgeteilt wird.

  8. Argonar sagt:

    Fairerweise muss man sagen, dass Capcom viele kleine und viele Retro Games im Angebot hat und es eben um die Anzahl der verkauften Spiele geht, nicht um den Umsatz den diese Verkäufe generieren.

    Tripple A Title werden sicher noch zu einem deutlich größeren Teil über Disks verkauft, und somit auch ein größerer % Anteil des Umsatzes.

  9. Brok sagt:

    Wenn man nicht gerade einer derer ist die ihrer Spiele wieder verkaufen, ist es ja auch in allen Belangen besser. Es ist auf dem Account registriert und damit jederzeit im Zugriff, man kann nach Erwerb direkt losspielen, muss nicht mit irgendwelchen Datenträgern hantieren und einiges mehr.

    Noch kurioser wird es ja mit Season Pass und co wo die Keys selbst bei Datenträgern auf den Account geschrieben werden und nicht mehr übertragbar sind.

    Die einzige Frage ist ob man wenn die Datenträger irgendwann nur noch minimal sind das Monopol des PSN aufbricht und Keys über große Shops verkauft.

  10. CloudAC sagt:

    Niemals Digital, wenn es Retail gibt. Da gibts doch grad so nen tolles Beispiel, wo Lizenzen zu älteren Spielen nicht mehr vorhanden sind (irgendwas dazu die Tage gelesen bzw. überflogen). Ne Disc funktioniert noch in 20 Jahren, ob es das Spiel dann noch online gibt, kann keiner garantieren.

  11. Brok sagt:

    @CloudAC

    Eine Disk funktioniert heutzutage auch nicht länger als eine Digital Version. Vielleicht sogar kürzer, wie die PS5 Abwärtskompatibilitätsdiskussion zeigt