EU: Wegen Geoblocking – Millionenstrafen gegen Valve, Koch Media und weitere Publisher verhängt

Kommentare (15)

Aktuellen Berichten zufolge verhängte die EU Millionenstrafen gegen mehrere Publisher Strafen in Millionenhöhe - darunter Valve, Koch Media und Bandai Namco Entertainment. Der Vorwurf: Mittels Geoblocking sollen die Unternehmen einen grenzüberschreitenden Verkauf bestimmter PC-Videospiele an Nutzer in bestimmten Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums verhindert haben.

EU: Wegen Geoblocking – Millionenstrafen gegen Valve, Koch Media und weitere Publisher verhängt
Die EU verhängte Millionenstrafen gegen führende Publisher.

Wie die Europäische Kommission bekannt gab, verhängte die EU wegen Zuwiderhandlungen gegen das EU-Kartellrecht Millionenstrafen gegen führende Videospiel-Publisher.

Betroffen sind die Steam-Betreiber von Valve sowie die fünf Publisher Bandai Namco Entertainment, Capcom, Focus Home Interactive, Koch Media (Deep Silver) und ZeniMax (Bethesda), denen vorgeworfen wird, „den grenzüberschreitenden Verkauf bestimmter PC-Videospiele an Nutzer in bestimmten Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)“ eingeschränkt zu haben. Oder vereinfacht ausgedrückt: Mittels der Geoblocking-Technologie wurde verhindert, dass günstig im EU-Umland erworbene Steam-Keys im Heimtland des Nutzers eingelöst beziehungsweise genutzt werden können.

Die Vorwürfe der EU im originalen Wortlaut

„Wegen dieser sogenannten Geoblocking-Praktiken wurden Geldbußen von insgesamt mehr als 6 Mio. EUR gegen die Verlage verhängt, die jedoch aufgrund ihrer Zusammenarbeit mit der Kommission ermäßigt wurden. Valve hatte beschlossen, nicht mit der Kommission zusammenzuarbeiten, und wurde mit einer Geldbusse von mehr als 1,6 Mio. EUR belegt“, kommentierte Europäische Kommission das Verfahren.

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Margrethe Vestager, die zuständige Exekutiv-Vizepräsidentin der Kommission, führte aus, dass Videospiele in der gesamten EU ein begehrtes Gut sind und für ein Marktvolumen in Höhe von rund 17 Milliarden Euro sorgen. Die heute wegen der Geoblocking-Praktiken von Valve und den anderen fünf Publishern verhängten Strafen, sollen die Unternehmen und die ganze Videospiel-Industrie daran erinnern, „dass es den Unternehmen nach dem EU-Wettbewerbsrecht untersagt ist, den grenzüberschreitenden Verkauf vertraglich zu beschränken“.

„Denn solche Praktiken verhindern, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher in Europa die Vorteile des digitalen Binnenmarktes nutzen und sich in der gesamten EU das beste Angebot aussuchen können“, heißt es abschließend.

Die verhängten Strafen in der Übersicht:

  • Valve – 1.624.000 EUR
  • Bandai Namco – 340.000 EUR
  • Capcom – 396.000 EUR
  • Focus Home – 2.888.000 EUR
  • Koch Media – 977.000 EUR
  • ZeniMax – 1.664.000 EUR

Quelle: Europäische Kommission

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Kommentare

  1. Red Hawk sagt:

    Astrein

  2. Grinder1979 sagt:

    top! find ich ein starkes statement!

  3. 3DG sagt:

    Moment, sind das nicht die Leute die das Internet bei uns unter total Kontrolle stellen wollen und alles mit copyrights zu Tode Wirtschaften möchten?
    Würde gerne wissen auf was sich das genau bezieht, denn das klingt nicht nach unserer EU.

  4. Der Coon sagt:

    Lootboxen gehören auch verboten und Anbieter bestraft

  5. Roxas_XIII_13 sagt:

    Das ist nicht nur ein Statement, dass einfach und simpel gesagt die Umsetzung/Durchsetzung des geltenden EU Rechts.

    Wenn bestimmte Unternehmen meinen, sie müssten einige EU Bürger innerhalb der Europäischen Union in Bezug auf den Erwerb bestimmter Waren und Dienstleistungen benachteiligen bzw einschränken, dann brauchen die Unternehmen sich nicht wundern, wenn sie Strafen dafür bekommen.

    Das ist eine der Grundprinzipien der EU.
    Der freie Verkehr von Waren und Dienstleistungen innerhalb der EU.

  6. Badewanne sagt:

    Lächerlich

  7. consoleplayer sagt:

    Die Snitch-Funktion wird wohl nicht lange bleiben 🙂

  8. Mr Eistee sagt:

    @consoleplayer
    Die melde Funktion hat hier noch nie lange gehalten, da jedes mal alles und jeder gemeldet wird.^^

  9. usp0nly sagt:

    Cod gemeldet wegen crossplay!

  10. AloytheHunter sagt:

    Wieso ist bei dieser News hier die "Kommentar melden" Funktion weg ausser bei uspOnly? xD

  11. Mr Eistee sagt:

    Weil er noch nicht gemeldet wurde.

  12. Knoblauch1985 sagt:

    Hahahaha...was ist hier Passiert?
    Ich war nur 2 Tage nicht hier.
    Play3
    Vielen dank für die Melde Funktion.
    Bitte haltet durch, bitte deaktiviert sie nicht.
    Am Anfang werden es viele ausnutzen und sich damit ein spaß erlauben aber genau die könnt ihr dann verwarnen/sperren. Diese Funktion ist sehr wichtig.
    Ihr könntet zb. eine Funktion einführen das wenn zb. 10 User ein Kommentar für schlecht empfinden oder trollig das es ausgeblendet wird oder der user wird automatisch bei 10 dislikes für 24 std gesperrt. Ist wie fps hardcore games. Knallst du 3 team Mitglieder ab wirst du vom server geschmissen.
    Vertraut mir Play3. Wenn trolle 10 dislikes bekommen und für 24 std gesperrt werden und bei wiederholtem fall 48std haben sie schnell kein bock mehr. 😉

  13. AloytheHunter sagt:

    @ Knoblauch1985

    Guter Vorschlag 😀

  14. InStalls sagt:

    Und was hindert die Trolle daran die Funktion auszunutzen und hier jeden der sich normal unterhalten will sperren zu lassen?

  15. VisionarY sagt:

    @InStalls normalerweise passiert sowas nicht wenn der Kommentar bereich ordentlich Moderiert wird. Aber die admins hier haben glaub andere Prios, was ja OK ist... Muss man damit leben, einfach nicht lesen hilft auch damit man sich nicht aufregt 😉