Mortal Kombat Legends: Battle of the Realms – Blutiger Fan-Service mit Schwächen – Filmkritik

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Nachdem vor einigen Monaten bereits das Kino-Reboot hierzulande erschien, folgte kürzlich mit "Mortal Kombat Legends: Battle of the Realms" der Release des zweiten Films des Franchise in diesem Jahr. Wir verraten euch, was ihr davon erwarten dürft.

Mortal Kombat Legends: Battle of the Realms – Blutiger Fan-Service mit Schwächen – Filmkritik
"Mortal Kombat Legends: Battle of the Realms" ist auf Blu-ray und digital erhältlich.

Mit „Mortal Kombat Legends: Scorpion’s Revenge“ veröffentlichte Warner Bros. vergangenes Jahr einen kleinen Überraschungshit, der von vielen Fans der Videospiel-Vorlage gut aufgenommen wurde. Vor wenigen Tagen erschien in Form von „Mortal Kombat Legends: Battle of the Realms“ die Fortsetzung im hiesigen Handel. Wir haben uns das blutige Fantasy-Abenteuer angesehen und verraten euch, ob der Zeichentrickfilm eure Zeit wert ist.

Das finale Mortal Kombat-Turnier beginnt

„Battle of the Realm“ setzt inhaltlich kurz nach dem Ende des Vorgängers an und führt somit dessen Geschichte fort. Die Außenwelt beabsichtigt eine Invasion des Erdenreichs, doch einige mächtige Krieger, darunter Fanlieblinge wie Johnny Cage und Sonya Blade, stellen sich den Eindringlingen entgegen.

Um dem Blutvergießen ein Ende zu setzen und das Schicksal aller Welten zu entscheiden, wird ein weiteres Mortal Kombat-Turnier ausgerufen, ein finaler Wettkampf. Donnergott Raiden versammelt eine Gruppe Kämpfer um sich und seinen Schützling Liu Kang, die das Ende der Menschheit in letzter Sekunde noch abwenden sollen. Im Schatten bahnt sich jedoch noch eine weitaus größere Gefahr ihren Weg, die alles Leben auslöschen könnte.

Während der Vorgänger noch Scorpion und seine Entstehungsgeschichte in den Fokus rückte, steht nun Liu Kang im Mittelpunkt des Geschehens. Er ist das Herz des Films und nimmt im Verlauf der Handlung eine durchaus interessante Entwicklung, die schließlich in einem bildgewaltigen wie abgedrehten Finale gipfelt.

Das Problem ist allerdings, dass „Battle of the Realms“ versucht, zu viele Handlungsstränge in nicht einmal 90 Minuten Laufzeit zu pressen. Parallel zur Haupthandlung verlaufen noch zwei weitere Erzählungen, die dem großen Ganzen jedoch eher schaden als nützen. Obwohl beispielsweise Scorpion erneut einen durchaus ansprechend Charakter-Arc auf den Leib geschrieben bekam, bleiben zu viele Charaktere auf der Strecke.

Blutige Kämpfe: Mortal Kombat-Herz, was willst du mehr?

Dies führt dazu, dass einige Figuren, etwa Neuzugang Stryker oder Kitana, einfach nur da sind. Gerade bei letzterer ist dies schade, da ihr innerer Konflikt durchaus spannend ist, allerdings nie genug Raum bekommt, um sich vernünftig entfalten zu können. Darüber hinaus gibt es ein paar Entwicklungen innerhalb der Handlung, die nicht unbedingt allzu viel Sinn ergeben. Zum Glück ist das Erzähltempo so hoch, dass der Zuschauer kaum Zeit bekommt, um darüber nachzudenken. Doch ein Punkt dürfte für viele ohnehin wichtiger sein: die Action.

Und in dieser Hinsicht enttäuscht der neue „Mortal Kombat“-Animationsfilm keineswegs. Die Kämpfe sind, getreu der Videospiel-Vorlage, teils wahnwitzig blutig und so überzogen brutal, dass es fast schon lächerlich wirkt. Dabei schafften es die Verantwortlichen, allerlei Anspielungen auf die Games in den blutigen Konfrontationen unterzubringen, die sich ihre FSK 18-Freigabe redlich verdient haben. Hier schlagen Fan-Herzen definitiv höher.

Des Weiteren wissen ebenfalls die Choreographien der Kämpfe zu gefallen, die ansprechend und vor allem herrlich wuchtig ausgefallen sind. Zudem wurden sie schön animiert und sind somit klar die optischen Highlights des Films. Dafür ist auffällig, dass das Budget an anderen Stellen eher sparsam eingesetzt wurde. Auch die Synchronsprecher machen einen guten Job, wobei die englische Originalausgabe noch einen Tick besser gelungen ist als die deutsche Synchro.

Insgesamt macht der nunmehr zweite Zeichentrickfilm der Videospielreihe einen wirklich ordentlichen Job und richtet sich klar an Fans und Kenner des Franchise. Neueinsteiger könnten es indes etwas schwer haben, der Lore mit ihren vielen Charakteren und Fraktionen immer vernünftig zu folgen. Hilfreich sein könnte hier das durchaus sehenswerte Bonusmaterial, das unter anderem einen Blick hinter die Kulissen und einen Audiokommentar umfasst.

„Mortal Kombat Legends: Battle of the Realms“ ist beileibe kein perfekter Film, insbesondere hinsichtlich der Story und der Entwicklung der Figuren sind klare Schwächen zu erkennen, doch es ist ein kurzweiliger, sehr blutiger Spaß, an dem erwachsene Fans von derben Fantasy-Abenteuern definitiv ihre Freude haben dürften.

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Kommentare

  1. Nudelz sagt:

    aber um Welten besser als der Kinofilm